Also ich fasse mal kurz, ohne vollständige Zitatzerlegung zusammen:
1.) Akademische Bildung ist ausreichend um in jedem Fachbereich auf akademischem Niveau mitreden zu können.
2.) Erklärungen sind nicht notwendig
3.) Lehrmeinung ist dir auch kein Begriff, oder? Da wir uns hier ja definitiv im geisteswissenschaftlichen Bereich bewegen, ist das tatsächlich ein Argument. Außerdem argumentierst du extrem schwach. Du hast die Existenz der Person bestritten, diese Existenz wird aber aufgrund historischer Quellen und nach herrschender Meinung in den Geschichtswissenschaft als bewiesen angesehen (tatsächlich geht es bei den meisten historischen "Fakten" erkenntnistheoretisch mehr um "Glauben" als um "Wissen", aber das führt vom Thema weg). Wenn etwas angezweifelt wird, heißt das nicht dass das allein dadurch eine brauchbare Option ist, nehmen wir dazu beispielsweise die Profis vom Intelligent Design, die Flat Earth Bewegung oder die Anhänger alternativer Fakten. Wenn ich schreibe, dass Alexander der Große nie gelebt hat, dann wird das dadurch nicht wahr (es wird auch nicht wahr dadurch, wenn das die Mehrheit der Menschen glaubt, aber Lehrmeinung heißt nun einmal, dass die Mehrheit der dazu fachlich befähigten Personen etwas glaubt.
4.) Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Carrier PhD heißen müsste und ich glaube, dass ich mir sowohl zu seinen angewandten statistischen Methoden (Mathematikstudium, Doktor in Psychologie mit einem Fokus auf statistischen Methoden), als auch zu seinen historischen Methoden (Geschichtsstudium) ein Urteil erlauben kann. Ich würde mich da aber (weil ich weder Zeit noch Lust habe die Dissertation ganz zu lesen auf die Reviews von "richtigen" Historikern (aka Leuten mit einem Lehrstuhl) verlassen, die durch die Bank...nennen wir es nett...sehr verhalten...ausfallen.