Beiträge von Moebius

    Es heißt ja Pendlerpauschale, weil das Verkehrsmittel keine Rolle mehr spielt.

    Mir persönlich wäre die Zeit immer das Wichtigste, ob ich im Stau stehe oder auf den Zug oder Bus warte ist mir da relativ egal, das ist für mich alles verschenkt. Aber die Menschen sind da unterschiedlich, ich kenne auch KuK, die es als entspannend empfinden täglich nach dem Unterricht 30 Minuten im Auto zu sitzen.

    Es mag sein, dass man formal die Urkunde benötigt, dennoch wird man das notfalls juristisch durchsetzen können, wenn der Dienstherr bis zum Stichtag keine Gründe gegen eine Versagung vorgebracht hat.

    Wenn du Interesse daran hast, wie die Daten- und Rechteverwaltung einer digitalen Kassenbuchsoftware funktioniert und wer wann was sehen kann, hospitiere doch einfach mal wieder an deiner alten Schule. Ansonsten ist es eben so, dass deine Vorstellungen dazu wenig mit der Realität zu tun haben, wie bereits gesagt: Datenschutz und -sicherheit ist damit deutlich zielgerichteter möglich, als mit irgendwelchen Zetteln.

    (Und Probleme wird damit sicher nicht die einzelne Lehrkraft bekommen, die macht die Rechteverwaltung nicht, die setzt nur das um, was die Schulleitung festlegt.)

    Wenn die Probezeit abgelaufen ist, ist man "safe", sprich, man ist automatisch auf Lebenszeit verbeamtet, unabhängig davon, ob man die Urkunde erhalten hat, oder nicht. Wenn es Gründe gegen eine Lebenszeitverbeamtung gibt, ist es eine Bringschuld des Dienstherrn, sich fristgerecht vorher darum zu kümmern, danach hat er sehr schlechte Karten.

    Die Realität ist, dass durch eine vernünftige digitale Datenverwaltung das Risiko missbräuchlicher oder fahrlässiger Verbreitung von Daten sehr viel geringer wird, als bei der "Mit Hand auf Papier" Methode. Das Papier-Klassenbuch war in den 10 Jahren, in denen ich es noch nutzen musste, mehr als einmal für eine Woche verschwunden und ist dann irgendwo wieder aufgetaucht.

    Und die vernünftige Dokumentation, auf die dann auch Berechtigte transparent zugreifen können, ist auch einfach ganz grundsätzlich Teil unseres Berufes, egal, ob es um Fehlverhalten oder Noten geht.

    Aber wie heißt es so schön: alles, was bis zu unserem 20 Geburtstag erfunden wird, ist selbstverständlich, alles zwischen dem 20. und 60. ist Magie, alles ab dem 60. ist Teufelszeug.

    Nebenbei: bei dem Verbot der Weitergabe geht es um ein kommerzielles Portal über das Satellitenbilder eines gewerblichen Unternehmens verkauft werden. Also gar nicht mal um spezielle US-Militäraufklärung. Auch hier mal wieder: es ist ein Armutszeugnis, dass Europa nicht selber über einen gleichwertigen Dienst verfügt.

    (Allerdings haben europäische Nutzer weiter uneingeschränkten Zugang zu den Daten, ich gehe stark davon aus, dass aktuell die Bilder einfach über einen Umweg doch an die Ukraine weitergegeben werden.)

    Das Verbreiten von Chaos ist eine bewusste Strategie von Trump, ich glaube auch, dass es Musk nicht mehr unbedingt um's Geld geht, sondern um andere Dinge. Ob das aufgeht oder ihm auf die Füße fällt, ist aktuell völlig unvorhersehbar.

    Sein zentrales Thema ist eigentlich die Wirtschaft und da sieht es aktuell eher schlechter aus, als man nach 6 Wochen Präsidentschaft hätte erwarten können, der Dow ist Über die Zeit 5% im Minus, die europäischen Indizes im gleichen Zeitraum deutlich im plus. Ihn wird das stören.

    Leider machen die Demokraten weiterhin bisher wenig daraus, ich sehe noch nicht, dass sie zu den Midterms besser aufgestellt sind, als zur Präsidentenwahl.

    Ich habe jetzt mal meinen Sohn gefragt, wie es im Gymnasium ist/war. Er sagte, sie seien allein mit nur einem Lehrer zum Schwimmunterricht gegangen. Aber bei Fünftklässlern geht man wohl davon aus, dass alle schwimmen können.

    Davon geht man nicht aus, das fragt man vorher ab und überprüft es dann in der 1. Stunde noch mal. Zumindest bei uns. Die Abfrage erfolgt dann auch mehrere Monate im Voraus, den Nichtschwimmern werden Möglichkeiten aufgezeigt, die Schwimmfertigkeit bis zum Schwimmunterricht zu erwerben, wer dann bis zum schulischen Schwimmunterricht noch keine Schwimmfertigkeit hat nimmt am regulären Unterricht nicht teil.

    Dann dürfte ich auch nicht mehr mit dem Auto zur Arbeit fahren. Da denke ich mir beim Fahrtantritt nämlich auch „es geht bestimmt gut“ und ich werde an der Schule ankommen. Trotzdem gibt es immer ein gewisses Unfallrisiko, das >0 ist.

    Und wenn du im Straßenverkehr einen tödlichen Unfall verursachst, wird auch dort jedes mal genau hingeguckt werden, ob du es hättest verhindern können. Es wird auch da nicht reichen, wenn du sagst, "ich habe mich aber an alle Verkehrsregeln gehalten", weil in diesem Fall immer auch auf fahrlässige Tötung geprüft wird. Da kann ein Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung ein Grund sein, muss aber nicht, auch da genügt bereits die Abwägung, dass du die Gefährdung hättest erkennen müssen und durch individuell vorsichtigeres und rücksichtsvolleres Verhalten den tödlichen Unfall hättest verhindern können.

    Was lerne ich (wieder einmal) daraus? Es ist daher sehr wichtig, alle Vorfälle mit Datum zu notieren.

    Notieren reicht nicht, man wird auch nachweisen müssen, dass vorher regelmäßig Erziehungsmittel eingesetzt wurden und keine Besserung herbeigeführt haben, im Normalfall passiert eine Ausschlussmaßnahme auch nicht auf der 1. Klassenkonferenz, sondern muss vorher mal angedroht worden sein.

    Und leider macht man oft genug die Erfahrung, dass vielen KuK das viel zu mühselig ist. Typischer Dialog im Lehrerzimmer:

    A: "Stell dir vor, Kevin hat heute in meinem Unterricht xyz gemacht, der Junge ist wirklich unmöglich, so geht das nicht weiter!"

    B: "Ja, da hast du völlig recht, bitte lass ihn zu dem Vorfall eine Aufgabe als erzieherische Aufgabe machen und das von den Eltern unterschrieben."

    A: "Kannst du das nicht machen, du bist doch Klassenlehrer?"

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