Viele dieser Wahlberechtigten kennen das Programm und die Ziele der AfD nicht. Das Kreuz wird nur gemacht, um "denen da oben" zu zeigen, dass man sie nicht mag. Protestwähler sind keine Überzeugungs"täter".
Wie soll ein Wahlberechtigter seinen Unmut äußern, wenn nicht mit seinem Kreuz auf dem Wahlzettel?
Wir haben ein Wahlrecht und der Wähler hat das Recht seine Einschätzung der gegenwärtige Politik durch seine Wahlentscheidung zu äußern. Ist er unzufrieden, wählt er jemand anderes.
Viele Wähler lesen nicht das Wahlprogramm komplett durch. Die meisten die AfD gewählt haben, würden z.B. aufgrund ihrer Steuerpolitik Nachteile erleiden.
Aber das ist immer so; es sind 2-3 Punkte für eine Wahlentscheidung relevant. Und so wird immer abgestimmt.
Man muss da nicht um den heißen Brei herumreden; relevante Themen waren nun einmal die Migration, LHK, Sicherheit.
Klimawandel dagegen kaum relevant.
Die AfD hat von dieser Gemengelage nun einmal profitiert. Man kann nur hoffen dass Schwarz-Rot da spürbare Veränderungen gelingen wird, ansonsten wird das beim nächsten Mal sehr knapp zwischen AfD und CDU.
Man darf aber auch nicht verschweigen, dass die westlichen Demokratien durch Einflussnahme von außen unter Druck gerät; da erwarte ich auch das Merz klare Kante zeigt.