Beiträge von Seph

    Also hier musste ich schon schmunzeln: Natürlich ist es uns bewusst, dass man weiterhin gut ausgebildete Lehrer*innen braucht und nicht nur für die Schulgründung in den ersten Jahren, schließlich sind wir eine Schulgründunginitiative. Wir möchten ja nicht KEINE Lehrer*innen, sondern eben gerade, weil wir Lehrer*innen möchten, schreibe ich hier ja

    Man kann eurer Homepage sehr gut entnehmen, dass ihr jetzt für die Gründungsphase zwei Lehrkräfte mit 2. STEX sucht, für später aber gerne auf Lehrkräfte ohne 2. STEX und auf Personal mit deutlich anderer Ausbildung zurückgreifen möchtet (Tänzer*innen, Sozialpädagog*innen, Handwerker*innen usw.). Das liest sich nicht so, als würde angestrebt werden, die Betreuung der Kinder in der Hauptsache durch ausgebildetes Lehrpersonal sicherzustellen.

    Als Ersatzschule darf man nicht weniger als 80% des Haustarifs zahlen. Der ggf. unspezifische Begriff "Haustarif" ist bei unserer Stellenausschreibung bewusst so gewählt worden und nicht näher beschrieben, weil nicht das Geld entscheiden soll und weil das Gehalt bis zu einem gewissen Grad Verhandlungssache sein kann.

    Es ist eine Typsache, ob man eine geregelte Routine, die meist sehr gleichbleibend ist mit eher kurzfristigen oder oberflächlichen Kontakten über Jahre zu einem hohen Gehalt haben möchte oder, ob man sich auf neue, intensive Erfahrungen und Verantwortung freut, zu einem Gehalt, mit dem man gut leben kann.

    Sorry, aber das liest sich für mich, als würdet ihr am unteren Minimum bleiben wollen. Das wären dann 80% von E11 oder E13 je nach Qualifikation. Ob man davon im Raum Frankfurt gut leben kann, mag ich bezweifeln. Gleichzeitig scheint die Expertise der Lehrkräfte gerade nicht benötigt zu werden, wenn grundsätzlich Fachgrenzen aufgelöst werden und erwartet wird, auch deutlich fachfremd zu "unterrichten". Im Regelsystem erhalten die gleichen Lehrkräfte gleich volles A12/A13 Gehalt mit vollem Kündigungsschutz und definitiv ebenfalls keiner gleichbleibender monotoner Tätigkeit.

    Ist euch übrigens bewusst, dass eine staatlich anerkannte Ersatzschule den Unterricht nicht nur in der Gründungsphase, sondern auch langfristig durch grundständig ausgebildete Lehrkräfte mit 2. STEX oder entsprechendem Quereinstieg abdecken muss? Es reicht gerade nicht aus, dies nur zur Bewilligung sicherzustellen.

    Natürlich kann grundsätzlich alle notwendige Kommunikation über Schulmailadressen, Telefonate aus der Schule heraus usw. erledigt werden. Ich stand aber bereits mehrfach vor der Wahl, ein dringend notwendiges Elterngespräch durch Einladen der Eltern in die Schule oder ein kurzes Telefonat zu führen. Unkompliziert - auch im Sinne der Zeitersparnise - geht das für mich z.B. auf der Fahrt von der Schule oder zur Schule. Ich breche mir da keinen Zacken aus der Krone, für so etwas mal ein privates Telefon zu verwenden. Grundsätzlich rufe ich aber an - selbstverständlich mit unterdrückter Nummer.

    Es handelt sich um ein alternatives Schulkonzept, welches stark auf selbstbestimmtes Lernen ohne Lehrplan und basisdemokratische Entscheidungen zu Belangen des schulischen Zusammenlebens zielt. Unterricht ist dabei typischerweise freiwillig und ohne Leistungsbeurteilung. Ebenfalls typisch ist die Aufhebung fester Orts- und Zeittaktungen, es gibt also keine festen Klassen(-räume) und Unterrichtsstunden.

    Die Namensgebung finde ich im Übrigen auch irritierend, da sich demokratische Elemente grundsätzlich an allen Schulen in Deutschland wiederfinden. Mir ist kein Bundesland ohne Partitzipationsmöglichkeiten der an Schule beteiligten Personengruppen bekannt. Auch wäre die o.g. Schule nicht die erste "demokratische Schule" Frankfurts. Das dürfte bereits die Freie Schule Frankfurt für sich beanspruchen.

    Zum Betriebsarzt sollt Ihr brettern
    Atteste er beauftragt schreddern
    Präsenz bis zum Erstickungstod
    Der Wirtschaft dann kein Kollaps droht

    Man könnte natürlich auch anerkennen, dass trotz weitreichender Öffnungen die Fallzahlen weiter rückläufig sind. Aber das passt natürlich nicht so gut ins Bild.

    Die "Pausierung des Beamtendings" ist grundsätzlich zwar möglich, aber an einige Nebenbedingungen gekoppelt. Dazu gehört blöderweise, dass Nebentätigkeiten noch immer genehmigungspflichtig sind und bestimmte Höchstgrenzen (meines Wissens nach 8 Zeitstunden/Woche) nicht überschritten werden dürfen. Ohne Antrag auf Entlassung aus dem Beamtenverhältnis kommen m.E. nur Abordnungen in Frage, wenn man eine solche Stelle mit nennenswertem Zeitaufwand besetzen möchte.

    Kunst ist grundsätzlich sehr gefragt, sodass eine Stelle auch in näherer Umgebung eines Wunschstandorts ziemlich realistisch ist.

    Beachte aber, dass beim Quereinstieg mit nur einem zuordenbaren Fach zwar eine unbefristete Anstellung (aufgrund des Masterabschlusses), aber keine Verbeamtung möglich ist. Je nachdem, wie tief die Ausbildung in Kunstpädagogik war, kann zudem eine pädagogisch-didaktische Nachqualifizierung nötig sein. Für die Verbeamtung ist es nötig, dass der erworbene Hochschulabschluss zwei Fächern der Stundentafel zugeordnet werden kann und entweder eine mindestens vierjährige Lehramtsnahe berufliche Tätigkeit nachgewiesen wird oder ein Vorbereitungsdienst absolviert wird.

    Ich finde das Weiterleiten an die Familie auch unmöglich, aber aus anderen Gründen. Meines Erachtens liegt hier eher ein Verstoß einer beamtenrechtlichen Nebenpflicht (vertrauensvolle Zusammenarbeit) vor, als ein Datenschutzverstoß seitens der SL.

    Welche personenbezogenen Daten von altuweise sollen denn hier tangiert sein? Der Name einer Lehrkraft des Schülers ist der Familie ohnehin bekannt und sofern eine dienstliche E-Mail-Adresse verwendet wurde, wovon ich zunächst ausgehe, ist auch das relativ unkritisch. Der Inhalt der Mail enthielt darüber hinaus sicher personenbezogene Daten zu Mitgliedern der Familie, die aber einerseits im dienstlichen Interesse erhoben sein dürften und nicht an unbeteiligte Dritte weitergegeben wurden.

    Ich werden den verdacht nicht los, dass das auch nur Privatkonten sind, die man halt Treuhandkonten nennt. Der Bank ist es unterm Strich egal, wenn die ein Problem hat, packt sie den an die Nase, der unterschrieben hat. Und das geht schneller, als man "Treuhandkonto" sagen kann. Dem Schulträger/Schulleiter/der Schulaufsicht ist es unterm Strich egal, wenn einer von denen ein Problem hat, packt er den an die Nase, der unterschrieben hat. Und das geht schneller, als man "Treuhandkonto" sagen kann.

    Genau das ist das Problem. Wie gesagt: ich war bei verschiedenen Kreditinstituten und habe explizit nach Treuhandkonten gefragt. Die mir angebotenen "Klassenkonten" waren aber de jure immer reine Privatgirokonten. Treuhandkonten, bei denen das Geld wirklich nur treuhänderisch verwaltet wird und nicht zum pfändbaren Privatvermögen zählt, würden wohl nur (noch) für Anwälte, Nachlassverwalter, Steuerberater usw. angeboten werden.

    DA ich ja nicht Inhaber des Geldes bin und die Bank dies auch so vermerkt hat und die Schule das so bestätigen musste, könnten die natürlich nicht gepfändet werden

    Das ist eine steile These. Entscheidend ist das Kleingedruckte zum Vertragsabschluss bei Eröffnung des Kontos. Schau mal nach, ob dies wirklich ein sogenanntes Anderkonto ist. Nur bei einem solchen ist der Inhaber des Kontos nicht Eigentümer des Vermögens. Zur Eröffnung ist zudem neben dem Kontovertrag noch ein Treuhandvertrag mit dem Treugeber zu schließen, ohne den das Konto nicht eröffnet werden kann. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster: das ist wahrscheinlich nicht geschehen, oder?

    Bestenfalls hast du ein verdecktes Treuhandkonto eröffnet, das von der Bank aber wie ein herkömmliches Girokonto gehandhabt wird. Das verwaltete Vermögen ist dann aber als eigenes Vermögen klassifiziert und anzugeben. Die (auch nur kurzzeitige) Aufnahme von Geldern Dritter in mein Privatvermögen ist nicht nur haftungsbedingt problematisch.

    Was so eine Petition sicher nicht braucht, ist eine Diskussion unter verschiedenen Lehrämtern, das freut eher den Finanzminister und den Kultusminister, weil sie das dann aussitzen können.

    Da stimme ich grundsätzlich zu. Was eine Petition aber auch nicht braucht, ist die Verknüpfung mit unrealistischen Forderungen, die seitens der Regierung einfach genutzt werden können, das durchaus sinnvolle Anliegen einfach abzuweisen.

    Interessant ist, dass diese Forderung gleich mit der undifferenzierten Forderung nach 22 Unterrichtsstunden für alle Lehrämter verbunden wird, obwohl z.B. die Göttinger Arbeitszeitstudie 2015/16 in Niedersachsen gezeigt hat, dass trotz geringerer Deputatsstundenzahl die Arbeitszeit im Lehramt Gymnasium am höchsten ist. Orientiert man sich an der Studie, scheint eine Absenkung der bisherigen Deputatsstunden an den einzelnen Schulformen von 1-2 Stunden zielführender. Damit hätte man dann die wöchentliche Arbeitszeitüberschreitung von 1-3 Zeitstunden je nach Schulform in etwa ausgeglichen.

    Die Sparkasse in der Nähe unserer Schule bietet ein Klassenkonto für solche Fälle an. Mit den genauen Spezifika kenne ich mich nicht aus, hatte seitdem keine Klassenleitung.

    Das sind i.d.R. kostenfrei gestellte Privatgirokonten und damit m.E. ein No-Go.

    Wir dürfen offiziell unsere Privatkonten nicht benutzen, die Schulleitung erlaubt uns gnädigerweise ein eigenes neues Privatkonto für die Klassenfahrten einzurichten.

    Worin besteht denn da der Unterschied? Juristisch gibt es zumindest keinen. Da wird einerseits schon eingeräumt, dass Privatkonten nicht benutzt werden dürfen, nur um im gleichen Atemzug die Nutzung von Privatkonten anzuweisen :autsch:

    Das Land hält es für zulässig, Fahrten über Privatkonten von Lehrkräften abzuwickeln, sofern es nicht näher definierte “zweckgebundene Treuhandkonten” sind.

    Vor langer Zeit habe ich mal versucht, bei verschiedenen Kreditinstituten ein solches Treuhandkonto zu eröffnen. Keines der Institute konnte mir dabei weiter helfen, angeboten wurden immer private Girokonten, auch wenn sich diese "Klassenfahrtkonto" nannten. Seitdem bestehe ich darauf, Zahlungen ausschließlich über ein Schulkonto abzuwickeln oder alternativ gar nicht mehr.

    Also bitte, selbst hat der TE seine A14 zugeschoben bekommen und meckert jetzt über Stellenausschreibungen und Ehrlichkeit? Ich dachte, darüber meckert man nur, wenn man noch A13 ist, danach ist man ja der tolle Hecht, denn es gilt schließlich das Prinzip der "Bestenauslese":

    Das dachte ich mir beim Lesen des Eröffnungsbeitrags auch.

    Zur Sache: Ich kann mich den anderen hier nur anschließen. A14-Stellen werden selten extern besetzt, was in Niedersachsen weniger mit unrealistischen Bewertungen als mit maßgeschneiderter Ausschreibung zu tun haben dürfte. Der Nachteil: Nicht selten sind diese Stellen so spezifisch, dass sie kaum Aufgaben im mittleren Management erfüllen und andere Lehrkräfte, die ähnlich umfangreiche Spezialtätigkeiten wahrnehmen, leer ausgehen. Das ist natürlich super für die Stimmung in einem Kollegium.

    A15-Stellen wiederum sind durchaus öfter durch externe Bewerber besetzt und die Ausschreibungen auch weitgehend standardisiert. Durch die Einbindung von (teils mehreren) Dezernenten bei der Beurteilung und Bewerberauswahl sind diese Verfahren auch weniger anfällig für Klüngel. Dennoch können auch hier Überlegungen zur Personalentwicklung, Empfehlungen usw. mit einfließen, die u.U. aber auch gerechtfertigt sind und mit hoher Sicherheit nicht dazu führen, dass auf einmal ein objektiv deutlich schlechterer Bewerber die Stelle erhält.

    Ich würde nicht zwingend nerven sondern auf diese Möglichkeit hinweisen und mich konsequent weigern, ein eigenes Konto dafür einzurichten.

    Das kann ich nur unterschreiben. Schulleiter wissen i.d.R. sehr genau, dass sie dies von den Lehrkräften auch nicht einfordern können und bei konsequenter Weigerung (und ggf. Bitte um schriftliche Dienstanweisung) findet sich dann oft doch eine andere Möglichkeit ;)

    Du legst dir ne Packung Kreide ins Pult und egal was ist, du kannst immer einen Anschrieb machen.

    Geht nichts kaputt, trocknet nichts ein, wischen geht zur Not mit dem letzten Lappen, den man findet, egal ob mit oder ohne Wasser.

    Das gilt für interaktive Whiteboards, die mit Whiteboardmarkern beschrieben werden können, ganz genauso. Dort brauche ich nicht einmal einen Lappen, ein einfaches Taschentuch/Küchenrolle reicht vollkommen aus.

    Das kann ich gut nachvollziehen und ist tatsächlich eine Frage der Gewohnheit. Bei mir sahen die Tafelbilder kurzzeitig auch unsauberer aus als vorher an der Kreidetafel. Das hat wenige Wochen gebraucht, bis die Umstellung durch war.

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