Beiträge von Veronica Mars

    Ich mache das manchmal, wenn meine Berufsschüler sich wieder gegenseitig mit Ausdrücken beschimpfen. Die nennen sich gerne mal gegenseitig "Hure, Schlampe, Fotze" und meinen das dann irgendwie eigentlich nett. :autsch: Ich versuche dann immer zu erklären, dass jemand das durchaus verletzend finden kann und mache eine Runde "Nettigkeiten". Ganz öffentlich, so dass ich auch eingreifen kann. Da kommt dann zwar 5 Mal "schöne Schuhe" und "ich mag deine Haare", aber immerhin bemühen sie sich was nettes zu sagen. Und ab und zu kommen echt nette Beiträge. Ich denke schon, dass sie dabei etwas lernen.

    Bei uns gibts die Untis App. Änderungen im Stundenplan kann jeder sofort in der App sehen.
    Leider haben wir derzeit nur den Test in einer Abteilung, die anderen arbeiten noch mit Excel. Das macht es für mich etwas kompliziert. Wenn alle Bereiche der Schule Untis haben ist das total übersichtlich, hatte ich so an der vorherigen Schule.

    Der Studiengang für Lehramt an kaufmännischen Schulen heißt Wirtschaftspädagogik. Könnte der Grund sein, warum beim anderen explizit Gewerbeschule steht.

    Ich habe lange Zeit mit psychisch kranken Menschen gearbeitet (die eine Umschulung bekommen haben, weil sie auf Grund der psychischen Erkrankung nicht mehr im alten Job arbeiten konnten) und wage zu bezweifeln, dass man eine psychische Erkrankung vorspielen kann. Das medizinische Personal ist ja auch nicht von gestern.


    Was aber scheinbar schon geht, ist wenn man wirklich eine Erkrankung hat, diese zu "verschlimmern". Ich fand es immer auffällig, dass sich manche trozt brutaler Schmerzen und anderer Belastungen überall durchgequält haben und andere von "harmlosen" Dingen völlig aus der Bahn geworfen sind. So hatte ich mal eine Umschülerin, die tagelang krank war, weil der Hund der Mutter (Betreuung sichergestellt) operiert werden musste. Die hatte fast jede Woche einen anderen Grund, warum sie gerade nicht kann.

    Ich hab ne Zeit lang Prüfungsvorbereitung für die kfm. Abschlussprüfung und einen Lehrgang zur Vorbereitung auf die Externenprüfung bei der IHK angeboten. Waren 4 UE während der Woche und ab und zu Termine am Wochenende.
    Damals war ich noch im alten Beruf, aber auch Vollzeit mit 40 Stunden, angestellt. Ich hab nur Kurse angenommen, die mich keine zusätzliche Vorbereitung gekostet haben, alles andere wäre wirtschaftlicher Schwachsinn gewesen.
    Nach einem durchgearbeiteten Kurswochenende war ich montags eigentlich schon fertig für die Woche. Das wäre auch nicht öfter gegangen.
    Finanziell war es echt lukrativ, obwohl der VHS-Stundensatz nicht riesengroß ist. Aber eben ohne Vor- und Nachbereitung hat es sich finanziell für mich gut gelohnt.


    Aktuell könnte ich es mir zeitlich nicht vorstellen, aber ich bin auch ganz frisch auf der Planstelle und hab viele neue Berufe und Fächer bekommen. (Außerdem brauche ich den Zusatzverdienst nicht mehr so dringend wie damals ;) )


    Schön wars trotzdem, die Kursteilnehmer waren sehr nette Persönlichkeiten und extrem motiviert...

    Ich fasse mal zusammen: du hast einen befristeten Vertrag von 10/16 bis 08/17 und würdest gerne zu 09/17 in ein anderes Bundesland wechseln? -> kein Problem, da im September keinerlei Vertragsverpflichtung mehr besteht. Du brauchst keinerlei Freigabe o.ä. weil der Ablauf der Befristung schon die "Freigabe" ist.


    Falls du vorher schon aus deinem Vertrag raus willst, dann wird es schwieriger. Da kommt es auf deine individuelle Vertragssituation an. Normalerweise liegt den Verträgen der TV-L (Tarifvertrag der Länder) zu Grunde. Laut diesem ist eine Kündigung bei Befristungen < 1 Jahr nicht möglich. Es können aber vertraglich andere Kündigungsmodalitäten vereinbart werden. Für alle Fragen rund um Verträge im öffentlichen Dienst kann ich die Seite http://www.oeffentlicher-dienst.info sehr gut empfehlen. Da gibt es (bei entsprechend höflich und fehlerfrei formulierten Anfragen) sehr kompetente User, die auch auf die speziellste Frage noch Antworten wissen.
    Allgemein würde ich erwarten, dass man für eine Planstelle auch aus "Kulanz" aus seinem Vertrag gelassen wird, aber es gibt bestimmt irgendwo einen Idioten, der nur die §§ sieht und nicht menschlich handelt.

    willst du das nebenbei, oder statt dessen machen?


    Auf den ersten Blick sieht das für mich wie freier Weiterbildungstäger aus. Ich hatte früher (bevor ich zurück an die Schule bin) einige Kollegen, die sowas freiberuflich genacht haben.


    Vorteile: keinerlei Aufsichtspflicht u.ä., meist motivierte Schüler, keine didaktischen Spielereien (sonder eher Vorlesungen), oft vorhandene Skripte, die abgearbeitet werden.


    Nachtei: freiberuflich, d.h. kein Unterricht => keine Kohle. Teilweise fragwürdige Stundensätze.

    Ganz ehrlich? Von einem Abiturienten kann mann ja wohl erwarten, dass er sich selbst informiert.
    Ich kenne von den oben genannten Studienrichtungen einige Leute, die mit guter/harter Arbeit weit gekommen sind. Jobs, bei denen man ohne Anstrengung ein lockeres Leben führen kann werden eben immer weniger.


    Als Berufsschullehrer finde ich die Berufswahl der Schüler aus Mittel- und Realschule teilweise schwieriger. Da informieren sich einige Schüler überhaupt nicht über die Anforderungen des Berufs und fallen aus allen Wolken, wenn man bei kaufmännischen Berufen erwartet, dass sie Prozentrechnung können.

    die fotografieren sich doch die Lösung. Da hilft kein Störsender.


    Ich gehe für Leistungsnachweise nach Möglichkeit in den Schulaufgabenraum (großer Raum mit Einzeltischen). Am Tisch erlaubt sind nur Stift und Taschenrechner. Handys, Taschen und Jacken bleiben im Klassenzimmer.
    Ist der Schulaufgabenraum belegt müssen die Handys vorne auf nem Tisch abgelegt werden. Ich kann so zwarnicht völlig ausschließen, dass die Schüler mit Handys spicken, aber ich tue mein möglichstes das zu vermeiden.

    mal ehrlich, ich finde 23 € ist ein guter Preis für 45 Minuten, die ich weder vorbereiten noch nachbereiten muss, weil ich das ansonsten eh schon unterrichte.
    Die VHS hat mich auch mal für einen Kurs angefragt, bei dem ich mich erst ins Thema hätte einlesen müssen, da hab ich dankend abgelehnt. 8)


    Und die ewigen Vergleiche mit Spitzenverdienern nerven. Wen die Honorarsätze stören, der muss ja nicht bei der VHS nebenbei arbeiten.

    Ich hatte vor ein paar Jahren mal die Möglichkeit im Cockpit mitzufliegen. Die Piloten haben während des Fluges einiges über ihren Job erzählt...


    Objektiv gesehen schauen die Piloten 90% der Zeit dem Autopilot beim Fliegen zu. Man sollte meinen, dass das 0 anstrengend ist.
    Aaaaaaber: Piloten müssen zu jeder Zeit mehrere Enrscheidungsalternativen parat haben für Situationen, die theoretisch passieren können, von denen aber keiner weiß ob und wann sie eintreten. Die rechnen also permanent, ob der Sprit für ein alternatives Ziel reicht, falls das Wetter umschlägt o.ä..


    Ich finde als Lehrer ist es ähnlich. Wenn der Unterricht perfekt läuft, dann ist es wenig anstrengend (man läuft quasi auf Autopilot). Trotzdem hat man ja immer ein paar Gedankengänge, was man macht, wenn dies und jenes eintritt.
    Aber nicht selten steht die Sternenkonstellation schlecht, oder was auch immer sonst den Unterricht torpediert. Und dann muss man in Sekundenschnelle Entscheidungen treffen und Alternativen abwägen. Das finde ich mega anstrengend.



    Ich arbeite übrigens zwar stellenweise ziemlich viel, glaube aber nicht, dass ich im Schnitt über 40 Stunden komme, weil ich am Wochenende und in den Ferien kaum arbeite.

    wenn ich meinen Schülern meine E-Mail Adresse weise ich immer darauf hin, dass ich - so wie sie auch - am Wochenende nicht arbeite und daher am Wochenende sicher keine Antwort kommt. Außerdem weise ich darauf hin, dass ich während des Unterrichts keine Mails lesen/beantworten kann und es daher auch mal einen Tag dauern kann bis die Antwort kommt. Bisher haben das alle verstanden.
    Ich verstehe ehrlich die Diskussion nicht. Solche Sachen muss man doch nur diskutieren, wenn man ne miese Führungskraft hat, die einem bei möglichen Beschwerden in den Rücken fällt. Ansonsten ist die Kommunikation per Mail doch das einfachste der Welt.
    Rückrufwünsche über das Sekretariat nerven mich unglaublich, ich renne da aktuell schon 1 Woche einem Rückrufwunsch nach. Das hat mich mindestens schon 45 Minuten gekostet.

    Wenn Oberstufe gut geht, dann vielleicht mal über die Versetzung an eine FOS/BOS nachdenken?


    Alternativ: Erwachsenenbildung. Da gibt es allerdings gute und weniger gute Möglichkeiten. Nicht umsonst gibt es einen für allgemeinverbindlich erklärten Tarifvertrag in der Bildungsbranche. Wenn dich das interessiert einfach mal die ganzen Bildungsträger abklappern und gezielt nachfragen. Ich wüsste auf Anhieb ein paar, die einen, bei passenden Fächern, gerne (freiberuflich) nehmen würden.


    Wenn medizinisch durchsetzbar: Umschulung, z.B. für einen Büroarbeitsplatz. Aber da muss man unter Umständen dann Abstriche beim Gehalt in Kauf nehmen.

    Bei mir in der Schule laufen die E-Mail-Adressen über die Namenskürzel. Meine E-Mail wäre dann (angepasst an meinen Namen hier im Forum) MV@schulexyz.de daraus ist der Vorname nicht wirklich abzuleiten. Manche Kollegen hätten auch MA@schulexyz.de, wenn MV schon vergeben wäre.


    Vielleicht eine Möglichkeit zum Kompromiss?


    Ich finde die Kommunikation über E-Mail sehr komfortabel, kommt aber vielleicht auch, weil ich es seit Jahren aus meiner Tätigkeit in der "freine Wirtschaft" nicht anders kenne. (Und da stand meine E-Mail Adresse auch an sehr prominenter Stelle auf der Homepage :victory: )

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