Beiträge von Pustekuchen

    Außerdem müssen die Leute einkaufen, was du meinst, wäre Quarantäne

    Müssen Sie nicht! Es wird jetzt schon empfohlen das man seinen Großeltern die Einkäufe vor die Haustüre stellen soll. Könnten alle Ihrer Arbeit normal nachgehen könnte man Versorgungsketten organisieren. Das hat mit Menschenverachtung gar nichts zu tun. Ein System kann nur schlagkräftig sein und die Schwachen unterstützen, wenn genügend Kapazitäten frei sind.


    Alle in Quarantäne zu schicken lässt Kapazitäten einbrechen ohne einen wirklichen Zugewinn. (Achtung: Alles nur Gedankenspiele)

    Wie soll man die denn alle isolieren? Alle zusammen in einem Bunker einsperren (ggf mit Angehörigen) und was zu essen durch eine Schleuese reinbringen?

    Und eine medizinische Versorgung gibt es erst wieder, wenn alle anderen fertig durchseucht sind?

    Die Letalität steigt ab 70 Jahren extrem an von dem her würde es ja reichen Menschen ab 65 Jahren in häusliche Quarantäne zu schicken. Eine Ausgangssperre eben, die demnächst vermutlich eh kommt nur eben nicht für alle. So könnte man schwere Verläufe jederzeit behandeln ohne das System zu überlasten.

    Die Grundidee ist charmant und sagt mir auch zu, aber das Problem ist: Wer will die Verantwortung übernehmen? Welcher Entscheider kann das jetzt entscheiden, wenn man schlichtweg erst in 1-2 Jahren wirklich weiß, wie (un-)gefährlich Corona ist.

    Das ist eben die Frage. Jeder Staat leistet gerade mit seinen Erlassen Pionierarbeit. Was sich am besten bewährt hat sieht man erst hinterher.


    Politik spielt bei den Entscheidungen auch eine große Rolle. Wäre ja für die CDU katastrophal wenn Ihre ältere Hauptwählerschaft plötzlich Hausarrest bekäme und Ausreißer unter Polizeischutz nach Hause gebracht werden müssten.

    Die Niederlande setzten ja auf das Prinzip Durchseuchung, um schnell eine Herdenimmunität aufzubauen. Ob das Gesundheitssystem das abfangen kann ist fraglich.


    Der Ansatz ist aber eigentlich gar nicht so verkehrt. Was wäre wenn das öffentliche Leben normal stattfindet und man nur die Alten und Risikopatienten zu Hausarrest verdonnert?





    Wäre bestimmt keine schlechte Möglichkeit eine Herdenimmunität aufzubauen ohne großartige Verluste. Vermutlich lassen sich aber die Älteren ungern bevormunden (sieht man ja jetzt schon) und das ganze lässt sich nur schwer konsequent umsetzen. Im Endeffekt landen doch wieder zu viele im Krankenhaus.

    Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts genau so wenig wie Panikmache.


    Hier mal Fallzahlen der Grippe in den letzten Jahren: https://interaktiv.morgenpost.de/grippe-monitor-deutschland/


    Diese liegen auch durchaus mal im höheren Bereich. Ulrike Protzer vom Institut für Virologie der TU in München spricht sogar von 0,5 - 8 % je nach Saison.

    https://www.br.de/nachrichten/…orona-oder-grippe,RtUiWta


    Aktuell müssen wohl 17 % im Krankenhaus behandelt werden: https://www.aerzteblatt.de/nac…uenza-Tote-in-Deutschland


    Kann jetzt nicht beurteilen warum die Sterblichkeit bei Corona in Deutschland aktuell noch sehr gering ist. Liegt es an der Dunkelziffer oder an der Zählweise? Sind die Fallzahlen zu gering? Womöglich besteht ja auch ein Zusammenhang zwischen früher grassierenden Virusstämmen die hier eventuell doch einen gewissen Vorteil bieten? Who knows..


    Denke hier tut sich gerade viel und jeden tag gibt es neue Erkenntnisse. Ich verfolge das ganze interessiert ohne jetzt irgendeine bestimmte Meinung zu vertreten. Hab ich doch eh nix von ;)

    Wollsocken80: Vereinzelt hat die Schweiz richtig reagiert gerade die Entscheidung die Fasnacht abzusagen. Ich sage nicht das DE von Anfang an richtig reagiert hat. Das Grenzschließungen für die Schweiz einschneidend sind kann ich mir vorstellen. Aber gerade die Grenze zu Italien so lange offen zu halten war meiner Meinung nach falsch.


    "Das Fahrzeugaufkommen im Privatverkehr von Italien ins Tessin sei um 60 Prozent zurückgegangen, erklärte der Zolldirektor. Bis Samstagmorgen sei 288 Personen die Einreise verweigert worden. Die Zahl der Grenzgänger, die zwischen 4 Uhr morgens und 11.30 Uhr eingereist seien, habe sich bereits von 68'000 auf 28'000 Fahrzeuge reduziert. Die langen Schlangen, die sich während der Woche nach der Einführung verstärkter Kontrollen gebildet hatten, waren praktisch verschwunden."



    Zu spät ... oder doch nicht?


    Deutschland ist halt nicht China. In Deutschland kann man nicht so schnell so rigoros auf den Tisch hauen. Da ist der Preis, den wir für Freiheit und Demokratie zahlen.


    In der Schweiz hat der Bundesrat schon am 28. Februar die ersten einschneidenden Massnahmen verhängt. In Basel wurde die Fasnacht abgesagt. Bei gerade mal 15 diagnostizierten Corona-Fällen. Da dachten alle noch so ... hmm ... OK, ja schon leicht übertrieben?! Oder nicht? Na wird schon richtig sein so. Das ging überhaupt nur, weil das Epedimiegesetz, das dem Bundesrat solche Befugnisse einräumt, per Volksentscheid demokratisch legitimiert ist. Gut 2 Wochen später ist die Notlage verhängt und wer weiss, was noch kommen wird. Ich finde, dass "meine" Regierung richtig gehandelt hat und schliesse mich damit vollumfänglich dem Artikel aus der NZZ an. Ich schreibe übrigens "meine" weil Deutschland mich ab sofort nicht mehr haben will. Ausser ich begebe mich in Quarantäne, ich komme ja jetzt aus einem offiziellen Risikogebiet.


    Die Schweiz hat imo viel zu zögerlich gehandelt. Die Grenze Tessin - Italien wird erst seit heute wieder kontrolliert?! Dort arbeiten 78000 Grenzgänger plus der sonstige Verkehr. Eigentlich verheerend wenn man bedenkt wie es zu der Zeit in Italien zugeht.


    "Bundesrat ist uneins

    Recherchen zeigen aber, dass nicht alle sieben Bundesräte die Grenzschliessung vorbehaltlos befürworten. Ueli Maurer (69, SVP) sei dagegen, heisst es. Und auch Ignazio Cassis (58, FDP) gilt als skeptisch. Hingegen sind Keller-Sutter und Alain Berset (47, SP) die stärksten Befürworter einer Grenzschliessung."


    Meiner Meinung dieselben Debatten wie sie überall stattfinden.

    Die Schweiz kann noch größere Probleme bekommen, da Sie relativ wenig Beatmungsgeräte besitzt. CH --> 1x Atemgerät pro 10000 Einwohner, DE --> 1 Atemgerät pro 3300 Einwohner. Ein deutscher Marktführer dieser Geräte ist ja bereits mit der Bestellung der Bundesregierung ausgelastet.

    Ich halte Prof. Drosten vom RKI für sehr fähig genauso wie Prof. Kekule der aber zu einer ganz anderen Einschätzung der Lage kommt.

    Gefühlt beruhen die Entscheidungen der Regierung nur auf den Einschätzungen des RKIs. Irgendwie vermisse ich einen breit gefächerten Expertenstab, um nicht aufgrund von Fehleinschätzungen von Einzelnen Chancen zu verschenken.

    Was ich irgendwie nicht zusammenbekomme:


    Italien: 3858 Infizierte 148 Todesfälle

    Deutschland: 349 Infizierte 0 Todesfälle


    Während das RKI die Sache eher entspannt sieht, warnt die WHO unterdessen "WHO warnt":


    "Zu viele Länder der Welt sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch nicht angemessen auf eine mögliche Ausbreitung des Coronavirus vorbereitet. "Wir sind besorgt, dass manche Länder dies entweder nicht ernst genug nehmen oder entschieden haben, dass sie ohnehin nichts tun können", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. "Wir sind besorgt, dass der Umfang des politischen Engagements und die dafür nötigen Maßnahmen dem Umfang der Bedrohung, der wir uns alle gegenübersehen, nicht entsprechen.""


    Passt alles irgendwie nicht zusammen.


    Weiß nicht ob die Seite der WHO schon gepostet wurde:

    https://experience.arcgis.com/…e521648f8a5beeeee1b9125cd


    Dort kann man die Gesamtletalität (3,4 %) und die der einzelnen Regionen z.B. Italien (3,2 %) einsehen.

    Man muss natürlich berücksichtigen das viel mehr Menschen mit milden Symptomen infiziert sein können die gar nicht in dieser Statistik auftauchen.


    Ob jedoch die Schätzung des RKI mit 0,5 % doch etwas zu knapp ausfällt mag ich nicht zu beurteilen.

    Von der Zeit her kommt das gut hin, deshalb muss man schauen woher man vorhandenes Unterrichtsmaterial herbekommt.
    In den meisten Fächern ändert sich nicht viel und es gibt unzählig viel Arbeitsmaterial, warum also immer das Rad neu erfinden?
    Zugegebenermaßen ist man ein wenig von den Kollegen abhängig aber nett fragen oder sich schon während des Referendariats auszutauschen ist gold wert.


    Den Standardunterricht kann ich mittlerweile aus einem Fundus ziehen, mit Tafelaufschrieb und Arbeitsblättern und bastel dazu einen schönen Einstieg oder wähle dazu passende Medien aus. Parallel bereitet man dann immer wieder mal eine schöne Einheit vor. Bin im ersten Jahr nachdem Ref und komme damit sehr gut klar.

    Ob man das automatisieren kann ist fraglich. Aber die Berichte lassen sich sehr individualisieren.
    Es lassen sich PDF, CSV oder Excelfiles erzeugen und für jeden Schüler oder Klasse individuell anpassen damit der Betrieb auch nur genau die Infos sieht, die er auch sehen muss.

    Bei uns gibt es ein Schulnetz, worauf Schüler und Lehrer Zugriff haben mit eigenen Accounts natürlich und ein separates Lehrernetz. Habe mich mit der Rechtslage nicht ausführlich beschäftigt aber ich habe mir sagen lassen, dass das Erzeugen von Berichten im "Schulnetz" nicht zulässig sei, da die Berichte heruntergeladen werden und dann im Schulnetz liegen. Dadurch seien die sensiblen Daten nicht ausreichend geschützt.

    Nutze die Untis-App, um Abwesenheiten im Unterricht zu protokollieren. Mir wäre es zu zeitaufwändig mich in jedem Raum am Rechner neu anmelden zu müssen.
    Gerade in meinem Bereich ist es super praktisch mir Berichte generieren zu lassen, damit die Betriebe auf Anfrage genau wissen wann Ihre Azubis gefehlt haben. Diese Berichte dürfen wir aber nur in unserem durch Zwei-Faktor-Authentisierung gesicherten Netz erzeugen, sonst wäre es wohl nicht DSGVO-konform.

    Aus dem Freundes und Bekanntenkreis gibt es einige Bachelor Maschinenbau, die mit Mitte 30 die 120tsd Hürde reißen. Das sind keine Überflieger.

    Mit einem Bachelor in Maschinenbau in diese Gehaltsregionen zu gelangen ist seeeehr selten. Wenn deine Bekannte nicht gerade flunkern dann ist das zumindest nicht repräsentativ.
    Hier mal die aktuelle Gehaltstabelle in Bayern:
    https://www.igmetall.de/downlo…25904dff39ae90d825ea1.pdf
    103k sind bei einer 40 std. inkl. aller Zulagen das höchste der Gefühle außer man wird AT bezahlt. Mit einem Bachelor kommt man meistens nicht mal so hoch.
    Die meisten Ingenieure werden aber nicht nach IGM-Tarif bezahlt. Viele versuchen in so einem Betrieb Fuß zu fassen, die Bewerberzahlen sind aber enorm. Viele schaffen es dort über Zeitarbeit nicht hinaus.
    Ich weiß wovon ich spreche, ich habe schon bei einem bekannten Sportwagenhersteller bei Stuttgart gearbeitet und meine Ausbildung bei einem Zulieferer gemacht.


    Wie gesagt es ist nicht unmöglich, im Vertrieb kann man das auch mal mit einem Bachelor erreichen, das ist aber mit einem enormen Reiseaufwand verbunden. Das macht man auf Dauer nicht mit.

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