Beiträge von Moebius

    Der Gaspreis für Neuabschlüsse ist für Endverbraucher in den letzten Monaten nach einem Hoch im Sommer bereits deutlich gefallen, es ist nur so, dass die meisten immer noch günstigere Verträge von vorher haben, weil die Beschaffung eben langfristig vertraglich gesichert ist und sehr träge auf die Veränderung des Börsenpreises reagiert.

    Aktuell kriegt man Neuverträge um 17 ct/kWh (da ist die Grundversorgung meist günstiger). Im Sommer lagen wir in der Spitze bei über 30 ct/kWh, vor einem Jahr waren noch 6 ct/kWh normal. Der Einkaufspreis für kurzfristige Käufe am Spot-Markt liegt aktuell bei 8 ct/kWh.

    Trotzdem ist der Preisrückgang für uns relevant, weil er bei industriellen Großverbrauchern schneller zum tragen kommt und wirtschaftlich damit einiges an Druck raus geht.

    Außerdem: es ist absehbar, dass der Gaspreis im Frühjahr wieder unter den Preisdeckel rutschen wird. Auch das ist für uns alle eine gute Nachricht, weil damit massive Belastung für den Staatshaushalt weg fallen.

    Das Gas in den Speichern gehört weder Deutschland, noch der Gasspeicherbetreiberfirma, sondern denjenigen, die den Speicherplatz dort anmieten und ensprechend befüllen.

    Besitzer der Speicher, Importeur von Gas und Nutzer des Speicherplatzes ist im wesentlichen Uniper und damit aktuell wir alle, denn die sind inzwischen verstaatlicht.

    Der Gasmarkt funktioniert im Übrigen über ein Verbundnetz, genau wie der Elektrizitätsmarkt. Die Zuordnungen einzelner Mengen zu "Besitzern" geschieht mathematisch aber nicht real. Es ist faktisch gar nicht möglich zu sagen, dass jetzt nur noch Kunden von x Gas bekommen und die von y nicht mehr. Wenn die letzten 20% im Speicher Frankreich gehören, kann man auch nicht sagen "die gehen jetzt nach Frankreich und dürfen von deutschen Nutzern nicht verbraucht werden". Um zu verhindern, dass jemand Gas entnimmt, muss der Druck aus dem Netz, dann kann aber niemand mehr Gas entnehmen und es kann auch nichts weiter geleitet werden.

    Als Lehrkraft wird man permanent angesprochen, ob man als Interviewpartner für irgendwelche Forschungsarbeiten oder für irgendwelche Umfragen zur Verfügung steht. Die Motivation zur Teilnahme ist bei mir persönlich dabei inzwischen ziemlich gering, da ich schon oft genug erlebt habe, dass die Sachem methodisch absolut unausgereift waren, oder Ergebnisse dann später völlig aus dem Kontext gerissen veröffentlicht wurden.

    Wenn du Beteiligung willst, plane deine Forschungsarbeit vernünftig und beherrsche deine Methodik. Dazu gehört vor allem, dass man nicht immer auf die simpelste Methode "Ich führe mal ein paar Interviews setzt". Die wichtigste Frage für Forschung ist, wie man an valide und aussagekräftige Daten kommt. Interviews sind meist nur Blabla, aus dem sich der "Forschende" am Ende das raussucht, was ihm am besten passt.

    Als Lehrer/Beamter darfst du praktisch gar kein Geschenke annehmen.

    Das stört mich persönlich auch nicht.

    Wertschätzung der Beschäftigten sollte auch nicht in erster Linie von den "Kunden" kommen, sondern vom Arbeitgeber.

    Darf ich mich mal einklinken: ist es denn Usus dass dann bei Abordnungen etc fiktive Beurteilungen geschrieben werden von der Stelle, an die man abgeordnet ist? Und sind diese Gutachten dann überhaupt vergleichbar? Oder kommt eh der/diejenige mit dem Standardgutachten aus der Schule zum Zuge?

    Es geht nicht um Usus, es ist im Beamtenrecht geregelt, wer für das Schreiben einer dienstlichen Beurteilung zuständig ist, in der Regel der Leiter der Dienststelle, der du dienstrechtlich zugeordnet bist (umgangssprachlich "Stammschule"). Das ändert sich auch erst mal nicht, wenn du da zB aufgrund von Abordnungen faktisch 0% deiner Arbeitszeit verbringst.

    Gutachten sind auch nicht fiktiv, sie erfolgen auf Basis der Daten, die erhoben werden können und das sind halt weniger, wenn du an der Dienststelle 0% präsent bist. Das darf aber niemanden benachteiligen. Entscheidend ist für die Besetzung denn die die Beurteilungsstufe, unabhängig davon, wie das Gutachten erstellt wurde.

    Der französische Präsident faselt also und der Begriff Verhandlung muss erst definiert werden. Wird immer spannender....

    Nein, du verdrehst die Aussage, so dass sie besser zu deinem Standpunkt passt, obwohl sie im exakten Gegensatz dazu steht.

    Natürlich wird es irgendwann mal am Ende dieses Konfliktes Verhandlungen geben. Das ist aber etwas anderes, als jetzt die Ukraine zu Verhandlungen aufzurufen (gerne auch verbunden mit "keine weiteren Waffen") und damit natürlich zu implizieren, dass die Ukraine auch Gebietsverluste und Bedingungen der Russen akzeptieren muss.

    Und jetzt ist es irgendwann auch mal gut.

    Es soll auch schon vorgekommen sein, dass bei Verfahren ein Bewerber zum Zuge kommen müsste, den man nicht unbedingt möchte und man das Verfahren dann einfach in die länge zieht, in der Hoffnung, dass der sich wo anders bewirbt.

    Ich vermisse leider regelmäßige Ansprachen des Bundeskanzlers oder -präsidenten, bei denen das Ziel der wirtschaftlichen Unabhängigkeit ausgegeben wird und bei denen auch klar formuliert wird, was wir denn machen können, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken. Als Politiker muß man einfach die verängstigen Bürger "an die Hand nehmen" und ihnen sagen, wie es laufen soll. Nur leider fehlt mir dieses Element in den Medien auf ganzer Linie.

    Sowohl bei Scholz als auch bei Steinmeier besteht ihre Stärke darin, auf souveräne weise nichts zu tun, während die Dinge von selbst gut laufen. Beide konnten nicht voraussehen, dass das nicht die geforderte Kernkompetenz während ihrer Amtszeit ist, da kann man ihnen also keine Vorwurf machen. Für Frau Merkel hat ähnliches 16 Jahre gut funktioniert.

    Wow.... die Kriegspropaganda scheint gut zu funktioieren...

    Es gibt im russischen Staatsfernsehen jeden Abend eine wiederkehrende "Diskussionsrunde" in der eine Dame und ein Herr, die Putins Chef-Propagandisten sind, ganz offen darüber diskutieren, welcher Anteil der ukrainischen Bevölkerung noch durch Umerziehung gerettet werden können, und welcher Anteil vernichtet werden müsse, weil sie "Nazis" sein.

    ("russian media monitor", kann man auf diversen Plattformen mit englischen Untertiteln sehen*)

    Das ist ja die Tragik des Ganzen - Putin kommuniziert seit seiner berühmten Rede auf der Münchener Sicherheitskonferenz und spätestens seit 2014 ganz offen und unverblümt, welche Ziele er hat - Wiederherstellung eines russischen Imperiums, notfalls auch mit militärischer Gewalt, begrenzt durch die Nato-Grenzen vor der Erweiterung ab 97'. Genau so lange wird hier bei uns so getan, als meine er das alles nicht ernst und man müsse nur weiter auf Dialog setzen, dann könne man schon irgendwie mit ihm klar kommen.

    Die heutige Situation ist das Ergebnis von 10 Jahren falscher appeasment-Politik.


    * gerade von gestern: https://twitter.com/JuliaDavisNews…t%7Ctwtr%5Etrue

    Kurzzusammenfassung: In den nächsten 20 Jahren soll ein russisches Großreich mit 200 Millionen russisch sprechenden Menschen entstehen, dann können man Deutschland mit 80 Mio und England mit 60 Mio Menschen problemlos dominieren, die durch die ungehemmte Einwanderung von Türken und Arabern sowieso geschwächt sind, dann könne man Europa beherrschen.

    Aber klar, der böse Westen macht Kriegspropaganda.

    Auf jeden Fall brauchen die Ukrainer von außen keine Ratschläge darüber, ob und worüber sie doch mal mit dem verhandeln könnten, der gerade erklärtermaßen versucht, sie aus zu löschen.


    Das „es muss verhandelt werden“ aus Kreisen deutscher Prominenter oder politischer Kreise kommt auch nicht aus der Perspektive des Mitgefühls für einfache Soldaten, sondern aus der eigenen Bequemlichkeit- der Krieg wird uns irgendwie zu teuer und zu unbequem, darum sollen die Ukrainer jetzt Bitteschön mal verhandeln (was letztlich aktuell nur Kapitulation und Gebietsverzicht bedeuten kann, das hat Putin mehr als deutlich gemacht).

    - Unentschuldigte Fehlzeiten sind mit ungenügend zu bewerten.

    - Es gibt zwei Noten für die sonstige Mitarbeit am Halbjahresende, alles, was ich dazwischen aufschreibe, sind keine Noten, sondern Notizen

    - Die Bildung der Note für die sonstige Mitarbeit muss erlasskonform und transparent erfolgen, das ist der Fall, wenn ich die unentschuldigten Fehlzeiten mit ungenügend mit Gewichtung in Bezug auf die gesamte Unterrichtszeit einfließen lasse. Das heißt dann zum Beispiel: Schüler war 12 mal anwesend, in diesem Stunden waren seine Leistungen insgesamt befriedigend, er hat 3 mal unentschuldigt gefehlt, damit wird seine sonstige Mitarbeit insgesamt mit ausreichend bewertet.

    Auch ohne Diskussionen über Bundesland und BASS lehne ich mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die Aussage "alle parallel liegenden Kurse müssen aufgrund der Erlasslage die gleiche Arbeit schreiben" einfach universell Unsinn ist.

    Außerhalb von möglichen Beschlüssen auf Schulebene gibt es so eine Regelung nirgendwo. (Weil sie aus vielerlei Gründen Quatsch ist.)

    Zur Präzision:

    Es gibt bestimmte Argumentationsstrukturen, die in den genannten Kreisen seit 2 Jahren endlos zirkulieren und auch immer wieder hier ins Forum gestreut werden, obwohl sie inzwischen zig mal als falsch oder irreführend "debunked" sind.

    - Die Impfung hat nur eine Notfallzulassung

    - Aufgrund der Notfallzulassung haftet der Hersteller nicht

    - Die Varianten sind harmlos

    - Die Impfung hilft nicht gegen die Verbreitung von Corona

    etc.

    Auch üblich in diesen Kreisen ist das schnelle Abfeuern von irgendwelchen Behauptungen und dann das reflexartige sich Beklagen über fehlende Meinungsfreiheit und sich in die Opferrolle zurückziehen sobald man den erwartbaren Gegenwind bekommt.

    Der zitierte User hat einige Posts hier geschrieben, die in dieses Muster passen. Ob das einmalige Aussetzer sind oder ob er wirklich in diesen Kreisen beheimatet ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich habe nach 2 1/2 Jahren auch keine Lust mehr mit dem immer gleichen Blödsinn sensibel und verständnisvoll umgehen zu müssen.

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