Beiträge von Moebius

    Ich kam zu der Aussage, dass sich die Aktivität nicht verändert und das ist letztlich das Kernproblem bei der Endlagerung. Egal was man macht, das Zeug zerfällt in seinem Tempo weiter.

    Dass die Lagerung dann sicher sein sollte, ist klar, dafür gibt es verschiedene Ansätze.

    Der Ansatz, die Stoffe zu verdünnen und eine Lagerung dadurch überflüssig zu machen, ist die einzige Alternative und hat auch seine Berechtigung und seine Vorteile. Das Beispiel Fukushima gibt vor ein paar Wochen durch die Presse, weil dort Wasser abgeleitet wurde, unter anderem China hat mit einem Importverbot für Fisch reagiert, es gab anschließend Berichte darüber, dass die Aktivität durch das gezielte Ablassen von radioaktiv belastetem Wasser immer noch nur ein Bruchteil dessen ist, was bei chinesischen Kernkraftwerken im Normalbetrieb freigesetzt wird.

    Klar, wenn man nicht weiss, was der Ofen macht.

    https://www.zwilag.ch/de/plasma-anla…---1--1047.html

    Hätte man natürlich selber ergoogeln können.

    Die Aktivität wird die gleiche sein, ich sehe keinen all zu großen Vorteil im Komprimieren, nur den, dass man für das Lagern weniger Platz braucht.

    Zitat aus der von dir verlinkten Seite:

    Zitat

    Die Radioaktivität kann durch dieses Verfahren zwar nicht verringert, das Volumen aber verkleinert werden.

    Die Aktivität wird die gleiche sein, ich sehe keinen all zu großen Vorteil im Komprimieren, nur den, dass man für das Lagern weniger Platz braucht.

    Man kann darüber diskutieren, ob nicht das Gegenteil sinnvoll wäre.

    Vor einigen Jahren hat unserer Sammlungsleiter mal ein Präparat entsorgen lassen, da ist jemand vom Gewerbeaufsichtsamt gekommen und hat erzählt, das würde nicht Eingelagert sondern zur Entsorgung bei einem Stahlwerk einfach mit in den Hochofen geworfen, bei dem, was dann als Produkt und Schlacke übrig bleibt wäre keine erhöhte Radioaktivität mehr feststellbar und das Problem wäre gelöst.

    Ist vermutlich aber keine Option für schwach radioaktive Abfälle in Kernkraftwerken, da mehr Volumen.

    Mein Vertrauen reicht nicht so weit, dass ich wirklich glaube, dass "Eignung" das alleinige Kriterium für so eine Standortentscheidung ist. Nach der Logik hätten Gorleben niemals als ernsthafter Standort in Erwägung gezogen werden dürfen.

    Solche Entscheidungen sind immer auch politisch und Politiker wollen in erster Linie möglichst wenige Ärger mit dem Wähler. Darum ist das deutsche Endlager zwischenzeitig in Gorleben gelandet (Liegt am Arsch der Welt, da beschweren sich nicht so viele - war eine Fehlkalkulation) und darum landen andere Endlager oder Atomkraftwerke gerne an der Landesgrenze oder an der Küste. In Frankreich zB gilt das für knapp die Hälfte der Standorte, da möge mir bitte keiner erzählen, dass das wirklich immer die objektiv besten Standorte waren.

    Aber die Frage des Endlagers ist für mich wirklich nicht so zentral. In Deutschland rechne ich nicht damit, dass es so etwas jemals geben wird, man wird sich über ein paar Jahrhunderte Zwischenlösungen hangeln und dann irgendwann eine andere Lösung finden und wenn man den Müll in die Sonne befördert, wenn der Wletraumlift endlich gebaut ist.

    Für mich wäre so etwas übrigens ein ganz klassischer Anwendungsfall für ChatGPT:

    Promt: Schreibe eine Sachanalyse im Umfang einer Din A4 Seite zu Siegfrieds erste Begegnung mit Kriemhild aus der Nibelungensage.

    ChatGPT:

    Die erste Begegnung zwischen Siegfried und Kriemhild in der Nibelungensage findet im Rahmen eines Turniers statt, das von König Gunther ausgetragen wird. Dieses Ereignis markiert einen entscheidenden Moment in der Entwicklung der Handlung und der Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren.

    In dieser Szene wird Siegfried als der furchtlose Drachentöter vorgestellt, der bereits eine beeindruckende Reihe von Heldentaten vollbracht hat. Sein Ruhm eilt ihm voraus, und die Ankunft des Drachentöters bei König Gunther weckt das Interesse von Kriemhild. Die Beschreibung von Siegfrieds physischen Eigenschaften, seiner Rüstung und seines imposanten Schwertes Balmung betont seine heroischen Qualitäten und unterstreicht seine Stellung als herausragender Held.

    Kriemhild, auf der anderen Seite, wird als schöne und tugendhafte Frau präsentiert, die durch die Berichte von Siegfrieds Tapferkeit fasziniert ist. Die Erwähnung ihrer Schönheit und Anmut legt den Grundstein für die spätere Entwicklung der Liebesbeziehung zwischen den beiden Charakteren.

    Die Begegnung selbst findet im Kontext des Turniers statt, wo Siegfried seine außergewöhnlichen Fähigkeiten im Kampf unter Beweis stellt. Sein Sieg über viele herausragende Krieger verstärkt nicht nur seinen Heldenstatus, sondern weckt auch das Interesse und die Bewunderung von Kriemhild. Die Augenblicke, in denen sich ihre Blicke treffen, werden oft in der Literatur betont und markieren den Beginn einer tieferen emotionalen Verbindung.

    Diese erste Begegnung zwischen Siegfried und Kriemhild legt den Grundstein für die komplexen Beziehungen und Konflikte, die im weiteren Verlauf der Nibelungensage entstehen werden. Siegfrieds Heldentaten und Kriemhilds Bewunderung bilden den Ausgangspunkt für die sich entwickelnde Liebesgeschichte, die jedoch von Intrigen, Macht und Tragödien begleitet wird. Diese Szene trägt somit maßgeblich zur Gesamtdynamik der Nibelungensage bei.

    Dann mit entsprechenden Ergänzungen präzisieren und die gewünschten Vertiefungen schreiben lassen, fertig.

    Man schreibt für eine Lehrprobe eine fünfseitige Sachanalyse?!?

    Vorgabe bei uns war immer, die Sachanalyse sollte möglichst eine halbe, maximal eine Seite umfassen.

    Insofern ist mir nicht klar was der Füllstand der Gasspeicher mit evtl. Gasmangel in Deutschland zu tun haben soll.

    Das hat in so fern etwas miteinander zu tun, als dass sich "Mangel" zunächst mal auf die Verfügbarkeit und nicht auf den Preis bezieht. Und die Gaseigentümer haben das Gas bereits verkauft, nämlich über Lieferverträge an den Endkunden zu Preisen mit fester Laufzeit. Darum musste der größte Gasanbieter im letzten Jahr kurzfristig verstaatliche werden und macht aber in diesem Jahr wieder Rekordgewinne.

    Die Gasspeicher sind in Deutschland so dimensioniert, dass sie massive Kältewelle von 2 Monaten auffangen können. Natürlich sind hypothetisch Szenarien denkbar, in denen das ein Problem wird. Diese Szenarien sind extrem unwahrscheinlich und es gibt inzwischen Fahrpläne, wie reagiert werden muss.

    Es gibt keinen Grund, Gas vorsätzlich zum Fenster raus zu Heizen, aber für die Unterganszenarien, die Putin gerne gesehen hätte, taugt es nun wirklich nicht mehr.

    Die knapp 300 Seiten RISU-Papier haben mit der schulischen Realität oft wenig zu tun. Ist nun mal so, auch hier haben sich reihenweise Schreiber beteiligt, für die die Problematik völlig neu war.

    Man muss abwägen, ob sich der Mehrwert solcher Präparate wirklich lohnt um die damit verbundene Problematik hin zu nehmen. Ich persönlich tendiere zu nein. In der Physik haben wir ein ähnliches Problem mit radioaktiven Präparaten. Theoretisch ist es immer noch möglich, Radioaktivitäts-Versuche mit Lernenden zu machen, wenn man Strahlenschutzbeautragter ist, aber in Abwägung mit den potentiellen Problemen (die gar nicht zwingend eine reale Gefahr darstellen müssen aber einfach einen erheblichen zusätzlichen Aufwand bedeuten) und den heute verfügbaren Alternativen lasse ich das dann auch sein, obwohl ich jemand bin, bei dem sonst praktisch kein Stunde ohne Experiment stattfindet.

    Nebenbei gesagt ist es Unsinn, dass du mit einer Vertretungsstelle wesentlich mehr raus bekommst, da du nicht davon ausgehen kannst, dass du da unterbrechungsfrei, zu 100% arbeiten kannst.

    Mit durchschnittlich 80% bist du nett bei E11 bei 1900 €, die schaffst du im Ref mit einem Nebenjob auch.

    Aber ich habe den Eindruck, dass du dich in deinem Kopf einfach in eine bestimmte Situation samt selbst erdachter Lösung hereinmanövriert hast und jetzt gar kein ehrliches Feedback haben möchtest sondern einfach nur Bestätigung hören willst.

    Du hast ziemlich eindeutige Antworten auf deine Fragen bekommen. Der Gedanke an Bürgergeld im Ref ist abwegig, sonstige aufstockende Leistungen, wie Wohngeld, sind nicht völlig auszuschließen aber unwahrscheinlich und werden letztlich höchstens einen zweistelligen Betrag ausmachen. Die einhellige Meinung von allen hier ist, dass man mit dem Geld im Ref zwar keine großen Sprünge machen aber leben kann, spätestens mit einem kleinen Nebenjob, den man auch noch schaffen kann. Und wir waren alle mal in der Situation und tatsächlich sind die Anwärterbezüge in den letzten Jahren überproportional gestiegen, ein "ihr könnt das alle gar nicht nachvollziehen" ist Quatsch.

    Ich weiß nicht, was du mit deinem Auftritt hier im Forum noch bezwecken willst, erwartest du, dass wir ein "go fund me" starten?

    Ich bin auch kein Jurist, aber ich weiß, dass zumindest in NRW das Ministerium die gleiche Meinung wie der private Arbeitgeber hat.

    Für Material, das eine Lehrkraft für den eigenen Unterricht erstellt, geht das Urheberrecht an das Ministerium über. Eine Veröffentlichung bei eduki o.ä. muss extra genehmigt werden und ist nicht gern gesehen. Veröffentlichungen unter cc-Lizenzen werden aber gern gesehen.

    Quelle?

    Ich habe etwa ein halbes dutzend Unterrichtsreihen veröffentlicht, nicht online, sondern gedruckt, natürlich wurde das genehmigt und natürlich habe ich Autorenhonorare erhalten. (Das haben auch einige andere hier aus verschiedenen anderen Bundesländern.)

    Wie gesagt: aus der Tatsache, dass jemand als Lehrkraft arbeitet, ab zu leiten, dass als Autor erstellte Werke dem Dienstherren gehören, halte ich für abwegig.

    Nur mal ein kleines Rechenbeispiel zur Verdeutlichung:

    Ein aktuell im Bau befindlicher Reaktor, der im kommenden Jahr ans Netz gehen soll:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Flamanville#:~:text=Bei%20geschätzten%20Baukosten%20von%206,€.

    Schon jetzt sind die Gesamtkosten bei 18 Mrd, das entspricht auf die installierte Nennleistung runter gerechnet gut 10 000 € pro kW.

    Der Neubau einer Windkraftanlage kostet um die 1000 € pro kW, Offshore etwa 2000 €. Selbst mit einem vollständigen Backup an Gasturbinen ist Kernkraft also mindestens doppelt bis dreifach so teuer.

    Niemand, der sich in der Thematik ernsthaft auskennt, fordert eine Rückkehr zur Kernkraft, das ist von allen politischen Problemen abgesehen einfach wirtschaftlich völlig absurd und jenseits allem Diskutablen.

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