Ich will keinen Kollegen davon abhalten, sich zusätzlich persönlich Notizen zu machen oder auch wahlweiser Gedichte über jeden Schüler zu schreiben, bei der Dokumentation von dienstlich Relevantem erwarte ich aber ein professionelles Vorgehen und nicht, dass der Kollege sich wichtige Dinge in elbisch auf einer Tontafel einritzt.
Beiträge von Moebius
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Wenn die Probezeit abgelaufen ist, ist man "safe", sprich, man ist automatisch auf Lebenszeit verbeamtet, unabhängig davon, ob man die Urkunde erhalten hat, oder nicht. Wenn es Gründe gegen eine Lebenszeitverbeamtung gibt, ist es eine Bringschuld des Dienstherrn, sich fristgerecht vorher darum zu kümmern, danach hat er sehr schlechte Karten.
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Die Realität ist, dass durch eine vernünftige digitale Datenverwaltung das Risiko missbräuchlicher oder fahrlässiger Verbreitung von Daten sehr viel geringer wird, als bei der "Mit Hand auf Papier" Methode. Das Papier-Klassenbuch war in den 10 Jahren, in denen ich es noch nutzen musste, mehr als einmal für eine Woche verschwunden und ist dann irgendwo wieder aufgetaucht.
Und die vernünftige Dokumentation, auf die dann auch Berechtigte transparent zugreifen können, ist auch einfach ganz grundsätzlich Teil unseres Berufes, egal, ob es um Fehlverhalten oder Noten geht.
Aber wie heißt es so schön: alles, was bis zu unserem 20 Geburtstag erfunden wird, ist selbstverständlich, alles zwischen dem 20. und 60. ist Magie, alles ab dem 60. ist Teufelszeug.
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Nebenbei: bei dem Verbot der Weitergabe geht es um ein kommerzielles Portal über das Satellitenbilder eines gewerblichen Unternehmens verkauft werden. Also gar nicht mal um spezielle US-Militäraufklärung. Auch hier mal wieder: es ist ein Armutszeugnis, dass Europa nicht selber über einen gleichwertigen Dienst verfügt.
(Allerdings haben europäische Nutzer weiter uneingeschränkten Zugang zu den Daten, ich gehe stark davon aus, dass aktuell die Bilder einfach über einen Umweg doch an die Ukraine weitergegeben werden.)
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Die fehlenden Satellitenbilder werden ein Problem für die Ukraine werden, haben aber nichts mit Abwehr von Angriffen mit Raketen oder Marschflugkörpern zu tun.
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Bei Untis gibt es standardmäßig Felder, die alle Nutzer sehen können, also auch Eltern und Schüler, und Felder mit eingeschränkter Sicherheit.
Das wird bei anderen Produkten nicht anders sein.
Natürlich gehören Bemerkungen zu einzelnen Schülern nicht in den allgemein sichtbaren Teil sondern entweder in den eingeschränkten oder in die Nachrichtenfunktion.
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Das Verbreiten von Chaos ist eine bewusste Strategie von Trump, ich glaube auch, dass es Musk nicht mehr unbedingt um's Geld geht, sondern um andere Dinge. Ob das aufgeht oder ihm auf die Füße fällt, ist aktuell völlig unvorhersehbar.
Sein zentrales Thema ist eigentlich die Wirtschaft und da sieht es aktuell eher schlechter aus, als man nach 6 Wochen Präsidentschaft hätte erwarten können, der Dow ist Über die Zeit 5% im Minus, die europäischen Indizes im gleichen Zeitraum deutlich im plus. Ihn wird das stören.
Leider machen die Demokraten weiterhin bisher wenig daraus, ich sehe noch nicht, dass sie zu den Midterms besser aufgestellt sind, als zur Präsidentenwahl.
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Ich habe jetzt mal meinen Sohn gefragt, wie es im Gymnasium ist/war. Er sagte, sie seien allein mit nur einem Lehrer zum Schwimmunterricht gegangen. Aber bei Fünftklässlern geht man wohl davon aus, dass alle schwimmen können.
Davon geht man nicht aus, das fragt man vorher ab und überprüft es dann in der 1. Stunde noch mal. Zumindest bei uns. Die Abfrage erfolgt dann auch mehrere Monate im Voraus, den Nichtschwimmern werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Schwimmfertigkeit bis zum Schwimmunterricht zu erwerben, wer dann bis zum schulischen Schwimmunterricht noch keine Schwimmfertigkeit hat nimmt am regulären Unterricht nicht teil.
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Dann dürfte ich auch nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren. Da denke ich mir beim Fahrtantritt nämlich auch „es geht bestimmt gut“ und ich werde an der Schule ankommen. Trotzdem gibt es immer ein gewisses Unfallrisiko, das >0 ist.
Und wenn du im Straßenverkehr einen tödlichen Unfall verursachst, wird auch dort jedes mal genau hingeguckt werden, ob du es hättest verhindern können. Es wird auch da nicht reichen, wenn du sagst, "ich habe mich aber an alle Verkehrsregeln gehalten", weil in diesem Fall immer auch auf fahrlässige Tötung geprüft wird. Da kann ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung ein Grund sein, muss aber nicht, auch da genügt bereits die Abwägung, dass du die Gefährdung hättest erkennen müssen und durch individuell vorsichtigeres und rücksichtsvolleres Verhalten den tödlichen Unfall hättest verhindern können.
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Was lerne ich (wieder einmal) daraus? Es ist daher sehr wichtig, alle Vorfälle mit Datum zu notieren.
Notieren reicht nicht, man wird auch nachweisen müssen, dass vorher regelmäßig Erziehungsmittel eingesetzt wurden und keine Besserung herbeigeführt haben, im Normalfall passiert eine Ausschlussmaßnahme auch nicht auf der 1. Klassenkonferenz, sondern muss vorher mal angedroht worden sein.
Und leider macht man oft genug die Erfahrung, dass vielen KuK das viel zu mühselig ist. Typischer Dialog im Lehrerzimmer:
A: "Stell dir vor, Kevin hat heute in meinem Unterricht xyz gemacht, der Junge ist wirklich unmöglich, so geht das nicht weiter!"
B: "Ja, da hast du völlig recht, bitte lass ihn zu dem Vorfall eine Aufgabe als erzieherische Aufgabe machen und das von den Eltern unterschrieben."
A: "Kannst du das nicht machen, du bist doch Klassenlehrer?"
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Und wer beaufsichtig dann die anderen Kinder?!?
Du im Rahmen deiner Möglichkeiten, wenn das mit 5 Kindern im Wasser nicht möglich ist, sind es halt nur noch 3, oder vielleicht auch mal nur einer, wenn der ein besonderer Fall (absoluter Nichtschwimmer) ist.
Daran gibt es im Übrigen überhaupt nichts zu diskutieren, es sind nur so viele Kinder im Wasser, wie aus Sicherheitsgründen zu verantworten ist. Die Kinder auf der Bank befinden sich auf jeden Fall nicht in potentieller Lebensgefahr. Genau das ist das den Lehrkräften vorgeworfene Versäumnis.
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Wenn ein nicht mehr als Lehrkraft arbeitender User regelmäßig neue Threads aufmacht, die nur aus einem Verweis auf die nächste Linksammlung zu irgendeinem Oberthema bestehen, halte ich die Deutung, dass derjenige tatsächlich in erster Linie noch hier ist, um Werbung zu machen, jetzt nicht für so abwegig.
Aber der Besitzer dieses Forums muss letztlich entscheiden, wie weit er so etwas akzeptiert, ohne dafür bezahlt zu werden, andere User können den Nutzer ja auch ausblenden.
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Du legst gar nichts fest, und schon gar nicht entscheidest du eigenständig, was du unterrichtest und was nicht. Du remonstrierst viellicht, falls der Schulleiter die Weisung dann aufrecht erhält, bist du für die Rahmenbedingungen schon mal nicht mehr verantwortlich, wohl aber weiterhin dafür, den Unterricht unter sicheren Bedingungen durchzuführen, soweit das möglich ist. Wenn das unter Berücksichtigung der Aufsichtspersonen und der Lerngruppe bedeutet, dass maximal 5 SuS gleichzeitig im Wasser sind, ist das eben so, dann sorgst du dafür, dass halt nur 5 SuS gleichzeitig im Wasser sind.
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Kann der Eurofighter bzw. die Rafale die französische Atombombe tragen?
Könnte die Bombe auch mit einem Taurus Marschflugkörper transportiert werden?
Die französischen Atomwaffen sind meines Wissen auf die Interkontinentalrakete Frankreichs ausgelegt, der Taurus wird überhaupt keine Atomwaffen tragen können, der ist für einen ganz anderen Anwendungsfall konzipiert, als Bunkerbrecher (wohl gerade gegen russische Silos von Interkontinentalraketen).
Für die atomare Abschreckung sind letztlich strategische Nuklearwaffen auf Interkontinentalraketen entscheidend, alles andere ist nur Beifang.
(Von daher halte ich es für gar nicht so sehr relevant, dass Flugzeuggestützte Bomben der Amerikaner in Deutschland liegen, ob der Tornado im Ernstfall bis Moskau kommt ist fraglich, aber die Interkontinentalraketen sind so oder so früher da.)
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Die F 35 hat Deutschland für die nukleare Teilhabe bestellt, da der Eurofighter die Atombomben nicht transportieren kann, das kann sonst nur der Tornado, der aber veraltet und ein Auslaufmodell ist.
Davon wird man nicht abrücken, weil es sonst eine Steilvorlage für Trump wäre, die Dinger aus Deutschland abzuziehen, wenn die Bundeswehr sie gar nicht einsetzen kann.
In anderen Bereichen hingegen sollte man definitiv auf Unabhängigkeit setzen, meiner Meinung nach als allererstes im high tech Bereich. Europa braucht eine eigene, wirksame Satellitenaufklährung, eine Satellitenkommunikation, die nicht von Musk abhängig ist, eine wirksame Cyberabwehr und Drohnenproduktion. Das sind auch alles Bereiche, von denen auch die Zivilindustrie in Friedenszeiten profitieren würde.
Europa entwickelt auch ein eigenes Kampfflugzeug der 6. Generation, das braucht aber noch ein paar Jahre.
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Die eigentliche Überraschung ist, dass man so eine Studie macht, ohne die kleinste Selbstreflexion darüber, ob der Adressatenkreis die ganze Geschichte nicht vielleicht als schlicht und einfach beleidigend empfinden könnte. Man stelle sich vor, jemand macht eine Studie über das Vorurteil "Frauen denken nicht logisch, sondern sind überwiegend gefühlsgesteuert" und erwartet dann, dass Frauen bereitwillig eine Fragebogen mit Items wie "Manchmal bin ich emotional so aufgewühlt, dass ich froh bin, wenn ein Mann die Entscheidungen für mich trifft" ausfüllen.
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Es wirk wie eine ziemlich naive Idee davon, bei Lehrkräften mit MINT-Hintergrund Autismus durch eine Online-Umfrage diagnostizieren zu wollen.
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Gegen was davon haben die verurteilten Lehrkräfte nochmal verstoßen, hat das jemand irgendwo gelesen? Moebius ?
Wir drehen uns um Kreis, weil du und andere prinzipiell an der Haltung "Zeig mir einen Erlass, gegen den ich verstoßen habe" festhalten und das einfach zu simpel gedacht ist und in der Realität vor Gericht keinen Bestand hat. Die Lehrkräfte hatten die Verantwortung für einen sicheren Ablauf zu sorgen, sie sind in der Pflicht, nicht nur die rechtlichen Vorgaben einzuhalten sondern die Situation auch ganz grundsätzlich sach- und pflichtgemäß zu beurteilen.
Für mich ist nachvollziehbar, dass die Umstände der Schwimmstunde nicht angemessen und sicher waren und die Lehrkräfte darum zu Recht für die tödlichen Folgen einer pflichtwidrigen Entscheidungen verurteilt wurden. Für dich und andere ist das offensichtlich nicht nachvollziehbar. Bleib von mir aus bei deiner Haltung, aber nimm zumindest die Erkenntnis mit, dass man sich als Lehrkraft an alle formalen Vorgaben halte und trotzdem pflichtwidrig handeln und dafür verurteilt werden kann.
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