Und ja, die Ärzte sind da dann sparsam, wenn sie froh sind, dass die Kids wieder beschult werden, das ist aber auch normal.
Ein Arzt, der den Lehrern eine AU nicht ausstellt, weil er sich davon erhofft, dass sein Kind deshalb vermutlich eher wieder beschult wird, ist so "normal" wie ein Lehrer, der die Schüler durch eine Prüfung fallen lässt, weil er sich davon erhofft, dass sein eigener Sohn dadurch bessere Chancen bei der Vergabe von NC begrenzten Studienplätzen hat.
Beides ist mega asoziales Verhalten und hoffentlich alles andere als normal. Findet das noch jemand hier normal?
Ich muss ganz ehrlich sagen Fraggles, dass du das den Ärzten unterstellst ist krass, aber was wirklich unterste Schublade ist, ist, dass du das normal findest!
In der Freiburger Klinik für Psychosomatik sind viele Lehrer. Was sicherlich - auch - mit dem Berufsbild und - risiko zu tun hat.
Trotzdem ist es eben auch ein Privileg, dass man im Burnout-Fall z. B. ein Jahr aussteigen kann, bei voller Besoldung.
Also der Beitrag verdient eigentlich eine Sperrung. Psychosomatische Beschwerden bedeutet, dass psychische Probleme sich körperlich manifestieren. Das ist ein anerkanntes Krankheitsbild und zurecht gibt es psychosomatische Kliniken. Tiefste Verachtung psychischer Krankheiten lese ich hier heraus. Du bist einer der Gründe dafür, warum psychische Erkrankungen auch heute noch stigmatisiert werden.
Wo ich dir allerings recht gebe ist, dass das Berufsbild zu solchen Erkrankungen wie Burnout führt. Gerade, weil es ein Berufsrisiko ist, ist es mehr als angebracht, dass man da abgesichert ist!
Genauso wie Lehrer gegen Burnout sollten Ärzte finanziell abgesichert sein, wenn sie sich eine Krankheit wie Hepatitis, eine HIV Infektion oder sonst etwas, was ein Berufsrisiko ist, zuziehen. Oder ein Lackierer, der an Krebs erkrankt, weil er jahrelang Lösungsmitteldämpfe eingeatmet hat.