Beiträge von Karl-Dieter

    Ich fackel nicht lange, wenn es einen Täuschungsversuch oder eine Täuschung gibt. Ein Betrug(sversuch) darf sich nie lohnen.

    Aktueller Fall in meinem Unterricht: Schülerin der SEK II schaut während Philo-Klausur in kleines Heftchen, das zwischen ihren Beinen eingeklemmt ist.
    In S-H kann man die Klausur nicht oder mit 0 Punkten bewerten. Ich mache immer Letzteres. Die sog. "mündliche" Beteiligung (= Unterrichtsbeiträge jeglicher Art außer Klausuren) wiegt in der Zeugnisnote mit ca. 70 Prozent.

    Beweis: "Ihre Klausur ist hiermit wegen eines Täuschungsversuchs beendet, bitte geben Sie sie ab!"

    Entsprechende Dokumentation mit Datum und Uhrzeit unter der Arbeit, fertig.

    Edit: Ich weiß, der Fall ist hier ein bisschen anders, aber ich kümmere mich nicht um die evtl. Möglichkeit rechtlicher Einsprüche und frage von A bis Z, ob das so 100%ig möglich ist. Was kann mir denn im schlimmsten und an unserer Schule äußerst seltenen Fall einer juristischen Auseinandersetzung passieren? Ich könnte sie verlieren. Na und?

    Sei mir nicht böse, aber das klingt für mich etwas nach Willkür. Natürlich hast du da ganz klare Regeln, nach denen du handeln solltest, und wo du dich auch erkundigen solltest.

    Wenn du irgendwo auf dem Amt bist und nach Gutdünken des Gegenübers irgendwelche Bescheide bekommst , regst du dich doch auch darüber auf.

    Ja, Karl-Dieter, das wird es sein.
    Ich werde mich hier auch nicht weiter im Detail äußern; ich stehe mit meiner Meinung nicht alleine da, aber wie gesagt ...


    Ja, es ist ja bekannt, dass Haupt- und Gesamtschulen seit jeher die ganzen Finanz- und Personalmittel bekommen. Gymnasien haben da echt drunter zu leiden.


    Zitat

    Von den knapp 71.400 Förderschülern in den Schulen der Sekundarstufe lernt nur jeder Zehnte an Realschulen oder Gymnasien. Inklusion findet hauptsächlich an Hauptschulen und Gesamtschulen statt

    https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktu…-ein-fremdwort/

    Nein, die "andere" Schule bekommt keine Stunden für Sonderpädagogen

    Die rechtlichen Voraussetzungen für Schüler mit Förderbedarf sind eigentlich genau gleich, egal ob Gym oder Gesamtschule. Kann also nicht sein.

    Wie gesagt, ich will die ganze Situation nicht bestreiten, kann es mir halt nur sehr schwer vorstellen, weil mir nicht klar sein soll, wie das möglich ist.

    Im Gegenteil stört mich diese fast schon gewohnheitsmäßige Abschieberei von insb. ESE/LB-Schülern an Haupt- und Gesamtschulen mit dem Verweis, die würden da ja viel besser gefördert werden, was quatsch ist. Sind wir ehrlich, die Gymnasien wollen möglichst homogene Lerngruppen.

    Es handelt sich um RLP und eine volljährige Schülerin. Davon abgesehen: was ist es, wenn nicht ein Täuschungsversuch, wenn eine Schülerin eine Arbeit fälscht, um so eine bessere Note zu bekommen...?

    Deswegen habe ich auch explizit den Bezug auf NRW und Sekundarstufe 1 geschrieben, damit der Unterschied klar ist. Mir ist schon bewusst, dass es sich um RLP und 18+ handelt.

    Eine Gesamtschule mit durchgängig Doppelbesetzung in NRW? :ohh: Ich will es nicht ausschließen, kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, wie das klappen soll. Selbst mit den 6 Sonderpädagogen kann man ja höchstens 1-2 Jahrgänge abdecken mit der Doppelbesetzung. Und Gesamtschulen bekommen jetzt auch nicht soviel mehr Stunden, dass da von regulären Lehrern eine DB möglich ist.


    Für einen Schüler mit Förderbedarf bekommt die "andere Schule" entsprechende Stunden für Sonderpädagogen.

    Wäre zumindest in NRW für die Sekundarstufe 1 nicht erlaubt, nur wenn der Täuschungsversuch "umfangreich" war.

    Weiterhin stellt sich hier die Frage, ob das überhaupt offiziell ein Täuschungsversuch ist, weil die von dir gegebene Note für die ursprüngliche Arbeit ja nicht auf einem Täuschungsversuch beruhte.
    Ich würde hier einen Vorgesetzten zu Rate ziehen.

    Warum sollte eine Gesamtschule besser auf Kinder mit Förderbedarf eingerichtet sein als ein Gymnasium? Mir fällt das immer wieder auf, dass Realschule sowie Gymnasium automatisch davon ausgehen, dass ein Kind mit z.B. Förderbedarf ESE oder LB an einer Haupt- oder Gesamtschule besser aufgehoben ist.

    Wie kommt man darauf`?

    Oder das waren irgendwelche Therapien aus dem esoterischen und alternativmedizinischen Bereich, die Anbieter sind da immer relativ gut auf zack die als vermeintlich wirksam und seriös erscheinen zu lassen (Beispiel: Osteopathie. 99% der Leute denken, dass das was seriöses ist, in Wirklichkeit ist es esoterischer Unfug. Und gleich werden mir jetzt bestimmt ein paar Leute widersprechen, bei denen das ganz tolle gewirkt hat vermeintlich).

    Einstieg vielleicht irgendeine praktische Situation, wo nicht ganz klar ist, was die Schüler machen sollen und ein Schild helfen kann (wenn man es erkennt)?

    10 vorher unbekannte Verkehrsschilder nachher richtig kennen können ist für eine 2. Klasse übrigens eine relativ herausfordernde Aufgabe, allerdings habe ich jetzt keine Grundschulerfahrung (bis auf Praktika), aber persönlich halte ich für zuviel.

    Sprich mit deinem Ausbildungslehrer/Betreuer darüber.

    Aber hier an der Schule kann man nicht einmal im Grundschulteam über die Notengewichtung reden und beraten, weil 2 der 3 Betreuer mitreden möchten

    Habt ihr schon mal überlegt, dass man hier mit dem Kuschelkurs nicht weiterkommt und hier ganz klar auf Zuständigkeiten verwiesen wird? Sprich: Mal eine deutliche Ansage machen?

    Mir fällt das gelegentlich auch bei Kollegen auf, dass da überhaupt auf eine Diskussion eingegangen wird ist schon falsch. Betreuer, i-helfer u.ä. sind für mich da auf dem selben Niveau wie Schüler, über solche Grundsätze wird mit denen nicht geredet. Fertig. Wobei selbst Schüler über den Fachkonferenz-Vertreter da sogar noch mehr zu sagen haben.

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