Beiträge von Valerianus

    Die Ersatzschulen haben ein paar Infos aus dem Ministerium erhalten (betrifft vornehmlich weiterführende Schulen), die zwei hier dürften aber für die meisten Schulen relevant sein (wär komisch, wenn wir das machen sollen, der Rest aber nicht):

    - Normalbetrieb nach den Sommerferien, dabei wird die Möglichkeit von Samstagsunterricht in Betracht gezogen um den fehlenden Unterricht aufzuholen

    - keine Notbetreuung in den Sommerferien, es wird aber die Möglichkeit von "pädagogischen Kompensationen" in den Sommerferien in Betracht gezogen, um fachliche Lücken aufzuholen

    Das kam weder in China, noch in Südkorea (die wirklich alles und jeden testen), noch in Island raus. Haupttreiber der Infektion sind junge Erwachsene, da sie viele Kontakte haben und normal ansteckend sind. Der Befund ist in allen Ländern mit hoher Testquote und Nachverfolgungsrate gleich.

    @Wollsocken80: man kann halt auch genau umgekehrt argumentieren: Gerade von Symptomlosen geht erfahrungsgemäß eine große Gefahr aus.

    Bei welcher Krankheit ist das denn "erfahrungsgemäß" so? Bei Corona ja offensichtlich nicht, wie die Ergebnisse aus Island und anderen Ländern nahelegen...

    Die Grundidee ist ja auch völlig seltsam...die Ansteckungsgefahr steigt ja dann, wenn viele Viren in die Umgebung abgegeben werden können. Da ist Husten schon irgendwie hilfreich...

    Wenn ein Schüler mit seiner Benotung unzufrieden ist, hat er die Möglichkeiten des Widerspruchs (versetzungs- oder abschlussrelevante Note) oder der Beschwerde (wenn den Eltern einfach langweilig ist). Das geht formlos und ohne Begründung, dann wird die Bezirksregierung das Ding aber direkt in die Tonne kloppen und ablehnen. Im Regelfall werden also die Eltern irgendeine Begründung schreiben, die Klassenarbeitshefte haben sie ja zuhause. Wenn sie also irgendwie über die Klassenarbeiten gehen wollen, liegen der Begründung üblicherweise die entsprechenden Arbeiten bei. Wenn sie das nicht tun, ist das Heft irrelevant, weil du dann in deiner Stellungsnahme einfach deine Noten aus den Arbeiten nehmen kannst.

    LRS wird nicht rückwirkend nachkorrigiert. Die Bescheinigungen müssen regelmäßig und lückenlos vorgelegt werden, wenn irgendwer meint er hat in Klasse 5 LRS, in Klasse 6 nicht mehr und in 7 dann wieder, kann er sich das in die Haare schmieren. Wenn jemand erst im 2. Halbjahr Klasse 7 merkt, dass er LRS hat, ist das zwar komisch, aber möglich, da wird aber nicht rückwirkend irgendeine Note geändert, was aber vermutlich auch daran liegt, dass wird Zeugnisnoten sowieso nicht ausrechnen (dürfen!), d.h. der Deutschkollege könnte auch einfach so sagen: Der Junge hat zwar 3x ausreichend geschrieben, ist mündlich knapp befriedigend, jetzt wo ich das mit der LRS weiß, gebe ich auf dem Zeugnis auch "befriedigend" aus pädagogischen oder was auch immer für Gründen...

    Vor allem ist die Aussage ja auch nicht "Kinder können sich nicht infizieren", die Aussage ist offenkundiger Unfug...sie können sich infizieren, sie erkranken nur seltener und weniger schwer und sind selbst (vermutlich aufgrund der ersten beiden Punkte) potentiell weniger infektiös.

    Bei uns wird auch drübergeschaut, eine gute, eine mittlere und eine schwache Arbeit, dazu der Erwartungshorizont...geht einfach darum, dass die Schulleitung schon im Vorfeld Bescheid weiß (bei einem Schnitt mit 4,x kommen bei uns ziemlich sicher irgendwelche Eltern an und dann schadet es nicht, wenn die SL direkt sagen kann "hab ich gesehen, war eine angemessene Arbeit, sollen die pubertären Genies halt mal lernen"). ;)

    Den Sinn der Aufbewahrung verstehe ich allerdings auch nicht ganz. Wenn die Eltern einen Widerspruch einlegen und die Klassenarbeit als Begründung ranziehen wollen, müssen sie die ja als Beweis ranschaffen, in allen anderen Fällen gilt die Aussage des Lehrers doch als vertrauenswürdigere Beweisgrundlage,..

    Quelle ist der oben bereits verlinkte Erlass: "Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I dürfen das Schulgrundstück während der Zeiten ihrer verpflichtenden Teilnahme in Ganztagsschulen nicht verlassen. Gleiches gilt grundsätzlich im Rahmen einer pädagogischen Übermittagbetreuung. Wenn ein entsprechender Beschluss der Schulkonferenz vorliegt, kann die Schulleitung Schülerinnen und Schülern ab Klasse 7 auf Antrag – bei minderjährigen

    Schülerinnen und Schülern auf Antrag der Eltern – gestatten, das Schulgrundstück in der Mittagspause und in Freistunden zu verlassen. Die Aufsicht der Schule entfällt für Schülerinnen und Schüler, die das Schulgrundstück verlassen."

    Scheint also unproblematisch zu sein, oder? Außerdem ist der Lasterfall doch aus alltäglicher Sicht blödsinnig. Warum sollte es gefährlicher für den Siebtklässler sein nach der Schule über die Hauptverkehrsstraße nach Hause zu gehen, als in der Mittagspause über den Parkplatz zum Lidl zu laufen?

    Ist ja auch blödsinnig Volljährige zu beaufsichtigen, weil für Volljährige gar keine Aufsichtspflicht besteht, außer sie sind geistig oder körperlich massiv angeschlagen und benötigen aufgrund dessen Aufsicht. Fürsorgepflicht (Wege/Fahrtmittel vernünftig auswählen, etc.) besteht natürlich weiterhin, aber wieso sollte ich einen 18-jährigen beaufsichtigen? Der kann einfach nach Hause gehen und mir nen Zettel zeigen, dass er Kopfschmerzen hat, original selbst unterschrieben...

    Ich hab an der Uni sowohl studiert, als auch gelehrt (in Mathevorlesungen brauchst du es als Dozent definitiv, der Punkt geht an dich, aber wie viele deiner Schüler werden Mathedozenten?), aber wir hatten Laptops und Beamer und das ist schon echt lange her. Ich weiß auch nicht in was für Betrieben du in den letzten Jahren warst, aber Flipcharts hab ich das letzte Mal in einer Lehrerfortbildung gesehen. Bei innogy haben sie mal eine Kartenabfrage gemacht, da durfte ich aber dankenswerterweise die Karten auf einem Tisch und nicht an der Wand beschriften. ;)

    Ich bin gerade auch verwirrt gewesen, als ich mir die Laufbahnverordnung durchgelesen habe. Ich hatte bei der Beförderung nach A14 keine Erprobungszeit, sondern direkt (und rückwirkend zur Ausschreibung) mehr Geld bekommen, das erste kann eine Besonderheit im Ersatzschuldienst sein, das zweite ist es definitiv.

    Ich habe gerade bei Stella geschaut, da wird auch nur bei A15 (Gymnasium) auf die Erprobungszeit von 9 Monaten (§ 7 Abs. 4 LVO) verwiesen, bei A14 finde ich das nicht, obwohl es definitiv einschlägig sein müsste.

    Der VLBS schreibt (S. 6 im Link), dass es keine Erprobungszeit gibt, wenn die Beförderung nicht mit einer Funktionsstelle verbunden ist (das würde zu den A14 Beförderungen am Gymnasium passen), aber obwohl da die Rechtsgrundlagen angegeben sind, kann ich es nicht ganz nachvollziehen...

    Smartboards sind meiner Meinung nach die Lösung für "faule" Lehrer und "faule ITler", bitte nicht falsch verstehen, es geht eher um ein "Apple-faul" im Sinne von: damit kommt mit ein bisschen Einarbeitung auch ein Zweijähriger zurecht.

    Beamer + Convertible hat mehrere Vorteile, erfordert aber eine vernünftige Softwarelösung dahinter (wenn man auf Microsoft steht: Teams, OneNote und Sharepoint), um das kollaborative Arbeiten richtig ans Laufen zu bekommen. Der simpelste Grund der dafür spricht, dass das die bessere Lösung ist, ist schlicht, dass das in allen großen Unternehmen so gemacht wird, da klatscht sich niemand ein Smartboard in den Besprechungsraum. Das ist einfach billiger Rotz für Schulen, oft eine simple Androidlösung, die man mit einem Businessbeamer mit Gestensteuerung + Convertible besser und traurigerweise oft sogar preisgünstiger hinbekommt. Und wer es "sinnvoll" findet, dass man mit dem Finger auf der Projektionsfläche schreiben kann...ok...dem ist halt nicht zu helfen...

    Porsche ist doch VW...oder umgekehrt... :P

    Die Automobilbranche wird hier in Deutschland schon nicht vor die Hunde gehen, dafür haben wir Autos viel zu lieb. Und Kurzarbeit in der Automobilbranche sind oft immer noch 80% oder sogar 90% vom Netto (das ist bei kleineren Zulieferern häufig anders, auch klar), klar ist das mit laufenden Kosten immer noch Mist, aber wir sind hier in Deutschland auf...sehr hohem Niveau abgesichert, oder (wir als Lehrer sowieso)?

    Automobilbranche und vermutlich Zulieferer für VW. Das ist ähnlich wie die Lufthansa, da ist die Coronakrise doch eher der Katalysator, als die Ursache, oder? Natürlich kannst du auch als Mathematiker oder Informatiker in Kurzarbeit gehen oder arbeitslos werden, aber Informatiker sind doch durch die Corona-Krise sogar gefragter als vorher und Mathematiker sind sowieso Generalisten, niemand stellt einen Mathematiker ein, weil er im Studium fachlich was gelernt hat, was ihm im Beruf nützt...ich hab einen Freund der mit mir Mathematik studiert hat und jetzt einen eigenen Betrieb hat, der Messestände plant und umsetzt. Ja, das kann passieren, aber das ist nicht die Regel. Gerade Akademiker sind von der Coronakrise nicht einmal ansatzweise so hart getroffen wie andere Arbeitnehmer.

    Modal Nodes : Sorry, aber ich kenne wirklich genügend Leute aus der "freien Wirtschaft" und keiner von denen arbeitet im Homeoffice mit seinen eigenen Geräten, da sind Unternehmensberater bei, Wirtschaftsprüfer und jede Menge aus der Energiebranche, die meisten von denen würden direkt vor die Tür gesetzt, wenn die es wagen würden mit Privatgeräten zu arbeiten. Mal davon abgesehen, dass z.B. PWC seinen Mitarbeitern zum Einstieg erst einmal sechs Wochen Fortbildung "IT Basics" spendiert: hochqualifizierte Trainer, volle Bezahlung, einfach damit sie es können. Wie viel Tage für freiwillige Fortbildungen habt ihr in Baden-Württemberg pro Jahr? Hier in NRW sind es fünf während der Schulzeit. Nur gibt es für Schulen kaum Fortbildungen außerhalb der Schulzeit, und ja ich war schon bei innogy und der Lufthansa zu Fortbildungen in der Ferienzeit, weil das Thema irgendwie gepasst hat, aber rate mal auf wessen Kosten. Das ist doch ein Witz...du kannst nicht erwarten, dass deine Leute modernen Scheiß abziehen, wenn du weder deine Betriebstätten, noch deine Angestellten ausstattest oder diese fortbildest und deine Kunden sechs Jahre alt sind und das erste Mal im Leben eine Tastatur sehen (und ich mach wirklich gerne Support, aber Fern-IT-Support für einen Sechsjährigen stelle ich mir sportlich vor, selbst meine haben oft genug Probleme mit wirklichen IT-Basics...die sie halt in der Schule nie gelernt haben (und wenn sie sie dort lernen sollen: Ausstattung...32 PCs für 900 Schüler sind dafür in jedem Fall zu wenig). Und das kannst du nicht mit "ruhig angehen lassen" zu tun. Ja, es gibt faule Mitarbeiter...die gibt es aber auch in anderen Betrieben und auch da wirst du die in Deutschland kaum los, aber es gibt auch faule Arbeitgeber, wir haben nur Glück, dass unserer ein Monopol hat. Faule Arbeitgeber neigen mit der Zeit zur Insolvenz.

    Wow, du hast noch nicht einmal das Eingangsposting verstanden. *slowclap*

    Und schön zu sehen, dass du die anderen beiden Argumente ignorierst, dir ist also bewusst, dass die Frage arbeitsrechtlich eindeutig ist und zwar gegen deine Position. I rest my case...

    P.S.: Doch nicht: Du schlägst UntisMessenger vor? Hast du das Ding schon einmal ausprobiert und Einsicht in deren Lizenzierungsmodell? Das ist einfach nur teurer (im Moment immerhin kostenfreier) Müll, so gut Untis in bestimmten anderen Bereichen auch sein mag.

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