Yummi, die Noten wurden beide um mindestens 2 Stellen nach oben korrigiert. Mehr sag ich dazu jetzt nicht ![]()
Eine Stelle hätte ich damit definitiv erhalten, nur möchte ich diese derzeit nicht im Berliner Schuldienst haben, da leider nicht nur mir so übel mitgespielt wurde aufgrund von "persönlichen Differenzen". Sowas nennt man Willkür und als Historiker stößt mir das sehr übel auf wenn die Personen, die die Entscheidungen treffen sich vor einem Seminar damit brüsten gegen die Willkür in der DDR vorgegangen zu sein und dann selber jene Willkür aufs Äußerste anwenden wenn es ihnen passt.
Es ist schön, das du im Ref meistens das Lehrbuch verwendet hast. Find ich klasse, hab ich auch öfter gemacht. Standing hatte ich bei meinen SuS, war auch einer der Gründe, warum mir das Ref im Unterricht Spaß gemacht hat. Bringt einem aber alles nichts, wenn der Seminarleiter dann mal so mal so sehen will und man sich daran "abarbeiten muss".
Daher wundert es mich, das du deinen Refis das mitgibst. Bist du Seminarleiter? Falls ja: Find ich klasse das du das so machst. Dann solltest du aber auch wissen, das leider nicht alle Kollegen das so sehen wie du und daher das Ref je nach Seminarleiter nicht immer mit der einfachen Regel "Klare Struktur + fachlich fit + Lehrperson" zu schaffen ist. Kleines Beispiel eines Kollegen der auch lange um sein Ref gekämpft hat:
Er war Jahre lang als Lehrer eingesetzt (über 20 Jahre) und hat dann irgendwann das Ref gemacht. Das Problem, das seine Seminarleiter mit ihm hatten und ihm das auch so kommuniziert haben, war, das er eine zu gefestigte Lehrerpersönlichkeit hatte und sie ihn nicht mehr nach ihrem Gutdünken einfach umformen konnten. Die Schüler fanden ihn klasse (finden sie heute auch noch), hat ihm aber dennoch nicht viel geholfen.
"sich mit dem Seminar als Referendar anzulegen"....ahja...ich war Seminarsprecher und musste handeln. Davon mal abgesehen hätte ich auhc gehandelt ohne Seminarsprecher zu sein. Es geht nicht darum sich Freunde zu machen, sondern fehlende Ausbildung und mangelhafte Kompetenz eines "Seminarleiters" zu melden um bestmöglich ausgebildet zu werden. Das steht einem Seminar zu. Wenn alle so denken wie du "akzeptier es oder lass es bleiben", dann wundert es mich tatsächlich nicht, warum Diktaturen möglich sind. Ist ein harter Vergleich, kannst du mich für schelten, juckt mich aber nicht.
Realität darf in einem demokratischen Land nicht sein, das Menschen, die im Staatsdienst arbeiten den jungen Staatsdienern eintrichtern, das man selbst der Allmächtige ist (also als Ausbilder). Denn das stimmt nun mal nicht und nennt sich...richtig: Willkür, die übrigens auch verfassungstechnisch verboten ist.
Da geht es nicht um "Referendar weiß alles besser", sondern um grundlegende Dinge wie: SL erscheint mehrmals (3/5 fielen aus) nicht zum Seminar ohne Refis zu informieren das es ausfällt; SL beleidigt und mobbt Refis; SL kommt über 20 Minuten zu spät zur Lehrprobe und sagt dann entrüstet, das man ja keinen Einstieg gesehen hat, weil der Refi schon angefangen hat mit dem Unterricht bevor der SL erschien (oder noch viel lustiger dann beim nächsten Mal zu mukieren, das der Refi es ja nicht geschafft hat zur Sicherungsphase zu kommen, weil der Refi auf den Seminarleiter gewartet hat); da gehts auch um "kommt wir machen jetzt bei jedem Seminar erst mal eine Stunde frühstückspause"...von 2 1/2 Stunden Seminar; da gehts auch um "SL zeigt Stunde, die eigentlich 45 minuten geht, im Entwurf und in der Planung geht die Stunde aber über 60 Minuten; da geht es auch um klar erkennbare fachliche Fehler des SL und und und.
Da kann ich nur sagen: Sorry das mein Seminar und ich einen gewissen Anspruch an unserer Ausbildung hatten und es wagten uns zu beschweren. Das Schlimme daran ist eigentlich, das Menschen mit der Einstellung (nicht du persönlich, dafür kenn ich dich zu wenig) "akzeptier es oder lass es" sowas noch direkt decken nachdem viele Beschwerden eingegangen sind und solche sozial-fachlich inkompetenten Stümper (so hat sich das zumindest im NAchhinein rausgestellt) weiter machen dürfen wie vorher.
Schlimm ist es auch, das Seminarleiter (nicht Berlin, habe ich aus einem anderen Bundesland als Audiomitschnitt) die neuen Refis mit "Willkommen im Seminar mit der höchsten Selbstmordquote" begrüßt werden. Schlimm ist es auch, das sich scheinbar nicht wenige Seminarleiter gar keine Platte darüber machen, was so ein Durchfallen für ein Refi bedeutet und dann ganz verwundert feststellen, das einige der Durchfaller in schwerste Depressionen verfallen weil die Kritiken des SL vorher extrem unprofessionell und hochgradig beleidigend waren obwohl die selben Refis im Seminar als "Beispiel für guten Unterricht" gelobt wurden.
Bist du tatsächlich der Meinung, das man sowas akeptieren sollte?