(Es ist immer eine Frage des eigenen Standortes. Wer sehr weit rechts steht, für den ist alles links.)
Und wer sehr weit links steht, für den ist alles rechts.
(Es ist immer eine Frage des eigenen Standortes. Wer sehr weit rechts steht, für den ist alles links.)
Und wer sehr weit links steht, für den ist alles rechts.
Aus der Schulleiterrunde kam dann ein dummer Spruch à la "ohne steigende Schülerzahlen ist natürlich die Ausstattung der Schule nicht gesichert, das gilt insbesondere für unsere befristeten Kollegen."
Mit diesem Argument setzt meine Schulleitung auch seit Jahren diverse Sachen durch, die das Kollegium eigentlich ablehnen würde. "Dann müssen wir Lehrer abgeben" führt dazu, dass zu viele der Kollegen wieder einknicken.
Mittelschule Bayern? Mir wäre keine Höchstgrenze bekannt bzw. an meiner Schule hat die Zahl der Inklusionsschüler keinen Einfluss auf die Klassenstärke. Mit viel Glück bekommt man für ein paar Stunden weitere Lehrkräfte zur Differenzierung zugeteilt. In der Praxis fallen diese Stunden jedoch häufig aus, weil die Differenzierungslehrer für die Vertretung herangezogen werden. Dadurch hat man keine kontinuierliche und planbare Unterstützung an seiner Seite.
Wie funktioniert das denn mit der mobilen Reserve? Kriegen die einen Dienstwagen vom Schulamt oder wie kommen die sonst kurzfristig an die ganzen Schulen. Man weiß ja ggf. wirklich erst kurz vor knapp, wo Bedarf ist?
Kein Dienstwagen, sondern eigenes Kfz, pro gefahrenem Kilometer gibt es einen festen Betrag. Oft wird man tatsächlich kurz vor Unterrichtsbeginn erst angerufen und muss direkt an eine andere Schule im Landkreis fahren und vertreten. Dabei können einen alle Fächer sowie alle Schulstufen von 1-10 (GS und MS) treffen.
Also man kann nicht anordnen, dass ein Schüler generell ab Tag 1 eine Krankschreibung vom Arzt benötigt. Würde mich wundern, wenn das woanders ginge?
Bei uns in Bayern ist das möglich. Allerdings bringt die Attestpflicht nicht viel, da in genügend Arztpraxen ein Anruf reicht und man bekommt dieses Attest. In besonders schweren Fällen wird inzwischen Amtsarztpflicht angeordnet.
Das ist mit Verlaub Quatsch, man darf sich aussuchen von wem man behandelt werden möchte, das muss nicht der Chefarzt sein.
Man hat bei der Anmeldung im Krankenhaus die Wahl, ob man Chefarztbehandlung wünscht oder nicht. Aufgrund negativer Erfahrungen (nur hohe Rechnungen, aber kaum Kontakt zum Chefarzt) lehne ich diese inzwischen ab, außer ich bin vom Chefarzt überzeugt. Das kam in den letzten 20 Jahren genau 2x bei jeweils einem meiner Kinder vor.
Offensichtlich gehörst du zu denjenigen, die sich gerne blenden und ungerechtfertigt abzocken lassen. Meine Erfahrung mit diversen Ärzten und (Uni-)Kliniken sieht ganz anders aus, als du sie beschreibst und auch befreundete Ärzte teilen deine Meinung nicht. Einer davon sagt sogar, für ihn sei es eine Drohung, wenn er vom Chefarzt behandelt werden soll, da diese ganz oft viel zu weit weg von der Praxis sind. Abgesehen davon sei laut deren Aussage der Ärger mit PKV-Patienten viel größer, weil die PKVs inzwischen nicht mehr alle Rechnungen kommentarlos begleichen, sondern deutlich kürzen. Beihilfe ist regelrecht verhasst.
Wie viele Selbstständige oder Beamte sind gesetzlich versichert?
Die Selbstständigen, die ich kenne, sind größtenteils gesetzlich versichert und falls privat, dann mit hoher Eigenbeteiligung, damit die Beiträge einigermaßen erschwinglich bleiben.
Und Abiturienten, die erfolglos ein Studium versucht haben, dann zwangsweise in der Ausbildung landen und sagen: Mir war nicht bewusst, was genau duale Ausbildung eigentlich ist und wie sie abläuft. Passt eigentlich perfekt zu mir. Davon habe ich jedes Jahr mindestens einen in nur meinem Beruf (der sehr klein ist!). In anderen Berufen sind das jedes Jahr mehrere. Diese Schleife hat der Gesellschaft reichlich Geld gekostet.
Diese Schleife liegt allerdings nicht an den schlechten oder zu wenig umfangreichen Berufsorientierungsmaßnahmen der Schulen, sondern an der in der Gesellschaft weit verbreiteten Haltung, dass nur ein Studium einen guten Beruf mit ausreichendem Verdienst ermöglicht.
Ich wäre nicht bange, der SL die gleiche Antwort zu geben: Unterricht oder Digitales.
Genau das mache ich, denn ich habe im Unterricht tatsächlich keine Zeit dafür bzw. denke ich gar nicht dran. Das Dumme ist nur, dass ich dadurch durchaus mal was für den Schulvormittag Wichtiges nicht mitbekomme. Die SL will das aber nicht gelten lassen.
Aber die Vorstellung, man klebe dauerhaft an digitalen Geräten oder stünde unentwegt für Gespräche zur Verfügung, ist schlicht unrealistisch.
Dumm nur, wenn sogar die SL diese Einstellung hat und regelmäßig während der Unterrichtszeit wichtige Informationen, Anweisungen etc. verteilt und erwartet, dass man diese zeitnah (also innerhalb der nächsten max. 1 Stunde) liest und umsetzt. Noch dümmer, wenn der Großteil der Kollegen das mitspielt. Das macht irrsinnig Druck auf alle, die das nicht tun.
In einer 7. Klasse der Hauptschule gibts andere Probleme. Die Eltern gehören nicht dazu.
Mag sein, dass das für deine Schule gilt, allgemeingültig ist diese Aussage jedoch nicht. An meiner Schule sind beispielsweise Eltern durchaus ein nicht unerheblicher Teil der Probleme.
Ich befürchte tatsächlich, dass sich nicht viel ändern wird und viele SL im Sinne des Dienstherren knausrig sein werden mit dem, was sie alles als Arbeitszeit akzeptieren und Leerlaufzeiten, die sie als Pausen werten werden.
Wenn wir ehrlich sind, hat doch heute schon jede SL die Möglichkeit, die Belastung für die Lehrer in Grenzen zu halten. Gerade die Anzahl von Konferenzen, Besprechungen, Zusatzprojekte, Schulveranstsltungen, Zusatz-/ Abend-/ Wochenendtermin, geforderten Konzepten, ... könnte jeder Chef sehr reduziert halten. Auch wenn man sieht, wie penibel manche Minusstunden aufschreiben und Plusstunden nicht gewähren, kann man ahnen, wie die Arbeitszeitverordnung umgesetzt werden wird.
Warum geht ihr automatisch davon aus, dass jemand, der sich frisch weg vom Jura-Referendariat in Großkanzleien bewirbt, sofort mit Handkuss genommen und irrsinnig hohem Verdienst eingestellt wird? Meinem Eindruck nach kommen zwar viele neu-Akademiker gerade mit Jura und BWL mit dieser Einstellung aus dem Studium (bzw. starten schon mit diesem Anspruch ihr Studium) und sind dann erstmal schockiert über die Realität.
Und wie lösen das die Kollegen, die kein WhatsApp nutzen?
Ich wüsste von keinem Kollegen, dass er WhatsApp nicht nutzt.
Vielleicht sollte man da mal ansetzen? Was passiert, wenn man diese Vernachlässigung beim Jugendamt meldet? Oder die Polizei zwecks Zuführung vorbeischickt?
Klare Antwort aufgrund jahrelanger Erfahrung: nichts.
Abgesehen davon finden diese Leute immer einen Arzt, der großzügig Atteste ausstellt, sodass Jugendamt und Polizei sowieso nicht eingreifen.
Bei uns erwartet der KR eine WhatsApp-Nachricht bis 7 Uhr an sein Privathandy.
Soviel dazu, dass für dienstliche Belange WhatsApp von der bayerischen Staatsregierung untersagt ist.
Wenn man so am Ende ist, dass man unbezahlt daheim bleiben würde, ist ein Besuch beim Arzt angebracht!
Willkommen in der ach so schönen Welt der PKV/Beihilfe, wo die Ärzte immer so schön abrechnen, als wären wir nur in der PKV!
Bei mir zickt die PKV inzwischen mehr rum als die Beihilfe, was mich aber bei den unverschämten Rechnungen einiger Ärzte nicht wundert. Grundsätzlich bin ich gespannt, wie lange die Versicherungen diesen Abrechnungs- bzw. Abzockeirrsinn noch mitmachen. Immer nur die Beiträge zu erhöhen, funktioniert irgendwann auch nicht mehr.
Ja klar bräuchte es die von dir beschriebenen Entlastungen. Aber läuft doch auch so. Warum also was ändern?
Leider läuft es oftmals nicht zufriedenstellend, aber das interessiert den Dienstherren leider nicht.
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