Beiträge von Seph

    Vielen Dank schon mal für die Antworten. Sie hat schon einen unabhängigen Versicherungsmakler eingeschaltet, wie ich erfahren habe, aber der kann nichts machen.

    Eins verstehe ich nicht: Trotz der Krankheit wird sie anscheinend verbeamtet. Dann wäre sie doch beihilfeberechtigt und die Krankenkassen müssten nicht so viele Leistungen alleine erbringen. Warum nimmt sie dann keine, bzw. auch wenn sie zu einer gesetzlichen geht, bleibt sie als Beamtin trotzdem beihilfeberechtigt oder nicht? Dann müsste die gesetzliche doch auch günstiger sein...Oder liege ich jetzt völlig daneben?

    Zwar bleibt sie beihilfeberechtigt, aber das bringt ihr leider nichts. Die GKV kennt keine anteilige Versicherung von 50 bzw. 30%. Die Abrechnungssysteme unterscheiden sich zudem bei gesetzlich und privat Versicherten grundlegend voneinander. Während die GKV mit Fallpauschalen arbeitet, können Praxen bei privat Versicherten nach GOÄ bzw. GOZ abrechnen. Hierauf stützt sich dann auch die Beihilfe.

    Ich bin gerade etwas genervt... Es ist Freitag, 13 Uhr durch, und meine Schulleitung hat sich immer noch nicht dazu geäußert, wie es ab Montag bei uns mit dem Unterricht weitergehen soll

    Das ist ärgerlich, bei uns gab es die Info bereits am Mittwoch und im Detail noch einmal gestern. Ich drück dir die Daumen, dass du noch vor dem Wochenende etwas hörst.

    600 € vom Referendariatsgehalt? Da wird sie wohl was gründlich falsch verstanden haben.

    Ja, wahrscheinlich wurde die Beitragsbemessungsgrundlage als Basis verwendet. Im Referendariat sollte die freiwillige GKV um die 200€ kosten. Dennoch wäre zumindest mittelfristig die PKV über die Öffnungsklausel wahrscheinlich sinnvoller, die müsste aber jetzt gezogen werden und nicht erst später.

    ...muss man die Private "ruhen" lassen und einen Beitrag dafür pro Monat bezahlen. Ich weiß nicht, wie das genau heißt, aber es lohnt sich auf alle Fälle.

    Das ist die von ChatNoir88 bereits erwähnte Anwartschaft. Diese ist sehr gut geeignet zur Überbrückung und kostet relativ wenig. Deshalb unbedingt die einmalige Öffnungsklausel mitnehmen. Die PKV darf in diesem Rahmen über den Risikozuschlag hinaus keine Leistungsausschlüsse aus dem normalen Tarif vornehmen.

    Wenn meine Grundschülerin ab dem 18.1. alle zwei Wochen in die Schule muss, ist doch nicht die Präsenzpflicht aufgehoben. *grübel*

    Bisher ist doch noch unklar, ob die bereits bis zum 17.01. beschlossene Aussetzung der Präsenzpflicht nicht verlängert wird. Gib dem Kultusministerium 1-2 Tage Zeit, um das in einen Erlass zu gießen.

    Es wurde beschlossen, dass die Schulen zum Distanzlernen oder (!) eingeschränkten Regelbetrieb wechseln. Das ist de facto auch der Fall. Im Übrigen schaue man sich vlt. doch mal die regional sehr unterschiedlichen Fallzahlen an. In Niedersachsen gibt es derzeit nur wenige Landkreise, die überhaupt eine Inzidenz >100 aufweisen, insofern ist die vorläufige Beibehaltung von Distanzlernen bis Januar und bei stabilem Verlauf ab Mitte Januar Wechselmodell für Grundschulen und Abschlussklassen als adaptive Strategie nicht so abwegig. In stärker betroffenen Landkreisen greifen (und griffen bereits im Herbst) Verschärfungen dieses Vorgehens.

    Ich halte das Potential von nachhaltigem Lernen während des Fernunterrichts, gerade für Grundschüler, für gering. Dann kann man auch gleich sagen: Ist eine Notsituation, die nur einmal alle 100 Jahre vorkommt, Bildungslücken wird es eh geben, Alltag ist derzeit eh unmöglich, Bildung können wir mal hinten anstellen.

    So etwas lässt sich m.E. auch nur aus der bequemen Beamtenhaltung "Ich bekomme doch eh meinen Sold" heraus sagen, oder würdest du das auch unter der Bedingung Kurzarbeit bei 0% so sehen? Während uns allen klar ist, dass die "normalen" Ferien für Urlaub und Überstundenausgleich da sind, ist der Bevölkerung wohl kaum vermittelbar, dass wir weitere 3-4 Wochen bei voller Besoldung untätig zu Hause sitzen.

    Davon ganz abgesehen mag Fernunterricht den Präsenzunterricht nicht zu 100% ersetzen, die Effektivität und Nachhaltigkeit schätze ich aber deutlich höher als "bringt nichts" ein. Irgendwie ist es auch unsere Aufgabe als Lehrkräfte dafür zu sorgen, dass dieser möglich effektiv abläuft.

    Das liegt immer noch ein gutes Stück über dem Nettoverdienst einer Lehrkraft. In den Ruhestand geht es dann mit 52 Jahren bei 60% des letzten Verdienstes, was sich durchaus mit Beamtenpensionen messen lassen kann. Das ist durchaus attraktiv. Dennoch ist der Beruf als Fluglotse sicher einer der stressigsten, die man so haben kann mit hoher mentaler Belastung und nicht ohne Grund gibt es einen sehr strengen Auswahlprozess im Bewerbungsverfahren. Ich kann aber gut verstehen, warum Leute diesen Beruf ergreifen möchten. Das wiederum gilt für unseren genauso, denn anders als ursprünglich vom TE hier suggeriert, brauchen wir uns bzgl. Work-Life-Balance und dabei erreichbaren (Netto-)Gehältern auch nicht zu schlecht fühlen.

    Versetzte Pausen sind für mich nur Wunschdenken, wenn ich SuS nach der Pause zum Händewaschen auffordere, bekomme ich dämliche Kommentare ab. Auf den Gängen tummeln sich buntgemischt, jahrgangs- und schulformübergreifend die Schüler mit einem Abstand von 10cm. Bevor ich in meine Räume komme, muss ich an diesen Schülern im Gang vorbei. Wir haben eine Maskenpflicht auf dem gesamten Schulgelände, ja. Aber jede Stunde und in den Pausen habe ich deswegen Diskussionen, dass gefälligst auch die Nasen bedeckt sein müssen. Die Problemtatik ist der SL bekannt, ich rannte vor Weihnachten jede Woche min 1x auf. Versetzte Pausen? Angeblich nicht zu organisieren, Maskenverweigerer haben das bestimmt nicht so böse gemeint, Präsenzkonferenzen sind effizienter als online...bei uns ist alles gut...Index ü 200 seit Wochen....

    Krass, wie unterschiedlich die Schulen damit umgehen. Bei uns sieht das eher so aus: Versetzte Pausen und abgesteckte Pausenbereiche führen zur Entkopplung der einzelnen Jahrgänge, konsequentes Ansprechen und Suspendieren von SuS im Wiederholungsfall zur weitgehenden Einhaltung von MNB-Pflicht und Abständen (die Diskussionen hat man dennoch). Besprechungen finden, sofern rechtlich möglich, online oder mit einem Minimum an notwendigen Personen statt, grundsätzlich aber nur noch in großen Räumen wie der Mensa auf Abstand. Gerade die Beschränkung von Besprechungen darf gerne auch nach der Pandemie beibehalten werden ;)

    Ich kann nur für unsere Gegend sprechen, aber hier gibt es in allen Alten- und Pflegeheimen wie auch den Krankenhäusern schon seit dem Frühjahr massive "Zugangsbeschränkungen". Es dürfen nur wenige bis gar keine Besucher*innen hinein und bei denen, die hinein dürfen, wird getestet oder zumindest Fieber gemessen und es gelten weitere strenge Hygienemaßnahmen.

    So kenne ich es bisher tatsächlich auch, daher hatte ich mich gefragt, welche Maßnahmen denn noch ergriffen werden sollen. Mich erstaunt immer wieder, dass regional scheinbar so unterschiedlich vorgegangen wird.

    Man könnte ja durchaus auch drüber diskutieren, ob Lockdown nach Lockdown das ideale Mittel ist, sondern ob es nicht vielmehr sinnvoller wäre, Alten- und Pflegeheime besser zu schützen, wo übrigens ein Großteil der Todesfälle passieren (hier mal ein Beispiel für Hessen https://www.hessenschau.de/gesellschaft/z…m-tote-100.html oder auch Berlin https://www.rbb24.de/panorama/thema…lle-corona.html ).

    Aber eine Maskenpflicht auf Parkplätzen ist bestimmt deutlich sinnvoller, wie in NRW.

    Das kann man wohl kaum getrennt betrachten, die Lockdown-Maßnahmen zielen gerade auf den (indirekten) Schutz von Alten- und Pflegeheimen. Die Alternative bestünde wohl darin, das komplette Personal zusammen mit den Bewohnern in einer Art "Lock In" einzusperren und von der Außenwelt abzuschirmen. Das führt natürlich zu der dringend nötigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege und einem dringend nötigem Zustrom von Arbeitnehmern in diesem Sektor ;)

    Im Ernst: Was genau stellst du dir unter besseren Schutzmaßnahmen als bislang vor? Dass eine Maskenpflicht auf Parkplätzen irgendwie nicht so zielführend ist, sehe ich auch so.

    Soweit ich weiß, hat man es doch eher der Kontaktnachverfolgung der Gesundheitsämter festgemacht. Ich würde auch immer mal einen Blick drauf werfen, wann wohl Wahlen oder wer gerade für was kandidiert. Dann wird einem leider vieles klarer.

    Danke für den Hinweis, das kann ich mir kapazitätsbedingt ebenfalls sehr gut vorstellen. Ja, diese Befürchtung teile ich ja auch. Man hat im Frühsommer schon gut beobachten können, wie sich bestimmte Personen im Umgang mit der Krise profilieren wollten. Leider auch auf Kosten der Bevölkerung.

    Ja klar macht das Sinn, aber das widerspricht sich doch gar nicht damit, sich mal auf verbindliche Richtwerte zu einigen. Das begreife ich schon die ganze Zeit nicht.

    Die oft zitierte Inzidenz von 50/100.000 ist v.a. an der Kapazität von IPS-Betten festgemacht. Man geht davon aus, dass diese nach einem Überschreiten dieses Grenzwertes mittelfristig an ihre Grenzen kommt. Ich kann mir das unterschiedliche Vorgehen neben innenpolitischen Erwägungen nur durch die regional unterschiedliche Verteilung und Belegungvon IPS-Betten erklären. Unterschiedliche Grenzwerte können so durchaus Sinn ergeben im Rahmen eines geeigneten Risikomanagements, welches neben der unglaublich wichtigen Gesunderhaltung auch Bildungschancen, Wirtschaft usw. in Einklang bringen muss.

    PS: Ich vermag nicht zu beurteilen, ob hier politische Erwägungen im Vordergrund stehen, befürchte es aber. Ich selbst würde mir durchaus ein einheitliches Vorgehen wünschen.

    Für mich besteht schon ein Zusammenhang, wir profitieren vom Krieg (nicht zuletzt haben sicher hier welche Heckler und Koch Aktien? Und ich weiß es nicht, aber die Milliarden verschwinden nicht im Nirvana) und um die Geflüchteten will sich niemand kümmern.

    Heckler und Koch hat bei etwa 900 Mitarbeitern einen operativen Gewinn von ca. 1,6 Millionen im Jahr. Im Endeffekt ist das eher ein größeres mittelständisches Unternehmen. Von Milliardenprofiten ist man da weit entfernt und sollte m.E. dann vlt. doch eher mal andere Konzerne an soziale Verantwortung heranführen.

    PS: Die Rüstungsexporte von Deutschland lagen 2020 bereits um ca. 1/3 niedriger als noch im Vorjahr. Es passiert also durchaus etwas in diesem Bereich.

    Du weißt, welche Flüchtlings-"Unterkunft" ich meine.

    Ähm, nein. Auch nach einer Suche "Flüchtlingsunterkunft + Winter" o.ä. finde ich nur Berichte von 2015/16. Wenn es im Übrigen um die Verknüpfung gewinnträchtiger Unternehmungen mit wünschenswertem humanitärem Einsatz geht, fallen mir eher die wahnsinnigen Kursgewinne von großen Digitalkonzernen wie Amazon u.a. im vergangenen Jahr ein als die vergleichsweise geringen Exportgewinne deutscher Rüstungsunternehmen, die eher der ansässigen Wirtschaft zugutekommen.

    Der Vergleich hinkt etwas, oder? Das Eine hat mit dem Anderen schlicht gar nichts zu tun. Die Waffenlieferungen sind privatwirtschaftliche Verkäufe, die lediglich staatlich genehmigt werden müssen und letztlich Einnahmen generieren, während der Betrieb der Flüchtlingsunterkünfte als Kostenfaktor zunächst durch Kommunen und Ländern mit Unterstützung des Bundes finanziert wird. Von nicht winterfesten Unterbringungsmöglichkeiten habe ich hier in Deutschland das letzte Mal 2016 gehört. Hast du da eine aktuelle Quelle?

    Und wir sind für Krankheits- und Todesfälle mit verantwortlich, das lässt mich nicht kalt.

    Wir können Verantwortung nur für Dinge tragen, die wir auch beeinflussen können. Im Kontext der Pandemie bedeutet das für mich konkret z.B. die konsequente Durchsetzung bestehender Regeln und die Mitgestaltung schuleigener Umsetzungsmöglichkeiten, die äußeren Rahmenbedingungen sind unserem Einfluss- und Verantwortungsbereich aber weitgehend entzogen. Verantwortung tragen wir auch für den Bildungserfolg unserer SuS und die entsprechende Ausgestaltung von Präsenz- und Distanzlernen. Auf politischer Seite gilt es, durch geeignetes Risikomanagement insgesamt die Zukunft unserer SuS möglichst gut zu gestalten. Dazu gehört die Gesunderhaltung genauso wie die Zukunftschancen durch Bildung.

    Hier in NRW ist noch nichts klar. Unter einer Inzidenz von 200 läuft alles wie gehabt laut Frau Gebauer. Das halte ich für unrealistisch, das widerspricht dem Plan, auf eine Inzidenz von 50 zu kommen. Dahinter steht wahrscheinlich immer noch der Gedanke, dass Schulen keine Treiber der Pandemie sind.

    Ich habe gehört, dass es Donnerstag konkrete Informationen gibt. Ich finde das immer noch relativ spät.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Weiter wie bisher ohne weitere Einschränkungen bei Inzidenzen von deutlich über 50 scheint mir nicht sinnvoll zu sein. Mich bestürzt, dass ihr in einigen Bundesländern scheinbar so allein gelassen werdet. Dann verstehe ich auch gut, warum hier im Forum manchmal ein - aus meiner Sicht - starkes Murren zu hören ist.

    b) nur bis zum nächsten Beschluss. Vor den Weihnachtsferien gab es 3 Beschlüsse in einer Woche. Wirklich verlässlich waren die Ansagen nicht und das Umplanen in kurzer Zeit dann doch nötig.

    Natürlich gilt ein Erlass nur bis zum nächsten ersetzenden Erlass. Aber ich sehe darin kein Problem. Durch die frühzeitige Bekanntgabe, dass definitiv nicht im Modell A gestartet wird, hatten wir als Schule genügend Zeit, noch einmal alle Pläne für das Modell B/C durchzuschauen (Gruppeneinteilungen, Verteilersysteme usw.) und alle Lehrkräfte und alle SuS wissen Bescheid, dass es zumindest teilweise im Distanzlernen weitergeht. Dementsprechend konnten die Lehrkrafte ihren Unterricht bereits langfristig entsprechend planen und es konnte die Erreichbarkeit der SuS sichergestellt werden.

    Wenn es jetzt doch noch zu einer kurzfristigen Änderung kommt, dann doch wahrscheinlich eher zum Modell C (alle zu Hause). Das wäre aber kein Problem, da es nichts an den Vorplanungen für die kommende Woche ändert, die Hälfte der SuS hätte es ohnehin betroffen.

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