Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Um welche Fächer handelt es sich?
    In Ba-Wü gab es an den HS/WRS-Schulen eine Zeit lang die Fächerverbünde MSG, MNT, WAG
    Da hast du in MSG Musik, Sport und Gestalten (Kunst) unterrichtet - 4-stündig
    in MNT (Materie Natur, Technik) die Fächer Physik, Chemie, Biologie - 3-4-stündig
    in WAG Wirtschaftslehre, Arbeitslehre/Technik und Hauswirtschaft/Gesundheit- 4-stündig

    in WZG (Welt-Zeit-Gesellschaft) waren die Fächer Erdkunde, Geschichte und Gemeinschaftskunde zusammengefasst.- 3-stündig

    Lange bevor es diese Fächerverbünde gab, hatte ich das Prinzip bereits durch Blockunterricht umgesetzt.
    3 Wochen 4-Stündig Geschichte, dann 3 Wochen Erdkunde und dann Wirtschaftslehre. Da waren sowohl ich als auch die Kids "im Thema"

    Die Gesamtstundenzahl nach LP bleibt dabei erhalten. Kann man machen.
    Ob die SL die vorgeschriebene Gesamtstundenzahl mal so herabsetzen darf, ist jedoch fraglich. Der LP muss eingehalten werden.

    Für Buchliebhaber empfehlenswert ist Montolieu in Südfrankreich, knapp 80 Kilometer im Hinterland von Narbonne entfernt. Das Dorf hat knapp 850 Einwohner und 20 Antiquariate ;)

    Jedes Antiquariat bedient ein anderes spezielles Themengebiet.

    Der Ort Montolieu, der auf einem Felsvorsprung im Herzen des Weinbaugebiets Cabardès liegt, hat mit um die zwanzig Buchhandlungen, der Galerie mit den Bouquinisten, den Buchhandwerkern und dem sehenswerten Museum Michel Braibant seinen Spitznamen als Ort des Buches redlich verdient. Das Museum Michel Braibant widmet sich der Künste und Berufe rund um das Buch und erzählt die Geschichte des Buches von den ersten Schriften bis zum bemerkenswerten Aufschwung durch die Typographie und Druckerei. Die Buchhandwerker in Montolieu bieten praktische und pädagogische Kurse rund um die Typographie, die Kalligraphie, die Buchmalerei, die Gravur, die Binderei oder auch die Illustrierung an.

    Bücherliebhaber sollten auf keinen Fall die Messe für alte Bücher und Sammlerbücher verpassen, die jedes Jahr am Osterwochenende in Montolieu stattfindet!

    Eines der Häuser hat Patrick Süßkind als Domizil für sich renoviert. Seit 1989 ist das Dorf als Bücherdorf gelistet.
    Ich habe dort zwei Bände von Diderots "Encyclopédie francaise" erworben. Leider konnte ich mir das Original nicht leisten. Aber das Faksimile ist genauso schön ;)

    Da ist der Unterschied A12 / A13 ja in deiner Situation nochmal grundsätzlich anderer Natur als es bei A13/A14/A15 an Gymnasien wäre.

    BTW: Ein Hauptschulkollege, der wie ich über das Aufstiegsprogramm auf A13 gekommen war, hatte sich auf die Konrektorenstelle einer benachbarten Schule beworben. Da diese nur mit A12 + Zulage besoldet war, hätte er für "die Ehre" auf einen Teil seines Gehalts verzichten müssen. Wie er sich entschieden hat, kann sich jeder denken ;)
    Er hat die Stelle dann kommissarisch (ohne Ernennung und Gehaltskürzung) übernommen und - als die Stelle als Schulleiter frei wurde - diese mit Gehaltszuwachs (nachdem die Gehälter in Ba-Wü angepasst wurden) übernommen...

    Leider habe ich auch schon viele SL gesehen und erlebt, die da nicht gesund rausgekommen sind. Mein persönliches Fazit: Der Job respektive Beruf ist geschenkt zu teuer.

    Ich hatte einen SL, der als Seminarschulrat dann die Schulleitung übernommen hatte. Er war fachlich kompetent, menschlich "kernig", jedoch immer geradlinig und einschätzbar. Als Mitglied der "erweiterten Schulleitung" mit Aufgaben in Projektleitung, Evaluation und Schulentwicklung habe ich gesehen, wie viele Nerven man als SL auch im Umgang mit Eltern und KuK benötigt - und beansprucht. Es gibt andere Arten, glücklich zu werden. Für mich war das nie eine Alternative. Dazu war auch das "Schmerzensgeld" an GHS zu gering. Mittlerweile werden SL an kleineren GHS nicht mehr mit A12 + Zulage abgespeist, sondern kommen mittlerweile auch auf A13 oder sogar A14. Dafür müssen KuK an Gymnasien keinen Ferientag opfern, Abende in Gemeinderatssitzungen verbringen, Nachmittage lang Statistiken füllen oder Elterngespräche und Verhandlungen mit Handwerkern führen.
    Für diese Tätigkeit war mein latenter Masochismus nicht stark genug ausgeprägt. Da hab' ich mein "Säckel" lieber mit EDV-Kursen am Abend, durch freie Zeiteinteilung mit Kunst und dem Buchverkauf sowie meinen Webseiten aufgefüllt ;)

    Aber jetzt muss ich zurück an die EÜR. Montag ist Abgabeschluss.

    Ich wurde in meinen letzten zwei Dienstjahren mit der Hälfte des Lehrauftrages an eine FöS Lernen abgeordnet - auch, weil ich am Beginn meines Lehrerdaseins 10 Jahre an einem SBBZ gearbeitet hatte.
    Vorteil: Vieles läuft entspannter, weil man nicht auf Abschlussprüfungen vorbereiten muss und daher bei allen der Leistungsdruck nicht so hoch ist. Gleichzeitig ist das Leistungsspektrum - und auch das Spektrum der Ursachen, aus denen Kinder an der FöS landen - sehr breit. Da muss man sehr differenziert arbeiten. Das geht im Spektrum von Schülern, die man auf die Ausbildungstätigkeit in einer betreuten Einrichtung vorbereitet bis zu Kids, denen man das Rüstzeug für die Schulfremdenprüfung mitgibt, damit sie dort den qualifizierten Hauptschulabschluss erreichen können.

    In der Regel hast du auch viel kleinere Lerngruppen. Nachfragen würde ich die technische Ausstattung, weil man mit interaktiven Lernprogrammen und genügend Rechnern leichter - und ohne Kopierorgien - differenzieren kann. Falls du keinen Beamer oder eine interaktive Tafel im Lernraum hast, frag' nach, ob es transportable Geräte gibt. Lass dir auch die Werkstätten und den Medienraum zeigen.

    Du hast an der FöS viele Freiheiten zur Unterrichtsgestaltung.

    Im oben angegebenen Zitat vom VBE steht eindeutig:
    "Dienstälteste/Dienstältester ist derjenige, der das höchste Dienstalter nach Beendigung der Probezeit vorzuweisen hat."

    Die kommissarische Schulleitung soll von jemand übernommen werden, der viel Erfahrung im Schuldienst besitzt. Erst, wenn man unzählige Konferenzen und Situationen miterlebt hat, kann man - ohne Schulungen für SL durchlaufen zu haben - eine Schule adäquat leiten.
    Das ist ein komplexes System, das zudem viele Fallstricke aufweist.

    Mal kurz Google bemüht und diese Seite vom VBE gefunden:
    https://www.vbe-rechtsdatenbank.de/index.php?mode…&sid=42&aid=520

    Am Ende muss dies dann der dienstälteste/die dienstälteste Kollege / Kollegin sein. Hierbei kommt es nach dem Wortlaut aus § 60 Abs.2 Satz 2 SchulG sowie hier des § 32 Abs.4 Satz 1 ADO nicht auf das Statusamt an. Dienstälteste/Dienstältester ist derjenige, der das höchste Dienstalter nach Beendigung der Probezeit vorzuweisen hat.

    Für Grundschulen bedeutet dies also, dass nicht die an der Schule mit A 13 besoldeten sonderpädagogischen Lehrkräfte vorrangig heranzuziehen sind, sondern es allein darauf ankommt, wer im Kollegium das höchste Dienstalter hat.

    Mir geht es hier aber nur darum, aufzuzeigen, wie wenig zielführend es ist, das Erfassen solcher Zahlen per se zu verdammen und als rassistisch einzuordnen.

    Es ist nicht das Erfassen der Zahlen, sondern deine Interpretation, die nicht zielführend ist.
    Bei dem von dir angeführten Artikel geht es um "Tatverdächtige" - nicht um Täter. Dass derzeit mehr Menschen auf Mitmenschen mit etwas dunklerer Hautfarbe zeigen, liegt auch an solchen Einstellungen, die kolportiert werden.

    Davon abgesehen haben wir als Lehrer WIRKLICH eine Aufgabe und müssen pädagogisch auf die Kids einwirken:

    Zitat

    Relativ hoch war in den vergangenen Jahren der Anteil an Messerstraftaten, die von Kindern und Jugendlichen begangen wurden. In den vergangenen Jahren erhöhte sich die Zahl der tatverdächtigen Schülerinnen und Schüler laut Statistik deutlich – von 15,7 Prozent im Jahr 2019 auf 22 Prozent im Jahr 2022.


    «Tatsächlich zeigen Daten aus der internationalen und nationalen Forschung, dass vermeintlicher Selbstschutz ein Grund ist, warum Menschen ein Messer mitführen»

    Ungefähr jeder fünfte Jugendliche trage in der Freizeit ein Messer mit sich, sagt dazu laut Bericht die Kriminologin Elena Rausch von der Kriminologischen Zentralstelle in Wiesbaden.

    Quelle: https://www.news4teachers.de/2024/03/immer-…esser-mit-sich/


    BTW: Das "Messerthema" hatte ich schon vor Jahren als Thema beim Elternabend angesprochen. Die Eltern wussten nicht, dass selbst das Mitführen eines Messers einen Straftatbestand darstellt. Dafür hatte ich verschiedene Quellen gesucht und hier abgelegt:
    https://www.autenrieths.de/klassenlehrer.html#Waffen

    Gehen wir einmal davon aus, dass überproportional junge geflüchtete Männer involviert sind

    Eine Behauptung wird nicht dadurch wahr, dass man sie ständig wiederholt und pauschaliert.
    An den 13844 Straftaten, bei denen im Jahr 2023 Messer verwendet wurden, waren "geflüchtete Männer" nicht überproportional beteiligt.
    Obwohl die meisten nach der Tat geflüchtet sind. Aber das meinst du sicher nicht.

    Wovon DU ausgehst, ist deutlich. "WIR" gehen nicht davon aus, sondern verlassen uns auf Fakten. Für deine Behauptung gibt es die nicht - da kannst du das noch so oft behaupten.

    Grafik vom Statistischen Bundesamt - Quelle hatte ich bereits oben angegeben:

    statistik_messerangriffe_2023.jpg

    Ja? Und wie bringt uns das jetzt irgendwie weiter?

    Ganz einfach: Dass man keine Falschbehauptungen aufstellt, sondern sich an Fakten hält.
    In den Statistiken kann - und darf - kein irgendwie gearteter "Migrationshintergrund" erforscht und dokumentiert werden.
    Taten und Verbrechen werden von Individuen verübt und nicht von national definierbaren Gruppen - wenn man von den Nazis im 3.Reich mal absieht.

    Du kannst dich auch mal in meiner Sammlung von Webseiten umschauen, die Materialien zum Englischunterricht kostenlos bereitstellen.:
    https://www.autenrieths.de/englischunterricht.html

    Ebenso sind Wortkarten / Flashkarten und Wimmelbilder, sowie Bildwörterbücher hilfreich. Dazu findest du hier Beispiele:
    https://schulbibo.de/deutsch-lehren-lernen/wortschatz/

    Falls jemand beim Stöbern Linkhinweise findet, die nicht mehr funktionieren, bin ich für eine PN dankbar.

    Nachtrag:
    Um festzustellen, ob Tatverdächtige und Täter einen "Migrationshintergrund" besitzen, müsste die Polizei Ahnenforschung betreiben. Das ist weder zulässig, noch Aufgabe der Polizei.

    Die einzig valide Datenlage ist:
    Jeder Einwohner der Bundesrepublik besitzt einen Migrationshintergrund.
    Sei es durch Fluchtbewegungen und Soldatenheere im 30-jährigen Krieg, der Völkerwanderung oder aus der Tatsache, das sich während der letzten Eiszeit auf dem Gebiet der BRD kein Mensch aufgehalten hat. Die kamen erst danach aus Syrien - aus dem fruchtbaren "Halbmond".

    Ich zitiere mal Herrn Dr. Romann, übertragen am 28.8. bei phoenix. Das dazugehörige Video gibts bei NIUS, ich mag diese rechtspopulistische Medienplattform hier aber nicht verlinken. Wer suchen mag, findet es sicher.

    Ja, wir haben auch ein massives Problem mit Rechtsextremismus und entsprechenden Straftaten. Alles richtig. Trotzdem halte ich es für falsch, Migrantenkriminalität ständig zu relativieren und zu beschönigen, denn die ist nunmal gravierend und die politische Hilflosigkeit in Bezug auf angemessene Reaktionen treibt Wähler nach rechts.

    Nun - ich frage mich, woher diese Behauptungen ihre "Fakten"-Basis beziehen.

    Laut dem Faktencheck des Bayrischen Rundfunks wird in der Kriminalstatistik der Polizei nicht nach Herkunftsland der Täter differenziert - zumal "Migranten" in der Regel die deutsche Staatsangehörigkeit (im Gegensatz zu "Ausländern") besitzen.

    Aus dem bereits oben angegebenen Link: https://www.br.de/nachrichten/wi…ssagen,Tpva7EK:

    Zitat
    • Experten sagen: Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen Messerkriminalität und Staatsangehörigkeit. Sie warnen vor einer Vorverurteilung.
    • In der öffentlichen Debatte bringen rechte politische Gruppen und Parteien Messerkriminalität dennoch häufig mit Migration, Staatsangehörigkeit der Täter oder Ausländern in Verbindung.
    • Es gibt verschiedene Statistiken der Polizeibehörden. In diesen werden Messerangreifer aber nicht nach Staatsangehörigkeit oder nach Migrationshintergrund kategorisiert. Mit einer Ausnahme: der Statistik der Bundespolizei – doch deren Zahlen sind nur bedingt aussagekräftig.

    Forscherinnen und Forscher, die zu diesem Thema arbeiten, sind sich einig: Es gibt keinen kausalen Zusammenhang zwischen Messerangriffen und der Staatsangehörigkeit eines Täters. Eine Studie belegt das anhand der Zahlen von rechtskräftig verurteilten Gewalttätern, die ein Messer eingesetzt haben. (Die Studie wird im hinteren Teil dieses Artikels vorgestellt.) Auf Twitter und auf Blogs wird jedoch nach Messerangriffen regelmäßig genau das Gegenteil behauptet.


    Weiteres Zitat daraus:

    Zitat
    Auf die Frage, wie oft Migranten oder Ausländer als Tatverdächtige bei Messerangriffen registriert wurden, schreibt das BKA, dass "Aussagen zu Tatverdächtigen aufgrund der Datenlage nicht weiter möglich" seien. Das heißt, dass in der BKA-Statistik nicht aufgelistet wird, ob die Tatverdächtigen einen Migrationshintergrund haben

    Wenn schon das BKA keine valide Datenlage hat, wie sollen dann Behauptungen stimmen, dass Messerangriffe vorwiegend von Migranten und Ausländern begangen werden? Das ist doch purer Populismus ohne Wahrheitsgehalt, der sich auf Vermutungen stützt.

    Zu Messerangriffen in der BRD gibt es eine Statistik des Statistischen Bundesamtes.

    https://de.statista.com/statistik/date…in-deutschland/
    Darin sind für das Jahr 2023
    8951 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung unter Verwendung von Messern und
    4893 Fälle von Raub unter Einsatz von Messern verzeichnet.

    Eine Differenzierung nach Nationalitäten erfolgt nicht.

    Wenn Statistiken "deutsche" und "nicht-deutsche" Tatverdächtige unterscheiden, vermuten manche, dass sich unter den deutschen Tatverdächtigen hauptsächlich Menschen mit Migrationshintergrund befänden. Der AfD-Politiker Rudolf Müller war von 2017 bis 2022 Landtagsabgeordneter im Saarland. Er fragte 2019 die dortige Landesregierung, welche Vornamen bei den "als Täter aufgeführten deutschen Staatsbürgern" von Messer-Delikten besonders häufig vorkämen. Die Antwort der Landesregierung: "Michael, Daniel und Andreas" seien die häufigsten Vornamen der deutschen Tatverdächtigen, gefolgt von "Sascha, Thomas, Christian und Kevin".


    Zitat von a.a.O.

    Die vom #Faktenfuchs befragten Experten sagen, dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen Messergewalt und der Staatsangehörigkeit der Täter gebe. Eine Studie belegt das anhand der Zahlen von rechtskräftig verurteilten Gewalttätern, die ein Messer eingesetzt haben. Die Studie zeigte außerdem: Meist handelte es sich bei den Messerangriffen um Taten, bei denen sich Täter und Opfer kannten. Messerangriffe im öffentlichen Raum auf vollkommen Unbekannte machten weniger als fünf Prozent aller Fälle aus.

    Weitere Quelle:

    Warum die Messerangriff-Zahlen intransparent sind
    https://www.br.de/nachrichten/wi…nt-sind,TpdrehK

    Kein normaler Mensch in Deutschland bezeichnet einen immigrierten Rumänen als Flüchtling.

    Das kommt darauf an, aus welchen Gründen er nach Deutschland flüchtet. Asyl ist ein "Individualrecht" und darf nicht über das Herkunftsland definiert werden. Wäre Julian Assange Amerikaner, hätte er in Deutschland Asyl beantragen können - und es wegen politischer Verfolgung erhalten müssen.

Werbung