Beiträge von Seph

    Ich bin offen für Eure Meinung oder ich habe Euch vllt kurz unterhalten, wenn es auch ein kleines Drama ist. Aber verschont mich bitte mit Ratschlägen und Vergleichen.

    Das steht im Widerspruch. Wenn du weder Ratschläge noch Vergleiche willst, dann ist ziemlich fraglich, inwiefern hier eine Offenheit für Meinungen existiert.


    Ich kann gut nachvollziehen, dass man einige erlebte Situationen im Referendariat auch als persönliche Kränkung aufnehmen kann und vermutlich erinnern sich nahezu alle hier an einzelne Situationen in ihrer beruflichen Laufbahn, die man so lesen könnte. Ob sie es auch waren, ist damit noch nicht gesagt.


    Dass eine SL einen Anwärter mit haufenweise Extraaufgaben bedenkt, klingt ungewöhnlich. Welcher Art waren diese denn? So gar nicht ungewöhnlich jedoch ist, dass seitens des Seminars dann auch irgendwann mal Unterrichtsbesuche angesetzt werden, insbesondere wenn es vorher bereits lange Fehlzeiten gab. Diese dienen schlicht der Absicherung des Ausbildungsstandes und können nicht nach Gutdünken vom Anwärter selbst "soweit wie möglich nach hinten geschoben werden".

    Zusatz:) Ich war diese Woche beim Personalbüro und habe offen gefragt, ob es zu Rückzahlungen bei Abbruch kommt und der werte Herr sagte, dass dies erst eintritt, wenn ich das Examen bestanden habe, was in Summer gut 20.000 € wären oder mehr. Wenn ich das Examen bestehe, dann muss ich noch 3 Jahre für den Schuldienst in diesem Teil Deutschlands arbeiten oder abbrechen und einen Betrag bezahlen oder vor dem Examen abbrechen und nix bezahlen...na was soll ich jetzt tun???

    Welches Personalbüro??? :staun:

    Der Spiegel schreibt recht differenziert über die Bezahlung der Lehrkräfte:

    https://www.spiegel.de/panorama/bildu…77-cd72ce3c0862

    Man kommt zum Schluss, dass wir gut bezahlt sind, aber das dann doch nicht konkurrenzfähig zur Wirtschaft. Darüber hinaus klingen auch Aspekte an, wie die Arbeit an den Schulen verbessert werden könnte.

    Das ist tatsächlich seit langem einer der ersten Artikel, der die Lehrergehälter nicht nur in den Vergleich zu Lehrergehältern anderer OECD-Staaten setzt, sondern diese mal mit anderen Akademikern im gleichen Land vergleicht und damit tatsächlich zeigt, dass diese eben nicht "völlig überdurchschnittlich" ausfallen.

    Was habt Ihr für Boards? Unsere „Riesenbildschirme mit Touch-Funktion“ haben eine sehr rudimentäre Notizfunktion, die sich schlecht bedienen lässt. Wir hatten früher mal einige wenige Smart-Boards (von der Firma Smart), die mit einer sinnvollen Software ausgestattet waren. Damit verglichen sind die neuen „Tafeln“ ein riesiger Rückschritt.

    Das empfinde ich ehrlich gesagt genau andersherum. Ich kenne aber nicht alle Varianten von Smartboards. Das M680 fand ich wenig überzeugend, die Software hingegen war wirklich ganz brauchbar. Wir nutzen inzwischen aber einen anderen Hersteller. Welche Boards wir genau verwenden, möchte ich aus Gründen der Erkennbarkeit hier nicht schreiben, es ist aber sehr hilfreich, dass diese flächendeckend in allen Räumen identisch sind. Für Tafelbilder sind diese super geeignet und es lassen sich beliebige Endgeräte problemlos per WLAN mit diesen verbinden, sodass auch Ergebnisvergleiche u.ä. unkompliziert möglich sind. Dabei sind die Bildschirme auch von allen Plätzen aus gut einsehbar, das war bei Beamern teils problematischer...von den unsäglichen Overheadprojektoren ganz zu schweigen. Der Kontrast der Boards ist einfach um ein Vielfaches besser.

    Ich war mal bei einer PR-Fortbildung und da wurde gesagt, dass man krankgeschrieben nicht korrigieren dürfte. Ist ja irgendwie auch klar. Wenn Zweifel an der Krankschreibung existieren, muss der Schulleiter aktiv werden. Dafür gibt es den Amtsarzt. Und dass es bei uns keine gescheite Vertretungsreserve gibt, dafür kann niemand der erkrankten Kollegen was.

    Eine Krankschreibung ist kein Beschäftigungsverbot. Im Ermessen der betreffenden Lehrkraft darf durchaus auch gearbeitet werden, wenn dies der Gesundung nicht entgegensteht. Andersherum darf aber nicht verlangt werden, dass die krankgeschriebene Lehrkraft arbeitet.

    In so eine Schule war ich mal teilabgeordnet. Das elektronische Board funktionierte nicht und das Whiteboard ist für einen Linkshänder eine Zumutung, weil man da am Ende immer den Filzstift im Ärmel hat. Kreide kann ich einfach abwischen, aber Filzstift ist eine Sauerei.

    Wie gesagt: bei uns funktionieren alle Boards tadellos und wie man es hinbekommt, am Ende Farbe vom Whiteboardmarker am Ärmel zu haben, erschließt sich mir wirklich nicht....anders als beim Kreidestaub, der wirklich überall herumlag.

    Wir sind an der Schule auch Fans der Kreidetafeln. Seitdem wir in den Sommerferien einen zusätzlichen Raum mit elektronischen Whiteboards ausgestattet bekommen haben, will kein Kollege mehr in den Raum. Warum nur?

    Wäre bei uns genau andersherum. Aber die Frage stellt sich schlicht nicht mehr, da alle Räume inzwischen eine Kombi aus Whiteboard und elektronischem Board haben, die auch tadellos funktionieren. Den Kreidestaub vermisse ich nun wirklich nicht.

    Eine Frage:
    Wo bewahren eure Schülerinnen und Schüler ihre digitalen Endgeräte während der Pause bzw. des Sportunterrichtes auf?

    Während der Pausen sind die Klassenräume abgeschlossen. Unsere Sporthalle lässt sich ebenfalls nur mithilfe der beteiligten Lehrkräfte betreten und jeder Klasse sind 2 Umkleidekabinen zugewiesen, die wiederum während des Sportunterrichts verschlossen sind.

    Also gut, dann genauer gerechnet.

    Wenn sich die Komplexität von 2^128 auf 2^64 halbiert und mal angenommen du brauchst vorher 10^10 Jahre zum knacken, dann dauert es danach nur noch 0,02 Sekunden.

    Dann noch einmal: es ging nicht um die Reduktion von 128 Bit auf 64 Bit, die durchaus kritisch ist, sondern um die Reduktion von 256 Bit auf 128 Bit, die alles andere als kritisch ist. Derzeitiger Goldstandard bei symmetrischen Verfahren ist der AES-256, dessen Sicherheit in der Praxis aber auch bei erfolgreicher Implementierung von Grovers Algorithmus auf Quantencomputern noch hinreichend gewährleistet wäre.


    Dass diese Halbierung der Schlüssellänge eine extreme Reduktion der Komplexität eines Angriffs bedeutet, ist allen halbwegs matheaffinen Personen sofort klar. Nur ergibt sich daraus in der Praxis noch nicht die vielbeschworene Nutzlosigkeit bisheriger (symmetrischer) Verschlüsselungsverfahren.


    Die von dir zitierten Zahlen mögen geeignet sein, um diese extreme Reduktion der Komplexität zu verdeutlichen. Sie bilden aber nicht die tatsächlich benötigte Zeit für einen Angriff auf AES-256 ab...auch nicht unter Berücksichtigung der theoretischen Möglichkeiten von Grovers Algorithmus auf derzeit noch nicht existenten genügend "großen" Quantencomputern.

    Mal Überschlagen:

    2^256 = 1,1E77

    2^128= 3,8E38

    Ok, dass ist jetzt nicht zu O(1) geworden, aber wenn es also vorher 10000 Jahre zum Knack gebraucht hat, dann wird dann danach weniger als 1 Sekunde benötigt. Da würde ich schon von "brechen" sprechen.

    Nur dauerte es vorher nicht nur 10000 Jahre. Ein Brute-Force-Angriff auf "nur noch AES-128" liegt im Zeitbedarf noch immer um Größenordnungen über dem Alter des Universums. Mir treibt die effektive Halbierung der Schlüssellänge bei symmetrischen Verfahren durch Grover´s Algorithmus jedenfalls in der Praxis keinen Angstschweiß auf die Stirn, auch wenn diese natürlich bemerkenswert ist und für sehr kurze Schlüssel tatsächlich ein Problem darstellen kann. Das bekommt man bei den symmetrischen Verfahren aber durch angepasste Schlüssellängen ganz gut in den Griff.

    Nein, es gibt noch andere. Der Grund ist die Kurswahl der Schüler, im letzten Jahr hatten wir z. B. 52 Slots, d.h. 52 verschiedene Unterrichtsstunden verteilt auf 4,5 Tage. Bei 30 Stunden vormittags bleiben für 4 Nachmittage 22 Stunden übrig. Dieses Jahr wird es ähnlich sein. Da lässt sich auch nichts ändern. Mal hat man Glück (und andere den schlechten Plan) mal nicht. Andere Schulen schränken die Wahlmöglichkeiten ein, aber dann wechselt auch mancher Schüler die Schule.

    Wir kommen je nach Jahrgang mit knapp 40 Slots aus und unsere Schüler sind sehr dankbar dafür, dass sie höchstens 2x in der Woche lang haben und einen verlässlichen Wochentag nur bis Mittags. Ja, es gibt vlt. einige wenige Schüler, die für andere Kurse an andere Schulen gehen (wobei das bei uns eh über Kooperationen geht). Aber bei 52 Slots Unterricht würden mir die Schüler in Scharen davon rennen.

    Der AES und SHA Algorithmus lässt sich von Quantencomputer mit dem Grover’s Algorithmus angreifen.

    Von dem sprach ich. Dieser reduziert die Komplexität zwar erheblich, aber bricht die Verfahren deswegen noch lange nicht. Zudem ist eine praktische Umsetzung von Grover´s Algorithmus derzeit noch nicht absehbar.

    Quantencomputer sind ein grundsätzlicher Gamechanger bei der Verwendung von Passwörtern (die damit entschlüsselt werden können) und der Generierung echter Zufallszahlen (dafür werden sie bereits verwendet, weil ein einziges qubit dafür im Prinzip reicht, so weit ist man längst)

    Und selbst das ist derzeit noch weniger kritisch, als gemeinhin angenommen wird. Der häufig verwendete Standard AES-256 ist voraussichtlich quantensicher - ähnlich wie die Hash-Algorithmen SHA-384 und SHA-512. Es gibt zwar einen Algorithmus, der die Komplexität eines Angriffs auf symmetrische Verschlüsselungsverfahren spürbar reduzieren kann, diese aber nicht aushebelt. Inwiefern dieser Algorithmus überhaupt praktisch realisierbar ist, ist auch noch offen.


    Größere Sorgen muss man sich um asymmetrische Verfahren machen, aber auch da ist man von einer praktischen Implentierung noch ein gutes Stück weg, da real existierende Quantencomputer schlicht noch zu viele Fehler machen und dementsprechend die benötigte Menge an Qubits für den Algorithmus stark ansteigen.

    Wird Rentnern auch einfach die Rente gestrichen, wenn sie in den Knast gehen und wie lange oder ist das so ein Beamtending.

    Klassisches Disziplinarrecht bei Beamten. Von "einfach so streichen" kann übrigens nicht die Rede sein. Im vorliegenden Fall geht es um ein Kapitalverbrechen.

    Auch bei einer Bewerbung auf eine A-14-Stelle?

    Ja. 3 Punkte in einer zur Bewerbung gehörigen Beurteilung bedeuten ja bereits, dass die Anforderungen voll erfüllt werden. Ob es dann Mitbewerber gibt, die die Anforderungen sogar spürbar übertreffen, weiß man vorher nicht unbedingt. Wenn dich eine externe Stelle wirklich interessiert und zu deinem Profil passt, dann lohnt sich ein klärendes Telefonat vor der Bewerbung sicher. Man hört dann dort zwischen den Zeilen oft auch bereits heraus, ob sich die weitere Bewerbung lohnen kann oder ob es zu starke Mitbewerber gibt.


    Andersherum werden auch die Gesprächspartner heraushören, ob die Bewerbung nur erfolgen soll, um eine Versetzung durchzubekommen oder A14 zu erhalten oder ob es ernsthaftes Interesse an der konkreten Stelle gibt.

    Richtig. Und ein bisschen Protektion durch die SL hier und da, oder auch ganz ungeniert explizit ist auch nicht verkehrt...:P

    Das kenne ich in Einzelfällen auch, die größere Zahl der mir bekannten jung ins Amt gekommenen A15er durften das mit einem Schulwechsel verbinden. Wie wir ja weiter oben schon erläutert hatten, laufen diese Stellenbesetzungen nicht mehr primär durch SL-Hand, sondern auf Dezernatsebene. Und zumindest für die für unsere Region zuständigen Dezernenten kann ich guten Gewissens sagen, dass die sehr auf Besetzung mit geeigneten Personen für solche Stellen und weniger auf persönliche Befindlichkeiten einzelner Schulleitungen schauen.


    PS: Davon unbenommen ist das natürlich ein sehr vorgesprächslastiger Prozess und natürlich benötigt man eine gewisse Fürsprache, um überhaupt erst einmal "auf dem Radar" der Dezernenten aufzutauchen.

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