Beiträge von Seph

    Ich weiß nicht genau, wie die Stellen bei euch in NRW ausgeschrieben sind, aber hier in Niedersachsen werden diese mit ganz bestimmten Aufgaben gekoppelt. Insofern mag es technisch zwar stimmen, dass die für die eine Stelle erstellte dienstliche Beurteilung auch für die Bewerbung auf die andere Stelle herangezogen werden kann, aber es fehlt dann irgendwie an der nötigen Ernsthaftigkeit der Bewerbung, wenn die Aufgabenbeschreibungen sich deutlich unterscheiden. In die dienstliche Beurteilung gehen, zumindest hier, ein Gespräch zur anvisierten Stelle und die bisherigen Tätigkeiten/Erfahrungen mit ein, die auch irgendwie zur angestrebten Stelle passen sollten.

    Sind die beiden Stellen jedoch mit sehr ähnlichem Aufgabenspektrum ausgeschrieben oder passt das eigene Profil zu beiden Stellen, mag es wirklich taktisch klug sein, sich auf beide zu bewerben.

    Kleine Ergänzung: Was ich mit dem obigen Abschnitt eigentlich sagen möchte: Hat man bei der Stellenbesetzung die Auswahl zwischen zwei ähnlich starken Bewerbern, von denen einer aber durch sein Bewerbungsverhalten durchblicken lässt, auf Teufel komm raus eine Beförderung haben zu wollen, egal was das für eine Stelle ist, während der andere sich zielgerichtet auf eine Stelle passend zur eigenen Vita/eigenen Stärken bewirbt, wird sich das wahrscheinlich irgendwie in der Beurteilung widerspiegeln.

    Man kann herrlich über Begrifflichkeiten streiten. Das Sars-CoV-2-Virus schafft es aber bislang nicht einmal ansatzweise in die Top 10 der Viruserkrankungen mit höchster Letalität. Dort findet man z.B. das Marburg-Virus mit bis zu 88% oder die Vogelgrippe H5N1 mit bis zu 50%, die damals komischerweise weniger Panik ausgelöst hat als jetzt Sars-CoV-2 mit geschätzt 1-2%. Im Altersbereich bis ca. 50 Jahre liegt diese nach aktuellen Daten sogar nur bei 0,2% und damit auch nicht höher als bei der "normalen" Influenza, die aber aktuell noch deutlich höhere Fallzahlen aufweist und komischerweise ebenfalls keine Panik auslöst.

    Im Übrigen kommt man bei Betrachtung der Absolutzahlen auf Basis von Gesamtbevölkerungen immer zu erschreckend hohen Fallzahlen, insbesondere da jede(r) Tote eine(r) zuviel ist.

    Wg. den Vergleichen mit Grippe etc:

    Mir erscheinen die Berichterstattung und Regierungserklärungen irgendwie schizophren.

    Einerseits wird die Gefährlichkeit stark relativiert, nach dem Motto die Grippe sei viel gefährlicher, beträfe eh nur Menschen mit Vorerkrankunge usw. deshalb sollte man die Ärzte nicht abziehen um jedem Corona-Fall Verdacht nachzugehen usw.
    Andererseits erfolgen drastische Maßnahmen, die für sich selbst sprechen: wochenlange Quarantäne, Bundesbürger werden aus eingeflogen, Grenzübergänge kurzzeitig geschlossen, Schulen bis auf weiteres dicht gemacht usw.

    Nach jedem Medienbericht muss man sich fragen: Ist es jetzt gefährlich oder nicht?

    Ich sehe darin keinen Widerspruch. Es ist durchaus sinnvoll, auch bei einer neuen Krankheit mit geringer Mortalität zu versuchen, dass diese nicht weltweit heimisch wird, solange die Fallzahlen noch relativ niedrig sind. Ob das gelingen wird, weiß man erst im Anschluss. Bei SARS-CoV zumindest hat es damals ja weitgehend geklappt.

    Und, dass die Quantität der mündlichen Leistungen nicht so viel zählt. Ich weiß das Verhältnis nicht mehr genau, aber es war sehr wichtig, sich viel zu melden und ich war eher eine ruhige Schülerin und hatte in manchen Fächern allein deshalb schlechtere Noten. Das hat es mir eigentlich noch schwerer gemacht, weil ich nicht daran geglaubt habe, dass ich es besser kann.

    Zumindest hier in BY zählt die Qualität (auch wenn sich Quantität/Qualität ein bisschen bedingt, aber dennoch), das finde ich sehr gut.

    Ich bin da voll bei dir, letztlich steht und fällt das aber mit den angelegten Kriterien. Mich hat auch massiv gestört (und tut es im Kollegium noch immer), dass einige Lehrkräfte die Frequenz der aktiven Beiträge als Hauptkriterium zur Notenfindung nutzen. Man kann die Mitarbeit von Schülerinnen und Schülern aber auch ganz gut anhand anderer Kriterien einschätzen, z.B. ob sie bei Übungsaufgaben (immer/oft) selbständig klar kommen, ob einfache Hilfestellungen nötig sind, aber ausreichen oder ob sie selbst mit Hilfestellungen nicht vollständig/gar nicht zur Lösung kommen. Das lässt sich dann auch gut bei den Stillen beobachten.


    Ich selbst wäre gerne in einem größeren System mit mehr Wahlmöglichkeiten, v.a. in der Qualifikationsphase und beim AG-Angebot, zur Schule gegangen, fand es aber auch so ok, wie es war.

    Klar ist das eine enorme finanzielle Belastung aber ich finde es gruselig, dass in den Hauptfächern (von den Nebenfächern möchte ich gar nicht anfangen...) noch mit G8 Lehrbüchern gearbeitet wird. Dann kann man sich das G9 auch sparen...

    Was genau findest du denn gruselig? In Niedersachsen erfolgte auch gerade die Umstellung auf G9 zurück, was i.d.R. nur leichte Verschiebungen der Themen mit sich brachte. Da unsere KCs sich ohnehin auf Doppeljahrgänge beziehen, lassen sich in vielen der Jahrgänge auch die alten Bücher gut verwenden und ggf. durch Arbeitsmaterial für das nicht mehr enthaltene Teilthema aus anderen Quellen abdecken.

    Wenn ich mir für meine Fächer die Bücher für G8 und G9 im Vergleich anschaue, haben die Verlage auch nichts anderes gemacht, als:

    1. Die alten Bücher weitgehend recycelt.

    2. Einzelthemen von einem Jahrgang in einen anderen verschoben

    3. Neues Design für den Umschlag entworfen

    4. Preise leicht angehoben

    Dann kann man die Umstellung auch noch einige Zeit abwarten. In Anbetracht der Schulbudgets für Lehrwerke geschieht das dann nicht in allen Fächern auf einmal, sondern Schritt für Schritt nach Dringlichkeit.

    Tipps zu konkreten Versicherungen verbieten sich m.E., um Werbung zu vermeiden. Die Preise hängen erheblich vom Leistungsumfang (s.u.), den Fahrtkosten und der gewählten Selbstbeteiligung ab, insofern ist eine pauschale Antwort schwer möglich.

    Achten sollte man bei Reiserücktrittsversicherungen m.E. genau wie bei anderen Versicherungen nicht primär auf den Preis, sondern auf den Leistungsumfang. Gerade bei den günstigen Anbietern findet man in den Versicherungsbedingungen nicht selten empfindliche Leistungsausschlüsse. Reiserücktrittsversicherungen für Klassenfahrten sollten neben krankheitsbedingten Ausfällen auch Fälle wie Nichtversetzung in die nächste Jahrgangsstufe (sofern die Fahrt erst im nächsten Schuljahr ist) oder Ausfall der Aufsichtspersonen enthalten. Auch die anerkannten Krankheitsgründe variieren, das betrifft insbesondere psychische Erkrankungen und den Umgang mit gut eingestellten chronischen Erkrankungen bei Schülerinnen und Schülern.

    Zu prüfen wäre auch, ob dein Bundesland ggf. einen Rahmenvertrag mit einer Gesellschaft für RRVs abgeschlossen hat. Hier in Niedersachsen gibt es einen solchen, den Schulen dann entsprechend nutzen können. Diese RRV ist dann zwar ziemlich günstig, aber vom Leistungsumfang leider nicht optimal. Wir bieten sie daher zwar Eltern an, aber immer mit der Maßgabe, dass sich diese alternativ auch privat einen besseren Leistungsumfang durch eigene RRV sichern können.

    Kein Irrglaube, sondern Tatsache. Es gibt dort Gerichtsurteile zu.

    Ich fürchte, du verwechselst dabei zwei Sachen. In der Vergangenheit haben mehrere Gerichte zwar betont, dass Lehrkräfte verpflichtet sind, im Notfall erste Hilfe zu leisten. Das folgt bereits aus der Garantenstellung der Lehrkraft für ihre Schülerinnen und Schülern und betrifft in erhöhten Maß noch einmal vorgeschulte Lehrkräfte. Dazu gehört auch eine (einfache) Verlaufskontrolle bezüglich Atmung und Puls, wie z.B. der BGH am 04.04.2019 erst befand.

    Ein Urteil, welches eine Lehrkraft konkret dazu verpflichtet, einen Heileingriff durchzuführen, zu der sie nicht ausgebildet ist, anstatt den Notarzt zu rufen, der wahrscheinlich schneller sinnvoll helfen könnte, würde mich dann aber auch einmal interessieren.

    ... den Glucosepen musst du im Notfall setzen, das bedarf keiner Einwilligung der Eltern. Hat man Kenntnis von einer Diabeteserkrankung und macht das im Notfall nicht, macht man sich strafbar, egal ob Lehrer oder sonst wer. Das gilt als unterlassene Hilfeleistung.

    Zwar muss im Notfall entsprechende Hilfe geleistet werden, dass heißt aber nicht zwangsläufig, dass der Pen gesetzt werden muss. In Anbetracht der kurzen Anfahrtzeiten von Notärzten und der stark verzögerten Wirkung des Pens ist ein sofortiges Absetzen eines Notrufs wahrscheinlich sogar das geeignetere Mittel.

    Ich würde sie auf jeden Fall bewerten. Zum Thema "Mitgeschrieben --> Mitgezählt" wurde ja bereits etwas geschrieben, das entspricht auch den einschlägigen Entscheidungen im Prüfungsrecht. Ein Indikator kann hier zudem sein, dass die Bitte um Nichtwertung erst nach der Bewertung erfolgte und nicht bereits nach dem Schreiben der Arbeit. Die Idee, bei der Bildung der Zeugnisnote den Spielraum der eigenen pädagogischen Verantwortung zu nutzen, halte ich ebenfalls für sehr sinnvoll.

    Bestünde für eine längerfristige Unterstützung/Pflege überhaupt die Möglichkeit, seine Bezüge (zumindest teilweise) weiterzubeziehen oder garantiert der Staat mit seiner gewissenhaften Stopfung jeden (auch eingebildeten) Schlupfloches in diesem Fall die baldige Verarmung?

    Du könntest doch auch Weiterarbeiten, weiter Bezüge erhalten und damit wahrscheinlich relativ locker eine Vollzeitpflege in Rumänien für deine Mutter organisieren. Bei durchschnittlichen Vollzeitlöhnen von deutlich unter 1000€/Monat in diesem Sektor in Rumänien droht dann selbst bei voller Übernahme durch dich auch keine Verarmung.

    Bei den meisten CPUs im Office-Bereich reicht die verbaute Onboard-Grafik-GPU komplett aus, eine dedizierte Grafikkarte ist für Office und Internet nicht nötig. Falls du eine der eher seltenen CPUs ohne Onboard-Grafik haben solltest (z.B. eine gute Reihe der AMD-Ryzen-Prozessoren) oder du mehrere Monitore anschließen willst, reicht eine der einfachen Grafikkarten der etablierten Hersteller (z.B. Nividia 1030 o.ä.) im Preisbereich um ca. 100€. Und ja, das Verbauen geht sehr einfach: i.d.R. nur in den entsprechenden Slot einstecken und los geht es.

    Bla Bla.

    Hattie kann mich mal.

    Schau dir die Realität an.

    Man kann sich natürlich auch gegen jede Empirie stellen. Bei wissenschaftlich vorgebildeten Personen finde ich das allerdings erschreckend, wenn ein Weltbild kultiviert wird, indem alles persönlich unpassend erscheinende einfach mal in den Dreck gezogen wird.

    Ja, natürlich ist es für einen persönlich angenehmer, kleinere Klassen und Kurse zu unterrichten. Ob das wirklich auf den Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler durchschlägt darf aber nach aktuellem Stand der wissenschaftlichen Debatte durchaus bezweifelt werden. Ich bitte darum, diese beiden Ebenen zu trennen.

    Nachtrag

    Wenn wir schon einmal bei (wenig sinnvollen) Einzelerfahrungen sind: Ich hatte bisher schon Kurse im Abitur mit Stärken zwischen 8 und 26 Personen. Einen signifikanten Unterschied im (durchschnittlichen) Leistungsvermögen und den erreichten Abschlussnoten konnte ich dabei über viele Jahre hinweg noch nicht feststellen. Aber vielleicht bin ich einfach nur ein schlechter Lehrer.

    Lassen wir mal beiseite, dass Deutschland massiv von der Autoindustrie abhängt (ca. 800.000 Arbeitsplätze direkt und ca. 1,8 Mio Arbeitsplätze insgesamt mit den indirekten sind alleine an diesen Industriezweig gekoppelt) und Investitionen in diesen Sektor kaum so zu bezeichnen sind:

    Und noch nie hat es Sinn gemacht.

    Für das Forum hier ist der andere Teil der Diskussion wahrscheinlich der spannendere:

    Und es gibt zig Studien, die zeigen, dass das Geld an den Schulen und in Lehrkräften sehr wohl gut investiert wäre. Gerade wenn man seine Scheuklappen ablegt und ein wenig Übertrag leistet. Nicht nur in Fortbildungen.

    Das soll nicht provokant klingen, sondern ehrlich interessiert: Welche denn? Die größere Metastudie als Zusammenfassung sehr vieler Studien weltweit zeigt ja nun gerade das Gegenteil. Ich bin sehr dankbar für Hinweise auf entsprechende Untersuchungen.

    Mal abgesehen von dem willkürlich gewähltem Beispiel der Autoindustrie: Es ist noch nicht einmal sicher, dass mehr Geld im Bildungssystem auch zu einer nenneswert höheren Qualität im Bildungssystem führt. Die direkt damit beeinflussbaren Variablen wie Klassengröße, Co-Teaching, Finanzielle Ausstattung der Schulen usw. haben laut Hattie-Studie keinen oder nur einen sehr geringen Einfluss auf die Schulleistung von Schülerinnen und Schülern. Erfolgversprechender scheint da der Ansatz, Lehrkräfte gezielter zu qualifizieren. Zumindest an den Schulen, an denen ich bisher war, ist aber beispielsweise der bereits verfügbare Fortbildungsetat selten ausgeschöpft worden.

    An anderen wahrscheinlich aussichtsreichen Stellschrauben kann man auch im bisherigen System gut drehen. Dazu gehören z.B. metakognitive Strategien, Feedbacksysteme für Evaluation und Selbsteinschätzung, Klarheit der Lehrperson u.ä.

    Sinnvoll könnte mittels höherer Zuweisungen die Reduktion des Stundendeputats sein, um mehr Zeit für Beziehungsarbeit u.ä. zu haben, welcher auch ein hoher Stellenwert zugeschrieben wird. Ob in der Bevölkerung vermittelbar ist, dass die "faulen Säcke" weniger Unterrichtsstunden haben sollen, wäre spannend zu sehen.

    Der Lerneffekt tritt bei Klassenfahrten massiv in den Hintergrund. Ein bißchen durch ein Dorf in Frankreich laufen und französisch sprechen erzeugt doch keinen wirklichen Lerneffekt. Klassenfahrten (und deswegen mag ich sie auch nicht) sind reine Spaßveranstaltungen unter dem Deckmantel von Lernzuwachs.

    Naja, das scheint mir doch etwas einseitig. Zum einen ist die Aufgabe von Schule nicht darin erschöpft, Fachkompetenzen zu vermitteln, sondern zielt gerade auch auf das Erlernen sozialer Fähigkeiten und zum anderen kann der Lerneffekt bereits nach vorne verlagert werden, indem man anhand der gemeinsamen Planung von Klassenfahrten mit der Klasse Methoden des Projektmanagements übt und Entscheidungsprozesse und deren Abläufe thematisiert.

    Aber ja, auch ich bin bei dir: dieses Potential wird häufig nicht genutzt.

    Die Weisung für die Lehrkräfte trug ja den Zusatz "wenn zumutbar". Wo Zumutbarkeit anfängt und aufhört, kann man in so einem Fall ja gerne im Fall des Falles juristisch klären (aber wer macht das schon?).


    Ich kam prima durch, wir saßen 2 Stunden unbeschäftigt rum und dann wurde die Präsenzpflicht vernünftigerweise beendet.


    Interessant finde ich, dass auch für diese 2 Stunden verpflichteter Anwesenheit Minusstunden anfallen.

    Das mit Minusstunden geht natürlich gar nicht bei angeordneter Anwesenheit (und Einsatz). Bei uns waren heute viele der Lehrkräfte anwesend und haben den Tag für Teamabsprachen, gemeinsame Unterrichtsvorbereitung u.ä. genutzt.

    Was soll denn schon groß passieren, wenn man halt nicht hinkommt?

    In der Praxis: meist wenig. In der Theorie: Einleitung eines Disziplinarverfahren aufgrund grober Pflichtverletzung des AN. Das Wegerisiko liegt ausschließlich beim AN, dem AG kann egal sein, wie der AN zur Arbeit kommt. Mir sind einige wenige Fälle bekannt, in denen dann z.B. nur der Sold für die betreffende Zeit aberkannt wurde, wenn nicht bereits ein Wiederholungsfall vorlag.

Werbung