Ich bin da voll bei dir, aber ist das realistisch? Wenn man tatsächlich sagt "Ich kann XY nicht mehr durchführen, mein Stundenkonto ist voll", dann lässt einem das doch keine Schulleitung durchgehen. Im Gegenteil, da wird man zusammengefaltet.
Ich weiß nicht, ich bin wegen so etwas noch nie zusammengefaltet worden. Das passiert eigentlich nur, wenn man wichtige Aufgaben liegen lässt, ohne dies rechtzeitig zu signalisieren. Ein klares Signal, wann eine zusätzliche Aufgabe gerade nicht mehr geht, gehört m.E. zum professionellen Handeln von Lehrkräften.
Im Übrigen haben Schulleitungen i.d.R. eine gute Antenne zur Unterscheidung von Kolleginnen und Kollegen, die gerade wirklich voll sind, weil sie parallel bestimmte andere wichtige Aufgaben erledigen oder gerade eine Korrekturspitze haben und solchen, die zwar permanent am Meckern über Überlastung sind, aber ihre Arbeitszeit mit der Unterrichtszeit gleichsetzen. Dementsprechend unterschiedlich wird die SL ggf. auch reagieren.
Ich bleibe bei meiner Empfehlung: Die Erfassung der eigenen Arbeitszeit hilft sehr, diese bei Bedarf auch ggü. der SL transparent zu machen und ein entsprechend konstruktives Gespräch über Entlastung oder Aufgabenumstruktierung zu führen.