Beiträge von Moebius

    Auszug aus Datenseite n-tv ("Pandemie-Parameter"):

    Die tägliche Zuwachsrate hat sich verbessert, die Verdopplungszeit hat sich verbessert, angeblich hat sich gleichzeitig die R_0 Zahl verschlechtert.

    Das ist ein offensichtlicher Widerspruch, der sich nur dadurch erklären lässt, dass man bei den verschiedenen Berechnungen unterschiedliche Zeitbereiche verwendet, sonst müssten die Wert im Gleichschritt laufen.

    Am sinnvollsten ist der Vergleich für mich immer noch, indem man keine hypothetischen, berechneten Werte betrachtet, sondern die aktuellen Zahlen mit denen des gleichen Wochentages der Vorwoche vergleicht.

    Spaßeshalber etwas umgerechnet:

    Wenn man R_0 berechnet, indem man die Summe der letzten fünf Tage durch die Summe der fünf Tage davor teilt, kommt man genau auf die beschriebene Entwicklung, nämlich dass sich der R_0-Wert von vorgestern auf gestern von 0,8 auf 0,9 verschlechtert. Das würde theoretisch Sinn mache unter der Annahme, dass ein Infizierter durchschnittlich fünf Tage nach seiner Infektion die nächste Generation ansteckt.

    Rein praktisch wäre dann der Effekt allerdings dadurch zu Stande gekommen, dass der Dienstag nach Ostern, mit dem bisherigen Tiefpunkt der Infektionen, vom ersten ins zweite Intervall gewandert ist. Dann müsste sich der Wert bei der nächsten Aktualisierung wieder auf 0,8 verbessern, weil als nächstes der relativ hohe Wert vom 10.4. aus dem zweiten Intervall rausfallen würde.

    Da steht aber jetzt nicht wirklich was Substantielles. Man weiss immer noch nicht, wie die den R0-Wert genau berechnen und das was Moebius zuletzt geschrieben hat, dass der auch kräftig von einer veränderten Zählweise beeinflusst werden kann, halte ich für sehr plausibel.

    Auszug aus Datenseite n-tv ("Pandemie-Parameter"):

    Die tägliche Zuwachsrate hat sich verbessert, die Verdopplungszeit hat sich verbessert, angeblich hat sich gleichzeitig die R_0 Zahl verschlechtert.

    Das ist ein offensichtlicher Widerspruch, der sich nur dadurch erklären lässt, dass man bei den verschiedenen Berechnungen unterschiedliche Zeitbereiche verwendet, sonst müssten die Wert im Gleichschritt laufen.

    Am sinnvollsten ist der Vergleich für mich immer noch, indem man keine hypothetischen, berechneten Werte betrachtet, sondern die aktuellen Zahlen mit denen des gleichen Wochentages der Vorwoche vergleicht.

    Hmm... R0 berechnet sich doch aber aus den *aktiven* Infektionen und den täglichen Neuinfektionen. Wenn die täglichen Neuinfektionen relativ zu denen, die überhaupt noch ansteckend sind, nicht stark genug sinkt, dann steigt doch auch R0 wieder oder denke ich jetzt falsch?

    Irgend ein Verhältnis, in dem im Prinzip diese beiden großen drin stecken, wird es wohl sein. Man wird wohl irgendwie einen Zeitraum der Infizierten der Länge x mit einem gleich langem Zeitraum vor y Tagen vergleichen. Die beiden Parameter sind aber nicht bekannt. Und letztlich kann darin natürlich auch schnell ein Fehler stecken, wenn die beiden Zahlen zB nicht 7 sind, kann es sein, dass der erste Zeitraum nicht die gleiche Anzahl Wochen- und Wochenendtage enthält, wie der zweite.

    Ganz profan kann ein "steigendes" R0 aber auch daran liegen, dass man in Bayern die Zählweise für die Genesenen heute geändert hat und dadurch die Zahl der aktiv Erkrankten wieder um 3000 gestiegen ist (das sind keine Neuinfektionen, sondern Leute, die man schon als Geheilt gezählt hat und jetzt wieder als infiziert). So einen Effekt müsste man allerdings bei der Berechnung korrigieren. Falls das nicht geschehen ist, würde das natürlich erklären, wieso man auf einmal wieder einen höheren Wert hat. Allerdings würde es mein Vertrauen in das RKI deutlich erschüttern, denn so ein simpler Fehler kann eigentlich Fachleuten nicht zufällig unterlaufen und es würde der Eindruck entstehen, dass man durch Änderung der Berechnungsgrundlagen die Zahl künstlich hoch hält, weil ein zu starker Rückgang politisch derzeit nicht gewollt ist.

    Wie gesagt: man schaue sich die Zahlen an. In meinen Augen hat sich der Infektionsrückgang in den letzten Tagen beschleunigt.

    R0<1 bedeutet sinkende Zahlen an Neuinfektionen

    R0>1 bedeutet steigende Zahlen an Neuinfektionen

    Das RKI gibt nicht an, wie genau es seinen R0-Wert berechnet, wenn die Werte vier Tage in Folge fallen und der Wert für R0 dabei steigt, ist die Methode offensichtlich fragwürdig.

    Die Zahlen kann man an diversen Stellen sehen, wer sich den Verlauf der letzten 3 Wochen anguckt und mir erzählen möchte, dass die Zahlen steigen, sollte mal prüfen, ob sein Monitor schief steht.

    Im Wochenvergleich haben sich die Zahlen fast halbiert, an jedem einzelnen Tag lagen die Zahlen unter dem Wert der Vorwoche.

    Übrigens haben wir heute zumindest nach den Zahlen von n-tv zum ersten mal seit dem 15.3. wieder unter 1000 gemeldete Neuinfektionen. Klar, Schwankung durch Meldeverzug und verschiedene Zahlen bei verschiedenen Quellen, aber mehr als eine Halbierung gegenüber Ostermontag finde ich schon bemerkenswert.

    Schön, dass immer so verallgemeinert wird! "Städte brechend voll", "Menschentrauben", "große Gruppen ohne Abstand",... Also, ich war heute Vormittag bei uns in der Innenstadt, weil ich dort einen Arzttermin hatte. Weder war es voll (nur vereinzelt Menschen allein oder zu zweit, max. zu dritt = Familie unterwegs), noch haben die Leute vor Geschäften, wo sich tatsächlich eine Schlange gebildet hatte (das sah ich bei "Fielmann"), den Abstand nicht eingehalten.

    Klar kann das in einer anderen Stadt anders gewesen sein, aber du bist sicherlich heute sicherlich nicht in mehreren Innenstädten unterwegs gewesen, oder, Sawe?

    Ich lehre mich mal aus dem Fenster und behaupte, die Behauptung von Sawe hat nicht mal anekdotischen Charakter.

    Es gab heute reichlich Presse- und TV-Berichte zu den Wiedereröffnungen, überall war der Tenor "bisher nicht viel los".

    Und das es vor Bau- und Gartencentern lange Schlangen gibt liegt daran, dass nicht mehr so viele Leute gleichzeitig rein dürfen. Und lange Schlangen auf Parkplätzen sind auch epidemiologisch völlig unbedenklich.

    Tut mir leid Frosch! Das ist kein Fake! Ich habe eine Quelle, die besagt, dass Fr. Gebauer heute oder morgen vor die Presse tritt und sagt, dass ab dem 22.04.2020 auch die 4.ten Klassen (z.B.) kommen sollen bzw. das von primaballerina beschriebene Verfahren erläutert.

    Du weißt doch, wie das im Moment so ist mit der Halbwertszeit von irgendwelchen Politikeraussagen :)

    Ich hab gehört, die eine Hälfte der Kinder soll im Handstand laufen, damit der mittlere Abstand zwischen Mund-/Nasenbereich - über den ja im wesentliche das Infektionsgeschehen abläuft - größer wird.

    Mit dieser Maßnahme gilt dann auch der Sportunterricht als erteilt.

    "Rets" würde mir da als Beispiel für einen User einfallen, der sich vor einiger Zeit abgemeldt hat und nur noch als "Gast" geführt wird. Wenn ich "Rets" bei der Suche als Begriff oder als Autor eingebe, erscheint die Meldung: Es wurde kein mit deiner Suchanfrage „Rets“ übereinstimmender Eintrag gefunden.

    Das ist sicher so gewollt und auch nicht zu vermeiden. Ein auf eigenen Wunsch gelöschter User hat ein Anrecht darauf, dass persönliche Daten über ihn nicht weiter gespeichert sondern gelöscht werden. Dazu gehört sein Username. Wenn der im System "weg" ist, kann man auch nicht mehr danach suchen.

    Die Texte bleiben lediglich als Inhalt des Forums bestehen, da man die Rechte dazu unwiderruflich erteilt, indem man sie hier veröffentlicht.

    IServ-Modul Videokonferenz

    Können Teilnehmer einer solchen Konferenz diese unerlaubt aufzeichnen und an anderer Stelle evtl. in einem anderen Format im Internet später veröffentlichen, so dass Dritten Zugriff ermöglicht wird?

    Oder können Teilnehmer nur unerlaubt screenshots einer Konferenz machen und diese an anderer Stelle im Internet Dritten zeigen?

    Das geht grundsätzlich bei jeder Videokonferenzsoftware. Wenn nicht mit Bordmitteln, dann kann man Notfalls immer eine Software mitlaufen lassen, die einfach Bildschirminhalt und Ton als Video speichert.

    Beim IServ-Videokonferenzmodul kann man das eigene Bild aus lassen und nur mit Ton und Präsentationen arbeiten. Es ist allerdings erst eine Beta-Version und auf den ersten Blick für mich nicht unbedingt intuitiv.

    Jena hatte eine Maskenpflicht eingeführt und zieht eine positive Bilanz:
    Nach Einführung der Maskenpflicht gab es keine Neuinfektionen.

    Und nu? Zufall? Oder liegen eure Epidemiologen einfach falsch?

    https://www.n-tv.de/politik/Neun-T…le21719701.html

    Es gab in der fraglichen Zeit auch keine Angriffe durch Bären.

    Das entscheidende Argument für die Maskenpflicht ist im Augenblick nicht die erwiesene Wirksamkeit, sondern die Tatsache, das es ein recht niederschwelliges Instrument ist, das weder große Kosten noch wesentliche Einschränkungen verursacht. (Und auch manchem Politiker ermöglicht, sich als "Macher" zu profilieren.)

    Aus genau diesem Grund bin ich auch für eine Verwendung von Masken in Schulen, aber ohne dass ich mir davon jetzt einen entscheidenden Einfluss auf das Infektionsgeschehen erwarte.

    Ist denn mittlerweile genau geklärt, wer als Risikogruppe zählt? Ich habe z. B. leichtes Asthma und mir ist absolut nicht klar, ws das in diesem Zusammenhang bedeutet.

    In Niedersachsen wird im Erlass einfach auf ein Attest verwiesen. Bedeutet: du bist Risikopatient, wenn dir dein Arzt attestiert, dass du Risikopatient bist. An den solltest du dich im Zweifelsfall einfach wenden.

    Die Dynamiken in kleinen aber sehr stark betroffenen Ländern wie der Schweiz, Belgien oder Luxemburg werden gerade völlig übersehen, weil sie halt in absoluten Zahlen nicht spektakulär genug sind. Dabei wäre es eigentlich spannend überall auf der Welt zu schauen um möglichst viel über die Infektionsketten zu lernen. Vor allem die Schweiz und Luxemburg (bei Belgien kenne ich mich nicht wirklich aus, mit Luxemburg habe ich noch direkten Kontakt) sind durch den Grenzgängerverkehr und den hohen Anteil an Migranten im Land sehr stark betroffen.

    Belgien hat mehr Todesfälle als Deutschland, ist also sehr stark betroffen, trotz sehr guter medizinischer Versorgung.

    Zitat

    In der Containment-Phase konnten in der Schweiz ALLE Infektionsketten auf entweder Italien oder Frankreich zurückgeführt werden. Bei den Verbindungen zu Italien handelte es sich ausschliesslich um Familienkontakte, kein einziges Infektionsgeschehen konnte in unmittelbaren Zusammenhang mit einer Schule gebracht werden. Das gleiche gilt für die Infektionswege, die nach Frankreich führen, hier hat in Basel das Treffen der evangelischen Freikirche "Porte Ouverte Chrétienne" zu einem rasanten Anstieg der Infektionszahlen geführt. Auch der Fall Ischgl (davon war vor allem Deutschland sehr stark betroffen) ist eigentlich bezeichnend und spricht dafür, vor allem die Reisefreiheit in den nächsten Monaten weiterhin einzuschränken.

    Die Fälle, die du nennst sprechen vor allem gegen Reisetätigkeit im Zusammenhang mit Großveranstaltungen. Wenn es in Europa gelingen sollte, zumindest bei Großveranstaltungen eine einheitliche Linie zu finden, dann gäbe es die Chance bei "normalen" Grenzverkehr etwas eher zu einer Öffnung zurück zu kommen.

    Man sollte allerdings dazusagen, dass bei diesem "Ranking" auch China und Japan ganz weit vorne mit dabei sind, deren Zahlen mit grosser Wahrscheinlichkeit massiv geschönt sind. Entschuldige bitte, aber Dein Quellenstudium lässt in letzter Zeit dann doch sehr stark zu wünschen übrig. SPON zählt ohnehin ganz sicher schon lange nicht mehr zum "Qualitätsjournalismus".

    Ach, du bist doch nur sauer, weil wir vor der Schweiz liegen.

    Ich bewerte die Quelle gar nicht, sie fällt für mich eher in die Kategorie "skurril".

    Bemerkenswert ist nicht der Inhalt, sondern dass es sich um ein Beratungsinstrument für Investitionstätigkeit handelt. Es dürfte ein kleiner Vorgeschmack darauf sein, dass demnächst amerikanische Headgefonds und chinesische Staatsunternehen im deutschen Mittelstand auf Einkaufstour gehen werden. Da würde ich mir ein deutliche aggressiveres Abwehr-Vorgehen des deutschen Staates wünschen. (ZB hätte man sich bei den ganzen Rettungspaketen bei den Großunternehmen auf jeden Fall eine vorübergehende Staatsbeteiligung sichern müssen um zu verhindern, dass Deutschland erst einen Automobilzulierer mit 500 Mio rettet, nur damit er dann von China gekauft wird.)

    Sollte es sich nur auf die Schüler beziehen, frage ich mich, ob die Angehörigen der Lehrkräfte nicht so viel wert sind.

    Oder genauer, warum die Angehörigen der Schüler schützenswerter sind als die der Lehrkräfte. Das fände ich irgendwie grotesk.

    Der Leitfaden an sich ist aber wirklich bemerkenswert, und Herr Tonne macht das überraschend gut gerade. Das hätte ich nicht gedacht.

    Grundsätzlich bezieht sich das für mich erst mal auf Schüler. Es kann aber eine Leitlinie für den Umgang mit betroffenen Kollegen sein. Ich würde hier jedem raten, einfach das Gespräch mit der Schulleitung zu suchen, wenn man vernünftig miteinander redet, findet man auch vernünftige Lösungen.

    Ich kenne einen Fall, bei dem ein junges Kind betreut wird, das gerade eine Krebserkrankung hatte, da wird jeder ein besonderes Schutzbedürfnis nachvollziehen können und ich gehe davon aus, dass die Kollegin freigestellt werden wird.

    Die Konstellation "nicht pflegebedürftiger Elternteil lebt mit im Haus" wäre mir persönlich aber zu wenig, zwei grundsätzlich gesunde Erwachsene sollten im gemeinsamen Zusammenleben in der Lage sein Regelungen zu finden, bei denen Infektionsrisiken vermieden werden. Da wäre ich nicht der Meinung, dass man eine Freistellung erwarten kann.

    Was die Arbeitszeit im HO angeht:

    Ich habe die Möglichkeit für Aufgaben in NDS ausgeschöpft. Alle meine Klassen haben haben wochenweise Aufgaben von mir bekommen. In den älteren Jahrgängen habe ich mir Lösungen schicken lassen und die auch korrigiert (was wir eigentlich gar nicht durften). Das hat mich insgesamt in den 3 Wochen etwa 10 Stunden gekostet. Ich habe noch andere Aufgaben und haben noch eine Reihe Dinge in der Schule erledigt, die hätte ich sonst aber auch machen müssen. Klar gibt es Schulleiter und Leute mit besonderen Funktionen oder Schülern, die einiges zu tun hatten, wer mir aber ernsthaft erzählt, er hätte als "ganz normaler Lehrer" jeden Tag 10 Stunden im Homeoffice gearbeitet, schreibt seine Emails vermutlich ausschließlich mit dem rechten Zeigefinger (oder er zählt die Zeit mit, die er mit Corona-Recherche und posten in diesem Forum verbracht hat).

    Für Niedersachsen hat Herr Tonne heute schon mal grob einen Fahrplan skizziert:

    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…avirus1446.html

    Im Kern: Prüflinge ab 27.4., Jahrgang 12 ab 11.5., übrige Jahrgänge in kleinen Schritten bis Ende Juni, je nachdem, wie sich die Fallzahlen entwickeln. Klassen werden geteilt und kommen tages- oder wochenweise im Wechsel, die übrige Zeit lernen sie selbständig. Aufgaben dürfen und sollen ab nächste Woche auch verbindlich sein. Kein Sportunterricht.

    Und ich bin positiv überrascht, im Prinzip ist das genau die Regelung, die ich getroffen hätte, wenn ich was zu entscheiden hätte.

    Nach dem Totalausfall seiner Vorgängerin macht das niedersächsische MK bei mir so langsam wieder etwas Boden gut.

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