Beiträge von Moebius

    In der Grundschule brauchst du keine unvorhersehbaren Zufälle. Da reichen schon die Kinder, die manchmal sehr überraschend agieren - wie von Tom beschrieben.

    Echt, Grundschulkinder verhalten sich manchmal überraschend?

    Dann sollte man vielleicht nicht gleichzeitig 21 davon, von denen 6 nicht schwimmen können, in ein Nichtschwimmerbecken lassen, das auch noch zu tief für viele der Kinder und unzureichend gesichert ist...

    Es geht nicht darum, ob Du anderer Meinung bist. Es geht darum, dass Du so darstellst, dass der Richterspruch zwar kassiert werden könnte aber die Lehrkräfte sich trotzdem falsch verhalten haben.

    Ja, exakt, auf Basis der für mich derzeit zugänglichen Informationen gehe ich davon aus, dass die Lehrkräfte sich falsch verhalten haben, unabhängig davon, dass das aktuelle Urteil meine Meinung auch bestätigt.

    Wenn die nächste Instanz den Urteilsspruch kassiert, dann würde ich davon ausgehen, dass man den Lehrkräften nichts vorwerfen kann.

    Davon gehst du doch auch jetzt schon aus.

    In Deutschland gilt man als unschuldig bis das Urteil rechtskräftig ist. Wenn die Folgeinstanz das Urteil einkassiert, dann vielleicht einfach deshalb, weil der Richter vorher etwas falsch gemacht hat. Wie kommst Du darauf, dass Du besser weißt, dass die Lehrkräfte schuldig sind?

    Lustig, dass du und andere seit 20 Seiten darüber schreiben, dass sie anderer Meinung sind als der aktuelle Richterspruch, gleichzeitig meine möglicherweise abweichende Meinung zu einem hypothetischen Richterspruch in der Zukunft aber anmaßend sein soll.

    Auch wenn in Endlosschleife andere Problemfelder aufgemacht werden bleibt es dabei, dass die Lehrkräfte dafür verurteilt worden sind, dass sie sich bei der konkreten Durchführung des Unterrichtes falsch verhalten haben und für mich bleibt es auch dabei, dass ich diese Einschätzung für richtig halte.

    (Und dabei will ich gar nicht ausschließen, dass eine Folgeinstanz das Urteil einkassiert, weil Lehrkräfte in der Praxis wirklich nur ganz selten für Folgen ihrer Versäumnisse strafrechtlich belangt werden, dadurch alleine würde sich meine persönliche Meinung aber auch nicht ändern, so lange die Sachdarstellung so bleibt, wie sie ist.)

    Die Darstellungen sind jetzt sehr allgemein und darum schwer zu beurteilen.

    Natürlich gibt es auch schlechte Schulleiter aber das Kontrollieren von Stundenabrechnungen etc. ist auch ganz normal und wenn da etwas falsch ist, lässt man es halt korrigieren.

    Ganz grundsätzlich würde ich es immer erst mal vermeiden dem Gegenüber eine planvolle Absicht zu unterstellen. Erstens ist das meistens nicht der Fall, zweitens führt das auch dazu, dass man selber viel emotionaler reagiert, das ist auch nicht hilfreich.

    Ich persönlich mag keine Bälle irgendwelcher Art, hab aber auch nicht das Bedürfnis, den Abiturienten ihre aus- oder schlechtzureden. Wenn man das Abi feiert, verstehe ich schon, dass man mal was besonderes machen will und nicht einfach nur eine x-beliebige Party.

    Ein Problem sind die Preise durchaus, wenn man mit den Lehrkräften feiern möchte. Denn für mich ist das keine private Veranstaltung, ich zahle keine 60€ Eintritt dafür, sondern komme höchstens dann, wenn die Lehrkräfte so reinkommen und ausdrücklich erwünscht sind. Eine Karte für 60 € darf ich aber auch nicht als Geschenk annehmen, da liegt der Höchstbetrag für genehmigungsfähige Geschenke bei 50€.

    In dem Fall bin ich also so oder so raus.

    Auch wenn ich mit meinem Auto - aus Versehen - jemanden überfahre, der dann tot ist, bin ich natürlich schuldig, ganz klar.

    Die betroffenen Kolleginnen haben hier aber nicht einfach "nur" aus versehen (eher: schuldlos) jemanden überfahren, sondern waren betrunken, zu schnell oder irgendwie anders fahrlässig unterwegs, um in dem Bild zu bleiben, sonst wäre es kein schuldhaftes Versäumnis gewesen für das die beiden verurteilt worden sind.

    Hast du das gleiche Mitgefühl auch mit einem alkoholisierten Autofahrer, der bei einem Unfall den Tod eines Kindes verschuldet?

    Unabhängig von der Schuldfrage und der juristischen Beurteilung: Was ich mich frage, ist, wie es den beiden Lehrerinnen jetzt geht? Kommen sie mit dem Erlebten klar? Geben sie sich vielleicht moralisch doch die Schuld? Sind sie arbeitsfähig?

    Mal abgesehen davon, dass das alles oben schon beantwortet wird, ist das wieder mal so ein Punkt, bei dem ich es sehr schwierig finde, wenn in einem öffentlichen Forum das Mitgefühl primär für die Täter ausgedrückt wird und nicht für das tote Kind und seine Eltern.

    Auch das nicht zum ersten Mal: jeder der hier schreibt, sollte sich bewusst machen, dass wir hier nicht unter befreundeten KuK in einem Lehrerzimmer sitzen sondern im öffentlichen Raum in einem Thread, der neben der den angemeldeten Usern auch von tauenden Gästen gelesen wird, von denen die meisten Eltern sein dürften, die bei der Suche nach irgendwelchen Schulthemen hier zufällig gelandet sind.

    Man stelle mal vor, eine Lehrkraft wird auf einem Elternabend auf den Vorfall angesprochen und antwortet den 30 anwesenden Eltern mit "Ja, davon habe ich gehört, muss wirklich schrecklich für die beiden Kolleginnen sein." Die Reaktion der Eltern dürfte wohl irgendwo zwischen entsetzen Schweigen und dem in Frage stellen der beruflichen Eignung der Lehrkraft liegen. Genau diese Reaktion provozieren solche Beiträge bei 1000 stillen Mitlesern und da niemand von denen den Schreiber in Persona vor sich hat, schadet so etwas letztlich dem gesamten Ansehen unseres Berufsstandes.

    Anwälte nehmen alles an, was zugunsten ihrer Mandanten ist, so lange nicht das Gegenteil erwiesen ist. So arbeiten Anwälte (und das meine ich nicht negativ, es ist deren Job die Interessen ihrer Mandanten zu vertreten).

    Ich persönlich komme für mich zu dem Ergebnis, dass die Fakten, die bekannt sind, mir genügen um zu dem Ergebnis zu kommen, dass die beiden Kolleginnen sich falsch verhalten haben und zurecht verurteilt worden sind. Ich will nicht ausschließen, dass sich diese Einschätzung noch mal ändern kann, wir sind noch nicht so weit wie in dem Fall der in England verstorbenen Schülern. Ich habe auch kein Problem damit, dass sich jemand noch kein Urteil erlauben möchte. Ich habe aber ein Problem damit, wenn sich einzelne bereits direkt am Anfang und ganz ohne jede Information reflexartig hinter die Angeklagten stellen, und daraus eine "wir Lehrerkräfte gegen den Rest der Welt"-Nummer machen.

    (Auch im Falle der in England verstorbenen Schülern glänzen diejenigen, die sich sofort hinter die beiden gestellt haben, jetzt mit dem Ignorieren des Themas.)

    Das Thema ist bereits durch.

    Die Rückruf startete am 11. März.

    An insgesamt 460 (- nicht 151, wie oben von mir irrtümlich behauptet) der 46000 Fahrzeuge mussen Verbesserungen vorgenommen werden.

    Vorab hatten sich insgesamt 151 Kunden mit dem Problem gemeldet, was der Anlass für den Rückruf war.

    In der Berichterstattung ist immer noch von 46 000 die Rede und der Rückruf ist meines Wissens noch gar nicht gestartet, er wurde erst (am 19.3., glaube ich) angeordnet. Wie Tesla das Problem lösen will, ist noch gar nicht bekannt, und das wird auch nicht so einfach, weil man nicht einfach neuen Kleber auf die alten Teile machen kann ohne sie vorher zu säubern.

    Der aktuelle Rückruf betrifft eine beeindruckende Anzahl von 46.096 Cybertrucks der Modelljahre 2024 und 2025, die zwischen November 2023 und Februar 2025 produziert wurden. Dies umfasst praktisch alle Cybertrucks, die bisher auf amerikanischen Straßen unterwegs sind, und unterstreicht die Schwere des Problems.

    Falls sich daran aktuell etwas geändert hat, wäre eine Quelle interessant.

    Sonst gehe ich davon aus, dass du dich auf einen älteren Vorgang beziehst, das ist nämlich bereits der 8. Rückruf der Cybertrucks in gut 2 Jahren.

    (In 2024 war Tesla für 21% der Rückrufe in de USA verantwortlich, bei einem Marktanteil im mittleren einstelligen Bereich.)

    Fake-Narrative vielleicht besser denen Rechtsaußen überlassen.

    Es handelt sich um ein sehr selten auftretendes Problem (151 von 45000 Auslieferungen, die untersucht wurden), das ursächlich auf eine kurze Produktionsphase begrenzt war, und auch nichts mit Regen als Auslöser zu tun hatte.

    Tesla hat gerade die Anordnung für einen Rückruf 46 000 Cybertrucks bekommen, also fast die gesamte Produktion, weil bei einem Seitenteil ein falscher Klebstoff verwendet wurde, der durch Umwelteinflüsse porös werden kann, wodurch sich das Teil löst. Das ist jetzt keine Kleinigkeit.

    Der mögliche Totalschaden bei sehr starken Regen hat damit tatsächlich nichts zu tun, das war ein älteres Problem bei einem anderen Modell. Aber man bedient jetzt sicher kein Fake-Narrativ, wenn man darauf hinweist, dass Tesla wiederholt Qualitätsprobleme in der Produktion hat. Das hatten andere Hersteller in der Vergangenheit auch schon, bei Tesla scheint mir das aber systembedingt, da die ganze Personalpolitik in der Produktion so angelegt ist, dass es zu wesentlich mehr Fluktuation und Wechsel als bei anderen Herstellern kommt.

    Es liest sich furchtbar. Wieso ist den ganzen Freitag keine Lehrerin im Zimmer gewesen, um nach dem Kind zu gucken?

    Edit: an die Lehrkräfte der Sekundarstufe: würdet ihr nicht in jedem Falle jeden SuS jeden Tag sehen? Selbst gesunden Jugendlichen sagt man doch zumindest gute Nacht und schaut, ob Alkohol konsumiert wird usw., oder?

    Ich habe es in dem anderen Thread schon mal geschrieben:

    Meiner Meinung nach haben die beiden Kolleginnen die viel schwerwiegenderen Fehler vor Ort gemacht (der Sachverhalt ist wirklich ausführlich beschrieben und das Verhalten der beiden Lehrkräfte ist für mich wirklich jenseits von allem, was ich auch nur im Ansatz nachvollziehen kann).

    Das Gericht hat die Angeklagten in meinen Augen nur deshalb mit Begründung durch das fehlende Formular verteilt, weil man damit einen scheinbar objektiven Grund hatte, dass Thema schnell mit einem nicht all zu schwerwiegenden Strafmaß vom Tisch zu kriegen, so dass man sich eine langwierigere Auseinandersetzung mit den Geschehnissen vor Ort sparen konnte. Das ist in meinen Augen ein Fehler, hier hätte man sich die Mühe machen müssen diese Dinge juristisch aufzuarbeiten, eben weil der Fall so eine Grundsatzbedeutung hat. Das hätte für die beiden betroffenen möglicherweise ein höheres Strafmaß bedeutet, hätte aber verhindert, dass bei tausenden anderen Lehrkräften der Eindruck entsteht "Ich übersehe ein einziges Formular bei einer Schülerin und stehe sofort mit einem Bein im Gefängnis".

    Die verschiedenen Bundesländer haben die "Information der Eltern bei volljährigen SuS"-Paragraphen nach dem tödlichen Amoklauf eines seit kurzem volljährigen Schülers nach einem Scheitern des schulischen Werdegangs mit einer Waffe des Vaters eingeführt. Diese Vorgänge haben schon ihre Berechtigung, nicht umsonst nimmt man bei 18-21 in den meisten Fällen auch Jugendstrafrecht an, wenn Straftaten begangen werden. Man ist nicht bis 18 ein unmündiges Kind um dann an seinem Geburtstag schlagartig verantwortungsbewusst und selbständig zu werden, gerade die problematischen Fälle sind von der nötigen Reife oft noch ein Stück entfernt.

    Nur sollte der Gedanke bei der Einbeziehung des Elternhauses immer sein, dass dies beim Lösen von Problemen helfen sollte, die Probleme sollten sich dadurch nicht verschlimmern.

    Unabhängig von solchen Fällen ist die Überlegung "Ich werde doch sowieso belogen" keine Rechtfertigung dafür, seine Arbeit weniger sorgfältig zu machen, im Gegenteil, vor Gericht wird man in so einem Fall belegen müssen, dass man besonders sorgfältig gearbeitet hat, weil einem die Gefahr ja bekannt war.

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