Ob's wohl inzwischen schon erzgebirgische, sauerländer oder weißenburg-gunzenhausener Mutationen gibt?
Vor zwei Wochen gab es insgesamt ca. 13 000 erfasste Mutationen des Coronavirus, inclusive umfangreichem Stammbaum.
Wobei es vermutlich die Frage ist, ab wann man eine Veränderung als neue Mutation betrachtet, wenn man genetisch genau genug hin guckt, würde ich davon ausgehen, dass die Viren in einem einzelnen Wirt schon nicht komplett identisch sind, bei dem Millionen von Kopiervorgängen wird es sicher Veränderungen gegeben haben.
Und auch die Diskussion "höhere Infektiösität" ist nicht neu, schon um Frühjahr wurde angeführt, dass die ursprüngliche Variante in China vermutlich weniger infektiös war, als die Stämme, die sich dann weltweit verbreitet haben und das vermutlich eine Ursache dafür war, dass andere Länder den Ausbruch nicht mehr so gut in den Griff bekommen haben.
Grundsätzlich scheint mir die bis zu einem gewissen Maß höhere Infektiösität inzwischen schon belegt, allerdings ist es auch offensichtlich, dass die neue Variante in Europa eigentlich seit Oktober überall aufgetaucht ist, es aber nicht überall zu einem starken Anstieg der Infektionen gekommen ist. In meinen Augen spricht schon einiges dafür, dass eigentlich nicht die Kausalkette "Die neue Variante führt zu einem sprunghaften Anstieg" lauten müsste, sondern eher "Wir haben einen sprunghaften Anstieg und erklären diesen mit der neuen Variante (weil es bequemer ist, es auf eine externe Ursache zu schieben)".