Beiträge von Seph

    Ich werde mal nachhaken. Bevor irgendjemand meinetwegen auf der Straße landet würde ich natürlich meine Elternzeit durchziehen.

    Echt? Du würdest persönlich weiter finanzielle Einschränkungen hinnehmen, nur weil hier im Forum etwas überdramatisiert dargestellt wird? Nicht selten gibt es nicht einmal direkte Elternzeitvertretungen, sondern wird dies durch Mehrarbeit im Kollegium aufgefangen. Und selbst wenn es eine Feuerwehrlehrkraft als Vertretung geben sollte, wird diese i.d.R. nicht direkt entlassen, sondern mit Blick auf die angespannte Personalsituation anderweitig sinnvoll eingesetzt.

    Böh. Oberst Bolzbold hätte mir gefallen... :)

    Och, ich finde Fregattenkapitän auch schon eine Ansage. Wenn man überlegt, dass das bei den neueren Einheiten die Verantwortung für knapp 200 Personen und 4 Mrd. Euro Material bedeutet....so viel "Spaß" hat man in der Schule als Studiendirektor eher nicht.

    Studiendirektor, Besoldungsgruppe A15 --> Oberst? Das würde mir gefallen...

    Nein, A15 ist auch Oberstleutnant/Fregattenkapitän. Wenn ich aber sehe, wie unselbständig und scheinbar hilflos sich eine Reihe von Kolleginnen und Kollegen in neuen Situationen geben, wäre für mich fraglich, ob diese den Führungsaufgaben eines Majors (A13) gewachsen wären.

    Mit "Moin" den Klassenraum betretend meine ich normalerweise "Ja schönen guten Tag euch allen, ich bin da, ihr holt jetzt bitte schleunigst eure Mathesachen raus, Kasimir nimmt noch seine Mütze ab, Helmut und Elvira werfen ihre Kaugummis raus, packt eure Brote weg, das Activeboard geht schon wieder nicht, wer hat seine Hausaufgaben vergessen? Ruhe jetzt! So!"

    Oder so ähnlich.

    À+

    Das trifft es verdammt gut :)

    Für Singles ist das so auch korrekt und der Unterschied zwischen A14 und E14 marginal. Die hohen Unterschiede entstehen in einigen Bundesländern durch nahezu absurd hohe Familienzuschläge, insbesondere ab dem 3. Kind. Ich bin gerade selbst verblüfft, wie unterschiedlich das in den einzelnen Bundesländern derzeit ist.

    Genau darum geht es doch aber: hier wird nach wie vor die Haltung vertreten, Behinderte einfach an andere Schulformen abzuschieben und damit zu exkludieren. Das ganze erfolgt unter dem Tarnmantel "es sei besser für die Betroffenen, da sie wenn man sie separiert, besser gefördert werden könnten". Vielleicht muss man die Frage andersherum stellen: vlt. ist eine Schulform, die es nicht schafft auch lernzieldifferent zu fördern, schlicht nicht mehr zeitgemäß.

    PS: Deutschland ist eines von sehr wenigen Ländern, mit einem so stark gegliederten Schulsystem. Das schlägt sich nicht gerade in durchschlagenden Erfolgen in vergleichenden Bildungsstudien nieder. Auch darüber könnte mal nachgedacht werden.

    Es ging doch gar nicht darum, unter Mobilität nur solche mit eigenem Kfz zu verstehen. Es ging darum, dass diese Entscheidung nicht grundsätzlich davor schützt, abgeordnet zu werden. Im Zweifelsfall hat sich der Beamte darum zu kümmern, wie er zur Dienststelle kommt. Dass das nicht zwangsläufig mit dem eigenen Kfz erfolgen muss, ist klar.

    Mit sowas verdient ein Jan Böhmermann im öffentlichen rechtlichen Fernsehen doch sogar noch Geld. Bei ihm frage ich mich jedesmal, ob er im Namen der Satire auch einstecken kann oder dann doch im Sinne von Mimimi nach der Strafverfolgung schreit.

    Ich kann den Versuch, Beleidigungen als Straftaten zu relativieren, nicht nachvollziehen. Das hat auch nichts mit "Mimimi" zu tun.

    Es heißt doch immer, FL würden nur wenig unterrichten. Aber wenn man nur 0,7 Std. Entlastung pro LAA bekommt und beispielsweise ein kleines Seminar leitet (z.B. mit 8 Personen), dann besteht der Großteil des Wirkens doch weiter im Unterrichten. Oder liegt da ein Denkfehler vor? (Müssen FL vielleicht weniger als 25,5 Stunden unterrichten?)

    Irgendwie ist es ja auch sinnvoll, dass Fachleiter nach wie vor einiges an Unterrichtsstunden haben und damit wirklich auch in der Praxis verankert sind. In NDS ist der Schlüssel im Übrigen etwas anders. Hier gibt es eine Art Sockelbetrag von ca. 2 Stunden zzgl. ca. 1 Stunde/LAA, Leiter von pädagogischen Seminaren haben sogar noch etwas mehr Entlastungsstunden. Das bewegt sich dann insgesamt in einem Korridor von ca. 4-18 Stunden, die als Entlastung gewährt werden.

    Ich kann dir da folgen. Es gibt Lehramtsanwärter, bei denen es wirklich gut ist, dass diese am Ende doch nicht weiter auf Klassen losgelassen werden. Dafür muss man sich aber doch einiges leisten - oder unterlassen. Dass das Referendariat dann nicht gerade als angenehm erlebt wird, liegt in der Natur der Sache. Das gilt mit hoher Wahrscheinlichkeit auch für das andere Ende des Leistungsspektrums, wie ich bei einer Mitreferendarin erleben durfte. Extrem engagiert, gute Beurteilungen usw., aber aufgrund der Fachkombination auch immer den Gedanken im Hinterkopf, am Ende unbedingt "sehr gut" sein zu müssen. Das führte auch zu einem (selbstgemachten) Druck, der schwer auszuhalten war. Mit "unmenschlichem" Referendariat hat aber auch das nichts zu tun.

    Das Problem lag hier glaube ich eher in der nicht haltbaren Ansicht, die Nachteilsausgleiche für Schülerinnen und Schüler mit Einschränkungen führten zu einer "massiven Übervorteilung" der anderen. Das finde ich für eine Lehrkraft sehr bedenklich und zeigt, wie wenig sich mit Nachteilsausgleichen oder Hilfen im Sinne eines Nachteilsausgleichs bislang auseinandergesetzt wurde.

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