Beiträge von Moebius

    Da es offenbar um dich geht (Kinder und Eltern erwähnst du), was bist du denn nun, Referendar, verb. LK VZ oder TZ oder ganz was andres?

    Und wo wir gerade dabei sind: sind es deine eigenen Kinder und sind deine Eltern wirklich pflegebedürftig oder nur "auf Hilfe angewiesen"?

    Du drückst dich da recht blumig umschreibend aus, so dass ich fast davon ausgehe, dass die Antwort in beiden Fällen nein ist, dann wäre beides auch irrelevant.

    Das Problem sind halt:

    1. Kinder auf die ich aufpassen muss.

    2. Eltern, die auf einen angewiesen sind.

    Wäre problematisch, wenn ich mitgehen würde für eine Woche.

    Für die Betreuung deiner Kinder gibt es einen Rechtsrahmen, der die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherstellen soll, bei der tatsächlichen Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger ebenso, entsprechende Nachweis beim Dienstherrn einreichen. Ganz grundsätzlich sind Klassenfahrten aber Teil des Berufes, den du dir ausgesucht hast, man wird erreichen können, dass auf deine Belange Rücksicht genommen wird, dauerhaft und vollständig vermeiden können wirst du diesen Teil deines Berufes aber nicht.

    Es wird wohl irgendwann im Laufe des Jahres eine Form von Waffenstillstand oder Einfrieren der Situation geben und vermutlich wird das in einer Form passieren, die den Grundstein für den nächsten Krieg in ein paar Jahren legt. Wir müssten uns darauf vorbereiten, aber optimistisch bin ich nicht.

    Man kann auf Trump schimpfen oder nicht, das ändert nichts an der Situation und auch nicht an der Tatsache, dass wir selber schuld daran sind, dass die USA immer noch die Entscheidungen treffen, weil sie nun mal bezahlen und die meiste Unterstützung liefern. Europa hätte nach 2 1/2 Jahren längst in der läge sein müssen die Ukraine aus eigener Kraft so zu unterstützen, dass der Krieg so enden könnte, dass es sich für Putin nicht gelohnt hätte. Haben wir nicht, zu teuer, zu zögerlich.

    Bei uns wäre es nicht üblich, aber grundsätzlich kann deine Schulleitung von dir Verlagen, dass du Fragen schriftlich beantwortest. Ich würde mich an deiner Stelle an den Personalrat wenden, das weitere Vorgehen mit ihm absprechen und ggf. auch eine Vertrauensperson mit zu dem Gespräch nehmen.

    Soll die Justiz ihre Arbeit machen, von außen kann man kaum beurteilen, was an der Sache dran ist.

    Ganz grundsätzlich halte ich persönlich Abstand von "Experten", die in ihrem Fachgebiet eine Bekanntheit im Wesentlichen durch populärwissenschaftliche Bücher und Talkshowauftritte erlangt haben, egal ob es nun ein Psychologe Winterhoff oder ein Philosoph Precht ist.

    PS: Ich habe Aktien der genannten Firmen. Gleichzeitig würde ich nie eine Versicherung bei denen abschließen. Weil ich weiß, dass das hochprofitable Unternehmen sind, die zuverlässig einen großen Teil der Einnahmen von ihren Kunden als Dividende an ihre Aktionäre weiterreichen.

    HUK und Debeka sind rechtlich gesehen "Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit", bei dieser Geschäftsform gibt es keine Eigentümer an die irgendwelche Gewinne ausgeschüttet werden, Überschüsse verbleiben im Unternehmen.

    Tete-a-Tete hat oben schon mal geschrieben, die 450€ sind der eigene Beitrag, Eintrittsalter ist 29.

    Es zieht sich einfach nur durch, dass ganz viele Leute entsetzt über ihre Krankenkassenbeiträge schreiben aber kaum jemand bereit ist, sich damit auseinander zu setzen, dass möglicherweise einfach nur seine eigene Kasse viel zu teuer ist und sich das durch einen Wechsel ändern lassen würde.

    Vernünftige Preise entstehen durch Wettbewerb, es gibt hunderte Versicherungen, aber den Wettbewerb haben sie erfolgreich ausgeschaltet, indem man den Kunden vermittelt ein Versicherungswechsel würde zu irgendwelchen diffusen Gefahren führen.

    Die Allianz hat im letzten Jahr 16 Milliarden Gewinn gemacht und ist einer der profitabelsten DAX-Konzerne, Talanx 5 Milliarden, Münchner Rück (zu der ERGO gehört) 6 Milliarden. Alles Spitzenwerte. Gleichzeitig erzählen die ihren Kunden, die Tarife müssten wegen der explodierenden Kosten im Gesundheitswesen immer teuerer werden.

    Noch mal:

    Selbstverständlich fertige ich alle meine Arbeitsblätter und schriftlichen Ausarbeitungen meiner Unterrichtseinheiten in meiner Freizeit an. Umfangreichere Materialien würden dann in meiner Dienstzeit erstellt, wenn der Arbeitgeber mich explizit damit beauftragt (und das mit entsprechenden Anrechnungsstunden vergütet) .

    Ansonsten hat die Diskussion mit der Realität nichts zu tun, noch nie ist ein Dienstherr nach der Veröffentlichung von Materialien auf eine Lehrkraft zugegangen um sich zu beschweren, dass die Materialien eigentlich dem Dienstherr gehören würden, das ist schlicht überhaupt nicht belegbar. (Ordnungsgemäßes Handeln der Lehrkraft vorausgesetzt.)

    Ein Großteil der Lehrkräfte geht durch ihr Berufsleben ohne ein einziges veröffentlichungswürdiges Material zu erstellen, schon das zeigt ja, dass so etwas nicht zu den Kernaufgaben einer Lehrkraft gehört.

    Und im vorliegenden Beispiel würde sich die Argumentation "Unterlagen zur Vorbereitung gehören dem Dienstherren und müssen zur Verfügung gestellt werden" spätestens dann in den Schwanz beißen, wenn man darauf hinweist, dass das Erstellen solcher Unterlagen ja offensichtlich nicht zur Dienstpflicht des Kollegen gehört, dem man sie zur Verfügung stellen soll.


    Und auch das nochmal:

    Die Sichtweise bezieht sich auf den Fall, dass ein Kollege sich kalkuliert und planmäßig auf der Arbeit anderer ausruht, nicht auf den ganz normalen fachlichen Austausch zwischen gleichermaßen engagierten Kollegen und auch nicht auf den Fall, bei dem jemand es einfach nicht besser kann, da helfe ich dann auch im angemessenen Rahmen.

    Ethik ist Also unwichtig? Die Frage wie man handeln soll, ist egal ? Passt prima in unsere Welt!

    Jeder Diktator und Massenmörder der Geschichte hat für sich eine krude Weltsicht gefunden, nach der er moralisch gehandelt hat, niemand steht morgens auf und beschließt unethisch zu handeln.

    Beschäftigung mit Ethik mag man interessant oder uninteressant finden, sie bleibt aber offenbar überwiegend Selbstzweck ohne einen nachhaltigen Einfluss auf unsere Welt. Darum muss man dort auch seit 4000 Jahren die gleichen Probleme diskutieren ohne sie lösen zu können.

    Das LVB kann man hier überhaupt nicht kritisieren und da ist der Bericht auch zu platt (gut, soll ja auch Satire sein). "Kurios" - oder eher bezeichnend - ist nicht das Verhalten des LVB sondern die Tatsache, dass es 21 Jahre dauert bis so ein Sachverhalt abschließend gerichtlich geklärt ist.

    Die meisten veröffentlichen Materialien stammen von Lehrkräften, bei Büchern gibt es Redakteure in den Verlagen und dann meist um die 10 Lehrkräfte, die die einzelnen Inhalte ausarbeiten.

    (Und die werden alle dafür bezahlt - wenn auch schlecht - und machen das nicht in ihrer Dienstzeit als zusätzliche Aufgabe für den Dienstherrn.)

    Es muss eigentlich schulinterne Curricula geben. Deren Erstellung empfinde ich inzwischen auch überwiegend als Zeitverschwendung, weil ich sie nicht brauche um meinen Unterricht zu organisieren und die Problemfälle sich eh nicht daran halten (oft auch nicht halten können, das ist nicht immer böse Absicht).

    Eine vernünftige Kommunikation und Absprache in der Fachgruppe ist wichtig. Lässt sich aber leider auch nicht erzwingen. Ich empfehle, sich Kollegen zu suchen, bei denen es passt und dann dafür zu sorgen, dass man möglichst mit denen parallel arbeiten und den anderen aus dem Weg gehen kann.

    Zieh für dich persönlich deine Grenzen, mach deinen Unterricht so, dass du dich an Vorgaben hältst und dir nichts vorzuwerfen hast, aber mache dir auch klar, dass es nicht dein Job ist die Kollegen dazu zu bringen, ihren Job zu machen. Das ist Aufgabe der Schulleitung. Wenn die der nicht nachkommt, kannst du dich nur von den Problemen abgrenzen, sie aber nicht lösen.

    Das Erstellen von Arbeitsblättern von Grund auf gehört nicht zu den dezidierten Aufgaben einer Lehrkraft, solange der Dienstherr mich nicht explizit damit beauftragt (dieser Thread dreht sich ja gerade darum, dass man offensichtlich auch ohne auskommt). Ganz davon abgesehen ist nicht nachzuvollziehen, was ich im Rahmen meiner normalen Arbeitszeit mache und was darüber hinaus.

    Natürlich können Lehrkräfte Materialen erstellen, veröffentlichen und sich dafür auch bezahlen lassen.

    Die Argumentation "was ich in der Arbeitszeit mache gehört dem Arbeitgeber" greift übrigens auch sonst zu kurz. Wenn man in Forschung und Entwicklung arbeitet und dabei ein Patent rauskommt, wird man im Patent auch genannt und auch finanziell beteiligt, wenn es wirtschaftlich verwertet werden kann.

    Da bin ich mir jetzt nicht sicher. Die letzte Staistik vom Handwerk hatte bei nur 25% Frauenanteil unter den Bäckern. Das ist eigentlich ein typischer Männerberuf.

    Der Text bezieht sich aber auf das private Umfeld, wenn du einen Text über das Bäckerhandwerk generieren lässt, wird CharGPT vermutlich über männliche Bäcker schreiben. Letztlich weiß die KI das aber auch nicht, sie hat schlicht mehr Texte beim Training bekommen, bei der Mama backt, als welche, bei denen Papa backt, drum nimmt sie beim selber generieren die Abfahrt zu Mama.

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