Beiträge von Frechdachs

    Bei uns gibt es auch klare Konsequenzen bei Fehlverhalten. Wenn es zum Elternkontakt kommt, ist es den Eltern dann eher peinlich, dass ihr Kind aufgefallen ist. Ich hatte es erst einmal, dass eine Mutter um einen anderen Termin der Konsequenz am Nachmittag gebeten hat (wg. einem Arzttermin).

    Das was mir aus der Seele sprach, war u.a. das man seine Heimat, Kultur,.... mal von außen betrachten sollte und ist auch klar durch einen Absatz getrennt. Auch gewisse Erlebnisse (Einkaufen, Öffis, ...) sind mir in ähnlicher Form ebenfalls passiert und aufgefallen. Ich empfehle jedem Menschen mal einige Zeit in der Fremde zu leben.

    Ich empfinde es unpassend, mir unterschwellig zu unterstellen, dass ich "etwas eingenommen hätte". Aber mit solchen Reaktionen habe ich gerechnet und sie bestätigen, dass ich mir gewisse Sorgen machen muss.

    Wollsocken, du schreibst mir aus der Seele.
    Ich bin auch aus Deutschland nach Österreich (Wien) ausgewandert und erlebe ähnliches, bzw. mache mir teilweise ähnliche Gedanken.

    Oft bin ich entsetzt, wenn ich mitbekomme, wie sich die Situation in deutschen Schulen entwickelt. Auch Freunde von mir, die als Lehrer im Ausland (darunter England, Japan, ...) arbeiten, denken ähnlich. Auch was ich hier lese, schockiert mich manchmal
    Ich bin an einer Mittelschule in Wien tätig und die meisten Schüler sind weitestgehend respektvoll und diszipliniert (auch wenn man sie manchmal erinnern muss ;) ), also normales Verhalten, was einer Lehrerperson entgegengebracht werden sollte.

    Was mir weitere Sorgen bereitet, aber auch meine nichtdeutschen Freunde (u.a. durch einige Auslandsaufenthalte stammt mein Freundeskreis aus sehr vielen Ländern):
    Die Abschaffung der Meinungsfreiheit und das Unterdrücken anderer politischer Meinungen nimmt in Deutschland in unseren Augen mittlerweile bedenkliche Züge an. Jedes Abweichen von der Mainstreammeinung wird als rechtes Gedankengut eingeordnet.
    Eine richtige Demokratie verträgt auch ungewünschte Meinungen.

    Ich habe nur Bezug zur Frage nehmen wollen, was Gehalt mit der Disziplin zu tun haben könnte und habe mich, glaube ich blöd ausgedrückt. Ich meinte eigentlich, dass es für manchen vielleicht eine Rolle spielen könnte (wie aus anderen Threads schon im gewissen Grad auch hervorgeht).

    Für mich persönlich hat das Gehalt keinen Einfluss auf die Qualität meiner Arbeit. Da gibt es andere Einflussfaktoren, die Friesin gut beschrieb. In meinem Unterricht gibt es klare Regeln und klare, jedem bekannte Konsequenzen bei Regelverstößen (unabhängig von meiner Laune ;) ).

    Alles nachvollziehbar und auch üblich. Und, dass nach einer Fahrt noch Geld zurückgezahlt wird (oder auf der Fahrt für noch etwas verbraucht wird), ist auch normal.

    So ähnliche Aufgaben gibt es in Mathebüchern (5. Klassenstufe) beim Thema: Rechnen mit Dezimalzahlen

    Es sollte also für jeden nachvollziehbar sein. Erstelle eine genaue Einnahmen- und Kostenaufstellung, kopiere sie und teile sie aus (und verweise immer wieder bei Kritik darauf).

    Rechenkönig (Quiz für Fachbegriffe)
    Alle stehen auf. Schüler bekommen paarweise Aufgaben zum Kopfrechnen oder fachrelevante Quizfragen. Wer von beiden zuerst die richtige Antwort wusste, darf stehen bleiben. Der andere muss sich setzen. Ich achte immer darauf, dass die Paare etwa leistungsgleich sind. Zum Schluss bleibt ein Paar übrig. Der Sieger ist dann Rechenkönig.

    Aber ich Stimme in einem Punkt Lehramtsstudent zu:
    Es kann nicht sein, dass die politisch gewünschte Inklusion und Migration zu finanziellen Lasten der Lehrperson führt. An die Schulen gehört Ausstattung und Lernmaterialien. Sonst gibt es halt nur Unterricht mit Kreide und Lehrbuch. So wurde mir zum Beispiel für Flüchtlingskinder, die zwar in die 6. Schulstufe eingestuft wurden, aber vorher nicht beschult wurden und die deutsche Sprache nicht können, extra Material, Schulbücher, ... zur Verfügung gestellt.

    Zumindest hier in Österreich können Kollegen im Rahmen des Etats über den Erwerb von Materialien,... mitentscheiden. Ich weiß nicht mehr ganz, wie das in Rheinland-Pfalz geregelt war (Bin schon zu lange weg).

    Ich stelle mich kurz vor. Im Laufe des Schuljahres lernt man sich schon kennen.
    Dann, ebenfalls kurz: Benötigte Materialien, Leistungsbeurteilung, spezielle Verhaltensregeln (Fachraum), ...
    Das alles dauert ca. 5 - 10 Minuten und ich beginne anschließend direkt mit dem Unterricht (mit sehr straffem Programm und durchaus etwas höherem Niveau). Währenddessen fertigt mir ein Schüler einen Sitzplan an.
    Kennlernspiele sind Klassenlehrersache. Ich würde mir auch gut überlegen, was man von sich preisgibt.

Werbung