Beiträge von Seph

    Hier gab es dieses Jahr auch hitzefrei für die Großen.

    Das ist schön. Der nds. Erlass "Unterrichtsorganisation" sieht dies ausschließlich für den Primar- und den Sekundarbereich I vor.

    Zitat von UOrgRdErl NDS Abschnitt 4

    4.5 Für einzelne oder alle Klassen von Schulen des Primarbereichs und des Sekundarbereichs I kann durch die Schulleiterin oder den Schulleiter Hitzefrei gegeben werden, wenn der Unterricht durch hohe Temperaturen in den Schulräumen erheblich beeinträchtigt wird und andere Formen der Unterrichtsgestaltung nicht sinnvoll erscheinen.

    Wo sind 500.000 Euro großzügig? Freunde von uns haben vor 12 Jahren ein Haus für 250.000 Euro gekauft. Das ist jetzt rund 750.000 Euro wert, unter anderem auch, weil sie da ordentlich Geld und Arbeit reingesteckt haben. Ein durchschnittlich großes Haus (140 qm Wohnfläche, 700 qm Grundstück) gibt es hier gar nicht mehr unter 500.000 Euro.

    Und trotzdem sind 500.000€ verdammt viel Geld. Das auch noch steuerfrei erben zu können, ist ein deutliches Privileg.

    In der freien Wirtschaft wäre das vermutlich eine simple Frage des Arbeitsschutzes. Gefährliches Halbwissen, aber eine kurze Googlesuche ergab: Für Angestellte mit leichter sitzender Tätigkeit werden dem Arbeitgeber ab 26 ° Raumtemperatur Maßnahmen wie Lüftungseinrichtungen, Sonnenschutzverglasung oder Anbau von Vordächern angeraten. Ab 30 ° wird aus diesen Vorschlägen wohl eine Verpflichtung. Ab 35 ° gilt ein Raum als nicht mehr als Arbeitsstätte nutzbar.

    Das ist durchaus eine korrekte Wiedergabe. Temperaturen von 35°C haben wir in den Räumen zum Glück noch nie gehabt, um die 30°C möglicherweise schon. Die dann zu ergreifenden Maßnahmen können bereits in an Schulen oft ohnehin bestehenden Dingen festgemacht werden: Lüften über Nacht/ in den frühen Morgenstunden, das Anbieten von Getränken, Nutzen von Rolläden usw.

    Ich bin die letzten Wochen, wenn es mal zu heiß wurde, mit den Kids einfach rausgegangen und wir haben dann eben unter einem Baum auf dem Schulhof weitergemacht. Besonders effektives arbeiten kann dann ohnehin nicht mehr vorausgesetzt werden. Manchmal hilft auch schon ein Raumwechsel, sofern möglich.

    PS: Mir fällt gerade ein, dass einige meiner Schüler sich dann auch schlicht nasse Handtücher in den Nacken gelegt oder immer mal am Waschbecken das Gesicht benetzt hatten. Und es schadet sicher nicht, die Schüler gezielt zum Wasser trinken auch während des Unterrichts zu animieren und kurze Pausen einzulegen.

    Ein Beispiel was für allgemeinschulische Kollegen so nicht bekannt ist; Prüfungszeiträume in beruflichen Schulen erstrecken sich von April bis Juli.

    Man mag es sich nicht vorstellen, aber das ist an allgemeinbildenden Schulen seltsamerweise auch so ;)

    Deine Argumente sind insofern gut nachvollziehbar und stichhaltig, als dass eine frühzeitige Verteilung aller Klassenarbeiten erfolgen sollte. Das spricht aber gerade dafür, diese gemeinsam mit den anderen Lehrkräften zu Jahresbeginn zu koordinieren und nicht ad hoc auf Überschneidungen reagieren zu müssen. Denn genau so etwas löst dann Stress aus.

    Nein. Hat natürlich keiner abgesegnet. Ich hab mir den selbst ausgedacht und werde danach nun die 3 Kinder, die ich auf der Strasse eingesammelt habe, heimlich in meiner Garage unterrichten...:autsch:

    Bei so deutlichen Abweichungen von der Stundentafel für Grundschulen ist die Frage durchaus ernst gemeint gewesen.

    Danke. Das hatte ich auch gefunden. Da steht aber, dass es nicht mehr gültig ist. Daher meine Frage hier.

    Die aktuelle Version ist hier (https://www.rv.hessenrecht.hessen.de/bshe/document/…tdTafVHE2011pP6) zu finden und unterscheidet sich von der alten im wesentlichen durch eine Flexibilisierung der Stundenverteilung in Doppeljahrgängen. Dennoch bleiben die durchschnittlichen Stundenanzahlen der Fächer und auch die Gesamtstundenzahl nahezu gleich. Ich verdeutliche das mal an 2 Beispielen:

    (1) Die Stundentafel sieht für Deutsch z.B. im Doppeljahrgang 3/4 insgesamt 10 Wochenstunden Deutsch vor. Davon habt ihr alleine 7 im Jahrgang 3. Ich bezweifle, dass dann nur 3 Stunden Deutsch im Jahrgang 4 stattfinden sollen.

    (2) Die Stundentafel sieht für alle Fächer zusammen im Doppeljahrgang 3/4 50 Wochenstunden (+ 4 Flexstunden für besondere Schwerpunkte) vor. Davon finden bei euch alleine im Jahrgang 3 bereits 34 Wochenstunden statt....dann nur 16 bis 20 im Jahrgang 4? Wohl kaum.

    Dazu können beispielsweise Unterschiede im Lehrplan, in der Schulstruktur, in den Schülerpopulationen oder in den allgemeinen pädagogischen Herausforderungen zählen. Indem ich die Studie auf Gymnasiallehrer begrenze, versuche ich, diese Unterschiede in den Schulformen zu "kontrollieren".

    Die Unterschiede im Lehrplan usw. sind teilweise zwischen den Bundesländern bei gleicher Schulform größer als der zwischen verschiedenen Schulformen im gleichen Bundesland. Mir scheint, dass sich vorab überhaupt nicht mit einem sauberen Design einer Umfrage beschäftigt wurde.

    Ergänzung: Dabei handelt es sich aber um keine abschließende Auflistung zugelassener Apps, sondern soll den Schulen eher eine Orientierung für praktikable Varianten an die Hand geben. Gleichzeitig gibt es einen Erlass, der die grundsätzlichen Anforderungen für den Einsatz digitaler Endgeräte in Prüfungssituationen definiert. Innerhalb dieses Rahmens können Schulen auf Wunsch also auch andere Lösungen nutzen.

    Relevante Verordnung für BW....eine Soll-Vorschrift. Das nicht von Mo-Fr Klassenarbeiten geschrieben werden ist allerdings die Regel. Andererseits eine gute Übung für den Abschlussprüfungszeitraum.

    Weil du das "Soll" so betonst, sei mir der Hinweis gestattet, dass "Soll" keineswegs einen weiten Ermessenspielraum eröffnet, wie man das in der Alltagssprache fälschlich benutzt. In Rechtsvorschriften bedeutet "Soll", dass genau so zu verfahren ist, außer in gut begründeten Ausnahmefällen.

    Die Verweigerung, sich als Lehrkraft mit der Koordination von Terminen zu beschäftigen, ist kein solch zwingender Ausnahmefall!

    Meine Klausuren sind in meinem Kalender. Die Klausurtermine werden in der ersten Woche von mir festgelegt für das gesamte Jahr.

    Wo die anderen Termine sind ist mir egal. Es ist Aufgabe der Schüler Überschneidungen zu melden und selbstständig eine Übersicht für sich anzulegen.

    Ähm nein. Es ist deine Aufgabe (und die deiner Kollegen), die Termine zu koordinieren und sicherzustellen, dass keine zu starke Häufung von Arbeiten im Jahresverlauf auftreten. Es ist gerade nicht die Aufgabe der Schüler, diesen Job für euch zu erledigen und womöglich noch zu vermitteln, wenn 2 Lehrkräfte sich bei Überschneidungen nicht einigen können.

    Da müsste man genau in die Beihilfeverordnung deines Bundeslandes schauen. Die meisten dürften eine Antragsfrist von 1-2 Jahren ab Rechnungsstellung, nicht ab Ende der Behandlung, haben. Insofern könnte die Aussage der Beihilfestelle durchaus zutreffen.

    Plattenspieler

    Die Hessische Stundentafel für die Primarstufe ist kein großes Geheimnis und leicht zu finden. Quittengelee hat sie sogar bereits verlinkt. Für die 3. Klasse sind dort 25 Wochenstunden zzgl. 2 Flexstunden für weiterführende Angebote vorgesehen. Es ist auch klar geregelt, wieviele Stunden auf welche Fächer entfallen müssen. Von beiden Vorgaben weicht der obige Stundenplan erheblich ab. Was ist daran verwirrend?

    Hi,

    Wir sind gerade dabei zu schauen, ob wir unseren Stundenplan vielleicht anpassen müssen. Also mal ne kurze Frage: Wie sieht euer Stundeplan so aus?

    Ich habe eine dritte Klasse in Hessen. Hier ist meiner (wenn ich schon andere um ihren bitte...).

    Danke. :)

    Ist der Plan ernst gemeint und hat das eine übergeordnete Behörde abgesegnet? Nicht nur verstößt der deutlich gegen die vorgeschriebene Stundentafel, sondern überschreitet auch massiv die Schülerstundenanzahl in Klasse 3.

    Zusätzlich leistest du hier auch wegfallende Abiturkurse teilweise nach (Stunden nach Korrekturfrist gehen ins Minus)… bei Projektwochen gibt es bspw auch Minus wenn die Projekte nicht „voll“ laufen … also hast du im nächsten Halbjahr ggf einen Kurs mehr…

    Das erste kann ich ja noch nachvollziehen und dazu gibt es auch in NDS eine ziemlich klare Regelung, bis wann der Unterricht in Abiturkursen als erteilt gilt. Aber bedeutet das andere ernsthaft, dass man trotz Angebots und Durchführung eines vollen Projekts in einer Projektwoche Minusstunden erhalten soll, wenn sich nicht genug Schüler in das eigene Projekt einwählen....man es aber dennoch durchführen soll?

    Ich verstehe es nicht. Wieso sammeln Lehrkräfte allen Ernstes Argumente gegen Bildung? Nicht gegen oder für Inhalte, nicht gegen oder für eine bestimmte Art der Leistungsbewertung und auch nicht für eine bestimmte Art der Didaktik, sondern gegen Fremdsprachenerwerb im Allgemeinen?

    Weil es durchaus Gegenstand der gesellschaftlichen Debatte sein kann und sollte, was man eigentlich unter Bildung versteht und was davon zeitgemäß ist. Es geht im Übrigen bei Kretschmanns Anregung auch gar nicht darum, einfach nur eine Fremdsprache zu streichen, sondern darum, diese Zeit in alternative und möglicherweise wichtigere Inhalte zu stecken. Dass wir in Deutschland gerade auch im Bereich der digitalen Bildung, aber auch im MINT-Bereich nicht so gut aufgestellt sind, ist wohl unbestritten. Das betrifft blöderweise inzwischen auch die Innovationsfähigkeit und damit Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft. Ob wir uns das perspektivisch als rohstoffarmes Land leisten können und wollen nur um am humanistischen Bildungsideal des 19. Jahrhunderts festzuhalten, muss offen diskutiert werden.

    Da hat jemand mit ChatGPT gespielt ;)

    Als Bewerbungsschreiben finde ich es eher abschreckend, es sind viel zu viele blumige Formulierungen ohne Aussagekraft enthalten, die angerissenen persönlichen Erfahrungen fehlen ja gerade weitgehend. Ich kenne diese Art Schreiben leider auch, die zugehörigen Vorstellungsgespräche waren nicht selten ernüchternd.

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