Seit Hattie ist übrigens auch längst empirisch erwiesen, dass der Methodenzirkus wirkungslos und egal ist. Dementsprechend handelt es sich nur um ein Dogma, die Schüler sind also im Recht, wenn sie das als Zeitverschwendung entlarven.
Das gibst du aber extrem verkürzt - und damit missverständlich - wieder. Während einzelne Methoden um ihrer selbst willen wenig Effekt auf den Lernerfolg haben, haben es z.B. Meta-kognitive Strategien, Feedback, effektive Klassenführung, Klarheit der Lehrperson usw. sehr deutlich. Gerade diese sind aber über geeignte Methoden auch gut zu transportieren.
Es geht gar nicht um "Methodenzirkus", das Gegenteil davon ist aber gerade nicht, auf verschiedene Unterrichtsmethoden zu verzichten, sondern diese zielgenau auszuwählen. Normalerweise lernt man gerade das während des Referendariats. Methoden um ihrer selbst willen waren zumindest bei meinen Ausbildern - und auch später Schulleitungen - sehr verpönt.