Beiträge von Seph

    Ah, verstehe. Ich denke, im Ergebnis ist der Unterschied gar nicht so groß. Denn auch ein Losverfahren wie beschrieben führt nicht gerade dazu, dass man sich die Schüler "aussuchen" kann. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass es Schulen gibt, an denen diese Verfahren tatsächlich intransparent ablaufen und ein solches Ergebnis haben können.

    Ach, muss es schön sein, an einer solchen Schule zu arbeiten.
    (Da spricht nur mein Neid als arbeitende Kraft, die Schwächen und Ungerechtigkeiten des Systems dahingestellt)

    Ehrlich gesagt kann ich dir da gerade nicht folgen. Ein transparentes Losverfahren bei den Anmeldungen halte ich nicht gerade für eine Besonderheit, sondern sollte eher der Standard sein und hat auch erst einmal wenig mit den eigentlichen Arbeitsumständen der Kolleginnen und Kollegen zu tun. Dass intransparente Verfahren wiederum durchaus zurecht das Bedürfnis von Eltern wecken, die Schulplatzvergaben auch auf rechtlichem Weg zu hinterfragen, ist nachvollziehbar und einfach unnötiger Stress. Aber auch mit dem haben die Kolleginnen und Kollegen vor Ort herzlich wenig zu tun, das ist eher für die SL ein Problem.

    Das Thema Anmeldung bei weiterführenden Schulen ist immer mit Kritik am Anmeldeverfahren verbunden. Es gibt einen Anwalt , vertritt solche Anliegen. Oft sind die Losverfahren intransparent, die Angabe von Wunschschulen obsolet, sobald eine Überanmeldung auftritt.

    Da gibt es nicht nur einen Anwalt - der hoffentlich hier nicht bald verlinkt werden soll - sondern grundsätzlich können da diverse Personen konsultiert werden. Ansonsten halt erst einmal begründet Widerspruch gegen den Bescheid einlegen und versuchen nachzuweisen, dass es Fehler bei der Zuteilung gab (also z.B. nicht ausgeschöpfte Kapazitäten, nicht berücksichtigte Kriterien im Losverfahren o.ä.)


    Unser Verfahren ist da ziemlich transparent und wird unter Aufsicht des Schulträgers durchgeführt. Das führt dann aber auch dazu, dass es sehr rechtssicher ist, auch wenn immer mal wieder versucht wird, gegen die Ablehnung anzugehen.

    Mich wundert, dass trotz der gesunkenen PKW Kaufpreise für E-Autos immer noch sehr viel mehr Verbrenner verkauft werden.

    Leider sind PV Anlagen immer noch so teuer, dass sich eine PV Anlage bei mir niemals auch nur ansatzweise rentieren würde. Wäre also ein Projekt nur für mein grünes Gewissen.

    Das ist durchaus im Verbund zu betrachten. Ich mache inzwischen übrigens auch ein Fragezeichen an die angeblich geringeren Wartungskosten von E-Autos, nachdem ich gesehen habe, was alleine ein kleiner Schaden am HV-Kabelbaum - der bei vielen Modellen quasi ungeschützt verläuft - kostet. Nur sind die meisten reinen E-Fahrzeuge bislang noch nicht in dem Alter, in dem die typischen Verschleißerscheinungen auftreten.

    Sehe ich nicht so. In der Kita und in Bürojobs nicht. Was hier viele vergessen: Danach ist für die Leute Feierabend. Die korrigieren nicht noch stundenlange Aufsätze oder bereiten sich vor. Deutsch hat einen hohen Vorbereitungsaufwand. Ich kenne keine Bürofachkraft, keinen Sozialarbeiter und keinen Verkäufer, der sich nach Feierabend noch einmal stundenlang an den Schreibtisch schwingt. Ja, das ist vielleicht einteilbar von der Zeit, aber einteilbar heißt ja nicht, dass es nie gemacht werden muss. Mir wäre auch neu, dass ich meinen Job im Home office machen kann.

    Ich habe nie etwas davon geschrieben, dass das nie gemacht werden muss, sondern dass man sich - anders als in den meisten anderen Berufen - ganz gut aussuchen kann, WANN man das macht. Und gerade das macht die gute Verträglichkeit mit Familie aus. Unser Job ist gerade eine Kopplung aus Präsenzzeiten und Homeoffice. Nur sind die Präsenzzeiten weitgehend verträglich mit typischen Kita-Zeiten (und späteren Schulzeiten) der eigenen Kinder und die Homeoffice-Zeiten sind wie gesagt passend zum Bedarf des Familienlebens frei verschiebbar.

    Und ja, es gibt Berufe, in denen man zu Hause nichts mehr beruflich tun muss, was durchaus seine Vorteile haben kann. Nur sind dafür die Präsenzzeiten in der Firma erheblich länger als in Schule. In diesen Berufen ist man nicht oft bereits gegen 14 Uhr zu Hause und kann erst einmal etwas mit den Kindern machen. Das wiederum scheinst du zu übersehen.

    Gartenfreundin-H20


    Alleinerziehend mit kleinen Kindern ist so ziemlich jeder Beruf herausfordernd. Entweder, weil er schlicht gar nicht im Homeoffice erledigbar ist und man damit noch viel länger an zwingende externe Betreuung der Kinder angewiesen ist oder weil es im Homeoffice, welches dann dennoch oft termingebundene Tätigkeiten mit sich bringt, die von dir zurecht beschriebenen Probleme der Ablenkbarkeit gibt.

    Gerade im Lehramt korrelieren unserer Abwesenheitszeiten von zu Hause i.d.R. äußerst gut mit den Zeiten möglicher externer Kinderbetreuung und die Homeoffice-Zeiten sind zeitlich sehr flexibel zu legen. Das kann dann eben auch bedeuten, nachmittags bewusst Zeit für die eigenen Kinder zu haben und dann abends am Schreibtisch zu sitzen. Es gibt kaum andere Berufe, in denen dies derart flexibel möglich ist.

    Auch das ist völlig abwegig, ein kontrollierte Fusion ist etwas ganz anderes als eine Wasserstoffbombe (sonst hätten wir sie schon seit 50 Jahren).

    Mal abgesehen davon, dass die Richtung der Schlussfolgerung falsch ist, wurde die Forschung an der Trägheitsfusion anfangs gezielt für militärische Zwecke betrieben. Die mögliche zivile Nutzung ist - wie so oft - eher eine Art "Abfallprodukt" und wird erst seit den 2010er Jahren verstärkt untersucht. Auch die derzeit größte Forschungseinrichtung hierzu (die NIF) wurde v.a. zum Zweck des Erhalts der Kernwaffenkapazitäten ohne Nukleartests geschaffen und finanziert.

    Waffentechnisch kann es sehr interessant sein, zur Zündung einer Fusionsbombe nicht mehr auf die Zündung einer Fissionsbombe angewiesen zu sein. Damit ließe sich die Sprengkraft noch freier variieren und Fusionsbomben u.U. weiter miniaturisieren.

    Quittengelee


    Vlt. löst man das mal von der einseitigen Betrachtung Sachsen vs Baden-Württemberg. Deutschland ist als alternde und perspektivisch schrumpfende Gesellschaft zwangsläufig auf einen Fachkräfte-Nachschub aus dem Ausland angewiesen und in einigen Bereichen (z.B. Medizin, Pflege) sieht man das auch heute schon deutlich. Wenn gleichzeitig massiv gegen Personen aus dem Ausland gehetzt wird, dann sorgt das wiederum nicht gerade für einen Standortvorteil, der diese zum Kommen und Bleiben anregt, was sich sehr wohl auf Standortentscheidungen von Unternehmen auswirken kann. Es wirkt sich übrigens auch klar auf die Attraktivität als Wissenschaftsstandort aus, ein Sektor der sehr stark von internationalem Austausch und Personal abhängt. Der Befund ist übrigens nicht neu, schon 2015 machte sich die damalige sächsische Wissenschaftsministerin Stange darüber große Sorgen:

    Wenn Flüchtlingsheime brennen, Rechtsradikale in Heidenau aufmarschieren oder Pegida durch Dresden zieht, dann hat das auch „verheerende Auswirkungen“ auf den Wissenschaftsstandort Sachsen.

    „Der Imageschaden ist enorm“, sagt Sachsens Ministerin für Wissenschaft und Kunst Eva-Maria Stange (SPD). Das Problem beginne nicht erst bei Pegida. Man dürfe auch nicht vergessen, dass die NPD zwei Legislaturperioden lang im sächsischen Landtag vertreten gewesen sei. „Und das schreckt ausländische Wissenschaftler erheblich ab“, betont die SPD-Politikerin.


    Das Grundproblem gibt es quasi deutschlandweit, nur war es in einigen östlichen Bundesländern bisher am offensichtlichsten sichtbar. Dass ausländerfeindliche Positionen (und Taten!) gerade dort schnell auf fruchtbaren Boden fielen, kann man sich an frühen Erfolgen der AfD und auch Bewegungen wie Pegida schnell klar machen. Dass das bei weitem nicht nur auf die neuen Bundesländer beschränkt ist, können wir an den letzten Landtagswahlen natürlich auch gut sehen. Gleichzeitig gibt es nach wie vor eine große Abwanderungsbewegung insbesondere junger Menschen aus den neuen Bundesländern, was den Fachkräftemangel und die gleichzeitige Überalterung der Gesellschaft noch beschleunigt. Dass sich dies auf den Wirtschaftsstandort auswirkt, dürfte schnell klar sein.

    Ach Leute, ganz ehrlich: Wir können gerne auch weiter so tun, als sei der Aufruf zur "Dienst nach Vorschrift" lediglich der korrekte Hinweis, die eigene durchschnittliche Arbeitszeit nicht zu überschreiten und als sei dieser Begriff genau für diese Szenarien bestimmt. Damit lügen wir uns zwar selbst in die Tasche, aber nun gut.

    Dienst nach Vorschrift deckt unter Einhaltung der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit das notwendige Minimum ab. Inwiefern das beamtenrechtlich verwerflich sein soll, müsste man genauer erklären.

    Genau das meine ich mit "relativieren". Wir alle wissen, dass der Begriff "Dienst nach Vorschrift" gerade nicht meint, dass jemand seine Arbeitszeit sinnvoll ausnutzt und dabei vlt. nur unterdurchschnittliche Ergebnisse schafft, sondern dass es beim dem häufig hier im Forum geäußerten "Grmml, dann halt nur noch Dienst nach Vorschrift" schon kontextbezogen um eine bewusste Reduktion der Leistung geht.

    Der Grat, auf dem die Kolleginnen und Kollegen da wandeln sollen, ist extrem schmal. Ich sehe nach wie vor nicht, warum Lehrkräfte das in Kauf nehmen sollten, nur damit sich die BR mit geschönten Statistiken zu geringem Unterrichtsausfall schmücken kann. An den Verhältnissen kann sich m.E. nur durch politischen Druck seitens der Eltern etwas ändern...nur muss dafür auch sichtbar sein, dass das System erheblich unterversorgt ist.

    Das Ding ist, dass manche katholischen Spezifika (die oftmals gar keine wirklich katholischen Spezifika sind, sondern auch von orthodoxen und altorientalischen Christen geteilt werden) keine Nebensächlichkeiten sind, sondern elementar für (katholischen) Glauben und (katholische) Praxis, und so durch die Weglassung ein unauthentisches bis falsches Bild entsteht.

    Wie gesagt: das ist dann vlt. eher Aufgabe kirchenspezifischer Runden außerhalb von Schule und nicht vom bewerteten Religionsunterricht in Schule.

    Für NDS stimmt natürlich die Prägung und die protestantische Mehrheit. Bundesweit gibt es inzwischen aber mehr Katholiken als Protestanten und letztere schrumpfen zahlenmäßig auch weiterhin schneller. Aber gut, hier im Thread ging es um Niedersachsen.

    Keine Sorge: Auch die Anzahl der Katholiken nimmt deutschlandweit immer weiter ab ;) In den letzten Jahren waren das jeweils ca. 500k-700k Personen pro Jahr weniger. Diese Abnahmegeschwindigkeit ist nahezu identisch zu der bei den evangelischen Kirchen.

    Das ist das Problem: Ein ökumenischer Religionsunterricht auf der Basis des kleinsten gemeinsamen Nenners ist im Wesentlichen ein protestantischer Religionsunterricht, weil der Protestantismus ein im Vergleich zu Katholizismus oder Orthodoxie - ohne Wertung! - schlichtweg reduziertes Christentum ist.

    Mal abgesehen davon, dass NDS zu weiten Teilen ohnehin eher protestantisch geprägt ist, erscheint mir eine "Reduktion" auf wesentliche gemeinsame Glaubensinhalte gerade tragend für einen gemeinsamen Unterricht zu sein. Die Vermittlung spezifischer Dogmen mögen doch die Kirchen nach Bedarf dann bitte außerhalb von Schule vornehmen.

    Gehe ich soweit mit dir, Problem ist eben, das die Schulleitung bereits angekündigt hat die Aufgabe per Anweisung weiterhin zuzuordnen.

    Das ist auch vollkommen nachvollziehbar. Bisher haben die Personen genau zu diesen Konditionen ja auch gearbeitet und "verschlechtern" sich damit nicht. Nur scheint es hier seltsamerweise eben doch für manche eine Rolle zu spielen, dass sich andere "verbessert" haben.

    Die Formulierung in den entsprechenden Stellenausschreibungen lautet: "Mit der ausgeschriebenen Stelle ist die Übernahme einer Aufgabe an der Schule verbunden."
    Für mich klingt das sehr nach rechtlicher Verbindlichkeit; für Schulleiter allemal.

    Ich wiederhole: Für Aufgaben, die für eine Befördung übernommen werden mussten, dürfen keine Entlastungsstunden eingeräumt werden. Der Gegenwert war die höhere Besoldung.

    Nein, du interpretierst das nach wie vor falsch. Keine der Aufgaben ist fest an die Beförderung gebunden. Andersherum wird ein Schuh daraus: Lehrkräfte können befördert werden, im Sinne der Bestenauslese kommen dafür regelmäßig besonders leistungsfähige Lehrkräfte in Frage. Insbesondere von beförderten Lehrkräften wird die Übernahme bestimmter Aufgaben erwartet und dass sie dafür leistungsfähig genug sind, um diese auch ohne besondere Entlastung übernehmen zu können, haben sie vorher gerade nachgewiesen.


    Das bedeutet aber weder, dass Aufgabe X zwingend an die Beförderung von Kollege A gebunden wäre, noch dass diese nicht auch von Kollege B wahrgenommen werden kann oder Kollege A stattdessen Aufgabe Y erhalten kann.

    Beförderte A13er machen eine Aufgabe auf Lebenszeit, für die sie nicht entlastet werden dürfen. Neue A13er müssen keine Aufgabe haben. Oder sie können für jede Aufgabe, die sie übernehmen, Entlastung erhalten.

    Sie erhalten aber nicht für jede Aufgabe, die ihnen übertragen wird, auch Entlastung. Es haben dann halt schlicht alle A13 und es ist bei allen möglich, in angemessenem Umfang Aufgaben zu übertragen. Ich sehe da keine Ungleichheit. Du gehst vermutlich noch immer von der Fehlannahme aus, dass Personen im Einstiegsamt keinerlei außerunterrichtliche Aufgaben wahrzunehmen haben und bei freiwilliger Übernahme solcher Aufgaben grundsätzlich zu entlasten wären. Dem ist aber nicht so.

    Oder wirken so, dass der Kollege sich dann als Ausgleich erstmal für 4 Wochen einen Krankenschein holt. Die Schule kann zusehen, wer die Abiprüfungen macht etc.

    Mich wundert, dass diese Fälle offenbar von der geschilderten Schulleitung gar nicht bedacht werden. Sie begibt sich damit doch auf sehr dünnes Eis, denn die Arbeit hat sie letztlich auch selbst.
    Einfacher wäre es, die Kollegen gewähren zu lassen.

    Wenn sich jemand quasi angekündigt 4 Wochen krank meldet, begibt sich ausschließlich der betreffende Kollege auf dünnes Eis.

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