Beiträge von Seph

    Bei manchen Lehren fragt man sich, was es da überhaupt zu lernen gibt (Bäckereifachverkäuferin).

    Nur mal am Beispiel:

    -> Warenpräsentation/Verkaufsraumgestaltung/Marketing

    -> Verkaufsgespräche

    -> Ernährungslehre

    -> Lebensmittelhygiene, Warenkenntnis

    -> Zubereitung kalte Küche

    -> Lagerhaltung

    -> Arbeits-/Sozial- und Vertragsrecht

    -> Betriebswirtschaft (Kalkulation, Kassenführung...)

    usw.

    Ansonsten kann man aus persönlichen Gründen bis zu fünf Tage vom Dienst fernbleiben ohne eine AU vorlegen zu müssen.

    Kieselsteinchen

    Hier wird vermutlich auf die Möglichkeit bezahlten Sonderurlaubs nach §275 Abs. 3 BGB i.V.m. §616 BGB angespielt. Diese Möglichkeit bedeutet jedoch gerade nicht, dass man einfach mal so bis zu fünf Tage vom Dienst fernbleiben kann. Die persönlichen Gründe müssen entsprechend gravierend sein und zu einer Unzumutbarkeit der Leistungspflicht führen (z.B. eigene Hochzeit, Beerdigung naher Angehöriger u.ä.).

    In Bayern fehlen die Leute da ab und an wegen allen möglichen Gründen, scheint reines Ermessen zu sein.

    ...oder eine SL, die darüber hinwegsieht und dieses (nicht selten) Fehlverhalten einfach durchgehen lässt.

    PS: Bei uns sind das manchmal witzigerweise genau die Lehrkräfte, die sich mit am lautesten über Fehlzeiten von Schülern aufregen :autsch:

    Dann ist es eher eine dienstliche Besprechung oder eine Konferenz aber keine Dienstbesprechung.

    Magst du mal den Unterschied von "Dienstbesprechung" und "dienstlicher Besprechung" erläutern? Eure Konferenzordnung scheint neben den klar definierten Konferenzen nämlich nur den Begriff der Dienstbesprechung zu kennen.

    Normalerweise muss eine Woche vorher unter Bekanntgabe der Tagesordnung eingeladen werden. Grundsätzlich bist du verpflichtet hin zu gehen, es sei denn es geht aus dienstlichen Gründen nicht. Wenn du z.B. an dem Tag auf Fortbildung bist.

    Das gilt für Konferenzen, nicht aber für einfache Dienstbesprechungen, die auch sehr spontan (z.B. SL ruft alle mal kurz während einer Hofpause im Lehrerzimmer zusammen) stattfinden können. Natürlich wird bei sehr spontanten Besprechungen kaum von einer Anwesenheit aller auszugehen sein, bei einem angemessenen Vorlauf hingegen schon.

    Zwei Fragen zum Thema DB:

    1. Wie werdet ihr über den Termin informiert (per Aushang, Mail, Schreiben im Fach)?

    2. Welche Konsequenzen drohen bei unentschuldigtem Fehlen? (Ist ja quasi ein Fernbleiben vom Dienst, oder?)

    Bei uns finden nahezu alle Besprechungen und Konferenzen verlässlich an einem bestimmten Tag nachmittags statt, sodass sich die entsprechenden Termine freizuhalten sind und eine Anwesenheit aller gewährleistet wäre. Auch Besprechungen werden i.d.R. mindestens eine Woche vorher bekannt gegeben. Es gibt in Ausnahmefällen dennoch Lehrkräfte, die ausgerechnet dann ganz spontan einen wichtigen Termin haben. Im Ermessen der SL kann hier (analog zu Freistellungsgesuchen von Schülern) eine Beurlaubung für die Besprechung gewährt werden. Ein einfaches Nichterscheinen kann natürlich dienstrechtliche Konsequenzen haben, vor allem bei häufigem Fehlen (selten) geht das über eine einfache Ansprache hinaus.

    PS: Ich bekomme eine eher niedrige, einstellige Zahl an Mails von Eltern pro Woche. Die meisten davon sind kurze Informationen, die eigentlich nicht mal eine Antwort benötigen. Die Flut überflüssiger Mails wird von Kolleginnen produziert, nicht von Eltern.

    So ist das hier auch. Wenige Elternanfragen per Mail oder kurz per Diensttelefon, Sprechzeiten weisen wir nicht separat aus. Die Mailflut hängt wesentlich damit zusammen, dass es immer noch viele Kolleginnen und Kollegen nicht kapiert haben, dass man Infos an 2-3 andere nicht in über den Verteiler "Lehrer" laufen lassen muss.

    Was heißt denn "übertrieben"? Der Mitgliedsbeitrag zum Beispiel der GEW liegt bei bei Angestellten bei 0,77% und bei Beamten bei 0,85% des Bruttoeinkommens. Die bekannten großen Gewerkschaften wie Verdi, IG Metall u.ä. nehmen da bereits 1%.

    Davon abgesehen teile ich aber deine Auffassung, dass die GEW nicht gerade die Gewerkschaft ist, die die Interessen von verbeamteten Lehrkräften angemessen und umfänglich vertritt.

    Dabei geht es gar nicht so sehr um das Medium Plakat, sondern um die Fähigkeit, Informationen möglichst übersichtlich und prägnant aufzubereiten und diese präsentieren zu können. Die von Schmidt aufgeworfene Frage zeigt aber natürlich zu Recht, dass das nicht zwingend mit diesem Medium trainiert werden muss, sondern durchaus Alternativen bestehen. Anders habe ich Meer im Übrigen auch nicht verstanden, es handelte sich hier lediglich um ein Beispiel und das Verbeißen an der Kritik am konkreten Medium sollte nicht verdecken, dass die zugrunde liegende Kompetenz der Informationsaufbereitung und -Präsentation sehr wohl wichtig ist und sachgerechte Methodenauswahl erfordert.

    ...sei gesagt, dass in der Idee dahinter das Konzept der Bestenauslese steckt. Also weder Vetternwirtschaft noch die adelige Familie, in die man hineingeboren wurde, soll einem zu einer Stelle verhelfen und dieser Grundgedanke ist perr se ja ein guter.

    Das ist ein sehr wichtiger Aspekt und funktioniert in der Praxis ja auch einigermaßen gut, auch wenn gute Verbindungen doch ganz nützlich sein können.

    Der Glaube der Zentralabiturs-Fetischisten, man könne die Menschheit in eine absolute Reihenfolge bringen, in der man messen kann, wer objektiv besser ist, ist verfehlt. Es ist auch nichts, woran die Wirtschaft glaubt. Einzig der Staat stellt nach Noten ein.

    Dazu sei nur angemerkt, dass auch "der Staat" sich nicht ausschließlich auf die Noten als Kriterium zur sinnvollen Bestenlese stützt. Hier in NDS haben wir als Schule z.B. einen guten Beurteilungsspielraum bei der Einstellung neuer Lehrkräfte innerhalb eines breiten Notenkorridors und können daher andere sachgerechte Kriterien mit heranziehen. Andersherum nehmen natürlich auch Unternehmen eine Art Bestenauslese vor, die sich halt noch etwas stärker auf andere Kriterien als die reinen Abschlussnoten stützen, wobei letztere auch dort nicht völlig unwichtig sind.

    "Ausser Medizin, Psychologie und Pharmazie" ist gut. Das sind genau die Fächer, die am häufigsten studiert werden. :P

    Kurzer Faktencheck: Von jeweils knapp 3 Mio Studierenden in Deutschland in den vergangenen Wintersemestern entfielen nur jeweils knapp 200.000 (und damit knapp 6-7%) auf den Gesundheitsbereich (Humanmedizin u.a.). Das Gros der Studierenden findet man in den Rechts-/Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie in den Ingenieurwissenschaften.

    Ui, tatsächlich?! Wo kommen denn die ganzen A14-Stellen her? An meiner Schule haben auch so manche eine A14-Stelle bzw. als Fachpraxis-Lehrkräfte A10, aber die meisten (ich würde mal meinen 70-75%) gehen doch ohne Beförderungsstelle in Pension.

    In den einzelnen Bundesländern gibt es sehr unterschiedliche Stellenkegel. In NDS ist dieser vergleichsweise schmal, sodass es gerade nicht der Regelfall ist, im Beförderungsamt in den Ruhestand zu gehen. Das sieht in einigen anderen Bundesländern deutlich anders aus.

    Ich finde die Frage interessant, in welchem Alter es sich lohnt bzw. In welchem Alter man typischerweise A14 erreicht.

    Das ist höchst unterschiedlich und hängt stark von der Altersstruktur des Kollegiums und damit der Frage, wann wieviel Stellen überhaupt frei werden, ab.

    Ich bin mir unsicher, ob es hierüber überhaupt eine Statistik gibt, die meisten mir bekannten A14er sind das aber im Bereich Ende 30 bis Mitte 40 geworden. Ich kenne aber auch einzelne Fälle, in denen die A14 unmittelbar nach der Probezeit (und kurz danach A15) kam und andere sehr wenige, die den Schritt mit Ü50 noch gegangen sind.

    Man muss bei solchen Quoten genau darauf schauen, auf welchen Grundwert sie sich beziehen. Tatsächlich hat die Bertelsmann-Stiftung 2011 entsprechende Untersuchungen zu Schulformwechseln in Deutschland durchgeführt und festgestellt, dass die Schulformwechslerquote in der Sek 1 tatsächlich nur im Korridor von knapp 2-6% aller Schüler liegt. Unter diesen ist der Anteil der "Absteiger" in den meisten Bundesländern erheblich höher als der Anteil der "Aufsteiger".

    (siehe: https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/file…Deutschland.pdf)

    Dass nach einem qualifizierenden Abschluss in 10 (in NDS "Erweiterter Sekundarabschluss 1") dennoch eine Aufnahme in einer gymnasialen Oberstufe erfolgen kann, macht es nicht wirklich besser. Die bis dahin aufgebauten Lücken in der Sek 1 sind durchaus erheblich und wirken sich auf die Chancen in der Oberstufe klar aus. Von guter Durchlässigkeit kann im mehrgliedrigen Schulsystem eher nicht die Rede sein.

    Ich denke eher, es sollte nach der 5., 6. und evtl auch 7. Klasse noch bedeutend leichter sein, die Schulart zu wechseln, auch von MS nach RS nach Gym, weil manche sich tatsächlich später erst entfalten.

    Dafür gibt es inzwischen in einer Reihe von Bundesländern - und nebenbei bemerkt nahezu überall im internationalen Bereich - Gesamtschulen, die genau eine solche Durchlässigkeit ermöglichen. In Deutschland kranken diese aktuell noch an der Parallelstruktur des 2 bis 3-gliedrigen Schulsystems, sodass die soziale Durchmischung an den Gesamtschulen nicht die tatsächliche Durchmischung im Einzugsbereich abbildet.

    Ich meine, klar muss man teilweise viel machen, aber doch keine acht Stunden jeden Tag (außer Wochenende). Dann dürfte auch kein MINT-Student einen Nebenjob während der Vorlesungszeit haben können.

    Ich bin offen gestanden wirklich verwirrt und frage mich ernsthaft, was du studiert hast. Selbstverständlich ist ein Studium in Regelstudienzeit für sich bereits ein "Vollzeit-Job". Das ist im Übrigen bereits die Schule für unsere Schüler ebenfalls, wenn man sich klar macht, dass selbst in der Sek 1 Schüler i.d.R. um die 30 Zeitstunden pro Woche in der Schule sind und dann noch Hausaufgaben, Klausurvorbereitungen u.ä. on top kommen.

    Das kann ich soweit auch bestätigen. Bei allen der wenigen mir bekannten Fälle, in denen wirklich mal einer der Anwärter durchgefallen ist, hatte das bereits eine längere Vorgeschichte und sich bereits abgezeichnet. Das hatte oft mit der Nichtannahme und Umsetzung von Hinweisen und Tipps im Ausbildungsverlauf und der damit fehlenden Progression bei der eigenen Entwicklung zu tun. Im Examen kumulierte das dann nicht selten in noch immer nicht funktionalen Stundenverläufen, unzureichender Schülerorientierung u.ä.

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