Was ist wohl einfacher: Einem Informatiker Pädagogik erklären oder einem Lehrer Informatikkenntnisse draufschaffen?
Warum meinen einige Lehrkräfte eigentlich immer, dass sie Profis für einfach alles sind? Lehrrer, Informatiker, Reinigungskraft, Reiseveranstalter... Das grenzt ja fast an Selbstüberschätzung.
Wenn Dinge nicht funktionieren, benutze ich sie nicht. Ist dann kein Unterricht möglich, schreibe ich das ins Klassenbuch und spiele meinetwegen Hangman mit Fachbegriffen mit den Klassen.
Die meisten Lehrer besitzen (mindestens) rudimentäre EDV-Kenntnisse. Mit Selbstüberschätzung hat das nichts zu tun. Ich gebe zu, dass ich mir die Administration eines Netzes mit einem Hardwarezoo weder zutrauen noch antun wollte. Mit reiner Kaufsoftware, bei der ich bei jedem Update ein unsägliches Lizenzgefrickel hätte, sowieso nicht.
Wenn man jedoch gleichartige Hardware und das passende Serversystem hat, ist das machbar.
Und genau den letzten deiner Sätze konnte ich nie akzeptieren. Unterricht MUSS möglich sein. Und besonders an Schulen mit "abgehängter Klientel". Wenn man den Schülern (und Eltern) vermittelt, dass man sich um sie kümmert und ihnen Chancen und eine gute Ausbildung gibt, ist das die erste Maßnahme gegen "Brennpunkt". Dazu kommen Schulfeste, Gemeinschaftsaktionen, Klassenweihnacht, Ausflüge und Lerngänge, Hausaufgabenbetreuung, Schulbegleiter, Vorleseaktionen und Spielnachmittage in Altersheimen. Sehr gut funktioniert haben Klassenpatenschaften. Jedes Jahr haben die Klassen 8 die Patenschaft für die Ersties übernommen und mit denen Spielnachmittage sowie die Spielbetreuung in der großen Pause übernommen. Das ging dann über 2 Jahre, dann waren die "Patenkinder" bei der Schulentlassfeier der Neuntklässler dabei.
Ja. Da "kostet" Zeit. Bringt jedoch Gemeinschaft und weniger Stress, sowie ein sozialeres Miteinander an der Schule und Identifikation mit dieser.
Ja. Ich hab' dafür, dass die EDV funktioniert, einige Stunden investiert. Die "Investition" hat sich jedoch verzinst. Anerkennung und Dankbarkeit durch Schüler und KuK - sowie eine didaktische Möglichkeit, moderne Technik in den eigenen Unterricht zu integrieren. Es gibt so viele kostenfreie Angebote zum Lernen für Schüler. Das sofortige Feedback bei Übungsaufgaben in Mathe, Englisch oder Deutsch für Schüler entlastet mich als Lehrer und fördert die Lernkurve. Auf der Suche nach derartigen Angeboten ist meine Website entstanden.
Hangman spielen war nie das Niveau, auf dem ich unterrichten wollte. Hauptschüler haben guten Unterricht verdient. Das ist (bzw. war) meine Aufgabe als Lehrer.