Beiträge von Morse

    "Was anderes wählen" war die mehrheitliche Strategie der letzten NRW-Wahl. War nicht erfolgreich.

    Inwiefern nicht erfolgreich?

    Bisher kam ja noch bei jeder Wahl eine Regierung raus, die sich durch sie legitimiert (egal wie viele Leute gewählt haben und wie viele davon die Koalition).

    An wen sollen wir uns d.M.n. dann wenden? An dieses Forum?

    An jmd. der Dein Interesse teilt und dazu bereit ist für wirksame Arbeitskampfmaßnahmen. (Gibt's bei Lehrern so gut wie nicht.)


    Es gibt inzwischen Bundesländer mit E13/A13 für alle. Sicher noch kein Allheilmittel, aber logischerweise von Politikern umgesetzt. Von wem sonst?

    Genau, das kann nur eine Landesregierung umsetzen - aber die braucht man drum nicht bitten, weil die das schon von ganz alleine machen, falls (!) sie die Maßnahme für ihre (!) Interessen förderlich beurteilen.

    Wie wäre Punkt 4: mal "was anderes" wählen?


    Dann verwaltet eben "was anderes" diese vermeintlichen Missstände bzw. den Kapitalismus mit Folgen für Mensch und Natur.

    Der Denkfehler fängt m.E. schon damit an zu glauben, dass diese Missstände eine Art Versehen wären und man müsste Politikern nur Bescheid geben, damit diese "sich kümmern" bzw. das Problem abstellen.
    Es ist genau umgekehrt - dass die Welt so ist, wie sie ist, hat eben Gründe.


    Deswegen ist es auch naiv, sich mit solchem Flehen nach Aufhebung von Missständen genau an die zu wenden, die sie verursachen (mit dem Ziel des maximalen Profits).


    Bin ganz bei Dir* - das sollte keine Aufforderung dazu sein seine Kraft zu verschleißen im Betteln ("Forderungen") ausgerechnet bei denjenigen, die diese Missstände durchsetzen.


    * Auch wenn ich bei c) noch ergänzen bzw. bezweifeln würde, ob die Judikative wirklich immer unabhängig von der Exekutive ist - siehe z.B. a) und b)

    In einer Resolution beklagen sich 500 Stuttgarter Lehrer über unzureichende Bezahlung, immer noch nicht sanierte Schulen, fehlende Digitalisierung und antidemokratisches Verhalten von Eltern.

    [...]

    Als „denkbar schlecht“ bezeichnen Stuttgarter Lehrer die Rahmenbedingungen, unter denen sie unterrichten müssen.

    [...]

    „Wir fordern A 13 für alle“, heißt es in der Resolution. Zudem verlangen die Lehrer mehr Qualifizierungsangebote sowie mehr Stunden und Räume für Inklusion. Ohne diese sei Inklusion „in vielen Fällen zum Scheitern verurteilt“. Auch die „schleppende Sanierungswelle von Schulgebäuden in Stuttgart“ sei nicht mehr tragbar.

    „Deutlich abgehängt“ fühle man sich an vielen Schulen auch bei der Digitalisierung. Hier fordern Lehrer, dass sie die Arbeitsgeräte gestellt bekommen.

    [...]

    Zu schaffen machte vielen Pädagogen neben der zunehmenden Arbeitsbelastung auch die zunehmende Heterogenität ihrer Schülerschaft. Viele Schulen beobachteten einen Anstieg von populistischem, fremdenfeindlichem, sexistischem und rechtsextremem Sprachgebrauch sowie eine hohe Gewaltbereitschaft ihrer Schülerschaft. „Lehrkräfte sehen sich immer wieder mit Eltern konfrontiert, die sich massiv antidemokratisch verhalten und mit denen eine gemeinsame Erziehungspartnerschaft für das Kind nicht möglich ist“, heißt es in der Resolution."


    https://www.stuttgarter-zeitun…9f-8fd1-7b08fc2b8665.html

    Gibt's bestimmt schon eine coole App für, die das so umsetzt, dass die Firma die Nutzerdaten abgreift inkl. Mikrofon und Kamera, und dafür bei den Schüler/Eltern die jeweiligen Nummern der anderen verborgen bleiben - also sicher!

    Die "Empfehlung"

    ist doch nur ein Alibi, damit man später sagen kann, man hätte irgendwie reagiert (und ggfs. den Schwarzen Peter an die weiterreichen kann, die sich nicht an die Empfehlung gehalten haben, z.B. Bundesligaspiele mit 50 0000 Zuschauern).

    Uns wurde heute vorsorglich mitgeteilt, dass eine Schulschließung keiner Freistellung vom Dienst entspricht und wir dann Anweisungen per Mail erhalten.


    Ob wir dann wohl zum Fensterputzen kommen dürfen?

    Oder vielleicht dürfen wir in der Corona-Hotline mitarbeiten, bei der eine Kollegin es heute 160 mal erfolglos versucht hat (sie war im Risikogebiet)?

    Das gilt nur für L.i.A.
    Beamte müssen mit Uniform und Knarre die letzten Klopapier-Lager gegen Plünderer verteidigen.

    Ich weiß genau was du meinst. Schüler, die ständig fehlen, machen (fast) keine Arbeit und generieren Lehrerstunden :teufel:

    Haha ja, das ist schon ein bissle was dran, wenn sie einfach fern blieben, aber die meisten schauen ja doch ab und zu mal vorbei und stören dann den ganzen Betrieb. Da macht - wenn's jetzt nur darum geht - ein Schüler, der weder Deutsch noch Englisch kann, aber einfach 10 Stunden am Stück still auf seinem Platz hockt weniger Arbeit.

    Weil es sein könnte, dass das Kind auf dem Schulweg verschwindet. Damit hier möglichst schnell die Suche beginnen kann, wird die Anwesenheit in der Früh kontrolliert, mit den Krankmeldungen abgeglichen und bei Bedarf nachgeforscht.

    Der Abgleich und das Nachtelefonieren macht bei uns zum Glück das Sekretariat.

    Wow, sowas habe ich ja noch nie gehört!


    Und das wirklich auch bei Jugendlichen?

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