Beiträge von Wolfgang Autenrieth

    Aber wie heißt es so schön: alles, was bis zu unserem 20 Geburtstag erfunden wird, ist selbstverständlich, alles zwischen dem 20. und 60. ist Magie, alles ab dem 60. ist Teufelszeug.

    Mein Vorwurf des "Laberns" an Moebius hatte sich auf diesen Satz bezogen. Und solche Sätze sind dumpfes Gelaber.

    Meine Meinung habe ich mir hier aus den beiträgen gebildet, in denen beschrieben wird, dass Referendare Zugriff auf Daten des Vorjahres haben, dass Verhaltensdaten über die gesamte schulzeit gespeichert und abgerufen werden können und dass verschiedenste Menschen darauf Zugriff haben - auch von außerhalb (wie Eltern). Wer stellt sicher, dass nur die Eltern des Schülers zugreifen können und nicht andere Personen, die den Account der Eltern nutzen?

    Wenn man meine Bedenken zum Datenschutz als "Gelaber" bezeichnet, nun denn, damit kann ich leben. Falls ihr daraus Probleme bekommt, müsst ihr damit leben und es ist nicht mein Bier.

    Es ist egal, welche Zeichen du verwendest, du musst sie am Anfang deinen Schülern eh erklären.

    Nimmt man standardisierte Korrekturzeichen - wie in DIN 16511 beschrieben, muss man sie nur ein Mal erklären. Und Eltern kann man auf die DIN-Norm verweisen, statt die eigenen Zeichen im Elterngespräch erläutern zu müssen. Normierung macht schon Sinn ;)

    Aber wie heißt es so schön: alles, was bis zu unserem 20 Geburtstag erfunden wird, ist selbstverständlich, alles zwischen dem 20. und 60. ist Magie, alles ab dem 60. ist Teufelszeug.

    Genau. Aus diesem Grund steht bei mir im Wohnzimmer noch ein Röhrenfernseher und ich schreibe hier wie bereits 1976 an einer Nixdorf 8830/4. Nebenbei: Den TCP-Anschluss musste ich selbst implementieren. Zum Glück hält mein Käfer, Baujahr 1963 noch durch. Jeden Morgen bete ich mein magisches Handy an.
    Moebius. Mit Verlaub. Du laberst

    Die Quintessenz von Trumps Handeln ist, dass die engsten Alliierten nicht mehr alle Geheimdienstinformationen mit den USA teilen, weil sie befürchten, dass er die Informationen an Moskau weiterreicht.

    Was angesichts dieser - und anderer Meldungen - nicht unwahrscheinlich ist.
    https://www.fr.de/politik/putins…r-93586610.html
    Möglicherweise ist das heiße Luft. Wenn jedoch bereits die Frankfurter Rundschau (die ich für seriös halte) darüber berichtet, kommt man schon ins Grübeln.

    Funfact am Rande:
    Musks Chatbot erkennt in Trump einen russischen Spion
    https://www.fr.de/politik/explos…r-93610580.html
    "Die Einschätzung, von der unter anderem die Newsweek berichtet, des Chatbots schwankt bei einer Wahrscheinlichkeit von 75 bis 85 Prozent."
    (Meldung von heute, 9.5.2025)

    Es geht nicht um Verhaltensprofile im orwellschen Sinn. Dies geschrieben werden aber auch Einträge in Schulakten nicht jedes Schuljahr vernichtet, sondern bleiben erhalten bis zum Ende der Schulzeit an einer Schule. Dass also bestimmte hochrelevante Aspekte des Schülerverhaltens langfristig dokumentiert werden ist nicht neu an Schulen. Wer sich bislang nicht über Schülerakten aufgeregt hat, muss sich insofern auch nicht jetzt plötzlich künstlich echauffieren über digitale Ergänzungen derselben, soweit diese denselben Umfang haben.

    In Zeiten vor Untis wurde das auf Papier notiert - was bereits die Menge der Daten begrenzt. Digital besteht nach oben kein Limit.
    Das ist schon ein massiver Unterschied. Zudem waren meine Notizen in der "Kladde" erstens für den Rest der Bevölkerung unleserlich und nicht von Fremden einsehbar. Am Ende des Schuljahres gingen die Aufzeichnungen durch den Schredder.
    "Hochrelevante" Aspekte des Schülerverhaltens wurden im Klassenbuch notiert. Darin war der Platz eng begrenzt. Datenschutztechnisch war das sicher schlechter als heute, weil die Tagebücher für jeden einsehbar im Tagebuchwagen vor dem Rektorat gelagert waren. Es gab jedoch auch keine Kopie - die heute - im digitalen Zeitalter - nur einen Mausklick entfernt ist.

    Ich "echauffiere mich nicht künstlich", sondern sehr real. Aber vermutlich seid ihr heute - im Zeitalter von FB, X etc. was Persönlichkeitsrechte betrifft schon zu sehr abgestumpft.

    Hab' mal die KI bemüht:

    Zitat

    Wie lange werden Verhaltensbemerkungen in Webuntis gespeichert?

    Die Speicherungsdauer von Verhaltensbemerkungen in WebUntis hängt von den spezifischen Richtlinien und Vorgaben der jeweiligen Schule sowie den gesetzlichen Bestimmungen ab. In der Regel werden solche Daten für die Dauer der Schulzeit des Schülers gespeichert und können danach archiviert oder gelöscht werden, je nach den Datenschutzrichtlinien der Schule und den gesetzlichen Anforderungen.

    Es ist wichtig, dass Schulen klare Richtlinien zur Datenaufbewahrung und -löschung haben, um den Datenschutz und die Privatsphäre der Schüler zu gewährleisten.

    Eine Speicherung über die gesamte Schulzeit (und im Archiv darüber hinaus) entspricht dem Anlegen eines über viele Jahre dauernden Verhaltensprofils.

    Wie würdet ihr es empfinden, wenn die Schulleitung eine derartige "Klein-Klein-Protokollierung" eures Verhaltens über Jahre hinweg führen würde? Seid ihr sicher, dass die Schulleitung dieses "Feature" nicht bereits nutzt? Das ist doch schon ein "orwellscher Zustand". Vielleicht bin ich da auch nur ein zu sehr "old-fashioned" orientierter "Boomer". Aber selbst als Schüler hätte ich das als nazistische, unzulässige Überwachung empfunden.

    Bei Verhaltenseinträgen ist der Haken für Eltern zwar voreingestellt, ich kann ihn aber durch einen Klick entfernen. Ich finde es praktisch, erspart es mir in 90% der Fälle weitere Arbeit. Die Anweisung ist bei uns genau umgekehrt, es soll alles dort eingetragen werden (außer Noten, dafür gibt es asv). Bei pädagogischen und Notenkonferenzen wird darauf zurück gegriffen.


    Ergänzend, Eltern sehen natürlich nur die Einträge für ihre Kinder, ich sehe nur die Verhaltenseinträge meiner Schülerinnen und Schüler (auch die von KollegINNen), Hausaufgabeneinträge sehe ich nur meine eigenen, außer von meiner Klasse, da sehe ich alles.

    Verhaltenseinträge greifen sehr stark in Persönlichkeitsrechte ein. Ein solches Verfahren - bei dem verschiedene Personen anlasslos online Zugriff auf diese Einträge erhalten - ist imho am Rande der Legalität - oder bereits darüber hinaus. Wie lange werden diese Einträge gespeichert? Können die Daten gehackt werden? Ich lehne mich zurück und warte ab, bis die Meldung erscheint, dass dieser leichtfertige - um den Begriff "unverantwortliche" zu vermeiden - Umgang mit personenbezogenen Daten einer Schule und den Verantwortlichen um die Ohren fliegt.
    Habt ihr für diese Form der Datenspeicherung den Freibrief des Landesdatenschutzbeauftragten - oder freut ihr euch nur über eine bequeme Funktion eurer EDV?

    Die fehlenden Satellitenbilder werden ein Problem für die Ukraine werden, haben aber nichts mit Abwehr von Angriffen mit Raketen oder Marschflugkörpern zu tun.

    Wenn du die aktuellen Positionen der gegnerischen Artillerie und der Abschussrampen nicht kennst, kannst du diese nicht stören.
    Hab' meinen Beitrag editiert. Es wurde der Zugriff auf amerikanische Satelitenaufklärung entzogen.
    Die Quintessenz sind die massiven Luftschläge der russen, die das gnadenlos ausgenutzt haben.
    https://www.msn.com/de-de/nachrich…aus/ar-AA1ArFeE

    Die USA haben der Ukraine den Zugriff auf Satelitenbilder <edit>Satelitenaufklärung</>entzogen.

    Effekt: Mindestens 14 Tote bei russischen Luftangriffen auf zivile Objekte. Unter den Toten sind fünf Kinder.

    Es wurden mindestens acht fünfstöckige Gebäude, ein Einkaufszentrum, Einkaufspavillons und 30 Autos zerstört und beschädigt. Einige Häuser brannten fast vollständig nieder.

    Danke, Donald! Der geht auf dich!

    Bombenangriff-2.jpg

    Gerade bei digitalen Klassenbüchern gibt es genügend Platz, um das auch für Eltern nachvollziehbar regelmäßig im digitalen Klassenbuch für das individuelle Kind zu dokumentieren. Das macht es etwas schwieriger für Eltern zu behaupten, ihr Kind sei doch immer so arg brav, wenn alle KuK das regelmäßig machen, so dass entsprechende SuS dann aus allen Fächern dementsprechende Einträge haben, die die Eltern kontinuierlich digital einsehen hätten können.

    Nun - hast du die App ständig auf dem Lehrerpult geöffnet? Tippst du schnell? Mein Papier-Timer lag immer auf dem Lehrerpult - mit Lesebändchen für den aktuellen Tag. Ich denke nicht, dass du deine Notiz so schnell an der Tastatur notierst, wie ich in meiner (nur von mir entzifferbaren) Schnell-Sauklaue. ;)
    Zudem sind meine Einträge subjektiv - und ich warne sehr davor, Bemerkungen aus dem Augenblick der Auseinandersetzung im Klassenzimmer sofort online zu stellen. So etwas kann nur in der Katastrophe enden.

    Falls jemand in seiner Klasse problematische Schüler sitzen hat, die den Unterricht ständig torpedieren, kann ich nur zur stichwortartigen Protokollierung mit Datum und Angabe der Unterrichtsstunde raten. Das Tagebuch ist dafür der falsche Ort. Ich hatte mir für derartige Notizen ein Notizbuch mit Kalendarium angeschafft, in das ich alle relevanten Termine und Ereignisse eingetragen habe.

    Eine Schülerin der 6.Klasse war in Klasse 5 in der Schule vorbildlich und Zuhause rebellisch. Als sie von mir am Schuljahresende nicht die erhoffte Versetzungsempfehlung zur Realschule gemäß multilateraler Versetzungsordnung erhielt, drehte sich das um. Zuhause brav, in der Schule ständig massiv störend und provozierend. Sie sammelte innerhalb kurzer Frist mehrere Einträge und es wurde ein befristeter Schulausschluss erwogen - was den Eltern angekündigt wurde. Darauf legten die Eltern beim Schulamt Beschwerde ein - ich würde Schüler mobben und habe dieses Mädchen "auf dem Kieker".

    Ich hatte - weil das Verhalten eskalierte - meine Notizen aus der Kladde am PC ins Reine getippt, um die Disziplinarmaßnahmen begründen zu können. Plötzlich stand der Schulrat unangekündigt in meinem Unterricht. Es kam zum Dienstgespräch. Glücklicherweise hatte ich den Ausdruck in der Schultasche und konnte ihm haarklein - mit Datum und Uhrzeit - das Fehlverhalten der Schülerin nachweisen.

    Meine Notizen hatten mir "den Hals gerettet".

    Meldung aus Russland. Kurios oder pervers...(Von google übersetzt)

    Beamte überreichten den Müttern gefallener SVO-Helden Fleischwölfe als Geschenk

    [Originalmeldung]

    Die Übersetzung von Firefox ist noch kurioser:

    Wenn ein nicht mehr als Lehrkraft arbeitender User...

    Nun - der nicht mehr vor der Klasse arbeitende User hat sich 40 Jahre mit dem Thema Schule und Unterricht befasst, nebenbei eine Informations-Datenbank aufgebaut und kann's nicht lassen. Einmal Lehrer - und man will das Weitergeben von Wissen nicht missen.

    Dieser User ist hier im Forum seit vielen Jahren aktiv und hat zu verschiedensten Themengebieten auch aus diesem Forum Informationen und Materiallinks gesammelt, die im Netz frei verfügbar sind, diese kategorisiert und stellt die Sammlung kostenlos und barrierefrei - ohne Naggingwerbung zur Verfügung.
    Würde dieser User konstant auf Materialsammlungen des Bildungsservers verweisen, würde hier kein Hahn krähen. Der Nachteil des Bildungsservers besteht darin, dass die dort angegebenen Links oft überholt oder tot sind.

    Im Gegensatz zu Materialsammlungen des Bildungsservers checkt dieser User die Linktipps auf Aktualität, bevor er hier im Forum darauf hinweist und ergänzt mit neuen Infos. Das ist der große Vorteil der Zeitsouveränität, die dieser User nun genießt.

    Es ist schon eine seltsame Zeit, in der man sich dafür verteidigen soll, kollegial zu sein.

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