Eigentlich ist es doch egal, welche Notenskala man verwenden soll, oder? Ich passe halt meine Aufgabenstellungen entsprechend darauf an, was die Anteile der verschiedenen Anforderungsbereiche angeht. Wenn der Notenschlüssel "strenger" ist, entfallen zum Beispiel anteilig weniger Punkte auf den Anforderungsbereich III, bei einem "weicheren" Schlüssel kann der AFB III dagegen höheres Gewicht erhalten.
That's the way it goes.
Ich verwende aus Prinzip die lineare Notenskala. Egal, was die anderen sagen.
Notengebung ist meine ureigene Aufgabe als Lehrer und meine Pflicht, die ich zu rechtfertigen habe.
Durch die lineare Notenskala ist das eine einfache, mathematische Gleichung - und ich kann so viele Punkte vergeben, wie es mir sinnvoll erscheint. Damit erhalten schwierigere Aufgaben mehr Punkte als "billige Aufgaben" - und meine Tests haben manchmal 87 oder 134 Punkte - wodurch auch der Bohei mit halben oder Viertelpunkten entfällt.
Einschränkung: Bei Vokabeltests verwende ich eine leicht verschobene Notenskala - die ebenfalls in der Tabelle abgebildet ist.
Die Punkte hacke ich in meine Exceltabelle, das Notenergebnis wird "ausgespuckt" - so ist auch die Korrektur entspannter.
Eingefügt ist auch eine "Diktatbewertung": Eingegeben wird die Anzahl der Fehler, die ein "Ungenügend" ergeben. Den Rest erledigt die Tabelle.
Wer mag, darf sich das gerne hier anschauen - oder herunterladen:
https://www.autenrieths.de/notengebung.ht…chnungstabellen
Mit dieser Excel-Datei können beliebige Notenskalen erstellt werden. Die Tabelle enthält bereits 6 verschiedene Notenschlüssel, die sich automatisch an die zu vergebende Punktzahl anpassen - das war dann noch eine kleinere Spielerei zur Erweiterung 
- Lineare Skala, 50% = 3/4
- Bauch-Skala, 50% = 4
- Bauch-Skala, 50% = 4/5 (Vokabeltest etc.)
- Halbe Noten
- 15-Punkte-Schlüssel
- IHK-Schlüssel