Beiträge von Firelilly

    Ich frage mich bei dem "Expertenpapier" aus NRW (zeitversetzter Unterricht wird vorgeschlagen) schon, wie es funktionieren soll. Den ganzen Tag in der Schule sein, dann noch Klausuren korrigieren? (Geht ja nicht nur ums Abi).

    Selbstverständlich wird vorausgesetzt, dass Lehrer da unbezahlte Überstunden machen. Es ist Corona-Krise, da sollen die sich mal nicht anstellen.

    Kein Wort von Gesundheitschutz für Lehrer, stattdessen spricht er von zusätzlichem Förderunterricht für die "Abgehängten" und Ausbau des Ganztagesunterrichts. Wer soll denn das leisten? Wenn ich nicht schon vor langen Jahren aus dem Philologenverband ausgetreten, wäre jetzt spätestens der Zeitpunkt gekommen, das zu machen.

    Ist er denn noch Verbandspräsident vom Philologenverband? Wenn ja, dann trete ich auch heute noch direkt aus. Ich dachte, dass er mal beim Philologenverband war, aber nun übergeordnet arbeitet? Wer kann das aufklären?

    Ich hatte dem ******** übrigens eine Mail geschrieben und ihm dargelegt, wie ich seine Position als Präsident des "Lehrer"verbandes sehe. Eine müde Antwort mit Verweis auf tolle Presseerklärungen.

    Vielleicht fühlt sich noch jemand bemüßig ihm mal zu erklären, dass er Präsident des Leher- und nicht des Schülerverbandes ist.


    OStD Heinz-Peter Meidinger

    öffentlich zugängliche E-Mail: MeidingerHP@rokodeg.de

    Na ja, es würden ja nur einzelne KuK gleichzeitig dort sein (da kann man sich ja absprechen) und wenn ich direkt von meinem Auto - also vom Parkplatz aus - in meinen Klassenraum gehe, meine "Unterrichtsstunde durchführe" und anschließend direkt zurück zum Auto, begegne ich ja niemandem, gell?!

    Wie, da würden nur einzelne KuK gleichzeitig da sein? Demnächst sitzen da wieder Schüler drin. Sachsen macht es vor.

    WENN Infektionsschutz bedeutet, dass die Abiturprüfungen nur in Kleingruppen ablaufen können. Warum hätte man überhaupt noch normale Klassen, die beschult werden würden (davor, parallel, danach?)?

    Ganz genau diese Frage ist es! Ich habe mir für SLH durchgelesen, wie da Abitur ablaufen soll. Sehr strikte Bedingungen, finde ich gut. Unter diesen Bedingungen halte ich es für machbar aus infektionstechnischer Sicht.

    Diese Bedingungen schließen aber folgich jeglichen, normalen Unterricht komplett aus. Kategorisch. Lest euch durch, wie das ablaufen soll. Der Aufwand für die Abiprüfungen (Aufgaben mit Handschuhen verteilen, Kleinstgruppen, Toiletten desinfizieren und viele weitere Dinge) bedarf stundenlanger Vor- und Nacharbeit. Das kann nur einmal gemacht werden, am Abiturtag.

    Es gibt nur die Möglichkeit folgende Farce zu veranstalten: das Abitur unter Sicherheitsbedingungen stattfinden zu lassen, und diese danach direkt über Bord zu werfen. Dann kann man an normalen Unterricht denken. Sonst nicht.

    Mein Beileid zu dieser Nachbarin. Ganz ehrlich, wer so drauf ist wie die, der wird doch auch in vielerlei anderer Hinsicht mega ätzend sein. Du schreibst, dass ihr manchmal Smalltalk haltet. Ist dir da schon aufgefallen, wie die drauf ist?

    Solche Menschen meide ich total. Wenn das Nachbarn sind, schön die Hecke hochziehen. Das sind einfach Menschen, mit denen ich absolut nicht kann. Das lasse ich die spüren, ob Nachbarin oder nicht.

    Ich schließe mich Kris an, Respekt, dass du so höflich geblieben bist.

    Eine Freundin von mir hatte angeblich mal eine Bärlauchvergiftung, vllt. war es ja das Maiglöckchen.

    Mhm, liegt nahe. An Bärlauch kann man sich eigentlich nicht vergiften.

    Generell muss man bei solchen Waldsammelaktionen vorsichtig sein. Von Pilzen lasse ich da z.B. generell die Finger, nicht einmal wegen der schwierigen Bestimmbarkeit, sondern auch, weil man herausgefunden hat, dass auch in den vermeintlich gesunden Pilzen doch einige cancerogene Stoffe enthalten sind. Pilze sind nicht so ohne und sollten wenn, dann selten gegessen werden.

    Nunja, und der Fuchsbandwurm bzw. seine Eier lauern auch.

    Aber Bärlauchpesto esse ich trotzdem gerne, gut abgewaschene Blätter, versteht sich.

    Und ja, die Ärzte sind da dann sparsam, wenn sie froh sind, dass die Kids wieder beschult werden, das ist aber auch normal.

    Ein Arzt, der den Lehrern eine AU nicht ausstellt, weil er sich davon erhofft, dass sein Kind deshalb vermutlich eher wieder beschult wird, ist so "normal" wie ein Lehrer, der die Schüler durch eine Prüfung fallen lässt, weil er sich davon erhofft, dass sein eigener Sohn dadurch bessere Chancen bei der Vergabe von NC begrenzten Studienplätzen hat.

    Beides ist mega asoziales Verhalten und hoffentlich alles andere als normal. Findet das noch jemand hier normal?

    Ich muss ganz ehrlich sagen Fraggles, dass du das den Ärzten unterstellst ist krass, aber was wirklich unterste Schublade ist, ist, dass du das normal findest!

    In der Freiburger Klinik für Psychosomatik sind viele Lehrer. Was sicherlich - auch - mit dem Berufsbild und - risiko zu tun hat.

    Trotzdem ist es eben auch ein Privileg, dass man im Burnout-Fall z. B. ein Jahr aussteigen kann, bei voller Besoldung.

    Also der Beitrag verdient eigentlich eine Sperrung. Psychosomatische Beschwerden bedeutet, dass psychische Probleme sich körperlich manifestieren. Das ist ein anerkanntes Krankheitsbild und zurecht gibt es psychosomatische Kliniken. Tiefste Verachtung psychischer Krankheiten lese ich hier heraus. Du bist einer der Gründe dafür, warum psychische Erkrankungen auch heute noch stigmatisiert werden.

    Wo ich dir allerings recht gebe ist, dass das Berufsbild zu solchen Erkrankungen wie Burnout führt. Gerade, weil es ein Berufsrisiko ist, ist es mehr als angebracht, dass man da abgesichert ist!

    Genauso wie Lehrer gegen Burnout sollten Ärzte finanziell abgesichert sein, wenn sie sich eine Krankheit wie Hepatitis, eine HIV Infektion oder sonst etwas, was ein Berufsrisiko ist, zuziehen. Oder ein Lackierer, der an Krebs erkrankt, weil er jahrelang Lösungsmitteldämpfe eingeatmet hat.

    Ich unterrichte wohl zu lehrerzentriert - was nicht selten vorkommt wohl, hatte zu oft "eingegriffen", die Schüler zu wenig "machen" lassen. Ich hatte ja final ein Plakat erarbeiten lassen, da wollte ich einfach sichergehen, dass alles stimmte und hatte daher zu oft "eingegriffen".

    Da unterrichtest du, nach meiner Meinung, instinktiv schon vollkommen richtig. Leider ist es momentan en vogue, dass man als Lehrer wenig eingreifen soll. Ich meine klar ist, dass man SuS zugesteht Fehler zu machen. Aber ich finde, dass man auch korrigierend eingreifen muss und eben lenken muss.

    Du tust gut daran, wenn du deinen Stil vorerst ein bisschen änderst, damit das Seminar zufrieden ist.

    Sobald die Prüfungen rum sind kannst du deinen eigenen Stil dann machen. So habe ich das gemacht und bin sehr gut damit gefahren. Ich unterrichte jetzt deutlich anders, als ich es im Ref hätte machen "dürfen".

    Am Aufbau der Stunde und an der Methodik hatten sie eher wenig zu meckern. Mir war der Punkt Lehrerpersönlichkeit noch wichtig, da waren sie auch sehr zufrieden.

    Das klingt doch schon einmal gut, Glückwunsch!

    Ich saufe nur gerade ab in Arbeit - ich habe das Gefühl, Online-Unterricht ist doppelt so anstrengend wie der offline. Tausend Fragen jedes Mal einzeln beantworten, was man vorher einmal in der Klasse sagte.

    Ja, geht mir auch so. Anscheinend geht es vielen im Forum hier auch so, die andere Hälfte stellt es dar, als wäre Online-Unterricht ein Privileg, weil man viel frei hat. Ich finde man muss seine Material viel mehr aufs Selbstlernen ausrichten, das erfodert viele Anpassungen und Kommentierungen.

    Ich denke mal, damit will er sagen, dass die Ärzte froh sind, wenn ihre Kinder in der Schule sind. Vermute ich.

    Ah, Fraggles ist ein er? Dachte immer, es ist eine sie.

    Aber wenn du recht hast, dann würde Fraggles den Ärzten doch unterstellen eine AU nicht nach medizinischen Gesichtspunkten auszustellen, sondern Lehrern welche zu verweigern, weil sie ihre Kinder in die Schule schicken wollen?

    Die Ärzte werden - zu Recht - nicht mehr mit AUs um sich werfen.

    Die Zeiten sind vorbei.

    Die haben, wie mein Freund z. B., auch Kinder.

    Was ich auch vollkommen richtig finde.

    Im Gegenteil, die ausgestellten AU werden rapide steigen.

    Was hat denn Kinder haben mit dem Ausstellen von AU zutun, kannst du das mal erläutern?

    Also ist auch sicher, dass die Aerosole infizieren können? Ist es weniger wahrscheinlich durch die Wolken von Aerosolen als durch direkten näheren Kontakt angesteckt zu werden oder sind beide Ansteckungswege praktisch gleich?

    Nein, sicher ist es nicht. Ob sich jemand infiziert hängt davon ab, ob die Viren die verschiedenen Barrieren des Immunsystems überwinden können um zu einer erfolgreichen Reproduktion in unseren Zellen zu gelangen. Es kann sein, dass das unspezfizische Immunsystem kleinere Virenmengen bereits abhält, bevor das spezifische Immunsystem gefordert ist.

    Man kann nur sicher sagen, je mehr Viren man aufnimmt, desto wahrscheinlicher wird eine Infektion.

    Es macht dabei auch einen Unterschied, wo das Virus hingelangt. Kriege ich einen Tropfen auf normaler Haut ab, weniger bedenklich.

    Sind aber Schleimhäute betroffen sieht es schon schlechter aus. Sind sie ausgetrocknet oder noch feucht? Atme ich Tropfen direkt ein durch die Nase, oder durch den Mund in die Lunge ein?

    In einem Tropfen von wenigen Micrometer Durchmesser sind vermutlich weniger Viren als in größeren Tropfen. Dementsprechend könnte es sein, dass so ein Aerosol (je nachdem wieviele Viren drin sind, was sicher auch von Erkranktem zu Erkranktem unterschiedlich ist) eventuell nicht infektiös ist, wenn ich davon wenig einatme. Könnte aber auch sein, dass das Hinterherjoggen dazu führt, dass man mit jedem Atemzug das Aerosol der Vorderfrau einatmet

    und sich so die Virenlast summiert, bis es zur Infektion kommt.

    Mal dumm nachgefragt (Ich weiß wirklich nicht, wie Maiglöckchen riechen.): Kann man das nicht problemlos erschnuppern?

    Ja, man kann es geruchlich unterscheiden, der Geruch von Bärlauch (vor allem nach Zerreiben der Blätter) ist markant. Aber Achtung, wenn man ein Bärlauchfeld vor sich hat und man schon viel davon gerochen hat um zu überprüfen. Durch Hemmungsmechanismen im Zentralnervensystem verliert man nach einiger Zeit das Geruchsempfinden, der Reiz ist dann nicht mehr überschwellig und die Blätter riechen nicht mehr.

    (Man gewöhnt sich an den Geruch)
    Man kann dann die geruchliche Unterscheidung nicht mehr sinnvoll durchführen (selber erlebt).

    Man fragt sich dann bei einem nichtriechenden Blatt: Ist das jetzt Convallaria, weil es nicht riecht, oder Allium, das ich einfach nicht mehr rieche.

    Wenn man dann sicher gehen will muss man alles nichtriechende stehenlassen, was doof ist, wenn man gerade ernten will.

    Aber prinzipiell ja, wenn es typisch riecht, dann ist es Bärlauch!

    Wenn wir einmal dabei sind, mal ein heißer Tipp: Im Moment ist gerade Bärlauchzeit.

    https://www.hessenschau.de/panorama/wildk…iftung-100.html

    Allerdings ist beim Bärlauch generell ein bisschen botanische Kenntnis wichtig. Verwechslungsmöglichkeiten bestehen zu Convallaria majalis (regional oft als Maiglöckchen bezeichnet, zumindest hier im Norden). Obwohl es sich um nicht sehr nahe verwandte Arten handelt, kann man sie, wenn man die Blütenstände nicht sieht, was bei der Erntezeit der Fall sein dürfte, verwechseln. Ansprüche an den Standort sind so vergleichbar, dass man sie tatsächlich für Allium ursinum halten kann.

    Das Problem ist, dass Convallaria majalis enthält unter anderem z.B.k-Strophanthidin und viele weitere giftige Inhaltsstoffe.

    Ich sammle auch gerne Bärlauch, kann den aber durchs Botanikstudium ohne Blütenstand erkennen.

    Das nur mal so als kleine Warnung, damit man sich dessen bewusst ist!

    Die Supermärkte machen mir auch den Anschein, dass sie gar keine großen Regeln aufstellen. Die Gänge sind zu eng und in egal welchem Markt ich war, gab es keine Kontrolle etc.

    Hmm, also bei uns sind die Supermarkte total vorbildlich. Zugangsbeschränkung für bestimmte Anzahl, draußen wird sichergestellt, dass sich eine Schlange mit ordentlich Abstand bildet.

    Drinnen achten alle Leute auf Abstand, Kassiererinnen sind hinter Plexiglas.

    Klar ist, dass volle Baumärkte, Blumenläden, Supermärkte und Feld/Wanderwege alles andere als "bleibt zu Hause" suggerieren. Eher das Gegenteil.

    Was meint ihr, was Schulöffnungen suggerieren würden.

    Deshalb finde ich es wichtig, dass Polizeipräsenz an solchen Orten, wo es nicht klappt, stattfindet. Mit Bußgeldern. Es muss dem einfachen Menschen eine Stimmung vermittelt werden, dass eben keien "Normalität" herrscht. Viele sind kognitiv gar nicht in der Lage das Ausmaß der Bedrohung zu erkennen.

    Hier bei mir scheinen die Leute es aber sehr gut zu machen. Die sind nicht panisch, aber alle sehr distanziert voneinander.

    Mal ein Lob zur Norddeutschen Kühle!

    Firelilly, das haben hier alle mitbekommen, dass Sie zu den LehrerInnen zählen, die hart arbeiten.

    Extrem hart.

    :rotwerd: was sein muss, muss sein :top:

    Auch ohne Schüler zu betreuen am Telefon, auch ohne Lernplattform, auch ohne dies und jenes, auch ohne nach der Wiederöffnung in die Schule zu gehen. Sie werden das rocken!

    Das finde ich eine vernünftige Einstellung, geht doch! Jeder bringt sich in die Krise mit ihren/seinen Stärken ein und man kann auch auf andere Weise rocken, als stundenlang bei 300 Leuten nachzufragen, ob ein Arbeitsblatt angekommen ist. Mein Profilkurs hat das erstellte Skript sehr gelobt und findet die Übungsaufgaben klasse. Frau Firelilly rockt auch ohne Telefon! :band:

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