Beiträge von Seph

    Also. Besser nicht machen.

    Kann man natürlich so folgern, wenn man sich nur die Schlagzeile anschaut. Ich würde daraus eher folgern, dass man sich selbst mit den rechtlichen Grundlagen seines eigenen Handelns beschäftigen sollte. Die entsprechenden Grenzen des Einsatzes sind nicht gerade ein Geheimnis.

    Der Taschenrechner hat seinen Job ja auch gemacht. Kein Mensch kann mehr kopfrechnen. Die überteuerten Grafikrechner, die im Abi benutzt werden (jetzt CAS, ich glaube, noch teurer), braucht kein Mensch.

    Das hört man plakativ immer wieder, stimmen muss das so noch lange nicht. Vielleicht muss man auch einfach mal den eigenen Unterricht weg von rein mechanischem Abarbeiten von Kalkülen hin zu mehr Modellierung ändern. Genau hier spielen CAS auch ihre Stärken aus.

    Man kann diese Fragen tatsächlich nicht pauschal beantworten, die richtige Reaktion hängt entscheidend von den Umständen ab. Die von MarPhy aufgeworfenen Begriffe lohnen aber tatsächlich einer näheren Betrachtung, insbesondere der - meiner bisherigen Erfahrung nach vielen Lehrkräften - am wenigsten bekannte Begriff der Garantenstellung, die ein Eingreifen nicht nur erlaubt, sondern oft auch verpflichtend macht, selbst wenn das von "normalen" Privatpersonen nicht gefordert wird.

    Die mag es in seltenen Fällen auch geben, die deutliche Mehrzahl sind aber schlicht fähige und sehr kompetente Lehrkräfte, die Schule aktiv mitgestalten wollen und dies aus einem entsprechenden Amt heraus auch koordinieren. Rein zur Einkommenssteigerung dürfte das kaum jemand machen, nicht selten sinkt mit der Übernahme der Funktionsstelle der reale Stundenlohn ab. Daraus braucht man aber andersherum auch nicht folgern, es lohne sich generell nicht, derartige Ämter zu übernehmen. Ich nenne da nur noch einmal das Stichwort "Selbstwirksamkeit".

    Es kommt sehr selten vor, dass Elternteile kein Sorgerecht (mehr) haben, darüber ist die Schule i.d.R. informiert. Elternteile, die das Sorgerecht besitzen, haben auch einen Informationsanspruch ganz unabhängig davon, was das andere Elternteil darüber denkt. Im Übrigen wären die Elternteile bereits untereinander auskunftspflichtig.

    Die Eltern kann ich i.d.R. auch nicht vollständig den Kindern zuordnen, schon gar nicht beim ersten Treffen. Ich habe als Anlage zum Protokoll aber immer eine Anwesenheitsliste dabei, auf der die Namen der Kinder stehen und rechts davon anwesende Sorgeberechtigte unterschreiben. Dann weiß ich im Nachgang auch, wer ggf. über einzelne Punkte noch informiert werden muss.

    Dadurch finde ich, waren die Themen für uns viel präsenter. Allein schon, weil man fast täglich etwas zu Hause tun musste. Mein Kind hat die Hauptfächer in der Regel gerade mal zweimal pro Woche, was dann meist auch bedeutet, dass er nur zweimal pro Woche zu Hause etwas anschaut.

    Häufige Wiederholungen sind ja sinnvoll zum nachhaltigen Lernen. Daher glaube ich, dass bei 4-5mal in der Woche Englisch letztendlich mehr "hängen" bleibt (auch bei nicht sooooo motivierten Schülern, die zu Hause extrem viel lernen) als bei 2mal pro Woche einer Doppelstunde.

    Präsenter im Sinne einer leichteren Abrufbarkeit reiner Lerninhalte und damit ein besserer Zugriff auf rein reproduktive Aufgaben kann ich mir noch vorstellen. Dem könnte man gegenüberstellen, dass die Reduktion auf weniger verschiedene Lerninhalte pro Tag und die höhere zur Verfügung stehende Zeit zur Auseinandersetzung gerade dem tieferen Durchdringen und Anwenden der Lerninhalte auch auf komplexere Situationen entgegenkommt.

    Es gibt inzwischen auch einige Schulen, die Erfahrungen mit anderen Zeitstrukturen wie 60min-Stunden sammeln. Die (mir bislang bekannten) bisherigen Studien zu dem Thema liefern dazu leider kaum brauchbare Antworten und widersprechen sich teilweise gegenseitig. Da wir uns als Schule derzeit aber tatsächlich auch die Frage stellen, ob wir nicht mal von dem 45min-Modell, welches letztlich 1911 nur deswegen eingeführt wurde, um Nachmittagsunterricht zu vermeiden, damit u.a. Kosten zu sparen und schon damals stark umstritten war, weggehen wollen, würden mich persönlich tatsächlich aktuellere Studien interessieren, die die verschiedenen Zeitstrukturen untersucht haben.

    Ich habe die Stelle angenommen, weil ich zumindest in dem zugrundeliegenden kleinen Bereich selber Entscheidungsbefugnis haben wollte.

    Ja, die größere Entscheidungsbefugnis und Empfindung der Selbstwirksamkeit trägt auch bei mir wesentlich zur Berufszufriedenheit bei.

    Die Frage bei der Besoldung ist auch immer mit wem man sich vergleicht. Ist man eher im Privaten in einem sozial schwachen Umfeld unterwegs, empfindet man die Besoldung generell gut und kann nicht verstehen warum andere Kollegen mehr Geld haben wollen. Ist man jedoch in einem sozial starken Umfeld im Privaten unterwegs, empfindet man sich als unterbezahlt.

    Das stimmt mit Sicherheit. Darum ging es mir aber gar nicht so sehr. Es ging darum, dass im Kontext des Berufs als Lehrer die Entscheidung für die Übernahme einer Koordinatorenstelle bei mir sicher nicht nur mit dem Geld zusammenhing, die höhere Besoldung aber durchaus einen Grund neben einigen anderen dargestellt hatte.

    Meine laienhafte Einschätzung wären:

    - Der Formfehler bei der Einladung ist nicht derart schwerwiegend, dass er die Wahlen ungültig machen würde.

    - Falls sich keiner beschwert, gilt der Fehler als geheilt, nicht im Sinne Kein Kläger - kein Richter sondern auch formal, beides evtl. SchulG §64.4.

    - Ich übersehe etwas.

    Der Formfehler ist nicht schwerwiegend. §63 SchulG normiert letztlich vor allem, wer das Recht hat, ein entsprechendes Gremium einzuberufen. Das heißt aber nicht, dass die Einladung durch eine andere Person zu einem Formfehler führt, der auf die eigentliche Sitzung Auswirkungen hätte. Entscheidend ist dann viel mehr, ob das zusammengetretene Gremium beschlussfähig ist und in seiner Zusammensetzung den entsprechenden Vorgaben entspricht. Eine beschlussfähige Klassenpflegschaft kann dann natürlich auch Wahlen gemäß §64 SchulG durchführen.

    Bei uns musste man damals bei der amtsärztlichen Untersuchung Kniebeugen und das mit-den-Fingerspitzen-an-die-Zehen "vorführen". Ich habe das dann extra ein paar Wochen geübt und es auch geschafft. Ich konnte es vorher nicht und kann es auch seither nicht mehr, also ja: Übung hilft!

    Nur geht es bei dem "mit-den-Fingerspitzen-an-die-Zehen vorführen" gar nicht darum, ob man die eigenen Zehen berühren kann. Es geht bei dieser Untersuchung darum, eventuelle Verformungen der Wirbelsäule beurteilen zu können, die später zu langfristigen Ausfällen führen kann.

    Einen sehr überschaubaren Einstieg in Grundkonzepte der Programmierung kann man z.B. auch im Arbeiten mit Scratch erhalten, welches inzwischen zunehmend an Schulen verwendet wird. Insofern lohnt sich eine Einarbeitung für die spätere Unterrichtspraxis vermutlich ohnehin.

    Wenn ich entscheide, glaube ich nicht, dass das für mich eine Entscheidung aufgrund der Bezahlung sein wird. Eher geht es um die Attraktivität des Jobs, die Herausforderung usw. Geht es bei den meisten um die Frage der Bezahlung?

    Ich denke nicht, dass man das auf ein "entweder oder" herunterbrechen kann und sollte. Die höhere Besoldung spielte mit Sicherheit eine nicht untergeordnete Rolle und ohne hätte ich es nicht unbedingt gemacht. Gleichzeitig kann ich mir persönlich auch nicht jede Art von Koordinatorenstelle vorstellen, sondern habe da ganz klar einen Lieblingsbereich, in dem ich gerne arbeite und mir einen Wechsel auch bei Verbesserung der Rahmenbedingungen (z.B. kürzerer Fahrtweg) nicht für jedes Tätigkeitsfeld vorstellen kann.

    Nein, so kann man nicht argumentieren. Die Ausfallquote ist bei Dreierblöcken ein Desaster, pro Aufall sind einfach 100 % der Wochenlektionen weg. Im zweistündigen Grundlagenfach akzeptiere ich aus diesem Grund nicht mal Doppellektionen.

    Das hatte ich ja geschrieben, dass wenn es mal genau an dem Tag zu einem Ausfall kommt, "100% der Wochenlektion" weg sind. Gleichzeitig wird es seltener überhaupt zu Ausfällen kommen, da alles an Erkrankungen, Exkursionen u.ä. an anderen Wochentagen die eigenen Stunden gar nicht erst betreffen.

    Bei verteilten Stunden fällt dann halt immer mal wieder eine (Doppel-)Stunde aus und man sieht sich in der Woche noch einmal. Dafür sind die Ausfälle u.U. häufiger, sodass im Mittel über das Schuljahr hinweg kaum ein Unterschied bestehen dürfte, auch wenn das subjektiv anders wahrgenommen wird.

    PS: Ich räume aber gerne ein, dass ich keine Statistik über Ausfallwahrscheinlichkeiten in Abhängigkeit der Wochentage führe und dies daher nicht mit absoluter Sicherheit aussagen kann. Die Argumentation stützt sich also auf eine angenommene Gleichverteilung entsprechender Ereignisse auf die Wochentage, die in Realität vlt. gar nicht gegeben ist.

    Oder einem Fehlen aufgrund eines Feiertages, Ausflugs,... direkt 3 Stunden.

    Ich verstehe die Argumentation, genauso gut könnte man aber auch argumentieren, dass bei Fachunterricht an nur 1 Wochentag statt 2-3 Wochentagen die "Trefferwahrscheinlichkeit" für diese Art von Ausfällen sinkt. Aber klar, dafür fallen halt gleich 3 Stunden aus, wenn doch mal so etwas genau auf diesen Wochentag fällt.

    Kommen an eurer Schule Dreifachstunden vor? Wie findet ihr das?

    Das habe ich zum Glück noch nie erleben müssen und würde das extrem blöd finden. 3 Stunden am Stück in einer Lerngruppe mit verschiedenen Fächern sind ja noch halbwegs ok, aber in einem Fach? Das wäre mir ebenfalls deutlich zu lang, insbesondere wenn man sich sonst in der Woche nicht mehr sieht. Vorstellen könnte ich mir das bestenfalls mit den 5-stündigen Leistungskursen in einer Verteilung 3/2, um kurz vor dem Abi auch mal länger an entsprechenden Abiaufgaben arbeiten zu können. Aber auch da bin ich über das konsequente Doppelstundensystem ganz froh.

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