In der freien Wirtschaft wäre das vermutlich eine simple Frage des Arbeitsschutzes. Gefährliches Halbwissen, aber eine kurze Googlesuche ergab: Für Angestellte mit leichter sitzender Tätigkeit werden dem Arbeitgeber ab 26 ° Raumtemperatur Maßnahmen wie Lüftungseinrichtungen, Sonnenschutzverglasung oder Anbau von Vordächern angeraten. Ab 30 ° wird aus diesen Vorschlägen wohl eine Verpflichtung. Ab 35 ° gilt ein Raum als nicht mehr als Arbeitsstätte nutzbar.
Das ist durchaus eine korrekte Wiedergabe. Temperaturen von 35°C haben wir in den Räumen zum Glück noch nie gehabt, um die 30°C möglicherweise schon. Die dann zu ergreifenden Maßnahmen können bereits in an Schulen oft ohnehin bestehenden Dingen festgemacht werden: Lüften über Nacht/ in den frühen Morgenstunden, das Anbieten von Getränken, Nutzen von Rolläden usw.
Ich bin die letzten Wochen, wenn es mal zu heiß wurde, mit den Kids einfach rausgegangen und wir haben dann eben unter einem Baum auf dem Schulhof weitergemacht. Besonders effektives arbeiten kann dann ohnehin nicht mehr vorausgesetzt werden. Manchmal hilft auch schon ein Raumwechsel, sofern möglich.
PS: Mir fällt gerade ein, dass einige meiner Schüler sich dann auch schlicht nasse Handtücher in den Nacken gelegt oder immer mal am Waschbecken das Gesicht benetzt hatten. Und es schadet sicher nicht, die Schüler gezielt zum Wasser trinken auch während des Unterrichts zu animieren und kurze Pausen einzulegen.