Bzgl. Mathe: Ich glaube sogar, dass es hilfreich ist, wenn man als Mathelehrer selber nicht der beste (Oberstufen-)Schüler in Mathe war. Denn dann verfällt man nicht so leicht ins "Mathe ist ja ein Kinderspiel'-Denken.
Niemand der in Mathe gut war und es dann anschließend vollumfänglich an der Uni studiert hat glaubt, dass Mathe ein Kinderspiel ist.
Ich habe aus der Sicht einer Lehrkraft an der weiterführenden Schule argumentiert und darauf hingewiesen, dass wir hier sehr deutlich die Probleme sehen, die durch Unterricht von fachlich unqualifizierten Lehrkräften verursacht werden.
Und doch, den Unterricht kann man sich da durchaus bequem machen, er besteht dann in der Regel daraus, dass ein neues Rechenverfahren einmal leidlich an der Tafel vorgemacht wird und dann gibt es die nächsten 4 Wochen "Lerntheke", bei der die SuS einfach mit Kopien zugeschmissen werden. Gerade wenn man fachlichen Rückfragen der SuS nicht gewachsen ist, kann man das Credo des "schülerzentrierten Unterrichtes" auch sehr schön nutzen, um sich aus seiner Verantwortung als Lehrkraft zurückzuziehen. Das habe ich durchaus schon selber so erlebt und kriege bei den SuS mit Problemen auch entsprechende Rückmeldungen von den Eltern.