Beiträge von Krystian

    Hallo zusammen,


    ich übernehme zum zweiten Mal eine fünfte Klasse und steck emitten in den Vorbereitungen.

    Gerade arbeite ich den Bereich Geburtstage und Rituale in der Klase ab und würde gerne von euch mal hören wie ihr das mit dem Singen von Geburtstagsliedern in der Klasse handhabt.

    Ich habe früher gerne das Thema gemieden, da ich das schlichte "Happy Birthday to you" irgendwie nicht mag. Ich würde gerne mal ein Gebursttagslied mit den Kindern singen, was auch angemessen und was mehr als einen Satz erfodert. Habt ihr Ideen oder lasst ihr ein simples "Happy Bircthday" trällern und der Spuk ist vorbei?

    Hi!


    Ich bin schon seit einem Jahr verbeamtet auf Lebenszeit. Ich erwäge seit längerer Zeit mich einem Psychologen anzuvertrauen, mit dem ich ein Ereignis, was mich immer noch schlaucht, verarbeiten kann.
    Diese Situation hat rein gar nichts mit der Schule und beeinträchtigt mich auch nicht in meinem täglichen Job. Allerdings frage ich mich, welche Daten über mich spätestens bei der Abrechnung über die Beihilfestelle vielleicht weitergeleitet werden können.
    Bekommt der Dienstherr solche Vorhaben überhaupt mit? Ich habe Bedenken, dass man mir sonst was vorwirft und ich womöglich beruflich Probleme bekomme.

    Zur Zeit bin ich echt sauer. Ich unterrichte in vielen Klassen und muss wirklich bemängeln, dass Schüler die Arbeiten nicht oder extrem verspätet an mich zurück geben.
    Ich suche jedes Mal mir die Leute raus, die nach ein bis zwei Wochen immer noch nicht die Arbeiten rausrücken wollen und schreibe ihnen per Iserv. Danach kriege ich eine Handvoll Klausuren wieder zurück, aber dennoch fehlen dann wieder etliche, weshalb ich dann wieder ein Mail schreibe.
    Eine normale Anssage, dass ich die Arbeiten gerne wieder zurück haben möchte, bringt nichts.
    Habt ihr Tipps und Mittel, um sich dieses Ärgernis wenigstens ein wenig zu ersparen?

    Hallo zusammen,


    schon lange hege ich den Wunsch, für eine gewisse Zeit im Ausland als Deutschlehrer zu arbeiten. Idealerweise habe ich eine Stelle an einem Institut gefunden, die zu mir passen könnte.
    Ich bin nun fast vier Jahre im Dienst und frage mich, ob ich mich vom Unterricht befreien lassen könnte (natürlich ohne Gehalt), um im Ausland zu unterrichten.
    Wer hat oder hatte Ähnliches vor und kann berichten?

    Du hast wohl überlesen, dass es ein Schulgebäude ist und ein Schulhof. Alle Lehrer (sowohl HS und RS) sind für ALLE Schüler verantwortlich. Dies bestätigte mir auch der Schulleiter.
    Schon klar: Ein Hauptschüler verletzt sich und der feine Realschullehrer tut nichts.
    Glaubst du etwa unsere Schule hat eine Mauer um sich gebaut, damit die bösen Hauptschüler draußen bleiben?
    Ehrlicher Rat: Lass bitte diese unqualifizierten Kommentare.

    Ich habe heute nochmal mit der Klassenlehrerin gesprochen. Natürlich war ich es, der zuerst zur Schulleitung ging und mit einem sehr netten Schulleiter und einer unterstützenden Lehrerin gesprochen habe. Sie stimmten mir zu, dass Beleidigungen ggü. Lehrern völlig indiskutabel sind. Der Schullleiter bot mir folgende zwei Optionen an: entweder mit der Lehrerin und dem Schüler das Gespräch suchen oder tatsächlich Anzeige erstatten. Nun sprach ich nochmal mit der Lehrerin und der der 17 Jährige hatte ihr den Vorgang anders dargestellt und die Beleidigungen als tatsächlich "ja, war blöd von mir" bezeichnet. Im weiteren Verlauf wurde mir gesagt, dass der Schüler sich in die Ecke gedrängt gefühlt hat und meinen Spruch missverstand, sich mit dem Makel Hauptschüler heruntergestuft gefühlt hat usw., dabei habe ich nur einen Verdacht gehabt und wollte nicht wie der Oberaufseher um die Ecke schleichen.
    Sie bot mir sogar an, noch ein Gespräch unter sechs Augen zu führen, was ich mit guten Argumenten ablehnte. Zum einen sah ich den Schüler zwei mal seit dem Vorfall. Heute bspw. stand ich 15 Minuten ca. sechs Meter von ihm weg. Ein Entschuldigung gab es nicht, denn dafür ist er zu feige. Die Lehrerin hat ihm sogar gesagt, dass er sich entschuldigen solle und für mich wäre die Sache gegessen.
    Die Argumente der Lehrerin entkräftete ich mit meinem Standpunkt, dass ich es nicht für pädagogisch verantwortlich halte, dem Schüler sonst wo reinzukriechen und gewissermaßen eine Entschuldigung zu erwirken oder ihn dazu zwingen, was unweigerlich passiert wäre. Ein Gespräch mit den Eltern wurde mir natürlich nicht angeboten, da es Elternarbeit in dieser HS praktisch nicht gibt. Eine Konferenz wurde mir auch nicht angeboten.
    Der Schüler hat es mit einer Verantwortung zu tun, der er nicht nachkommt. Bei einem 12./13-jährigen sehe die Sache natürlich ganz anders aus und man müsste ganz andere Mittel hinzuziehen.
    Schließlich teilte ich der Schulleitung mit, dass ich bei der Polizei Anzeige erstatte. Bei der Polizei hatte ich es mit einem Kontaktbeamten zu tun, der stark mit Schulen kooperiert und sich wunderte, dass ich bei ihm Anzeige erstattete. Soll heißen: bei ähnlichen Verstößen soll und muss ein Kontaktbeamter in die Schule bestellt werden,sodass Opfer und Täter (zunächst separat) vernommen werden können, um gemeinsam einen Konsens zu bilden. Dies wurde mir auch nicht angeboten, doch ab heute bin ich um einiges schlauer!
    Der Polizist verwies auch darauf, was Täter in der Schule für Augen machen würden, wenn die Polizei plötzlich autaucht.
    Ich habe der Schule heute auch erklärt, dass es wahrscheinlich zu diesem Vorfall nicht gekommen wäre, wenn die HS-Kollegen ihre Aufsicht wahrgenommen hätten. Schießlich habe die Schüler vor ihren eigenen Lehrern mehr Respekt.


    Kleiner Nachtrag. Zu meinem Konzept gehört es, bei Regelverstößen Maßnahmen zu ergreifen und dafür zu sorgen, dass diese nicht mehr begangen werden. Ich zeige den Schülern: "Das ist dein Fehlverhalten und das ist deine Strafe. Wenn du dich weiter so verhälst, ist XY die Folge.
    Deshalb bin ich nicht nachtragend und kann den Schülern wieder mit einem Lächeln begegnen, weil sie es einsehen, dass sie Fehler begangen haben. Ich halte dies für professionell und sehe es nicht ein, mich zu beugen und grobe Beleidigungen als kleine Entgleisung zu verzeihen. Damit würde ich mich nur lächerlich machen.

    Heute war es soweit:


    Ich hatte heute zusammen mit einer Kollegin die Pausenaufsicht und drei Schüler schlichen um den Pausenhof, um wieder zu rauchen. Man muss dazu wissen, dass unsere Realschule sich mit der Hauptschule den Schulhof teilt.
    Ich habe die benannten Schüler (Hauptschule) bereits zwei Mal beim Rauchen erwischt, weil sie sich dermaßen ungeschickt und dreist dabei anstellten. Damals erklärten sie ihrer Klassenlehrerin das Vergehen, bekamen ihre Strafe und kurz darauf war die Sache gegessen. Ich habe den Schülern gezeigt, dass sie gegen die Schulordnung verstießen und dennoch locker bleibe, weil sie ihr Vergehen einsahen. Gleiches passierte beim zweiten Mal.
    Heute gehe ich also locker und mit einer Prise Humor mit den Worten auf die Gruppe los: "Jungs, ihr seid auf Bewährung draußen. Wenn ihr auf dem Schulhof seid, möchte ich euch sehen. Schließlich weiß ich, was ihr im Schilde führt."
    Danach kam es zu einer Diskussion (ich denke, ich hätte professioneller reagieren sollen) und ich vertrat meinen Standpunkt und in nur wenigen Sekunden explodierte lauthals ein 16jähriger Schüler dieser Gruppe mit den Worten: "Sie können uns nicht verbieten hier zu stehen. Sind sie blind? Soll ich ihnen eine Brille kaufen? Sind sie behindert?"
    Als ich ihm sagte, er solle mir zum Schulleiter folgen und sich für sein Verhalten verantworten, weigerte er sich und sagte zu mir: "Sie können mir einen bl***n!"
    Die Klassenlehrerin ist informiert aber ich denke nicht, dass sein Verhalten sich bessert. In dieser Hauptschule gibt es praktisch keine Elternarbeit.
    Ich denke nun ernsthaft über eine Anzeige nach, da ich diese Beleidigung nicht mehr als Entgleisung einstufen kann, die man einfach so entschuldigen kann.

    Hallo Janosch1!


    Warum fühlst du dich in der Schule unwohl?
    Ich würde an deiner Stelle mir nicht so viele Gedanken machen, dass deine Klasse deinen Unterricht oder deren Inhalte schlecht findet.
    Du musst bedenken, dass es bezüglich des Unterrichtsstoffes Vorgaben gibt - die Umsetzung derer ist hingegen deine Sache!
    Natürlich kommen Schüler nicht mmer hochmotiviert zur Schule - es sind nunmal Kinder, die manchmal recht grob lauthals verkünden, was ihnen an deinem Unterricht stinkt. Du hast bereits dein Unterrichten verändert - gut so! Doch dein Publikum lächelt müde und will trotzdem nicht so, wie du es dir vorstellst und das ist ein großes Problem.
    Zunächst mal ist es wichtig, herauszufinden warum sie dich ablehnen. Hol dir also jemanden zu Hilfe (z.B. Sozialpädagoge/Vertrauenslehrer/Schulleitung etc.) und kläre, was das Problem ist. Lass dir auf gar keinen Fall einreden, dass du deinen Job nicht beherrscht und alles dafür tust, damit du endlich nach Vorschrift unterrichten darfst.
    Hast du Probleme mit Respektlosigkeit und mangelnder Arbeitsmoral zu tun? Dann verschaff ihn dir, indem du dich durchsetzt, klare Regeln definierst und deine Erwartungen verbalisierst (sozusagen ein pädagogisches Konzept) und stest danach handelst.

    Hallo liebe Lehrergemeinde,


    ich wende mich heute an euch, weil aus diesem Versetzungsprozedere nicht schlau werde.
    Zu mir: Ich bin jetzt etwas über zwei Jahre als Beamter auf Probe tätig und will nicht nur von meiner Schule weg (bis zum nächsten Schuljahr), sondern auch zurück in meine alte Heimat oder in die Nähe davon. Zudem bin ich ziemlich flexibel und der Umkreis, in dem ich später gerne tätig sein will, ist doch recht groß. Außerdem würde ich lieber auf dem Land unterrichten als in der Stadt. Die Großstadt schließe ich also als Arbeitsort aus.
    Nun habe ich nur Halbwissen, was eine Versetzung angeht und natürlich viele Frage.
    Soweit ich das verstanden habe, muss ich mich auf dem bekannten Portal registrieren, doch was muss man dort angeben?
    Muss ich zwingend eine Schule finden, die mich beschäftigen will oder geschieht solch eine Versetzung unabhängig davon?
    Wie kann ich vor allem begründen, dass ich woanders lieber arbeiten würde?
    Wie sinnvoll sind Initiativbewerbungen? Könnte ich mithilfe dieser angefordert werden?


    Für Ratschläge bin ich euch sehr dankbar!!

    Klar, das sind berechtigte Ideen und Betrachtungsweisen und in einigen finde ich mich auch wieder. Zu richtigen Konflikten kam es noch nicht (außer den mit der einen Klasse). Nun mache ich mir aber doch Gedanken, dass meine Klassenarbeiten wirklich schlecht ausfallen und ich mich ständig rechtfertigen muss.

    Endlich mal jemand, der mich versteht.
    Ich hasse diese Gefühl, vorne zu stehen, zu unterrichten und meine Schüler nehmen den Unterricht und das Thema nicht ernst. Das passiert mir immer seltener und in immer weniger Klassen (ja, ich reflektiere mich und kann auf 1,5 Jahre Tätigkleit zurückblicken, die von Erfolgen aber auch Misserfolgen gekrönt ist).
    Ich bereite mich recht gut vor (aber manchmal muss es eben auch Dienst nach Vorschrift sein), überlege mir etwas Lebensweltbezogenes und erkläre so gut wie immer, wofür meine Schüler den Stoff gebrauchen können. Wenn man aber hört: "Eine Fünf oder Sechs ist doch egal, brauche ich do soweiso nicht für meinen Beruf!" und meine Pappenheimer miserable Leistungen erbringen ist das schon unbefriedigend, wenn aber Leistungsunwille auch noch von den lieben Kollegen gebilligt wird ist das arg und verantwortungslos. Man kriegt sehr wohl mit, dass bestimmte Klassen bei bestimmten Lehrern mehr oder weniger gut sind und bei anderen wiederum schwach. Wenn man aber hinhört und genau hinschaut, bekommt man mit, wie Arbeiten mit Absicht so leicht gestaltet werden, dass sie den Vorgaben um Längen nicht entsprechen, Noten getürkt werden usw. Aber soetwas darf nicht laut, und schon gar nicht auf einer Konferenz, gesagt werden. Was rauskommt sind Schüler, die Glauben recht intelligent zu sein, da sie eine Realschule besuchen. Die Lehrer in den letzten Jahren können sich nicht geirrt haben. Und wenn dann ein engagierter Lehrer ankommt, der es auch noch wagt, Leistung zu erwarten, ja dann gibt es Ärger.


    Es ist ja auch nicht so, dass ich von den Schülern gehasst werde. Ganz im Gegenteil schauen viele Schüler zu mir herauf und meine 5. Klasse respektiert mich und sieht mich als denjenigen an, der die Spielregeln macht. Vieles von dem, was nicht gut funktionierte, lag überwiegend daran, dass das Ref und die Uni mich schlecht auf den beruf vorbereitet haben. Im nächsten Durchgang bin ich schon fitter, selbstbewusster und auf viele Situationen besser vorbereitet. Ich werde jedoch nicht kapitulieren, wie einige andere Lehrkräfte an der Schule. Vielmehr werde ich für meine Ideen kämpfen und Kollegen ins Boot, damit wir unserem Leitspruch gerecht werden, der explizit die Leistung in den Vordergrund stellt.

    Das Koordienieren von Arbeiten wird bei uns auch gemacht bzw. soll gemacht werden und da fangen die Probleme an: Ich habe eine Kollegin, die mich nicht leiden kann. Ich sollte zum ersten Mal einen bestimmten Inhalt unterrichten. Bezüglich dieses Inhalts sollten die SuS individuell etwas in wochenlanger Arbeit schriftlich angefertigen, dass benotet wird und für den Abschluss wichtig ist. Ich habe zwei Mal darum gebeten (Monate im Voraus), dass Sie mir die Informationen für die SuS und für die Lehrer u.v.w. geben mögen, da ich nichts hätte. Sie konzipierte als Fachbereichsleitung den ganzen Kram und war im Besitz der wertvollen Informationen. Sie wimmelte mich zwei Mal ab. Beim zweiten Mal wurde sie sogar richtig böse, weil ich in der Konferenz gewagt hatte, nach Informationen zu fragen, die sie mir hätte geben müssen.
    Als erfahrene Lehrerin muss sie auch immer wieder neue Klassenarbeiten konzipieren. Teilweise einen Abend vorher, legt sie sie mir dann morgens auf den Tisch, die ich dann schreiben lassen soll. Ich biete allerdings immer an, die Arbeiten zusammen zu konzipieren, aber immer wenn ich Zeit habe, hat sie keine Zeit oder wimmelt mich ab. Darauf habe ich auch keinen Bock mehr.


    A prospos Vernetzung: Gibt es bei uns allzuhäufig nicht. Will man kooperien, ist man oft der einzige Dumme, der sich "so viel Arbeit" macht.

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