Das mit dem Erzählen vom Wochenende mache ich inzwischen auch nicht mehr. Erstens ist es wirklich für die anderen Kinder meist langweilig, denn die meisten Erzählungen sind ja in etwa so: "Dann sind wir zum Spielplatz gegangen, dann haben wir geschaukelt, dann bin ich gerutscht. Dann ist meine Schwester hingefallen, ..." und zweitens habe ich in den letzten Jahren gemerkt, dass auch mich solche Erzählrunden mehr und mehr nerven. Da ich eh täglich in der Vorviertelstunde für die Kinder ansprechbar bin, können sie mir Dinge, die ihnen wichtig sind, da erzählen und das reicht eigentlich auch völlig aus.
Wir erzählen nur noch jeweils nach den Ferien und dann auch erst in der 2. oder 3. Stunde, wenn insgesamt schon mehr Ruhe eingekehrt ist.
Auch ich habe in diesem Jahr eine 1. Klasse, die sehr gern plaudert. Und sie reden häufig dazwischen und unterbrechen bei Erklärungen oder wenn ein anderes Kind etwas erzählt/beantwortet.
Bei mir wirkt inzwischen recht gut, dass ich die Zeit stoppe, wie lange sie es schaffen, nicht dazwischenzureden, ohne dass sie aufgerufen wurden. Jedesmal, wenn sie es schaffen, die letzte Top-Zeit zu überbieten, gehen wir ein paar Minuten früher in die Pause, weil wir ja Zeit gespart haben, die sonst durch Unruhe verloren gegangen wäre.