Ich geh mal von einer anderen Seite dran, nämlich von der Seite der Mietpreise und des Durchschnittseinkommens aller Haushalte in der jeweiligen Stadt. Daraus resultieren nämlich die monatlichen Belastungen.
--> https://news.immowelt.de/n/3672-miete-m…einkommens.htmlWenn man sich diese Tabelle ansieht, liegt das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen über alle Haushalte bei knapp 4.000€ monatlich, variiert aber von Stadt zu Stadt mitunter deutlich, soviel zum Thema Großstadt contra Ueckermark. In diesem Durchschnitt sind aber alle Hartz4-Bezieher und Niedriglöhner schon mit drin. Als Lehrer im Grundschulbereich müssen da aber beide schon voll arbeiten, um wirklich soviel netto zu haben. Soviel bringt ein Facharbeiter-Haushalt nämlich inzw. auch nach Hause. Beim Sek2-Pauker braucht es 1,5 Gehälter, um dorthin zu kommen.
So gesehen sind wir dann doch in der unteren Mittelschicht angekommen.
Ähm nein, wenn man sich die Tabelle anschaut, sieht man, dass das Haushaltsnettoeinkommen in einigen westdeutschen Großstädten bei knapp 4000€ monatlich liegt. Deutschlandweit liegt es eher bei 3500€-3600€ (siehe restliche Werte und z.B. https://www.boeckler.de/wsi_50933.htm). Das wiederum ist ein Einkommen, was ein "Sek2-Pauker" mit Familie (die hier ja Bezugsgröße ist) bereits mit Ende 30 alleine erreicht. Inwiefern soll das jetzt bitte untere Mittelschicht sein?
Dass man in einigen deutschen Regionen mit normalen Gehältern schwerer leben kann als in anderen Regionen ist unbestritten. Hier im Forum klingt das aber oft danach, als seien wir grundsätzlich sehr arm dran. Und das finde ich durchaus übertrieben.