Beiträge von Moebius

    Vergleichst du jetzt im Ernst den Änderungsantrag zu einem Untersuchungsausschuss auf Landesebene mit der Abstimmung zur Migrationspolitik auf Bundesebene gestern?

    Die gestrige Abstimmung hatte überhaupt keine praktische Bedeutung, da es sich lediglich um einen Entschließungsantrag gehandelt hat, der faktisch nur so etwas wie eine mehrheitliche Meinungsäußerung des Parlamentes ist, ohne dass sich daraus ein irgendwie einklagbarer Anspruch auf ein Handeln der Regierung ergibt. Aus dem Antrag zur Einsetzung eines Untersuchungsausschlusses ergeben sich Rechtsfolgen, in so fern sind die Vorgänge nicht vergleichbar, darum habe ich ja ausdrücklich darauf hingewiesen.

    Und btw: laut deinem Artikel hätte die afd damals genauso mit der CDU/FDP gestimmt. In dem Moment war es also wirklich egal.

    Entschuldigung, ich dachte, es ginge um die prinzipielle Verteidigung der Demokratie durch grundsätzliche Abgrenzung zur AfD. War wohl ein Missverständnis.

    Wenn es zu meinen Überzeugungen passt, ist es eh egal, wenn nicht, ist es ein Dammbruch.

    Bequeme Haltung.

    Wir haben heute mit Kolleginnen offen über das Thema Wahlen gesprochen und es hat mir Mut gemacht.

    Weil du glaubst dass dir persönliche Gespräche in einer kleinen Gruppe mit dem gleichen sozioökonomischen Hintergrund, wie deinem eigenen, ein realistischeres Bild über die das zu erwartende Wahlergebnis liefern, als nach statistischen Methoden durchgeführte Wahlumfragen?

    Das ist ja eine Frechheit, den Schulen die Verantwortung für die Priorisierung aufzuerlegen!

    In der Theorie finde ich es grundsätzlich gar nicht verkehrt, wenn Schulen mehr Möglichkeiten zur eigenen Gestaltung gegeben wird.

    In der Praxis scheitert es natürlich daran, dass dann primär nach den Wünschen der Eltern gehandelt wird und die rufen halt nach Klassenfahrten und nicht nach besser fortgebildeten Lehrkräften.

    Fortbildungsetat wird für Klassenfahrten verwendet? Genau mein humor.

    In Niedersachsen bekommen Schulen eine Zuweisung vom Land und eine vom Träger (also der Gemeinde) aus denen die jeweiligen Aufgaben finanziert werden. Wie sie dann die jeweiligen Budgets daraus bilden ist ihnen seit der eigenverantwortlichen Schule freigestellt. Aus den Zuweisungen des Landes sind alle Kosten zu zahlen, die das Lehrpersonal betreffen, also Fortbildungen, Reisekosten, etc. , außerdem zusätzliches Personal (pädagogische Mitarbeiter). Diese Posten konkurrieren also letztlich um das gleiche Geld. Besonders paradox ist es, dass man auch noch Lehrerstunden kapitalisieren kann um die Landeszuweisung aufzustocken. Das kann dazu führen, dass eine Schule auf Lehrerstunden verzichtet um von dem Geld mehr Fahrtkosten bezahlen zu können. (Gedacht ist die Regelung zur Finanzierung von MPs).

    Ich würde das Risiko höher einschätzen.

    Die meisten Menschen werden sich irgendwann in ihrem Leben mal in den 2% wiederfinden, die Schätzung bezieht sich auch eine jeweilige momentane Situation. Mindestens einer von drei Menschen erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs.

    Ich wäre vor einpaar Jahren beinahe noch zur Debeka gewechselt, aber habe es dann doch zum Glück nicht gemacht . Die PKV sollte man eh möglichst nicht wechseln alleine schon wegen des höheres Eintrittsalters und der Rücklagen die verloren gehen

    Die Altersrückstellungen gehen nicht verloren sondern wandern mit, das ist gesetzlich geregelt. "Bloß nicht wechseln" ist ein weiteres Märchen, das gerne von denjenigen verbreitet wird, die daran verdienen , dass Kunden zu lange in teuren Verträgen bleiben. Natürlich wechsle ich nicht in einen noch teuereren Tarif und wenn ich gesundheitliche Vorbelastungen habe, werde ich vielleicht keinen günstigeren mehr finden. Wenn ich aber habe einen günstigeren finde kann ich auch wechseln.

    Menschen gehen mit dramatischen Situationen völlig unterschiedlich um. Die 2 Tage Unterrichtsbefreiung sind für die "organisatorischen" Dinge gedacht, die mit einem persönlichen Schicksalsschlag verbunden sind, nicht dafür, das zu verarbeiten. Wer dafür Zeit für sich braucht, lässt sich krankschreiben - das ist völlig legitim - anderen hilft es vielleicht gerade, wenn der geregelte Tagesablauf sonst weiter geht.

    Bei einem einfachen Fall von Schwarzfahren rückt die Polizei gar nicht aus, da nimmt ein Kontrolleur die Daten auf und man bekommt eine Rechnung über ein erhöhtes Beförderungsentgelt, selbst wenn die Polizei anrücken muss weil mal einer randaliert, wird kein Staatsanwalt einen einfachen Schwarzfahrer vor Gericht bringen. Bei uns werden ganz andere Sachen wegen mangelndem öffentlichen Interesse eingestellt.

    Die Realität ist, dass selbst Serienstraftäter aktuell nur selten abgeschoben werden, nicht dass gut integrierte Bleibeberechtigte einmal versehentlich ohne Ticket in den Bus steigen und direkt im Flieger landen.

    Eigentlich haben wir das doch und die Kernarbeitszeit ist mein eigener Stundenplan. Ich finde daher, dass der Begriff schon auch passend ist.

    Der Begriff Kernarbeitszeit ist bei Lehrkräften nicht passend, da er im Normalfall ein Zeitfenster beschreibt, in dem alle Mitarbeiter anwesend zu sein haben, damit alle Besprechungen etc. in dieser Zeit stattfinden können. Ihre übrige Arbeitszeit können sie dann frei (in gewissen Grenzen) einteilen. Lehrkräfte müssen zum Unterricht da sein, aber auch zu diversen anderen Veranstaltungen, die sie sich überhaupt nicht einteilen können, man kann also weder ein Zeitfenster angeben, in dem alle da sein müssen, noch kann man sicherstellen, dass außerhalb dieses Fensters dann keine verpflichtenden Veranstaltungen stattfinden.

    Letztlich wird es einen Hintergrund für die ganze Thematik geben, den der TE hier nicht erläutern möchte, ohne den eine weitere Diskussion aber vermutlich keine Sinn macht. (Schuss in's Blau: Lehrkräfte beschweren sich, dass sie Vertretungsstunden außerhalb von Freistunden übernehmen und darum länger bleiben müssen, Schulleitung kontert mit einer "Kernzeit", in der man damit rechnen müsse.)

    Ich finde es schwierig, dass das Ministerium sich an der Haltung der Dame abarbeitet, viel entscheidender is meiner Meinung nach, dass gegen sie derzeit eine Reihe von Strafverfahren laufen, unter anderem wegen tätlichem Angriff auf Polizisten. Verurteilt ist sie bisher nicht, daher kann die Ablehnung damit natürlich nicht begründet werden. Falls hier eine rechtskräftige Verurteilung erfolgen sollte, wäre für mich aber auch klar, dass diese Frau genau so wenig vor eine Schulklasse gehört, wie Mitglieder der jungen Alternative oder ein Björn Höcke.

    Kurios wäre für mich dann höchstens die Erwartungshaltung, dass man sich so verhalten kann und trotzdem für den Staat arbeiten möchte.

    Rechtsfolgen ergeben sich aus der Verwendung des Begriffes durch die Schulleitung nicht, genau so wenig wird man ihr die Verwendung des Begriffes verbieten können. Und warum die Schulleitung bestimmte Formulierungen einsetzt oder nicht ist erst mal unerheblich, wenn es irgendwann mal ein konkretes Problem damit gibt, dass die SL jemandem vorwirft, seine Arbeit nicht zu machen, wird man das dann klären müssen. Bis dahin verhalte ich mich so, dass ich mir den Schuh nicht anziehen muss.

    Ich weiß nicht, was du erreichen möchtest, weißt du das selber?

    Und selbst wenn nicht, wäre das etwas, was SPD und Grüne gerne mit der CDU aushandeln können, wenn sie sich denn in einem konstruktiven Gesetzgebungsverfahren beteiligten würden, das werden sie aber nicht.

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