Beiträge von Moebius

    So oder so wird die Anerkennung "nur" für die Möglichkeit des Quereinstiegs oder berufsbegleitenden Seiteneinstieg reichen. Direkt an einer Schule zu arbeiten, wird nicht gehen, weil der TE keine Prüfungsberechigung hat. Selbst in Mangelfächern können wir nur Leute brauchen, die auch Abiturprüfungen abnehmen können. Und da bin ich mir nicht sicher, ob dem TE wirklich klar ist, dass er diese Prüfungsberechtigung erst erwerben muss.

    Spanisch ist zB durchaus gesucht, aber niemand wir auf Basis von "ich spreche gut Spanisch" eingestellt, auch da braucht man anrechenbare Studienleistungen. Der TE sieht sich dafür qualifiziert, da wird der Begriff aber eindeutig falsch verwendet und ist wohl eher Synonym für "ich halte mich für in der Lage...". Qualifiziert für Unterricht in Mathe, Spanisch, etc. ist man durch das 2. Staatsexamen.

    Die Börse ist nicht die Wirtschaft, die Börse ist die letzten 2 Jahre hervorragend gelaufen.

    Und die Grafik oben zeigt genau das, was wir hier geschrieben haben. Negatives Wachstum für 23 und 24 und nach aktuellen Prognosen auch für 25, das wäre dann das erste mal in der deutschen Nachkriegsgeschichte 3 Jahre in Folge und ja, die Folgen davon werden wir merken. Aber klar, wenn man weit genug rauszoomt, sieht alles nicht so schim aus, irgendwann ist die Erde nur noch ein Sandkorn.

    Im übrigen hat das überhaupt nichts mit der regierenden Partei zu tun, die relativ guten Jahre nach 2005 haben wir Schröders Agenda 2010 zu verdanken, die ihn dann die Kanzlerschaft gekostet hat. Aktuell traue ich unpopuläre aber wirtschaftlich notwendige Entscheidungen ganz sicher nicht Scholz oder Habeck zu, bei Merz muss man mal sehen. Je mehr Parteien in der Regierung sind, um so schwieriger wird es.

    Ganz ehrlich: mit dem Lebenslauf wäre der Wechsel mit 50+ an die Schule die härteste aller Möglichkeiten, selbst wenn man damit eine Stelle findet. Man wird irgendeine Nachqualifizierung in Form eines Seiten- oder Quereinstiegs machen müssen, weil du die formalen Voraussetzungen nicht mitbringst, du hast also selber noch mal erheblichen Prüfungsstress als "Auszubildender", außerdem hat die Arbeit an der Schule mit pubertierenden Schülern wenig mit der Arbeit mit Studenten an der Uni zu tun, der ganze Bereich der Erziehungsarbeit kommt da neu obendrauf.

    Wenn du das wirklich willst, wird sich wahrscheinlich eine Möglichkeit finden, aber richte dich darauf ein in den ersten Berufsjahren außerhalb der Ferienzeiten 50+ Stunden pro Woche zu arbeiten, das wäre also das absolute Gegenteil vom "Ausklingenlassen des Berufslebens".

    Mit deinen Qualifikationen wäre Plan A eigentlich ein Lehrauftrag an einer deutschen Universität oder eine Stelle im Bereich einer inhaltlich passenden Stiftung oder ähnliches.

    • Abriegelung der Ostsee, weil nachweislich in den vergangenen Monaten europäische Infrastruktur sabotiert wurde? Kein normales Schiff schleift einen seiner Anker über dutzende km über den Meeresboden.
    • Ausrüstung der Taurus Marschflugkörper mit französischen Nuklearsprengköpfen, um deren Abschreckungspotential zu erhöhen, zum Schutz der NATO-Ostgrenze.
    • Wiedereinsetzung der Wehrpflicht

    Man könnte eine ernsthafte Diskussion darüber führen, das ist aber wohl überflüssig, wenn du von Anfang an klar machst, dass du das Thema nur ins Lächerliche ziehen möchtest.

    Das Problem ist nicht, dass deutsche Konzerne kein Geld mehr verdienen, sondern dass deutsche Konzerne mit der Produktion in Deutschland kein Geld mehr verdienen. VW arbeitet mit seinen Werken in Deutschland gerade noch kostendeckend, das Geld verdienen die Töchter die an günstigeren Standorten produzieren (Skoda, Seat), bei Mercedes sieht es ähnlich aus, da läuft insbesondere das Werk in Ungarn so gut, dass das Produktionsvolumen in Niedriglohnländern in den nächsten Jahren da von 15% auf 30% wachsen soll.

    Das ist schön für mich als Aktionär von Mercedes und Volkswagen, für die Produktionsmitarbeiter in Deutschland ist es weniger schön.

    Was schwebt Dir denn da als Hilfsleistung vor?

    • Gründung einer westlichen Staatengemeinschaft, die westlich orientiert ist
    • Freihandelsabkommen mit allen Staaten außer USA, Russland, China ... der Club des Abendlandes
    • Schaffung eines eigenen Bankensystems, um von SWIFT unabhängig zu werden
    • großangelegte Kampagnen: Kauft nur europäische Produkte
    • Anfrage im NATO-Hauptquartier, was im Falle eines Überfalls der USA auf ein anderes NATO-Mitglied passiert
    • Blockade der Ostsee für Schiffe mit russischen Zielhäfen, weil diese wiederholt Kabel sabotiert haben (vgl. Kuba-Blockade)
    • Betreiben einer Austeritätspolitik (vgl. "Plan Wahlen" in der Schweiz), um von den USA, Russland und China möglichst unabhängig zu werden

    Sorry, aber das ist doch alles Blabla. Es gibt weder ein Problem mit dem Bankensystem noch müssten wir uns zu Verteidigern des US-Rechtsstaates aufschwingen oder irgendwelche neuen Staatengemeinschaften gründen. Wir haben mit der Politik von Trump aktuell ein ganz konkretes Problem und das ist die Ukraine. Die könnte Europa längt selber angemessen und ausreichend unterstützen, wenn wir denn wollten. Außerdem muss man sich auf US-Zölle vorbereiten. Das ist alles kein Hexenwerk es kostet halt Geld und man muss sich von bequemen Positionen verabschieden, aber wir arbeiten uns lieber an der Betrachtung von außen ab, wenn Musk Mitarbeiter der US-Steuerbehörde feuert und lamentieren endlos vor uns hin.

    Das atomare Abschreckungspotential von Frankreich und GB genügt auf technischer Ebene allemal (zumal es berechtigte Zweifel daran gibt, dass Russland wirklich über sehr viel mehr einsatzfähige Atomwaffen verfügt), das Problem ist eher, dass zu einem glaubhaften Abschreckungspotential eben auf die glaubhafte Bereitschaft zum Einsatz der Waffe als letztes Mittel gehört und da hapert es eben ganz massiv in Europa.

    Die Tatsache, dass Europa als zaudernd und ängstlich wahrgenommen wird ist die entscheidende Ursache dafür, dass wir den aktuellen Krieg in der Ukraine überhaupt haben und die Art und Weise, wie wir die Ukraine unterstützt haben, hat sicher nicht dazu beigetragen, diesen Eindruck in der Welt zu korrigieren.

    Während der letzten GroKo hat die AfD deutlich an Zustimmung verloren auch wenn man die damalige Regierung nicht unbedingt als Erfolgsgeschichte bezeichnen kann.

    Im übrigen halte ich auch überhaupt nichts von dieser Argumentation „Koalition X hat in der Vergangenheit nicht funktioniert, also bringt sie auch für die Zukunft nichts“. Nach der Logik müsste man dann tatsächlich die politisch extremen wählen.

    Die letzte GroKo unter Merkel hat das Land nur verwaltet. Unter März wird der Regierung Stil mit Sicherheit deutlich anders sein. Das kann auch problematischer sein, weil er natürlich mehr Konflikte verursachen wird als Merkel, andererseits gehe ich auch davon aus, dass unter ihm mehr aktive Entscheidungen getroffen werden.

    Äh, ich fände es sehr wohl "megaspannend" , zöge Die Linke mit vielen Leuten in den Bundestag ein.

    Du glaubst also, eine GroKo würde die Probleme der letzten 4 Jahre lösen?

    Optimistisch oder doch ein bisschen naiv?

    Ich glaube ganz grundsätzlich, dass eine Koalition mit 2 Parteien leichter aktive Politik betreiben kann, als eine aus 3.

    Ob die Linke jetzt mit 30 oder 45 Leuten in der Opposition sitzt, kann man als Anhänger dieser Partei für relevant halten, es wird aber keinen Einfluss auf die Realität in diesem Land in der nächsten Legislaturperiode haben.

    YouGov vom 17.02. sieht Die Linke bei 9%. Was haben Merz und Söder denn zu RRG gesagt? Verliere gerade den Überblick (habe ja zum Glück schon gewählt :D). Megaspannend.

    Da ist nichts "megaspannend", denn auch bei der Umfrage liegen RRG mit 38% meilenweit von einer Mehrheit entfernt.

    "Spannend" ist nur die Gefahr, dass es, wenn alle drei kleinen Parteien in den Bundestag kommen, Merz möglicherweise 2 weitere Koalitionspartner braucht, das wäre Weihnachten und Geburtstag für die AfD an einem Tag, denn so eine Koalition würde das Problem der letzten 3 Jahre in die nächsten Jahre fortsetzen (Tipp: 4 werden es dann wieder nicht werden).

    Damit ist der Lehrplan trotzdem nicht erfüllt. Ein Arbeitsblatt ersetzt keine Sammlung. Nochmal: Beschäftige dich mit dem Unterschied von Kompetenz und Wissen.

    Semantische Diskussionen ändern nichts daran, dass ich das Erfüllen von Kompetenzen genau so wie das Erarbeiten von Inhalten mit mehr oder weniger großem bis hin zu exzessiven Aufwand betreiben kann aber meine persönlichen Vorstellungen trotzdem nicht zum Maßstab dafür machen darf, welche Ressourcen der Dienstherr mir dafür bereitzustellen hat.

    Aber klar, lasse ich doch einfach eine Ausstellung und ein Portfolio dazu erstellen, wie die Kinder zehn Arbeitsblätter zum Anlegen einer Sammlung von Muscheln bearbeitet haben.

    Genau, wenn im Rahmen deiner vorgesehenen Arbeitszeit nur das möglich sein sollte, machst du genau das.

    Und natürlich weißt du genau wie ich, dass das ebenfalls eine völlige Überspitzung ist und man im Rahmen seiner normalen Arbeitszeit durchaus auch die Möglichkeit hat, besondere oder aufwändigere Dinge zu machen. Nur halt nicht immer und überall und in irrationalem Umfang.

    (Wer wirklich davon überzeugt ist, dass das Muschelsammeln alternativlos ist, kann ja gerne mal versuchen seinen Steuersachbearbeiter davon zu überzeugen, die Reise in die Karibik als dienstlich veranlasst abzusetzen, schließlich gibt es da die schönsten Muscheln.)

    Du hängst dich zu sehr an den Muscheln auf, glaube ich.

    Nein, mir ist völlig bewusst, dass das ein überspitztes Beispiel ist, aber es gibt eben KuK, die genau solche Beispiele als Belege für ihre Arbeitsbelastung nach außen tragen und da werden fast alle genau so verständnislos reagieren, wie ich das geschildert habe.

    ., hätte ich das auch als 20 min. Unterrichtsvorbereitung oder so eingetragen, warum auch nicht?

    Genau das ist ja dass, was ich vorschlage. Ich notiere ggf. eine angemessene Zeit für die Unterrichtsvorbereitung, nicht mehr und nicht weniger. Ich muss einem Außenstehenden gegenüber nicht rechtfertigen, worin diese Unterrichtsvorbereitung besteht, bin aber gleichzeitig auch in der Pflicht, sie in einem vernünftigen Rahmen zu halten.

    Es ist regelrecht absurd zu meinen, man könnte die Kompetenzen einfach mit einem Arbeitsblatt abhandeln. Und hinzu kommt meiner Wahrnehmung auch eine unterschwellige Abwertung der Tätigkeiten an der Grundschule.

    Über alle Schulformen kann man alle möglichen Unterrichtsinhalte mit Arbeitsblättern abhandeln und das wird auch tagtäglich gemacht.

    Das ist weniger schön, als die Schmetterlinge selber groß zu ziehen, aber ob die Zeit für "schön" da ist, entscheidet halt der Dienstherr und nicht ich.

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