Beiträge von Moebius

    Agrardiesel ist seit Jahrzehnten das Paradebeispiel unter allen Experten für eine überflüssige, aus Sicht der meisten sogar schädliche Subvention und dabei reden wir noch nicht darüber, dass es ein offenes Geheimnis ist, dass jeder Landwirt privat ebenfalls einen Diesel fährt, der natürlich über die Hof-Vorteile mit betankt wird.

    Man kann gerne darüber reden, ob man Landwirte nicht an anderen Stellen oder bei bürokratischen Auflagen entlasten kann, aber wenn die aktuelle Regierung überhaupt mal eine Sache richtig gemacht hat, dann ist es die Streichung der Steuervorteile für Agrardiesel.

    Die aktuelle Berichterstattung ist direkt wieder mal eine derartige mediale Hysterie, dass man nicht mehr wirklich beurteilen kann, was real und was Übertreibung ist. Ich bin froh, dass ich mit dem Rad kommen kann, sonst würde ich vielleicht 15 Minuten früher los fahren und direkt google Maps starten, damit man frühzeitig sieht, wenn man irgendwo gar nicht durch kommt, aber man kann nicht jede Eventualität vorher abfangen.

    Ansonsten haben die Dauerkatastrophen der letzten Jahre dazu geführt, dass ich emotional nicht mehr in der Lage bin mir über so etwas vorher Sorgen zu machen, ich lasse einfach auf mich zukommen, wer morgen wann in der Schule erscheint oder auch nicht.

    Es ist auch nicht notwendig, die Abrechnung zu verstehen, auf der allseits bekannten Seite:

    https://oeffentlicher-dienst.info

    gibt es für jedes Bundesland einen Besoldung-Rechner, da kann man seine Daten eingeben und ein 30 Sekunden sehen, welchen Betrag man ausgezahlt bekommen sollte. Kleinere Abweichungen können Ungenauigkeiten sein, bei größeren Abweichungen schaut man mal genauer hin, woran es liegt.

    Ich mache das bei jeder größeren Besoldungsanpassung.

    Ja, die guten alten Zeiten.

    Die Klausuren zur theoretischen Physik bestanden bei uns aus 4 Aufgaben. Man musste bei einer der 4 so viel zu Stande bringen, dass die richtige Lösungsidee zu erkennen war, dann erhielt man die Klausur zurück und durfte diese Aufgabe korrigieren. Wenn man das dann so weit geschafft hat, dass man irgendwann eine korrekte Lösung einer Aufgabe hinbekommen hatte, hatte man bestanden. Das haben bei weitem nicht alle geschafft.

    Ich finde das skandalös und vermute, dass es noch viele dieser Fälle gibt. Die GEW verteidigt die Personalstelle tatsächlich noch aufgrund dieser Ausschlussklausel. Meiner Kollegin wurde sogar der Rechtsschutz verwährt, obwohl sie in der GEW Mitglied war, weil die Aussicht auf Erfolg dahingehend so gering sei.

    Da gibt es nichts zu verteidigen und natürlich auch keinen Rechtsschutz, weil die Entscheidung, nur die letzten 6 Monate zu korrigieren, nicht nur rechtlich korrekt, sondern zwingend ist. Sie ergibt sich aus den genannten Fristen. Das ist bitter, weil der ursprüngliche Fehler nicht bei dir bzw der Kollegin lag, der Fehler, die Abrechnungen 2 Jahre lang nicht zu prüfen allerdings schon.

    Dass es keine expliziten Stellen als "Abstellgleise" gibt, ist doch wohl klar und stand hier gar nicht zur Debatte.

    Ich bezweifle, dass das so allgemein klar ist, auch wenn es niemand so direkt formuliert.

    Das schließe ich schon daraus, dass es regelmäßig Thread mit dem Tenor "Ich kann nicht mehr und will raus aus dem Unterricht, was habe ich für Alternativen?" gibt, während ich mich an keinen Thread mit dem Inhalt "Ich begeistere mich für Evaluation von Unterricht und Bildungsmonotoring, was muss ich tun um eine Stelle in diesem Bereich zu bekommen?" erinnern kann.

    Das ist im übrigen kein Vorwurf an die Betroffenen, die Situation, dass Lehrkräfte jeden Morgen mit Bauchschmerzen zur Arbeit fahren, weil sie die Gesamtumstände als Qual empfinden, ist für alle Beteiligten tragisch.

    Bei uns in NDS sucht z.B. das NLQ regelmäßig nach Lehrkräften als Bearbeiter im Bereich Bildungsmonitoring und Evaluation.

    Und auch auf diese Stellen muss man sich bewerben und gegen andere durchsetzen, die bereits relevante Erfahrungen haben oder ambitioniert sind und das als Zwischenstation auf ihrem weiteren Karriereweg sehen.

    Mein Punkt ist:

    Ja, natürlich gibt es einzelne Möglichkeiten für Lehrkräfte außerhalb des Kerngeschäfts Unterrichten. Noch immer weit verbreitet unter Lehrkräften ist die Vorstellung von "Verpisser-Posten", Stellen, auf die Leute geschoben werden, einfach aufgrund der Tatsache, dass diese nicht mehr Unterrichten können oder hartnäckig nicht mehr wollen um sie irgendwo unter zu bringen. Diese Vorstellung ist falsch. Es gibt wenig Alternativen und diese sind stark umkämpft mit Leuten, die sich wirklich für die entsprechenden Aufgaben interessieren und / oder die bereit sind viel Arbeit hinein zu stecken und den Posten als Sprungbrett für zukünftiges sehen.

    Wenn man eine Alternative zum Unterrichten sucht, tut man gut daran, selber proaktiv Kompetenzen auf zu bauen, sich einen konkreten Weg zu überlegen und darauf hin zu arbeiten. Wer einfach nur nicht mehr kann und will wird diese Stellen nicht bekommen, sondern irgendwann einfach in der inneren Immigration oder Dienstunfähigkeit landen.

    - Bildungsministerium

    - Aufsichtsdirektion

    - Abordnung Universität/FH

    - Studienseminar (je nach Anzahl an Reffis kann man seinen Unterricht auch gegen 0 reduzieren)

    Wenn es darum geht aus dem Unterrichtsbetrieb raus zu kommen, halte ich diese Wege allesamt für ungeeignet.

    - Im Bildungsministerium arbeiten nicht primär Lehrkräfte, die wenigen Stellen, die es für Lehrkräfte gibt sind "Karrierebeschleuniger", man muss also vorher bereits herausragende Ergebnisse haben, geht dann für eine begrenzte Zeit ins Ministerium und dann wieder zurück in die Schule um meist sehr schnell Schulleiter zu werden.

    - Stellen in der Schulaufsicht sind am oberen Ende der Dienststufen angesiedelt, die Personen, die dort dauerhaft arbeiten, waren vorher Schulleiter oder Stellvertreter

    - Abordnung Uni ist nur realistisch, wenn man eine Forschungsvita hat, sonst kann man vielleicht für ein paar Stunden abgeordnet werden um ein Seminar für Lehramtsstudenten zu übernehmen, mehr aber nicht

    - Im Studienseminar werden Lehrkräfte gesucht, die innerhalb des bestehenden Systems sehr gut funktionieren.

    Auch da steht der Vorbehalt ja bereits im Text:

    Sobald das Kabinett über den Gesetzentwurf beschlossen hat,

    Wie gesagt: bisher liegt der Entwirf noch gar nicht vor, er kann also noch nicht beschlossen sein.

    Mag sein, dass NRW dann grundsätzlich schon auszahlen kann, wen das Kabinett zugestimmt hat, also bevor der Landtag das Gesetz beschlossen hat. Wie realistisch der Zeitplan ist, kann ich nicht beurteilen, ich halte ihn für sehr sportlich.

    Letztlich ist es aber nur die Frage von +- 2 Monaten und nicht die des "ob", bei der Einmalzahlung habe ich keine Zweifel, dass die auch bei den Beamten ankommt, da diese für den Arbeitgeber ja erhebliche Vorteile hat.

    Auch wenn ich wie Moebius schon eine Sammlung an Aufgaben habe, bin ich immer auf der Suche nach neuen Ideen. Hat einer dafür gute Tipps?

    Es gibt von Cornelsen eine Sammlung, die ich meinen SuS immer als Vorbereitung auf meine Klausuren und das Abitur empfehle:

    https://www.cornelsen.de/produkte/fokus…e-9783060156337

    Die Aufgaben sind zum Großteil aufgebaut, wie Abiturklausuren, also a) Experimentelle Grundlangen b) Auswertung einer Messreihe c) Theorie und Anwendung. Auch arbeitet sich das ganze Heft an den zentralen Experimenten entlang, das finde ich ganz gelungen.

    Ich habe früher nie verstanden, wie Filz funktioniert und warum er die Demokratie gefährdet.

    Das Problem ist, dass du überhaupt keine konkrete inhaltliche und sachbezogene Kritik hast, sondern nur allgemeines "die Schulleitung ist schlecht, die Stimmung ist schlecht und man müsste mal irgendwas gegen irgendwas machen".

    Und nach meiner Erfahrung werde ich immer skeptisch, wenn dieses "die andern stecken sowieso alle unter einer Decke oder sind unfähig" kommt.

    Wie gesagt: es gibt schlicht noch keine Gesetzesvorlage dazu, man kann mich über NRW gerne eines besseren Belehren, wenn jemand eine andere Quelle hat.

    Die Ankündigung "1 zu 1 Übertagung" damit gleich zu setzen, dass 1 zu 1 übertragen wird, ist eine Überlegung, die ich aus der Vergangenheit nicht unbedingt ableiten würde. Bezahlung von Angestellten und Besoldung von Beamten sind zwei grundsätzlich verschiedene Dinge, vieles lässt sich gar nicht 1 zu 1 übertragen.

    Ich wäre vorsichtig. Es handelt sich nicht um eine Sonderzahlung im Sinne von Weihnachtsgeld oÄ (für die es einen Rechtsrahmen gibt, der solche Fragen regelt), sondern um eine Einmalzahlung (ohne eindeutigen Rechtsrahmen).

    Wenn man auf Nummer sicher gehen möchte, muss man die Gesetzesvorlage abwarten, denn nur darin steht verbindlich wer und unter welchen Bedingungen was bekommen soll. Dass die Auszahlung für Beamte (auch auf Zeit) im Februar noch nicht kommen wird, haben wir aber auch bereits geklärt.

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