Beiträge von Moebius

    Ich kann es nur widerholen, Menschenansammlungen die man auch noch zwingt zu sprechen (typische Schulsituation) sind der absolute Supergau.

    Dagegen ist jede Geschäftsöffnung ein Witz.

    Genau. Du kannst es nur wiederholen. Belegen kannst du es - für Schulen - nämlich nicht.

    Es kreisen immer die gleichen selbst gestrickten Argumente, weil es "doch logisch ist".

    Ja, aber als jemand, der in der Schule arbeitet, heißt das doch, dass ICH sehr gefährdet bin, sollte es zu einem Ausbruch kommen. Ich bin doch nicht Verwandte, sondern "Schulmitarbeiter".

    Es heißt, dass du vor allem darauf achten solltest, dass du die Hygieneregeln gegenüber deinen Kollegen einhältst und nicht nur gegenüber deinen Schülern. Im Klassenraum die 2 Meter mit dem Zollstock ausmessen und anschließend mit 8 Leuten in der Kaffeeküche stehen und quatschen ist eine blöde Idee.

    Man muss m.E. die Schulöffnungen nicht überstürzen. Aber so richtig eindeutig scheint mir die Lage nach wie vor nicht zu sein, inwiefern Schulen "Krisenherde" sind...

    Natürlich sind Infektionen in Schulen möglich. Gleichzeitig gibt es inzwischen viele Studien zur Übertragung, die das bestätigen, was Velarianus oben geschrieben hat und viele Erfahrungen mit Ländern, die die Schulen wieder eröffnet, lange geöffnet oder nie geschlossen hatten, ohne dass eine Schule irgendwie Brennpunkt eines massiven Ausbruchsgeschehen gewesen wäre.

    Wer jetzt noch an die "Schulen als Keimzellen der Corona-Welle"-Theorie glaubt, glaubt daran, weil er daran glauben will und wird das auch weiterhin tun.

    Damit hast du dich als ernst zu nehmende Diskussionsteilnehmerin ins Off geschossen. Ciao.

    Das die Leute immer das Bedürfnis haben, dass öffentlich zu verkünden.

    Man kann jeden Teilnehmer hier ausblenden: einfach auf den Namen gehen und dann "blockieren" auswählen.

    Man kann Wollsockens Standpunkt für hartherzig halten, wenn man das möchte.

    Umgekehrt hat Wollsocken wohl den Eindruck, dass dein Verweis auf Ecuador nur daher rührt, dass du deinen Standpunkt in der Coronafrage moralisch erhöhen willst.

    Für alle anderen, Gymnasien etwa: Ich würde, wenn man was eigenes will, eher einen BBB installieren, weil man damit prima unterrichten kann. Das neue Videoserver-Modul von IServ basiert auch auf BBB. Was ich aber nicht weiß ist, ob der IServ-eigene BBB dann direkt auf dem Schulserver läuft. Davon würde ich DRINGEND abraten. Damit legt ihr Euch Euren Schulserver lahm, den ihr sicher braucht in dieser Zeit!

    IServ hostet das Videokonferenzmodul auf einem eigenen zentralen Server, es läuft nicht auf dem Schulserver. Allerdings: gestern war der erste "offizielle verbindliche" Homeschooling-Tag in Niedersachsen (wo IServ hauptsächlich verbreitet ist), da kamen dann sowohl der Videoserver als auch unsere Schulserver schon zeitweilig an ihre Grenzen.

    Das interessiert mich. Ich glaube eigentlich, dass eine eigene Installation von Jitsi oder BigBlueButton die beste Lösung für Videokonferenzen wäre. Die Installation auf einem eigenen Server ist ja bei BigBlueButton wohl nötig und bei Jitsi dringend angeraten, weil deren Serverkapazitäten nicht sehr groß sind.


    Wie aufwendig ist es denn wohl für eine Schule, die zurzeit noch gar kein System wie Moodle, iServ, Logineo nutzt, eins der Programme zu installieren? Und ist es mit der Installation dann getan oder muss das auch irgendwie gepflegt werden?

    Und etwas off topic, aber ich habe den Eindruck gewonnen, dass du einen ganz guten Durch- oder Überblick hast: Wieviel Arbeit ist es wohl, an einer Schule eins der o. g. Systeme einzurichten, von null — niemand im Kollegium hat sowas jemals benutzt — bis zu dem Punkt, an dem alle Kollegen und Familien einen Zugang haben, über das System kommunizieren und Dateien austauschen können und eben auch Jitsi oder BigBlueButton eingebunden ist, denn Videokonferenz gehört ja nicht zum Funktionsumfang der Systeme.


    Vorteil wäre, dass wir als kleine Grundschule einige Funktionen gar nicht bräuchten, die an größeren Schulen relevant sind, einen online Vertretungsplan zum Beispiel. Andererseits sind natürlich keine Informatiker im Kollegium.

    IServ ist ein kommerzielles System, der Aufwand für die Einrichtung besteht in erster Linie in den Kosten, die sind Abhängig von der Schülerzahl aber über deren Webseite einsehbar. Danach entsteht im wesentlichen noch der Aufwand für das Jährlich Einpflegen der Benutzerkonten, das ist aber überschaubar. In einer kleinen Schule kann man das mit 1-2 Anrechnungsstunden machen, in größeren ist es in der Regel Teil einer Funktionsstelle. Für mich wäre also schon mal Voraussetzung, dass die Schulleitung bereit ist, das zu investieren.

    Moodle ist ein offenes System. Das setzt man selber auf und benötigt zumindest am Anfang deutlich mehr Zeit, dafür versteht man (zumindest die Person, die es gemacht hat) dann hinterher auch schon mal viel von dem System. Der anschließende Bedarf ist ähnlich.

    IServ enthält übrigens auch ein Videokonferenzmodul.

    Im Schnitt hatten die Verstorbenen etwa 3 schwere Vorerkrankungen (Quelle schon einige Zeit her).

    Natürlich haben die meisten Menschen im "mittleren Alter" irgend etwas und sind nicht mehr 100% gesund, damit sind sie aber trotzdem noch weit entfernt von dem was hier im Mittel für die Verstorbenen gilt.

    Es wird wohl langfristig zu überlegen sein, ob die Grenzwerte für Diabetes, Bluthochdruck und BMI wirklich nur vom Baum der bösen Pharmaindustrie gefallen sind. Oder ob die böse Pharmaindustrie sich gerade an uns rächt, dass wir das denken.

    Um das zu beurteilen, müsste man wissen wo im Bereich von "über dem Grenzwert" die Erkrankten lagen.

    Wer sollte denn einen Impfstoff entwickeln wollen gegen etwas, das es entweder nicht mehr gibt (SARS-CoV-1) oder kaum eine Bedrohung darstellt (MERS)?

    Die Entwicklung von Impfstoffen gegen die genannten Krankheiten ist nicht gescheitert, sie ist aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt worden, als absehbar war, dass es kein großes Vermarktunspotential mehr gibt. Einige der Impfstoffprojekte setzen auf vorherigen Projekten zu SARS/MERS auf.

    Aktuell werden ca. 70 Impfstoffe gegen den Covid19 Erreger entwickelt, die ganz überwiegende Mehrheit davon wird auch eingestellt werden, in dem Moment, in dem die Firmen absehen können, dass sie nicht unter den ersten 5-10 (gut funktionierenden) sein werden.

    Tatsächlich gibt es zwei "Produkte", die in den diversen Corona-Erlassen des Landes Niedersachsen mehrfach namentlich erwähnt werden:

    "IServ" und "Niedersächsische Bildungscloud"

    Mein Eindruck ist, dass beides für die Zukunft (in Niedersachsen) als Quasistandard gesetzt ist und man ausgehen kann, dass sich zukünftige Vorgaben / Materialien / Fortbildungen daran orientieren. Es wird keine exklusive Vorgabe sein (schon aus "kartellrechtlichen" Gründen), allerdings wird es immer heißen, "Wir liefern das Paket für xxx komplett, andere Lösungen sind auch zulässig, dann müsst ihr aber selber klar kommen". Man hat also die Entscheidung, ob man sich an den Standard hält und ihn so nimmt, wie man ihr bekommt, oder ob für einen spezielle Vorteile anderer Varianten überwiege und man sagt, dann mache ich es lieber damit und investiere die zusätzliche Zeit. Und auch dann läuft man immer Gefahr, dass es irgendwann heißt "Exotenlösung xyz geht jetzt leider doch nicht mehr, bitte wechseln".

    Letztlich geht es ja nur darum, dass man faktisch keine Schlüsse daraus ziehen kann, wenn sich nur der intransparenteste Wert verschlechtert, während sich die beiden nachvollziehbar definierten verbessern. Das hinterlässt bei mir das ungute Beigefügt, dass dies politisch gewollt ist, vor allem, wenn es genau einen Tag nach Frau Merkels "basta" PK passiert.

    Fehlende Transparenz beschädigt Glaubwürdigkeit und Akzeptanz.

    R_0 hat nichts mit der Zahl genesener Patienten zu tun, sondern gibt an, viel viele Folgeinfektionen ein infizierter verursacht.

    Wenn 10000 Leute infiziert sind und R0=1 ist, dann steckt jeder im Schnitt in der nächsten Generation eine weitere Person an, es gibt also in einem fest definierten Zeitraum 10000 Folgeinfektionen. Das ist unabhängig davon, ob vorher bereits 100 000, 10 000 oder 0 Patienten genesen sind.

    Die tägliche Zuwachsrate ist als quantitatives Bewertungskriterium ungeeignet, da sie sich auf die Basis aller positiver Tests bezieht. Angenommen, wir hätten irgendwann man 10 Mio Genesene, dann könnte im Neuinfektionsgeschehen passieren, was will, die tägliche Zuwachsrate wäre trotzdem fast 0. Gleiches gilt für die Verdopplungszeit.

    Rein qualitativ können alle drei Zahlen (zwangsläufig) nur in die Vergangenheit gucken, allerdings mit unterschiedlicher (und bei R0 unbekannter) zeitlicher Perspektive (die tägliche Zuwachsrate bezieht sich immer auf den Vortag, die Verdopplungsrate meist auf die vergangenen 7 Tage).

    Qualitativ müssten sich alle Werte gleich entwickeln, wenn sie sich auf die gleichen Zeiträume beziehen würden, was sie aber offensichtlich nicht tun.

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