Landwirte sind nicht pauschal Geringverdiener, auch nicht im Durchschnitt. Es gehen seit Tagen verschiedene Zahlen für die durchschnittlichen jährlichen Gewinne eines selbständigen Landwirts durch die Presse, die, je nach Quelle, zwischen 70k und 100k pro Jahr liegen, also unter Arzt aber definitiv über Lehrer.
Das mag nicht für alle gelten, Landwirte sind selbständig, da schwanken die Gewinne sehr stark, aber dann muss man Subventionen vielleicht einfach zielgerichteter an diejenigen Verteilen, die es benötigen oder für diejenigen, die besonders förderwürdige Konzepte fahren.
Das so genannte "Höfesterben" ist auch dadurch entstanden, das Preise für Ackerland in den letzten Jahren extrem gestiegen sind. Meine Familie hat vor ein paar Jahren einen Acker von ca. 1 ha geerbt und war völlig perplex, als sie im Verkauf dafür 50 000 € erhalten hat. Ein Durchschnittslandwirt mit 40 ha ist in der Situation, dass er seinen Boden auch für 2 Mio € verkaufen und dann bequem in Rente gehen kann, gerade wenn es keinen Nachfolger gibt, ist das eine attraktive Situation und das läuft dann plötzlich unter "wir haben den Betrieb aufgegeben".