Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Nach Urteil gegen Lehrerinnen in Konstanz

    Ludwigsburger Grundschulen setzen den Schwimmunterricht aus

    Interessant - besonders, weil sich in Ludwigsburg eine Pädagogische Hochschule befindet, an der auch Sport - und somit auch Schwimmunterricht füŕ Grundschulen - gelehrt und geprüft wird.
    Vermutlich wird nun das Wasser aus den Becken gelassen, damit praktische Übungen mit Schülern eingeübt werden können.

    Es ging ja darum, dass ALLE (ggf. neuen) im Angestelltenverhältnis wären, dann wären wir eine deutlich stärkere Masse mit mehr Verhandlungspotenzial.

    Viel Konjunktiv, der nicht eintreten würde. Bereits jetzt "zerfleddern" sich die Interessenvertretungen. Innerhalb von Verdi wäre die Gruppe der Lehrkräfte eine Splittergruppe.
    BTW: Die IG Metall ist deshalb so schlagkräftig und mächtig, weil sie Beschäftigte aus Aluminium-, Stahl- und Maschinenbau-Unternehmen vertritt. Lehrkräfte spalten sich in GEW, Beamtenbund, Philologenverband, VBE und weitere 42 Lehrerverbände auf.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie…d_(Deutschland)

    Durch die Abschaffung des Beamtentums für Lehrkräfte ändert sich (außer einer Schlechterstellung) dabei nichts.

    Ich sehe da einen großen Unterschied:

    In den Chaosklassen geht die Zeit wenigstens rum und danach hat man das Gefühl, etwas geleistet zu haben.

    Wenn du in einer derartigen Klasse in pädagogisch schwierigem Umfeld arbeitest, zieht sich eine UE ins Unendliche - und beschäftigt dich noch nachts, wenn du dir Strategien zurecht legst, wie du am nächsten Tag eine normale Unterrichtssituation herstellen kannst.
    In deiner Schulart kannst du schwierige Schüler aus der Klasse entfernen. In der Regelschule kaum.

    In welchem BL unterrichtest du - und welche anderen Fächer hast du in der Klasse?
    Wenn du nach Anknüpfungspunkten zu Unterrichtsthemen der anderen Fächer suchst, fällt die Strukturierung leichter - und du kannst die Themen von zwei Seiten angehen. Beim Kartenlesen gibt es Anknüpfungspunkte zum Koordinatensystem und zu den Maßeinheiten. Bei der Ortsgeschichte kannst du beim Bauen eines dreidimensionalen Modells in Mathe Körper behandeln und Kunst mit einbinden. Verkehrserziehung kann ebenfalls mit dem Stadtplan verknüpft werden, um sichere Schulwege zu suchen usw.
    Zum Thema Kompass, Himmelsrichtungen und zum Kartenlesen findest du hier einige Hinweise:
    https://www.autenrieths.de/geographieunte…tml#Kartenlesen

    Zum Thema Naturwissenschaften wurde schon mehr gesagt, deshalb noch eine Anmerkung zum Fach Mathematik:


    Die Korrektur ist in der Regel schneller erledigt als in sprachlichen Fächern, das mag stimmen. Sie ist aber auch längst nicht so schnell gemacht, wie manche Kollegen anderer Fächer meinen würden. Die Aufgaben können nicht mit der Schablone nach richtig oder falsch korrigiert werden, wie sich das manch einer vorstellt. Das ist ausschließlich bei Aufgaben mit dem Operator "angeben" der Fall und die sind seltener. Sehr häufig müssen aus konfusen Lösungsversuchen die richtigen Ansätze erkannt und entsprechend bewertet werden. Mittelmäßige Klausuren können in dem Fach wirklich auch Zeit fressen.


    Ich gebe auch zu bedenken, dass die Konzeption guter Mathematikklausur meiner Meinung nach durchaus auch aufwendig ist. Man kann nicht einfach Aufgaben übernehmen, man muss sie alle durch rechnen, sonst übersieht man Fallen. Und man muss (sollte) sie selbst durchrechnen, damit man eine gute Zeitplanung machen kann. Da haben es meiner Meinung nach Sprachkollegen oft einfacher, die quasi fertig sind, sobald sie einen passenden Text gefunden haben.

    Absolute Zustimmung. Bei der Korrektur von Mathe-Klausuren ist die Fehleranalyse zentral - und durchaus aufwändig. Ein einfaches "Abhaken" der Ergebnisse wird den Leistungen der Schüler nicht gerecht. Falls einem Schüler im Lösungsprozess ein Flüchtigkeitsfehler unterläuft, muss dessen Lösung höher bepunktet werden, als wenn er sich an die Aufgabe gar nicht herantraut. Zudem bietet die Mathematik immer verschiedene Lösungswege. Ein besonders trickreicher Lösungsversuch muss honoriert werden, selbst wenn auf dem Lösungs"weg" irgendwann doch falsch abgebogen wird.

    Bei manchen Aufgaben stellt sich bei der Korrektur auch heraus, dass diese - obwohl die Lösung nicht dem Lösungsblatt entspricht - dennoch richtig sind, weil die Aufgabe so formuliert ist, dass sie eine alternative Lösung zulässt.

    Klassenarbeiten sind immer auch ein Test für den eigenen Unterricht. Kommt der identische Fehler bei mehreren Schülern vor, muss dieser bei der Korrekturbesprechung unbedingt thematisiert werden - damit er in Zukunft möglichst ausgeschlossen ist. Es kam auch vor, dass ich Aufgaben, an denen mehrere Schüler gescheitert sind, geringer bepunktet habe. Nicht, um den Schnitt anzuheben, sondern weil ich mich dann an die eigene Nase gefasst habe und mir zumindest eine Teilschuld daran zugesprochen habe, die ich den Schülern nicht anlasten kann.

    Auch bei der Konzeption eines Mathetestes muss man diesen nicht nur selbst durchgerechnet haben, sondern darin einen aufsteigenden Schwierigkeitsgrad verwenden. Selbst wenn die erste Aufgabe eigentlich von 95% der Schüler gelöst und mit 3 Punkten bepunktet wird, ist das psychologisch wichtig und notwendig, um Erfolgszuversicht zu vermitteln.

    Das Ganze ist in Konzeption und Korrektur aufwändiger, als die KuK aus dem Sprachensektor unterstellen ;)

    du bist wenig konsequent. Gestern hattest du mich noch auf deiner blockierliste.

    Dort bist du noch immer ;)
    Die Blockierliste ist für mich eine "rote Laterne", die mir anzeigt, dass es sich aus der Erfahrung um Menschen handelt, die entweder so weit von meinen Ansichten entfernt sind, dass sich ein Diskurs nicht lohnt (bzw. unmöglich ist) oder die eine kurze Zündschnur haben und schnell beleidigend werden. Dann überlege ich mir zwei oder fünf Mal, ob sich der Terz lohnt. Das ist durchaus eine Form von Konsequenz und Selbstschutz. Meistens öffne ich die Beiträge nicht - ab und an schon.

    Deutschland hat zzt. massive Probleme. Uns droht das dritte Rezessionsjahr in Folge

    Manche "Probleme" sind - bei genauerer Betrachtung - keine. Ganz besonders beim Thema "Rezession". In den vergangenen Jahren wurde viel aus den Corona-Jahren nachgeholt und das BIP ist entsprechend gestiegen. Dass es nun sinkt, ist eine logische Folge. Zudem wirken außenwirtschaftliche Faktoren - wie ein Erstarken der chinesischen Wirtschaft in Industriebereichen, in denen Deutschland vormals stark war, wie beim Maschinenbau und der Automobilindustrie. Das der letzten Regierung anzulasten ist Humbug, zumal für die Wirtschaft qua definitionem die Wirtschaft zuständig ist.

    Die "einfachen Lösungen", die von der AfD angeboten werden, wurden bereits durchgerechnet mit dem Fazit: Die Folgen für Deutschland wären katastrophal.

    Und das ist ja das eigentliche Problem: jeder sechste Wahlberechtigte ist mit dem menschenverachtenden Müll der AfD zumindest so einverstanden, dass er sie wählt. Die AfD ist nur ein Symptom.

    Viele dieser Wahlberechtigten kennen das Programm und die Ziele der AfD nicht. Das Kreuz wird nur gemacht, um "denen da oben" zu zeigen, dass man sie nicht mag. Protestwähler sind keine Überzeugungs"täter".

    Auf die Idee, sich mit beiden Accounts zugleich einzuloggen und dann auch noch Selbstgespräche zu führen kommt allein Wolfgang Autenrieth bzw alias .

    Die beiden Accounts habe ich vor langer Zeit mit Zustimmung der Mods angelegt, weil ich nicht anonym auf Inhalte meiner Website hinweisen will - sondern hier mit offenen Karten spiele. Seit längerer Zeit agiere ich nur noch "mit offenem Visier". Zwiegespräche mit mir selbst führe ich nicht öffentlich ;)

    weil er hier immer und immer wieder absolut inkompetenten und gefährlichen Stuss zum Umgang mit Chemikalien von sich gibt

    Das war eine einzige Anekdote zum Umgang mit Natrium - die auch als Warnung intendiert war. Deine Äußerung, verehrte Antimon, ist wirklich verleumderischer Stuss (um deinen Ton zu kopieren)

    Hallo Sarah,

    als Klassen- und Fachlehrer für Technik, Kunst, Deutsch, Wirtschaftslehre und Informatik (WUI) hab' ich in Klassenstufe 8-9 mehrmals eine Schülerfirma mit den Schülern zur Aufbesserung der Klassenkasse und zur Berufsvorbereitung durchgeführt.
    Zunächst kam ein Brainstorming zu möglichen Produkten, die verkauft werden können, sowie eine Kostenkalkulation und Marktanalyse.

    Wir haben dann Schulhefte und Schreibmaterialien in der großen Pause neben dem Brötchenverkauf angeboten - hier schien der Bedarf an der Schule am höchsten. Die Hefte, Radiergummis, Spitzer uswusf hatte ich über Sonderangebote bei 1€-Läden und in Kaufhäusern eingekauft. Die Schüler haben sich um Werbung, Buchhaltung und Verkauf gekümmert. Die Gewinnmarge ist dabei jedoch sehr gering. Am Ende des Schuljahres gab's für alle Beteiligten einen kleinen Eisbecher - und Restbestände vom Büromaterial als Gewinnbeteiligung und Lohn.

    Die Verkauf war "halblegal". Mit einer Schülerfirma darf man keine Produkte anbieten, die eine Konkurrenz zum örtlichen Handel darstellen.

    Mit unserer "Weihnachtsmarktfirma" konnten wir dagegen einen hübschen Batzen für die Abschlussfahrt erwirtschaften. Das jedoch nur, weil uns die örtliche Bank den Stand auf dem Weihnachtsmarkt gesponsort und die beste Konditorei am Ort den Waffelteig geliefert hatte. Der Sohn der Geschäftsinhaber war in meiner Klasse - und ist mittlerweile Chef. Der Waffelverkauf ergab die höchsten Einnahmen - wobei sich auch unsere Engel, Kerzenständer, Weihnachtskarten und andere Produkte gut verkauften.


    Zum Thema "Schülerfirma findest du auf meiner Website eine Menge Infos und Links:
    https://www.autenrieths.de/schuelerfirma.html

    Damals gab es bei der IHK einen guten Kontakt, der uns in Rechtsfragen beraten hat und auch einen kleinen Vortrag in der Schule über das Berufsbild des Einzelhandelskaufmanns gehalten hat.

    Es gibt einfach null Notwendigkeit ein 2.800 € Spitzenmodell anzuschaffen.

    Korrektur:
    Es gibt einfach null Notwendigkeit ein fabrikneues 2.800 € Spitzenmodell anzuschaffen.
    Professionelle Geräte bekommt man im "Refurbished-Handel" zu einem Bruchteil des Originalpreises. Die Geräte stammen von Industriefirmen, Versicherungen usw., die nach Ablauf der Abschreibungsfrist an Verwerter abgegeben werden.

    Für unsere Zwecke sind die noch immer mehr als ausreichend. Mein "Leib- und Magen-Anbieter" ist dabei https://www.afbshop.de, weil in dieser Firma (gemeinnützige GmbH) >50% Menschen mit Handicap beschäftigt sind - und es zusätzliche Rabatte für Schulen gibt.

    ... Überstunden generierenden Extrakram a la Schulfest, Klassenfahrt, Weihnachtsfeier, Klassenabschlussgrillen, Wandertag, vorbereitungsintensiven Projektwochen etc.

    Dieser "Extrakram" gehört zur pädagogischen Substanz der Allgemein Bildenden Schulen (ABS). Am deinem Weiterbildungskolleg (WBK) existiert sowas nicht. Dort muss - und kann - man es daher auch nicht streichen. Aber lass' uns - und unseren Kids den Spaß an der Freud'.
    Nebenbei: Du hast die Zirkuswochen, Bundesjugendspiele, Schulkonzerte und Theateraufführungen, sowie Museumsbesuche und Lerngänge zu Industriefirmen und Bauernhöfen nicht erwähnt - nur der Vollständigkeit halber - falls du aus deiner Streichliste eine Petition stricken willst :pfeifen:

    Nö, vielleicht kann man sich einfach mal für andere freuen, die endlich auch das bekommen, wofür sie von Tag 1 hart gearbeitet haben. In BaWü habe ich nicht mal was davon, ich freue mich trotzdem für die anderen.

    Genau so. Ich wurde als "Hauptschullehrer mit besonderen Qualifikationen" auf A13 befördert. Dafür habe ich das Netzwerk aufgebaut, KuK darin geschult und das Schulportfolio verfasst und war Mitglied der erweiterten Schulleitung. Das war mal eine Sonderaktion in Ba-Wü. Kurz vor meiner Pensionierung kamen die ersten jungen KuK mit dem neuen SEK-I-Studienabschluss aus dem Referendariat an die Schule - und wurden sofort mit A13 besoldet. Die "alten Hasen" blieben auf A12, ich behielt meine A13. That's the way it goes.

Werbung