Beiträge von Valerianus

    Das klingt schon schrecklich, dann muss man am Gymnasium ja sowas wie Differenzierung oder individuelle Förderung machen :staun:

    Ja, vor allem muss man dann bei der Abiturkorrektur auch differenzieren, damit die Leute von der eigenen Schule überhaupt Abitur bekommen. Oh warte, das waren ja die Gesamtschulen. Das Gymnasium hat gewisse fachliche Ansprüche und wenn die nicht erfüllt werden können (nicht, wenn sie mit Förderung erfüllt werden können, das ist völlig ok), dann hat ein Schüler da nichts zu suchen und kann auf der Realschule oder der modernen Hauptschule (aka Gesamtschule) bestimmt besser seinen Fähigkeiten entsprechend gefördert werden. Und, nur als weiterer Hinweis: Nach Klasse 10 gerne zurückkommen, wenn sich eine positive Entwicklung abzeichnet (die Realschüler, die zu uns kommen sind oft richtig gut was Lernverhalten und Struktur angeht).

    P.S.: Es gibt auch gute (im Sinne von leistungsstarke) Gesamtschulen, aber das Gesamtschulen besser in individueller Förderung wären, dazu hätte ich dann doch gerne eine Studie, die das belegt. Ich halte es da mit PISA und die sagt: Gesamtschulen sind knapp besser als Hauptschulen und Lichtjahre von Realschulen und Gymnasien entfernt.

    NRW macht sich gerade zur Lachnummer der Republik...ich frag mich wirklich warum Laschet auf die Weise sicherstellen will, dass er auf keinen Fall Parteivorsitzender wird, er hätte die Kandidatur doch auch einfach zurückziehen können...xD

    Nymphicus Wenn die Statistik nicht sauber ist, darfst du sie gar nicht interpretieren, das ist notwendige Bedingung. Das ist Naturwissenschaft und nicht "wünsch dir was mit interpretieren". Ich sage auch nicht, dass das Ergebnis in irgendeine Richtung führt (im Gegensatz zu dir). Ich sage, dass die Studie zu gar keiner neuen Erkenntnis führt, weil sie statistische Mängel hat. Diese Mängel müsste man in einer Folgestudie beheben und das wird auch ganz sicher passieren, weil da im peer-review sicherlich auch ein Statistiker für Mediziner drüber schauen wird, der sicherlich statistisch deutlich fitter ist als ich es zu meinen besten Zeiten war. ;)

    Dazu kommen die inhaltlichen Mängel, die Moebius sehr ausführlich und wiederholt dargelegt hat. So funktioniert Naturwissenschaft nun einmal, man stellt Hypothesen auf, dann testet man die Hypothesen und manchmal geht dieser Test halt nicht auf und man muss sich einen anderen Test überlegen. Bis dahin gilt aber die Hypothese nicht als bewiesen.

    Was ist eigentlich mit den Ländern, die offene Schulen haben und keine erhöhten Ansteckungszahlen für Schüler und Lehrer haben? Auch Südkorea (die haben die Schulen allerdings zu) findet die höchsten Ansteckungsraten im Alter zwischen 20 und 40 und da dürfen Kinder draußen spielen ganz ohne Beschränkungen. Großraumbüros mit Luftumwälzung/Klimaanlage scheinen übrigens verdammt gefährlich zu sein, aber deutsche Schulen haben ja als Klimaanlage das einzig zu öffnende Fenster im Raum, das heißt da sind wir sicher. :P

    Nymphicus : Wenn ich von dir jetzt nicht im nächsten Posting irgendein statistisches Argument höre, bist du geblockt. Das ist offenkundiges, völlig wissenschaftsabstinentes Getrolle vom Zweitaccount. Erinnert mich irgendwie an Mike Pence im Krankenhaus...

    flecki : Hast du einmal mit eurem Personalrat gesprochen? Ist es irgendwie "an den Haaren herbeigezogen" möglich zu behaupten, dass du das Kind in irgendeinem Rahmen pflegst und daher zuhause bleiben kannst gemäß 15. Schulmail? Ich würde was dieses Thema angeht nicht mehr mit der Schulleitung sprechen ohne anwesenden Personalrat...

    Firelilly, ich bezweifle langsam wirklich, dass du im Studium was naturwissenschaftliches gemacht hast.

    Zitat

    "Drosten findet darin einen nicht-signifikanten Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen."

    Mit anderen Worten, Kinder und Erwachsene sind gleich infektiös.

    Diese Aussage ist riesengroßer Blödsinn. Warte, ich finde noch eine blödsinnige Aussage für dich: "Es gibt eine signifikante Korrelation zwischen der Anzahl der Störche in Deutschland und der Geburtenrate über die letzten 100 Jahre. Mit anderen Worten: Die Störche bringen die Babys."

    Wenn du im Studium offensichtlich im Bereiche Empirie, Forschungsmethodik und Statistik völlig gepennt hast, dann brüste dich doch nicht mit deinem Nichtwissen... 8|

    Dasselbe gilt für Nymphicus...die Studie kannst du exakt so lesen: Es gibt keinen Beleg dafür, dass Kinder infektiöser oder nicht infektiöser sind als Erwachsene. Oder: Wenn der Hahn kräht auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist...

    P.S.: Als Indiz kann man die Studie natürlich nutzen, aber auch dann: Für diese Art der Aussage braucht es eine power-analysis (auf deutsch: Teststärke) und die wird es mit dieser Stichprobe nicht geben, außer da kommen jetzt nach dem pre-print noch Daten für die Kinder dazu...

    P.P.S.: In der Studie wird übrigens auch darauf hingewiesen, dass die Viruslast nicht normalverteilt ist (bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen), was darauf hindeutet, dass die eingesetzten Tests nach unten ein Problem mit der Nachweisgrenze haben (zu Gunsten eurer These: "Viele Kinder sind knapp unter der Nachweisgrenze und trotzdem ansteckend." oder aber für die Gegenhypothese "Viele Kinder sind knapp unter der Nachweisgrenze und kaum ansteckend, deswegen findet man sie auch nicht mit den aktuell verfügbaren Tests." Das kann man noch nicht beantworten und ja, so funktioniert Wissenschaft...warten und neu testen).

    Die Kritik ist, dass man aus einer fehlenden Signifikanz nicht auf einen nicht vorhandenen Unterschied schließen darf, vor allem nicht wenn die Gruppengrößen viel zu klein sind. Wie gesagt: Mediziner sind oft keine guten Statistiker, da sollte man Psychologen, Mathematiker oder Methodiker ranlassen, die sind was Statistik angeht deutlich fitter. Die Studie schreit nach einer power-analysis (wenn man nachweisen möchte, dass es keinen Unterschied gibt) und da wird nicht rauskommen, weil die Gruppengrößen Mist sind (n=16 für Grundschüler ist etwas...gewagt...), also ist man genauso schlau wie vorher. :)

    P.S.: Moebius Ausführungen sind ein weiterer Knackpunkt. Für eine power-analysis braucht es zumindest halbwegs ausgewogen gezogene Gruppen und hier wird aus massiv vorselektierten Stichproben gezogen (Kinder werden oft getestet, haben viele andere Erkrankungen, nur die Corona-Leute gehen in die Stichprobe, bei Erwachsenen viel höhere Corona-Inzidenz, andere Zusammensetzung der Stichprobe zumindest wahrscheinlich).

    Und du hast echt Naturwissenschaften studiert? Lies die Studie bitte und verbreite nicht irgendwelche Newstickerüberschriften... 8|

    An analysis of SARS-CoV-2 viral load by patient age

    Kinder genauso infektiös wie Erwachsene (Jones et al, 2020)

    P.S.: Drosten findet darin einen nicht-signifikanten Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen. Statistisch ist das vor allem deshalb problematisch, weil keine Power-Analysis gemacht wird und die Anzahl der Kinder im Vergleich zu den Erwachsenen sehr klein ist (z.B. nur 16 Grundschüler gegen mehrere Tausend Erwachsene) und man in den Viruslastverteilungen (Figure 2) eher Unterschiede zugunsten der Kinder sieht. Mediziner sind wirklich furchtbare Statistiker...o.O

    Wichtig ist glaube ich noch zu sagen, dass das keine Empfehlung allein von Virologen ist (die dazu auch in den meisten Fällen denkbar unqualifiziert wären, das ist mehr ein Job für Epidemiologen und Mathematiker), sondern von Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz-Gemeinschaft, Leibniz-Gemeinschaft und Max-Planck-Gesellschaft. Noch mehr wissenschaftlicher Druck geht nicht.

    An analysis of SARS-CoV-2 viral load by patient age

    Kinder genauso infektiös wie Erwachsene (Jones et al, 2020)

    P.S.: Drosten findet darin einen nicht-signifikanten Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen. Statistisch ist das vor allem deshalb problematisch, weil keine Power-Analysis gemacht wird und die Anzahl der Kinder im Vergleich zu den Erwachsenen sehr klein ist (z.B. nur 16 Grundschüler gegen mehrere Tausend Erwachsene) und man in den Viruslastverteilungen (Figure 2) eher Unterschiede zugunsten der Kinder sieht. Mediziner sind wirklich furchtbare Statistiker...o.O

    In 15 Familien 29 Tote...die Mathematik dahinter ist mit den 2% Lethalität (lassen wir mal die Ansteckungen weg uns setzen die auf 100%) auch nicht so kompliziert. Das sind wohl verdammt große Familien oder Fake News...

    P.S.: Das klingt härter als es gemeint ist, aber das wären dann um auf die Letalität zu kommen 1450 Personen in den Familien, die sich alle reichtlich Mühe gegeben haben müssen, sich auch ja alle anstecken zu lassen, wenn sich davon irgendwer (was auch in der Lombardei nicht unwahrscheinlich ist) an die Quarantänemaßnahmen gehalten hat (sagen wir mal realistisch haben sich vielleicht 25% angesteckt), dann sind das 5800 Personen in 15 Familien, d.h. knapp unter 400 Personen pro Familie. Das klingt einfach...nicht besonders glaubwürdig und ich kenne auch Italiener mit Verwandschaft, die Tote zu beklagen haben...aber doch nicht so viele... 8|

    Kapa Deine Zahlen passen trotzdem nicht. Ich hab mit einer Letalität von 2% und einer Durchseuchung von 5% gerechnet, das sind beides für die meisten Länder viel zu hohe Zahlen. Wenn du jetzt "Bekannte von Bekannten" aufmachen willst, dann ist es ein small-world-experiment und damit völlig ohne Aussagekraft.

    @Wollsocken80: Die durchschnittliche Letalität der spanischen Grippe wird mit 5-10% angegeben, bei 1,8 Milliarden Menschen waren knapp 500 Millionen infiziert und es gab Länder (schlechte Gesundheitsversorgung), die auch an den 20% Letalität gekratzt haben. Das bekommt selbst Italien oder New York nicht hin bei Corona, trotz Dunkelfeld...

    Schlimmer als die großen Grippewellen ist es immer noch nicht und die Spanische Grippe wird Corona definitiv nicht schlagen...so viel zum schlimmer als Gruppe Argument.

    Das Argument von Kapa mit den 100 Toten (die noch dazu jünger sind als der Durchschnitt), deutet ja auf mindestens 5.000 Bekannte (die dann aber alle erkrankt hätten sein müssen) hin, das ist arg überdurchschnittlich. Wenn man die Infektionsraten der Länder mit hinzuzieht, kommt man eher auf 100.000 Bekannte und erkennt, dass hier offenkundig irgendwas nicht stimmt...außer vielleicht man arbeitet über das small-world-experiment. ;)

    Die Ereignisse sind nich unabhängig.

    Oder um es für den Laien auszudrücken:

    Wenn ich mit Platzpatronen schieße, muss ich keine statistische Analyse darüber machen, warum ich nicht treffe.

    Netter Versuch, aber das wäre ebenfalls nachzuweisen (und ist auch statistisch überprüfbar, allerdings braucht man dafür tatsächlich n>1 um feststellen zu können, ob das innerhalb der Person abhängig oder unabhängig ist). Um es für den statistischen Laien auszudrücken: Interpersonal and intrapersonal variance are not the same thing.

    Der Grund warum das Argument nicht funktioniert (und nicht funktionieren darf!), ist der, dass du ansonsten auch sagen könntest, dass es bei verschiedenen Personen abhängig sei, weil die ja alle denselben Coronavirus hätten. In der Statistik behauptest du nichts ohne es überprüfen zu können (meistens nicht mal ohne es vorher überprüft zu haben, was wissenschaftstheoretisch und auch statistisch dann auch wieder problematisch ist).

    Die Bereitschaftserklärung ist im Grunde rechtlich unkritisch (wir hatten als Mitarbeitervertretung unseres Dienstgebers beim Philologenverband angefragt), es sei denn du wirst durch Corona dienstunfähig, dann wird sich der Dienstgeber nämlich auf den Standpunkt stellen, dass du das überall bekommen haben könntest und das kein spezifisches berufliches Risiko bestanden habe.

    Binomialverteilung, ist eigentlich abiturrelevant, Signifikanztests sind LK-Stoff. Kannst ja als Mathekollege mal p (Ansteckungsrisiko) ausrechnen, wenn k = 0 und n = 172 ist, damit über P(X) ein nicht signifikantes Ergebnis rauskommt (zweiseitig testen, da ihr zwei unterschiedliche Hypothesen habt). Den Bonuspunkt bekommst du, wenn du mir erklärst warum das statistischer Unsinn ist, das wird in der Schule vom Lehrplan großzügig übersehen. :)

    Ich sehe den Mehrwert von Videokonferenzen sowieso nicht. Sinnvoller ist Screensharing des Lehrers (+ Schüler für Schülerlösungen) und dazu Audio mit VIP-Audio für den Lehrer (dann geht so eine Konferenz auch mit der ganzen Klasse gut ohne andauernd zu fluchen...xD

    Ich bin nicht aus Hessen, aber euer Ministerium hat eigentlich eindeutig geregelt:

    Ab dem 27. April wird der Schulbetrieb schrittweise wiederaufgenommen. Dies bedeutet für den Großteil der Lehrkräfte, dass sie wieder in die Schulen gehen dürfen. Ausgenommen sind weiterhin Lehrkräfte, die zu einer der per Verordnung festgelegten Risikogruppen zählen.

    Die Schulleitungen entscheiden in eigener Verantwortung, in welchem Umfang Lehrkräfte - insbesondere ab einem Alter von 60 Jahren sowie Beschäftigte, bei denen eine Grunderkrankung vorliegt, oder solche mit unterdrücktem Immunsystem - mit der Wahrnehmung von außerunterrichtlichen Aufgaben zu Hause betraut werden können.

    Es sollen keine Zusammenkünfte in größerem Umfang und größerer Zahl stattfinden, bei denen größere Personengruppen zusammentreffen.

    Für Personal ab einem Alter von 60 Jahren und alle, bei denen eine Grunderkrankung (z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber, der Niere sowie Krebserkrankungen) vorliegt, sowie Personen mit unterdrücktem Immunsystem kann ein etwaiger Einsatz in der Notbetreuung nur auf freiwilliger Basis erfolgen.

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