Ich weiß nicht genau, wie die Stellen bei euch in NRW ausgeschrieben sind, aber hier in Niedersachsen werden diese mit ganz bestimmten Aufgaben gekoppelt. Insofern mag es technisch zwar stimmen, dass die für die eine Stelle erstellte dienstliche Beurteilung auch für die Bewerbung auf die andere Stelle herangezogen werden kann, aber es fehlt dann irgendwie an der nötigen Ernsthaftigkeit der Bewerbung, wenn die Aufgabenbeschreibungen sich deutlich unterscheiden. In die dienstliche Beurteilung gehen, zumindest hier, ein Gespräch zur anvisierten Stelle und die bisherigen Tätigkeiten/Erfahrungen mit ein, die auch irgendwie zur angestrebten Stelle passen sollten.
Sind die beiden Stellen jedoch mit sehr ähnlichem Aufgabenspektrum ausgeschrieben oder passt das eigene Profil zu beiden Stellen, mag es wirklich taktisch klug sein, sich auf beide zu bewerben.
Kleine Ergänzung: Was ich mit dem obigen Abschnitt eigentlich sagen möchte: Hat man bei der Stellenbesetzung die Auswahl zwischen zwei ähnlich starken Bewerbern, von denen einer aber durch sein Bewerbungsverhalten durchblicken lässt, auf Teufel komm raus eine Beförderung haben zu wollen, egal was das für eine Stelle ist, während der andere sich zielgerichtet auf eine Stelle passend zur eigenen Vita/eigenen Stärken bewirbt, wird sich das wahrscheinlich irgendwie in der Beurteilung widerspiegeln.