Stichwort Niveauabsenkung: Das Ziel ist es, das Niveau des Unterrichts zu steigern. Das Fachwissen ist nunmal kein Selbstzeck. Da ist es jetzt wohl Ansichtssache und vermutlich genau der Punkt an dem sich die Geister scheiden: Die eine Seite meint, das Niveau des Unterrichts könne durch mehr Fachwissen gesteigert werden und die andere Seite meint, das Niveau könne durch mehr pädagogische oder (mMn viel eher) fachdidaktische Inhalte gesteigert werden. Es ist für meine Begriffe also keineswegs ein Totschlagargument, es geht auch nicht um schwarz oder weiß. Es ist eine Abwägung, wie viele fachwissenschaftliche, wie viele fachdidaktische und wie viele pädagogische Inhalte in das Lehramtsstudium gehören und das Ganze unter dem Aspekt der Knappheit der Zeit.
Das Niveau wird nicht gesteigert auch wenn man es mit pädagogischen Worthülsen gerne so verpackt.
Wenn es denn so wäre, dass moderner Unterricht so unglaublich effektiv wäre, dann hätte ich Jahr für Jahr nicht mehr Schüler denen es an grundlegenden Dingen wie Dreisatz oder Prozentrechnen fehlen würde. Von der Rechtschreibung und Ausdruck mal ganz abgesehen. Aber sie können präsentieren!
Darüberhinaus genügt ein Blick in die Entwicklung der Lehrplaninhalte.
Oder der steigenden Anzahl an Brückenkurses in Mathematik an den Hochschulen.
Oder dass Ausbildungsunternehmen eher verstärkt Abiturienten einstellen wollen an Stelle von Realschüler obwohl dies jahrzehntelang genügt hatte.
Unterrichte einfach mehrere Jahre lang und mache deine eigene Erfahrung.