2. Annahme: Versicherungsmakler sind Menschen, die helfen wollen und einen guten Service bieten, um den Kunden langfristig zu binden und nicht zu verärgern
3. Weitere Annahme: Wenn man alle Versicherungen bei einem Anbieter abgeschlossen hat, hat man nur einen Ansprechpartner und dadurch leichteren "Verwaltungsaufwand".
Das mag für Versicherungsmakler, deren Arbeitszeit man direkt bezahlt, gelten, nicht jedoch für Versicherungsvertreter/-berater, Finanzberater usw., die v.a. an Provisionen verdienen, die naturgemäß bei kundenungünstigen Produkten tendentiell höher ausfallen. Alle Versicherungen bei einem Anbieter reduziert sicher den Gesprächsaufwand und erhöht die Gefahr, unnötige Policen im Paket wiederzufinden. Da die Debeka mit einem exklusiven eigenem Vertriebssystem arbeitet, mag das hier abgemildert sein.
Jedes Detail, dass die Kosten besser nachvollziehbar macht, ist super.
Toll wäre auch eine Aufklärung der Symbolik: "Hinter B50 verbirgt sich die Krankenversicherung, die verpflichtend ist. Die Kosten von xy sind angemessen."
Und super wäre auch eine Art Zusammenfassung: "Die Versicherungen x,y und z passen soweit, sparen könnte man v.a. bei dieser Rentenversicherung. Die 50€ könnte man stattdessen dort investieren..."
Ohne genaue Kenntnis der Versicherungsbedingungen der einzelnen Policen ist das kaum seriös zu beantworten. Bei vielen deiner Versicherungsarten steht und fällt der Sinn der Versicherung und das Preis-/Leistungsverhältnis mit den genauen Vertragsbedingungen, insbesondere Selbstbehalte und Leistungsausschlüsse. Problematisch finde ich, dass du dir die selbst nicht im Detail angeschaut hast. Aber nur dann kannst du für dich einschätzen, ob die Policen für dich sinnvoll sind.
Die Details der Versicherungen haben mich nicht großartig interessiert. Ich habe mehrmals nachgefragt, was den so der Standard wäre und darum gebeten nur notwendige Versicherungen abzuschließen. Bei jeder Versicherung die angeboten wurde habe ich mehrmals nachgefragt, ob der Versicherungsmakler die Versicherung selbst abschließen würde und diese wirklich notwendig und sinnvoll ist. Ich habe mehrmals meinen Wunsch geäußert lieber mit dem Gefühl leben zu müssen leicht unterversichert zu sein, als irgendwann das Gefühl haben zu müssen "zu viel" aufgeschwatzt bekommen zu haben.
Die Anzahl verschiedener Policen spricht m.E. nicht gerade für eine Unterversicherung, aber auch hier wieder: das muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Zusatzversicherungen noch abgeschlossen werden sollen. Häufig ist z.B. eine Unfallversicherung nicht notwendig, da je nach Police nur bei bleibenden Schäden geleistet wird. Bei dir scheint sie sich nun gerade gelohnt zu haben. Auch die beiden Leibrenten sehen auf den ersten Blick seltsam aus, wahrscheinlich verstecken sich kapitalgebundene Lebensversicherungen dahinter, die nicht unbedingt sinnvoll sind (außer aus Provisionsicht). Und auch eine Hausratversicherung lohnt nur in Einzelfällen.Was mir dafür fehlt, ist eine (echte) Dienstunfähigkeitsversicherung, um das eigene Erwerbseinkommen abzusichern. Die Privathaftpflicht wiederum ist außerordentlich sinnvoll, hier könnte man noch einmal genauer auf die Deckungshöhe und Ausschlüsse schauen, da die Privathaftpflicht sehr günstig deutlich upgradbar ist. Die Beiträge sehen aber bereits nach einer relativ guten Absicherung aus.