Vielleicht fehlt es dir aber auch an Erfahrung mit problematischem Kollegium oder ebensolchen Vorgesetzten? Du musst gar nicht einen extra schlechten Plan bauen. Du kannst auf vielfältige, nach außen ganz sachlich begründbare Weise Kolleg*innen am langen Arm verhungern lassen: Fachfremd in Randstunden einsetzen, bei jeder Beförderung umgehen, Wünsche absichtlich nicht berücksichtigen, Abordnen, wenn mal jemand abgeordnet werden soll, Aufgaben kritisieren aber niemals was Positives finden, mit dem Personalrat klüngeln, keine Verantwortung übertragen...
Auch das klingt erst mal logisch. Wir sind aber soziale Wesen, auf Arbeit verbringt man viel Lebenszeit. Wenn man nur noch hingeht, um zu unterrichten, nach Schluschluss das Haus verlässt, um zu Hause Unterricht vorzubereiten, ist das nicht jedermanns Traum von beruflichem Miteinander. An kleinen Schulen gibt es nur 20 oder 30 Personen im Kollegium, wenn sich da noch 2 oder 3 Grüppchen bilden, die ihr eigenes Ding machen, wird es schnell ungemütlich.
Also ja, ich bin absolut für Klarheit und Gesetzestreue. Trotzdem kennen wir nicht die Leute der anderen vor Ort und vor allem müssen wir mit denen nicht dir nächsten 20 Jahre klarkommen.