Beiträge von Valerianus

    Ich glaube nicht, dass einem das Fachwissen, das man sich während der Promotion erarbeitet, in der Schule so viel weiter bringt. Natürlich, ich bin mir ziemlich sicher darin, dass ich in einigen Themenbereichen mehr weiß als meine Kollegen, aber mal im Ernst: Was glaubst du wie oft ich das im Unterricht oder ansonsten in der Schule gebrauchen kann? Als Tipp: Wie oft hast du etwas gebraucht, dass du in einer Vorlesung während des normalen Studiums gehört hast?

    Es geht bei der Promotion, genauso wie beim Studium übrigens auch, nicht darum, dass man in einem spezifischen Themenbereich mehr weiß als andere, es geht darum, dass man bestimmte Arbeitshaltungen, Methoden und auch Charaktereigenschaften trainiert (und dann am Ende die Wissenschaft ein (zumeist nur winziges) Stück nach vorne bringt, dafür gibt es dann den Titel). Das hilft einem dann durchaus um Beförderungen zu erhalten, weil diese Fähigkeiten und der Wille durchzuhalten (das ist einer der wichtigsten Punkte während des ganzen Verfahrens) einem auch in allen anderen Lebensbereichen helfen können.

    Du solltest dich etwas genauer mit dem ganzen Verfahren beschäftigen (du wirst zum Beispiel die Begriffe Promotion, Dissertation, usw. durcheinander, Infos findest du auf den Homepages der Universitäten oder z.B. hier), du solltest dir sicher sein, dass du dir 3-5 Jahre harte, schlecht bezahlte, unsichere Arbeit antun möchtest (die meisten Stellen sind befristete 50%-65% TVL-E13, die Vollstipendien sind vom Geld her weniger), du solltest wirklich Interesse an dem Themengebiet haben und du solltest dir klar sein, dass die Einstellungssituation an der Schule sich in dieser Zeit massiv verändern kann, die Jobchancen als Postdoc sind je nach Fachgebiet jetzt auch eher mäßig überzeugend.

    P.S.: Mir fällt gerade ein schulischer Kontext ein in dem dir die Promotion tatsächlich direkt was bringt: Elterngespräche. Die laufen durch die Bank entspannter, weil die Leute denken du wärst ein Wunderheiler... :P

    Das ist Unsinn. Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein völkerrechtlicher Vertrag und als solcher selbstverständlich nicht automatisch innerstaatlich einklagbar. Manche Gerichte beziehen sich auf solche höherwertigen Verträge, wenn sie ratifiziert sind und die Rechte so klar und eindeutig formuliert sind, dass ein Rechtsanspruch ohne jeden vernünftigen Zweifel besteht. Mal im Ernst, das hättest du mit zehn Sekunden Google rausfinden können...

    In solchen Fällen wirkt ein Anruf beim Jugendamt oft Wunder, zumindest wenn die Eltern ein grundlegendes Interesse an ihrer Außenwirkung haben, bei wiederholter Gewaltanwendung durch einen Schüler kann auch die Polizei eingeschaltet werden (nicht im Sinne einer Strafanzeige, sondern im Sinne von: Wir dürfen den nicht ruhigstellen, ihr schon), die einen solchen Gewaltausbruch auch definitiv beendet, verlässliche Grundschule und Strafunmündigkeit hin oder her, hier geht es darum die Mitschüler und auch das Lehrpersonal zu schützen...

    Ich hab mir die Rechenmodelle in der Studie auch angeschaut, der Effekt wird schwächer unter Kontrolle all der genannten Variablen, aber er verschwindet nicht (am Ende ist er nicht mehr signifikant aber immer noch mehr als eine halbe Standardabweichung groß, das liegt einfach daran dass selbst bei PISA das n auf Schulebene nicht groß genug ist). Ein Problem bei der ganzen Statistik dürfte allerdings einfach sein, dass sozialer Hintergrund/Migrationshintergrund/Ausstattung der Schule/etc. so eng zusammenhängen, dass man da mathematisch nicht wirklich rankommt mit der Varianzanalyse, das müsste man experimentell machen und bei so einem Experiment explodieren glaube ich Eltern und Politiker gleichermaßen.

    BTW: Ignorier bei empirischen Studien fast immer Abstract (da wird am meisten "gelogen" um den Gutachtern zu gefallen) und Diskussion (da wird am meisten "gelogen" um die eigenen Thesen zu stützen), wenn schon empirisch, dann Methode und Ergebnisse. Das gelogen ist in Anführungszeichen, weil es keine Lügen sind, sondern eher weite Interpretationen der Ergebnisse...

    Du musst teilweise während der Promotion verpflichtend weitere Veranstaltungen belegen (bei mir waren das mit Staatsexamen Gy/Ge 4 SWS), das hängt von der fachlichen Nähe des Lehramtsstudiums zum Promotionsthema ab. Die Promotion bringt dir keine Lehrerlaubnis in der Schule. Ich hab Psychologen und Pädagogen an der Uni in den Veranstaltungen sitzen gehabt, darf aber an der Schule weder Psychologie, noch Pädagogik unterrichten. Ich durfte sie aber prüfen, ob sie gute Lehrer werden würden...xD

    Zu niedrig für gute schulische Leistungen. Unter Kontrolle von kognitiven Grundfähigkeiten, sozioökonomischem Status,Bildungsniveau der Eltern, Wohlstandsinvestitionen, kulturellen Ressourcen, kulturellen Aktivitäten und kommunikativer Praxis sinkt die Gesamtleistung des Schulverbandes (also sowohl mit als auch ohne Migrationshintergrund) ab >40% Kinder mit Migrationshintergrund signifikant ab, das war Teil der PISA-E Studie, wer nachlesen möchte: Klick mich!

    Die Folge daraus ist nicht, dass Menschen mit Migrationshintergrund schlecht für das Schulsystem wären oder andere am Lernen hindern, sondern ganz einfach, dass es keinen Sinn macht Zuwanderer oder auch Flüchtlinge zu ghettoisieren, die müssten im Grunde über alle Wohnviertel/Schulen gleichmäßig verteilt werden. Obwohl es selbst dann Auswege gibt. In San Francisco werden die Schüler den Schulen zugelost zur besseren Durchmischung und es bringt nix, weil die gut situierten Eltern dann auf Privatschulen ausweichen...

    Volle Zustimmung dazu, das entbindet aber die Politik heute (die übrigens hauptverantwortlich ist für die Ghettoisierung die du ansprichst, weil schlicht davon ausgegangen wurde, dass alle Gastarbeiter irgendwann wieder gehen - und die haben die damals bestimmt nicht in die Stadtviertel gesetzt in denen ihre Stammwählerschaft wohnt) keineswegs davon ihre Entscheidungen zu erklären, anstatt einfach zu sagen "wer unserer alternativlosen Linie nicht zustimmt ist ein Rassist". Was ist das denn für eine Art sich mit erwachsenen Menschen auseinanderzusetzen?

    Ein Kernproblem ist auch immer noch, dass die CDU/CSU sich nicht dazu durchringen kann ein vernünftiges Einwanderungsrecht zu schaffen (auf dessen Grundlage dann auch gerne gut integrierte ehem. Asylempfänger bleiben dürfen), mit dem man jeder Person vermitteln kann, warum man sich dafür entscheidet bestimmte Personen dauerhaft ins Land zu lassen und gezielt zu integrieren. Meiner Meinung nach muss man auch mal klarmachen, dass Einwanderung nach den wirtschaftlichen Interessen der Bundesrepublik zu laufen hat, während Asyl schlicht ein Menschenrecht ist (das allerdings bestimmten Regeln folgt, die zwingend zu beachten sind) an dem auch nicht rumdiskutiert werden kann.

    Das hier wurde nach dem Sieg Trumps gemacht, die Argumente für dessen Sieg können aber problemlos auf die deutsche Debattenkultur übertragen werden. Ich hatte es auch schon mal hochgeladen, aber immergut zeigt so wunderschön auf, warum es auch bei uns wahr ist.

    Es gibt also in Deutschland Menschen die Angst davor haben, dass immer mehr Menschen nach Deutschland einwandern, die Angst davor haben sich irgendwann im eigenen Land fremd zu fühlen. Natürlich ist das eine irrationale Angst, aber die Aufgabe der Politik ist es den Menschen zu erklären, warum sie das nicht haben müssen. Dazu muss man dann aber auch ehrlich den Unterschied zwischen Asyl und Einwanderung klarmachen (wenn man da als Partei denn einen Unterschied sieht), dazu wäre ein vernünftiges Einwanderungsgesetz z.B. nach dem Vorbild Kanadas notwendig. Aber in welcher Weise soll es hilfreich sein diesen Leuten dann zu sagen dass sie Rassisten seien, nur weil sie Angst haben? Welcher Lehrer bei Verstand sagt einem Kind denn, dass es ein Idiot sei, weil es auf der Klassenfahrt Heimweh hat? 8|

    Die AfD ist jetzt wirklich die letzte Partei die ich wählen würde, aber das ständige stumpfe Bashing der Wähler dieser Partei geht mir gehörig auf den Geist. Es gibt in unserer Gesellschaft eine größere Gruppe von Menschen die sich durch die traditionellen Parteien nicht mehr repräsentiert fühlt (ich gehöre auch dazu, mir fehlt eine sozialliberale Alternative), einige davon wenden sich nach links, einige wenden sich nach rechts (und wie bereits erwähnt wurde fährt die AfD in vielen Punkten nur die Franz-Josef-Strauß-Gedächtnisschiene), einige wählen anderweitig Protest oder eben gar nicht mehr. Man wäre sowohl AfD, als auch Linke relativ zügig wieder los, wenn die CDU wieder konservativ und die SPD wieder eine Arbeiterpartei wäre (anstatt einer bildungsbürgerlichen Umerziehungsanstalt).

    Falls du mal Lust hast wieder ein bisschen ernsthaft historisch zu arbeiten und nicht einfach stumpfen Unsinn zu verbreiten (und bei Gott, ich hoffe du machst das nicht in der Schule):
    Wähleranalyse - NSDAP - Wähleranalyse AfD

    Das ist deutschlandweit einheitlich geregelt über die DGUV-Vorschriften (kommt irgendwie aus dem Namen: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, in der alle Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand zusammengeschlossen sind). Wer sich unbedingt alle Vorschriften durchlesen will: Klick mich!

    Die Regel ist total simpel:

    Erste-Hilfe-Maßnahmen ohne Arztbesuch --> Verbandbuch
    Arztbesuch (auch später durch die Eltern) --> Unfallanzeige an den Unfallversicherungsträger (in dem Fall ist das Verbandbuch unnötig, weil der Kostenträger ja schon informiert ist)

    Es gibt eine Pflicht zur Eintragung sobald du irgendwelche Erstmaßnahmen durchführst (ein Pflaster reicht), da gibt es dann logischerweise auch kein Datenschutzproblem. Alles was du über die Pflicht hinaus einträgst könnte dir sicher jemand als datenschutzrechtlich problematisch auslegen, aber im Ernst: Wer soll davon in welchem theoretischen Fall erfahren in dem du etwas so garstiges da reingeschrieben hast, dass er dich verklagen möchte?

    Ignorier das und gib dein Grundgehalt (letzte Abrechnung) einfach von Hand ein anstatt die Besoldungsgruppe auszuwählen, er wird dann zwar bei der Berechnung als Fehler ausgeben, dass du für deine Besoldungsgruppe viel zu viel verdient, rechnet aber ganz normal. Der Versorgungsabschlag dürfte für die meisten Bundesländer ebenfalls stimmen (evtl. wird der Absenkungsfaktor für bestimmte Länder/Besoldungsgruppen nicht berücksichtigt, das macht aber maximal 1% aus).

    Das Zertifikat ist selbst erstellt und seit 2 Jahren abgelaufen, der Grund warum euch das (wahrscheinlich) erst jetzt auffällt, ist der, dass die meisten Browser begonnen haben solche Seiten gar nicht mehr anzuzeigen, anstatt nur neben der URL einen kleinen Warnhinweis auszugeben (weil das von fast allen Usern - den meisten hier anscheinend auch - völlig ignoriert worden ist). Falls es wen stört, entweder http benutzen oder (in Firefox: "Erweitert" drücken und dann "Ausnahme hinzufügen")

    Edit: Bringt nichts, die Seite leitet auch nur zurück nach http

    Absicherung nur bis 50/55 ist die einfachste Variante die Versicherungsvertreter nutzen um den Preis zu drücken...nur ist die Versicherung dann nicht mehr besonders hilfreich...

    Der Mindestsatz an DU-Pension beträgt aktuell 1.330€ (je nach Land unterschiedlich, im Bund sind es 1660€) sobald man anspruchsberechtigt ist (i.d.R. bei Verbeamtung auf Lebenszeit und 5 Jahren Wartezeit), wer für sich nachrechnen möchte, was er aktuell bekäme: Ruhegehaltsrechner DU

    Wenn du dich für weniger als Vollzeit bezahlen lässt, aber trotzdem Vollzeit arbeitest um dein Gewissen zu beruhigen, dann ist das schon ziemlich blöde. Außer für die Schulverwaltung...die freut sich...nein warte...die merkt das wahrscheinlich genauso wenig wie Kinder und Eltern...xD

    Du kannst bei den meisten Anbieter sowieso nur 80% des durchschnittlichen Nettoeinkommens abdecken, da bist du mit 1.100€ schon relativ nah dran (dazu kommen nämlich noch einmal mindestens 1.100€ vom Land (Mindestpensionsanspruch)).

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