Beiträge von goeba

    Ja, ich finde auch, dass es beim Zeigen von Videos gut geht mit geteiltem Bildschirm.


    Sobald man aber das Tafelbild am Notebook entwickelt, kann man den Bildschirm nicht mehr teilen. Ich würde in diesem Falle die Unterrichtsplanung auf dem guten alten Zettel machen (bevor ich noch ein Zweitgerät mitschleppe)!

    Ich mache halt viele Arbeitsphasen, da kann ich rumgehen (oder konnte es vor dem Sch... Corona). Oder ich mache eine Videokonferenz mit mir selbst, dann kann ich ja über WLAN auf das BigBlueButton-Whiteboard zugreifen ;)

    Ich werde trotzdem mal 2 Dinge in den Raum.

    Ich mache auch aktuell alles mit OneNote auf meinem Convertible. Trotzdem habe ich noch die Schulbücher mit, damit ich auf meine Unterrichtsplanung zeitgleich draufgucken kann.

    Ich habe zudem noch ein iPad von der Schule dabei, was ich an den Beamer hänge, damit wir darüber Videos gucken, Notizen ins Klasseninterne OneNote machen können.

    Wie organisieren sich andere und bekommen die 3 Sachen gleichzeitig auf einem Gerät hin? Auch meine Schüler haben ihre Bücher dabei ( oder halt nicht...), weil sie sonst auf ihrem digitalen Endgerät schlecht das Arbeitsblatt zum Text oder OneNote zum Schreiben oder was auch immer öffnen können.

    Ich habe ein 13 Zoll Convertible (Lenovo Yoga), ich habe alle Schulbücher digital. Meine Unterrichtsvorbereitung mache ich für gewöhnlich zu Hause, da habe ich zwei Bildschirme dran, dann kann ich auf einem schreiben, auf dem anderen das Buch lesen.

    In der Schule schneide ich mir dann die Aufgabe, um die es gerade geht, aus, dann kann ich meist noch was nebendranschreiben.


    In Musik, wenn ich eine vollformatige Partitur habe, schreibe ich, was ich scheiben will, eben in die Partitur rein.


    Wenn ich einen Film zeige und nebenher was schreiben will, teile ich den Bildschirm, sodass man am Beamer nur den Film sieht und ich auf dem anderen Bildschirm schreiben kann.


    Der Bildschirm ist aber gerade so groß genug, dass man auch eine Buchseite links und eine a5-Seite zum Schreiben rechts haben kann.


    Tatsächlich wäre es natürlich auch in der Schule mit zwei Geräten übersichtlicher, aber es geht.

    Und wenn wir schon bei der Auswahl sind: Bitte eine Schreibschrift ohne "Köpfchen-e", denn das zerfällt spätestens in Klasse 7 in seine Einzelteile, so dass man das e kaum noch erkennen kann.

    ... und dann bleiben eben die SA und die LA!

    Ja, m.E. schon. Ich kann bestätigen: Manche Schüler schreiben mit jeder Schrift schön. Am Gymnasium geht's aber irgendwann nicht mehr um schön, sondern um schnell und lesbar. Hier habe ich bei motorisch schwachen Schülern exakt die Probleme, die hier https://www.handschrift-schreibschrift.de/schriftdefizite/ beschrieben werden, gehäuft beobachtet.


    Handschrift muss leisten, dass man in einer vernünftigen Zeit mal ohne Gejammer zwei Seiten schreibt. Im Abi dann teilweise über 20 Seiten.


    Ein paar Worte im Lückentext - das nützt Dir auf Dauer am Gymnasium nichts.


    Hierbei kann ich nur den Verfall von LA zu VA beobachten. Wie es etwa mit der Grundschrift wäre, weiß ich nicht. Ich hätte den Verdacht, dass eine unverbundene Schrift zur Verkrampfung führt, aber das Problem mit der falschen Grundlinie hätte man da ja wenigstens nicht!

    EIne einfache Lösung drängt sich hier nicht gerade auf.


    Jeder hat das Gerät, das er will bei gleichzeitiger durch den Dienstherren garantierten DSGVO-Einhaltung geht nicht.


    Am denkbar wäre:

    - 500 €

    - wer was besseres will, zahlt drauf und kann das steuerlich absetzen

    - Verarbeitung personenbezogener Daten nur über VPN mit per VPN bereitgestellten Programmen

    - man unterschreibt, dass man auf dem Gerät direkt keine pers. bezogenen Daten verarbeitet


    Oder:

    - einheitliches Gerät

    - Software vom Dienstherren auf DSGVO optimiert

    - automatische Sicherung in der Cloud (auch vom Dienstherren)

    - automatische Wiederherstellung über Cloud bei Defekten


    (also ganz grob so ähnlich wie ein Chromebook, nur eben NICHT mit der Google-Cloud!!!)


    Mit einer solchen Lösung wäre dann auch Service denkbar, aber Service UND individuelle Geräte UND Datenschutz, das geht zusammen nicht!

    Für mich geht es da um zwei Sachen:

    1. Die Coronakrise ist nicht vorbei, da jetzt ja munter überall gelockert wird, müssen immer wieder Schulen geschlossen werden.


    2. Asynchrones Lernen hat auch außerhalb einer Pandemie Vorteile, um nur ein Beispiel zu nennen. Man könnte also Methoden des Heimunterrichts, die besonders gut klappen, versuchen beizubehalten.

    Das habe ich jetzt in den vergangenen Monaten auch so gesehen. Je länger die Situation anhält - je mehr Zeit der Dienstherr also hat, angemessen zu reagieren - umso mehr sehe ich ihn in der Pflicht, uns mit der notwendigen, datenschutzkonformen, Technik auszustatten.

    Nur habe ich mit meiner eigenen Ausstattung einen derart effizienten Workflow, dass ich mich frage, ob ich mit der Technik vom Dienstherren nicht total uneffektiv wäre!

    Ich kann wiedergeben was meine Schüler sich diesbezüglich wünschen:


    - eine Mischung aus gestellten Aufgaben und Videokonferenzen*

    - im Langfach eine VK pro Woche, im Kurzfach eine VK alle zwei Wochen

    - zeitnahe Antwort auf Rückfragen (also spätestens nach einem Tag)


    *ich nenne es lieber Online Unterricht als Videokonferenz, denn die Webcam-Bildchen bringen eher wenig, ich verwende in Big Blue Button die Präsentation als Raster, mit Leerfolien für Digitale Tafel.

    Das funktioniert gut, bis hin zu Gruppenarbeiten (die IN der Schule ja wg. Abstand nicht möglich sind) in Breakout-Räumen.


    Zusätzlich habe ich mir in Kleingruppen Kinder in die VK bestellt, sozusagen Online-Nachhilfe.


    Die Unterrichtsvorbereitung hingegen habe ich dadurch entlastet, dass ich viel mit dem Buch gearbeitet habe. Ich habe also eher auf unserer Lernplattform (Moodle) noch ein paar Hinweise zu einer Buchaufgabe gegeben (oder auch ein kurzes Erklärvideo gemacht), als mir jetzt komplett neue Sachen auszudenken.


    Ferner habe ich als Klassenlehrer regelmäßige VK gemacht, und da auch wirklich nur über "Klassensachen" geredet. Die Kids, die da nicht da waren, habe ich angerufen.


    Das hat im Großen und Ganzen gut geklappt, allerdings bin ich KL in einer Projektklasse, wo jeder ein Notebook hat.


    Menschliche Probleme treten dann auf, wenn das familiäre Umfeld nicht stimmt, diese sind dann durch die Schule nur sehr schwer zu lösen.


    Technische Probleme sind teilweise lösbar: Gegen schlechtes Internet kann man als Schule nichts tun, fehlende Geräte hingegen kann man aus Schulbeständen verleihen oder aus den Corona Soforthilfen anschaffen.


    Insgesamt denke ich, dass von uns erwartet wird, dass wir einen Mix aus synchronem ("Videokonferenzen") und asynchronem (Aufgaben, Rückfragen beantworten) Unterricht bieten.


    Nach meiner Beobachtung haben Kinder, die eine gute Eigenmotivation und Selbstorganisation haben, auch im Homeschooling gut gelernt (introvertierte Kinder teilweise besser als in der "normalen" Schule). Auf der Strecke bleiben Kinder, die eine - ssagen wir mal - straffere Führun ("strenger Lehrer") brauchen.


    Natürlich ist es blöd, dass wir Lehrer dafür die Ausstattung nicht bekommen. Abe wenn man einen Internetzugang, einen Computer und ein Smartphone (für Videos) hat, dann kann man schon eine Menge machen - und das haben, glaube ich, die meisten.

    Zudem haben wir in der Schule genau drei Rechner für 35 KollegInnen und nur im Verwaltungstrakt (wo unser Lehrerzimmer auch ist) Internetzugang. In den Klassenräumen nicht.

    Wenn ich das so höre, frage ich mich dann schon, warum MEINE Kollegen immer am Jammern über die schlechte technische Ausstattung sind. Wir haben drei (neue, schnelle) Rechner im LZ, im Nebenzimmer nochmal 4 Notebooks. In 80% der Klassenräume haben wir Rechner (ältere, einfache, funktionieren aber) mit Internet (das sind dann nochmal 40 Rechner) sowie mehrere Computerräume (die man am Nachmittag natürlich auch als Lehrer nutzen kann).

    Wie dem auch sei: Von technischer Seite her lässt sich das Virenproblem (auch auf Privatrechnern) leicht und 100%sig sicher lösen, indem man sich auf seinem Rechner eine virtuelle Maschine installiert und dann mit dieser Arbeitet.

    Für Virtualbox etwa gibt es fertige Images direkt von Microsoft: https://developer.microsoft.co…microsoft-edge/tools/vms/

    (ich selbst würde da natürlich Linux nehmen, aber das halten manche ja für schwierig).

    Einziger Haken an der Sache ist, dass man einen nicht zu leistungsschwachen Rechner braucht.


    Sorry für Off-Topic!


    On-Topic: Ich mache sehr viel mit dem Stift auf dem Convertible. Meine ganzen Erklärvideos (auch schon vor Corona), ich verwende es im Unterricht statt Tafel. Für Arbeitsblätter schon seltener, gelegentlich mal eine Musterlösung, wenn ich zu faul bin, das zu tippen.

    Nur eine Anmerkung: Mehrere KollegInnen benutzen solche Geräte genau für den Zweck, den du dir vorstellst. Leider haben einige Schüler ihren Dateien Computerviren angehängt (natürlich nicht absichtlich) und die Computer der betroffen Lehrkraft gecrasht. Daher hat uns die Schulleitung untersagt Dateien von Schüler am Privatrechner zu öffnen. Da im Moment bei uns alle Schüler drei Tage sind tauschen wir die Aufgaben jetzt wieder in Papierform aus. Was dann ist, wenn die Schule wieder komplett schließt weiß ich nicht.

    Und wenn die Viren dann am Schulrechner geöffnet werden und das ganze Netz infizieren ist das besser?

    Vorschlag: Lernplattform verwenden, nur innerhalb der Lernplattform korrigieren. Bei Moodle können z.B. die Schüler ihre (im Heft per Hand geschriebenen) Lösungen direkt aus der Moodle-App heraus abfotografieren und abgeben.

    Ich und viele meiner Kollegen haben ein Convertible-Notebook/Tablet.


    Bekannte Vertreter: Lenovo Yoga (habe ich, verschiedene Varianten je nach Budget), war für mich alternativlos, da ich Linux verwende (läuft auf MS Surface nicht vollständig und stressfrei)

    Microsoft Surface (ist kleiner, leichter, bessere Kamera, dafür schlechtere Tastatur und bei gleichem Preis geringere Leistung als beim Yoga)


    Sollten die Schüler das Gleiche haben: Das wäre toll, aber ein gutes Convertible kostet um 1000 €.


    Es kommt dann insgesamt schon sehr auf das Gesamtkonzept der Schule an. Wenn z.B. jeder Raum mit Apple TV ausgestattet ist, dann bietet sich doch sehr ein IPad an. Wenn es z.B. in jedem Raum einen HDMI-Anschluss gibt (und kein Apple-TV), dann brauchst Du beim IPad gleich wieder nervige Adapter.


    Jedenfalls: Ja, ich sitze oft mit meinem Convertible in meinem Schwingsessel und korrigiere mit dem Stift entspannt die Abgaben meiner Schüler im Moodle-Korrekturmodul. Das ist äußerst praktisch, möchte ich nicht missen.

Werbung