Beiträge von Valerianus

    Der Philologenverband hat den dbb im Rücken. Reicht das zur finanziellen Schlagkraft?
    Ich hatte in diesem Monat eine Fortbildung bei Herrn Avenarius (Justitiar des Philologenverbands in NRW) und ich hatte bisher nur eine einzige Fortbildung die genauso gut war und die war bei Dr. Böhm (der macht die Schulrechtsfortbildungen fürs IfL (Fortbildungsträger der katholischen Schulen) in NRW), also die juristische Expertise was das Schulrecht angeht ist da zu 100% gegeben und es gibt auch klare und ehrliche Antworten wo man was machen kann (und wo der PhV auch Rechtsschutz bis zum Ende anbietet) und wo eher nicht (Beispiel: individuelle Stundenverteilung).

    Das sind überwiegend jene Ideen, die in den skandinavischen Ländern schon lange Realität sind und mit ihren Schülern und deren Leistungen können nur die wenigsten Länder mithalten.

    Korea, Taiwan, Finnland vor den Reformen der 90er Jahre...es gibt ein paar Länder die mit den skandinavischen Ländern mithalten können. ;)
    Und die Debatte ums gegliederte Schulsystem muss leider innerdeutsch entschieden werden, weil es das außerhalb des deutschsprachigen Raums einfach fast gar nicht gibt. Und wenn ich mir die Bundesländer ansehe, dann sehe ich schwarz für die Ideen der GEW. ;)

    Wer gute, auch juristische Vertretung braucht, findet die in jedem anderen Verband um ein Vielfaches besser. Und auch da gibt es für die eher links angehauchten Lehrer genug Auswahl. :)

    Was man mehr will? Ich will wissen wer den Spaß bezahlt, denn die arbeiten nicht pro bono. Dann kann ich auch einsortieren, warum ich Angebot x erhalte. Deswegen hab ich den Spaß dann lieber einmal selbst bezahlt und darauf vertrauen können, dass das optimale Angebot für mich, nicht für den Makler und die Versicherung dabei herausgekommen ist. ;)

    Ein Streik ist keine höhere Gewalt und die Kinder müssen trotzdem in die Schule. Da ich es aber andererseits auch nicht leiden kann angelogen zu werden, finde ich die Entschuldigung "die Busse fuhren nicht" angenehmer als "mein Kind war krank... ;-)" und entschuldige das auch, außer bei den zwei Hampelmännern die gestern meinten ein Streik schützt vor Klassenarbeiten...

    Ich kenne mindestens einen persönlich (mit dem hab ich mir für mich die DBV rausgesucht) und im Konkurrenzforum sind mindestens zwei unterwegs, die ihr Geld vom Versicherten und nicht von der Versicherung erhalten. "Makler" die auf Provisionsbasis arbeiten sind zwar immer noch besser als direkt in ein Versicherungsbüro zu laufen, aber eben alles andere als daran interessiert das Beste für dich rauszuholen, sondern die höchste Provision für sich selbst...

    Debeka und DBV sind die Platzhirsche bei den Beamten, ich würde aber bei einer so weitreichenden Entscheidung einen (echten) Versicherungsmakler aufsuchen und einmalig ein bisschen Geld in die Hand nehmen, weil man sich dabei auf lange Sicht auch viel kaputtmachen kann.

    Mashkin: Hängt davon ab...wenn du es bis 41 ohne nennenswerte Vorerkrankungen geschafft hast, sollte das halbwegs gehen, Altersrückstellungen sind im momentanen Zinstief sowieso lächerlich nutzlos geworden...schau einfach was sie von dir haben wollen und dann schau dir an was du in der GKV bezahlst...

    1.) Es gibt nicht "die" PKV
    2.) Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Versicherer mit guten Statistikern pleite geht ist eher als gering einzuschätzen
    3.) Den Mythos, dass die Beamten die PKV trügen, konnte mir noch niemand vernünftig erklären, welchen Unterschied macht es für den Versicherer, ob du nun 50% Risiko mit 50% Beitrag absicherst oder 100% Risiko mit 100% Beitrag?

    Jetzt zu den Fragen des Threaderstellers:
    Wann kann ich wechseln? Geht das erst nach Dienstantritt? Geht das dann rückwirkend oder erst ab dem Folgemonat?
    -->Zum Dienstantritt, bis zu zwei Monate rückwirkend

    Wie genau läuft das ab? Muss ich meine gesetzliche KK kündigen? Muss ich der Beihilfe „beitreten“ oder geht das automatisch?
    --> Du schließt (möglichst vorher) einen Vertrag mit einer PKV ab, dann kündigst du mit Kopie der Verbeamtungsurkunde bei der GKV

    Zitat

    Bist du nach dem Ref arbeitslos, geht es wieder in die GKV, sofern du Leistungen vom Job Center bekommst

    Das ist im Fall von ALG I korrekt, im Fall von ALG II (was für die meisten Leute mit direktem Wechsel vom Studium ins Ref der Fall sein dürfte) nicht, dafür gibt es dann Übergangstarife, die das Jobcenter anstandslos zahlt.

    Dazu hätte ich ehrlich gesagt gerne die Rechtsgrundlage, der TV-L ist fast immer sowieso Teil des individuellen Arbeitsvertrags bei angestellten Lehrern, aber vor allem Betriebsvereinbarungen können im Arbeitsvertrag nicht geregelte Aspekte für alle Arbeitnehmer des Betriebs rechtsgültig festlegen. Der TV-L sagt übrigens explizit, dass der Arbeitgeber, das unter gewissen Umständen auch solo durchziehen darf (da Dienstvereinbarungen immer einvernehmlich, bzw. über die Einigungsstelle erfolgen müssen, macht alles andere auch wenig Sinn)

    Ich habe am Ende der Reihe die Wissenschaften einsortiert, die du zuvor kritisiert hast, aber ich bin froh festzustellen, dass du anscheinend nicht nur Probleme hast fremde Texte sinnentnehmend zu lesen, sondern dich auch an deine eigenen kaum erinnerst. Wird Zeit für die Osterferien. :P

    Nehmen wir deine Kritik an Hattie mal auseinander:

    Mir würde es reichen, wenn Hattie und Co. diese "Forschungsmethode" methodisch und statistisch "bei all ihren Problemen" kennen würden.
    --> kein Argument, da kein Nachweis. Hast du die Studie mal im Original gelesen und gelesen wie sich Hattie mit den Beschränkungen der Meta-Analyse auseinandersetzt? Vermutlich eher nicht, oder? Ansonsten wäre ich aber auf eine Erklärung gespannt, warum eine in diversen Forschungsfeldern (insb. der Medizin in der Risikobewertung) eingesetzte Methode deiner Meinung nach bei psychologischen Fragestellungen nicht angewandt werden darf.

    Über die Probleme der Hattie-Studie kannst du überall nachlesen.
    --> Ross und Reiter? Ich kann auch überall nachlesen dass Impfungen Autismus verursachen. Ist nachgewiesener Blödsinn...

    Einfaches Googlen reicht.
    --> ich bemerke die qualitativ hochwertige Recherche...

    Aber auch so sagt der gesunde Menschenverstand, dass, wenn man über alle möglichen Rahmenbedingungen (institutionell, rechtlich, sozial usw.) hinwegmittelt, als einzige verlässliche Einflussgröße derjenige übrigbleibt, der direkt vor der Klasse steht.
    --> also wenn man über die Rahmenbedingungen hinwegmittelt verschwinden diese, wenn man über die Lehrer hinwegmittelt, dann bleibt ihr Effekt bestehen. Hast du einen Erklärungsansatz für diese wunderliche statistische Interpretation?

    Insofern hätte es für das "Ergbnis" der Studie ("Auf den Lehrer kommt es an.") gar keine "Metaanalyse" gebraucht. Aber solche wissenschaftlich verbrämten Simplifizierungen der komplexen Realität sind ja heutzutage en vogue. Und verkaufen sich besser.
    --> das ist die Standardkritik von Leuten die jeden empirischen Zugang zur Bildungsforschung verneinen, in Deutschland namentlich Terhart und Brügelmann. Nur haben diese Leute üblicherweise das, was ich schon an deinem Beitrag kritisiert habe: Weder methodische, noch statistische Kompetenz.

    Für NRW kann eine planmäßige Unterschreitung des Stundenkontingents innerhalb desselben (ausnahmsweise auch des nächsten) Schuljahres ausgeglichen werden. Außerplanmäßige Unterschreitung wird innerhalb desselben Monats verrechnet, bei Teilzeitkräften ist das unzulässig (das Land und der Philologenverband gehen von einer Woche aus, die GEW von einer völligen Unzulässigkeit).

    Rechtsgrundlagen sind:
    §93 SchulG NRW
    VO zu § 93 Abs. 2 SchulG NRW
    RdErl. d. Kultusministeriums v. 11. 6. 1979

    In BaWü gilt ähnliches, vgl. dazu diese Infobroschüre des BLV:

    Zitat

    Aus dieser Formulierung in § 67 LBG ergibt sich laut Kultusministerium die rechtliche Verpflichtung, dass zunächstabgewartet werden muss, ob Unterrichtsstunden im Laufe des Schuljahres ausfallen. Diese werden danngegengerechnet und die restlichen zusätzlich geleisteten Unterrichtsstunden werden am Schuljahresende entwederals sogenannte Bugwellenstunde im nächsten Schuljahr gewährt oder in Form einer Mehrarbeitsvergütungausbezahlt.

    ps: Jetzt behaupte aber bitte keiner, dass so etwas wie die Hattie-Studie auch nur annähernd mit empirischen Naturwissenschaften vergleichbar wäre.


    Wenn du damit die Signifikanzniveaus meinst, dann solltest du ehrlicherweise erwähnen dass du damit auch die Naturwissenschaften durchsortierst, von Mathematik > Physik > Chemie > Biologie > Medizin/Psychologie/Pädagogik. Wobei ich mir beim letzten > nicht einmal sicher sind, weil in manchen biologischen Veröffentlichung auch grober statistischer Unsinn steht und weil die Psychologen üblicherweise mathematisch deutlich bessere Statistiker/Methodiker sind als Physiker, Chemiker und Biologen zusammen.

    Außerdem würde mich mal interessieren, ob du die Forschungsmethode der Metaanalyse methodisch und statistisch (bei all ihren Problemen) kennst und verstehst oder einfach nur labern wolltest. :)

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