Beiträge von Karl-Dieter

    Und das Gymnasium hat die Aufgabe die Erreichung der Hochschulreife als Ziel.
    Ein geistig behindertes Kind kann per se diese nicht erreichen. Also hat er da auch nichts zu suchen.


    An einer Gesamtschule ist die Aufgabe auch das Erreichen der Hochschulreife, zusätzlich der Hauptschul- und mittleren Schulabschlüsse.
    Ein Förderschulabschluss ist an einer Gesamtschule auch kein reguläres Ziel.

    Also ist dein Argument hinfällig.

    An meiner Schule gab es eine große Lehrküche und einen Werkraum


    Sorry, aber wie stellst du dir das vor? Dass Inklusionskinder die ganze Zeit nur in der Küche und im Technikraum sind? Gerade das sind extrem kritische Bereiche, bei denen man eben nicht haufenweise I-Kinder reinpacken kann.

    Man kann an einer Gesamtschule eine Klasse für Förderkinder aufmachen

    Das ist keine Inklusion.


    Man erweitert das Kurssystem der Gesamtschule (war zumindest bei mir so) um eine D-Schiene


    Das ist gesetzlich nicht vorgesehen und ist auch keine Inklusion.


    Meine ursprüngliche Frage ist immer noch nicht beantwortet: Meine Frage war, inwiefern Gesamtschulen besser auf Inklusionskinder vorbereitet sind.

    Wie du merkst, hast du eben keine Argumente. Gesamtschulen sind eben NICHT besser auf die Inklusion vorbereitet, nur das Gymnasium zieht sich wegen Standesdünkel da eben heraus. Die Einstellung vieler Eltern und Lehrer ist halt "Mit den Assis oder Dummen wollen wir nichts zu tun haben".

    Gymnasien haben einfach nicht die Mittel, um manchen Behinderungen gerecht zu werden. Geht es um zielgleiche Inklusion wie Hören, Sehen, Körperbehinderung, Autismus und auch Emsoz werden sie weiterhin dabei sein, aber nicht GE und LE.


    Inwiefern haben das denn z.B. Gesamtschulen, die die Hauptlast der Inklusion tragen? Das würde ich gerne mal von dir hören.

    die lassen‘s locker flockig angehen und werden nach drei Jahren A14 weil da eben die Nase passt...


    Zumindest bei uns an der Schule die Beförderungsstellen sind in der Regel auch die Leute, die sich den Arsch aufreißen. Zwar nicht nur, soviel Stellen gibt es nicht, aber Schlunzis werden idR nicht befördert.

    ich könnte noch so viel schreiben, wie unfair ich an der Schule behandelt wurde und was mir bei der Prüfung alles vorgeworfen wurde, aber das müsste fürs Erste reichen.. kennt ihr ähnliche Fälle, in denen man in einem anderen Land oder an einem anderen Studienseminar eine dritte Chance erhalten kann?


    Also sind alle Schuld, die Schüler, die Mentoren, die Schule, die Schulleitung und die Prüfer?

    Also alle außer du?

    Jetzt habe ich eine junge Referendarin, die das partout nicht einsehen will, mir ihre Planung für den nächsten Tag einfach nur zu spät abgibt oder einfach glaubt, dass sie es sich leisten kann, ohne vorbereitetes Tafelbild in die Stunde zu kommen

    Tja, wenn "strukturierten UNterricht lernen" = drangsaliert werden, ja, gerne. Ich sage es mal so: Einige müssen es auch mal härter gesagt bekommen, weil sie die netten Worte nicht verstehen.
    Und nur, weil es einen hohen Lehrermangel gibt, heißt es nicht, dass die Qualität sinken darf.


    Meine Worte (s. Post unter dir), witzig, dass wir gleichzeitig den gleichen Gedanken hatten.

    stattdessen sind wir alle am Limit unterwegs und nicht wenige quälen sich täglich in die Schule, weil sie von ihren Mentoren drangsaliert werden.


    Viele fühlen (!) sich drangsaliert. Ob sie das tatsächlich werden, lasse ich mal im Raum stehen.


    Beispiel: Ich habe mal einen Referendar betreut, netter Kerl, kam persönlich super mit ihm klar. Dienstlich war es aber extrem anstrengend mit ihm. Er war bei mir im Ausbildungsunterricht, relativ am Anfang (nach ca. 6 Monaten), ich würde also gerne wissen, was er die jeweiligen Stunden vorhat. Ich erwarte da keine schriftliche Ausarbeitung, aber wenigstens eine kurze Mail / Zettel, wo grob der Verlauf skizziert ist. Kam aber nie etwas, auch auf Nachfragen. Gleichzeitig sahen die Stunden so aus, als wenn er die offensichtlich fünf Minuten vor der Stunde zusammengeschustert, absolut katastrophal. Ich rede hier nicht vom UPP-Niveau, sondern von relativ simplen Stunden.
    Ich habe ihm das dann irgendwann gesagt, dass ich so nicht bereit bin, ihn weiter zu betreuen und er sich entweder meinen Bedingungen beugt oder er meinen AU verlassen kann bzw. nur noch hospitiert.
    Er hat sich dann einen anderen Kollegen gesucht, der mir dann ähnliches berichtet habe.

    Frage: Habe ich ihn drangsaliert?
    Frage: Hat er sich drangsaliert gefühlt?

    Also im Ref. haben sie mir folgende Floskel beigebracht, wenn es um die Notenbesprechung im 2. bzw. 4. Quartal geht: "Ich versuche dann mal die Note ... in der Zeugniskonferenz durchzubekommen."

    Auf die Formulierung stütze ich mich dann auch, wenn ein Schüler mal wieder seine Note verhandeln will: "Deinen Wunsch bekomme ich in der Zeugniskonferenz nicht durch."


    Wäre das rechtlich haltbar?


    Die Aussage ist einfach Nonsens, weil eben der Fachlehrer die Note gibt.

    Das Ansinnen finde ich auch etwas schräg, andererseits würde ich auch mal schauen, was konkret denn "viele nicht ausreichende Schülerleistungen" heißt. Ich kenne das auch von Kollegen, bei denen teilweise 2/3 des Hauptfachkurses 5 stehen. Dann würde ich mal selbst meinen eigenen Unterricht evaluieren, ob nicht evtl. auch die eigene Arbeit an diesen Noten schuld ist.

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