Als Alternative zur Klassenfahrt und mit mehr Selbstverantwortung, aber eben gleichzeitig pädagogisch begleitet gibt es das Programm herausforderung.eu, bei dem sich die Jugendlichen geleitet ein Projekt suchen, das sie dann im finanziellen und zeitlichen Rahmen einer Klassenfahrt durchführen. Gleichzeitig geht es aber wohl auch um die Verantwortung für andere und die Umwelt, da die Projekte einen Bezug zu BNE haben. Alpen-Überquerung, Kanufahrten, im Kloster leben oder auf einem Gnadenhof helfen. Ich las davon im Rahmen von Schule im Aufbruch und dem Frei Day von Margret Rasfeld.
Beiträge von tibo
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Was bedeutet das? Hat jemand von dir gefordert, eine umfassende Linksammlung als Internetseite anzulegen, weil Wolfgang dies gemacht hat? Hat jemand dich gefragt, wo denn in deinem Klassenraum die Bilderrahmen mit Bildern sind, die ich für meinen Klassenraum bei IKEA gekauft habe? Und wenn es so wäre: Deswegen darfst du dich hier so unverschämt äußern?
Meine Freizeit, ist meine Freizeit; mein privates Geld ist mein privates Geld. Ich mache damit, was ich gerne möchte und was mir Spaß macht. Sollte dich das wirklich so unter Druck setzen, solltest du an deinem Selbstbewusstsein arbeiten. Sonst gebe ich dir nämlich auch gerne mal einen Tipp für deine Freizeitgestaltung: Lass es doch einfach sein, Menschen im Internet persönlich anzugreifen und hier im Forum irgendwelche persönlichen Fehden in themenfremde Faden zu posten.
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ja, der ist ganz schlimm, denn er macht sich nichts aus leuchtenden Augen.
Was sind eigentlich leuchtende Augen? Was macht Lehrkräfte aus, die sich vermeintlich etwas aus leuchtenden Augen machen? Was macht Lehrkräfte aus, die sich nichts aus vermeintlich leuchtenden Augen machen?
Hat dich meine Formulierung gestört? Du springst state_of_trance ja direkt zur Seite. Fast so, als wäre meine Formulierung ziemlich unverschämt. Fandest du meine Formulierung unverschämt?Vor allen Dingen bin ich jemand, der anders als Wolfgang und Tibo noch ein Leben außer der Schule hat.
Autsch, jetzt muss ich nicht nur rechtfertigen, was ich mit meinem privaten Geld, sondern auch noch, was ich in meiner Freizeit mache
Ich frage mich weiter, warum dich dieser Umstand, unter der Annahme er würde denn stimmen, ständig so triggert, dass du aus dem Nichts so persönlich wirst? -
Kannst du diesen Vorwurf präzisieren? Welche Preise habe ich zerstört?
state_of_trance ist jemand, der mit seinen Beiträgen sicherlich "mehr über sich als über andere aussagt", beantwortet das die Frage in meinen Worten?
(Verwirrten Smiley Nummer 117 vorsorglich in Signatur hinzugefügt)
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Horst Bartnitzky war auch bei uns sehr angesehen. MMn auch zu Recht für eine grundlegende Einstellung und Haltung zum Deutschunterricht.
Ich persönlich kann darüber hinaus folgende Bücher empfehlen:
"Wie Kinder schreiben und lesen lernen" von Ursula Bredel et al. beschreibt sehr gut und verständlich den Schriftspracherwerbsprozess von Kindern. Für den Anfangsunterricht der perfekte Einstieg.
Ein Must-Read ist für mich "ABC und andere Irrtümer über Orthographie, Rechtschreiben, LRS, Legasthenie" von Günter Thomé. Das Buch erklärt, weshalb die deutsche Rechtschreibung in der Mehrheit doch sehr regelhaft ist, wenn man die Laut-Buchstaben-Zuordnung richtig verstanden hat. Meiner Meinung nach bringt das Buch auch die verschiedenen Denkarten des Deutschunterrichts (Lesen durch Schreiben, silbenanalytische Methode und analytisch-synthetische Methode) zusammen, denn jede der Methoden hat ihre Berechtigung und ihren Einfluss auf die aktuelle Didaktik und Methodik des Deutschunterrichts in der Schule. Ergänzend zu dem Buch passen die Bücher und der Instagram-Kanal von Katja Siekmann. Danach weiß man, weshalb der Igel Schuld an Schreibungen wie "Libe" ist.
Ich habe kein Buch dazu gelesen, aber mit der FRESCH-Methode sollte man sich als angehende Deutschlehrkraft in der Grundschule auch beschäftigen. Liegt der Fokus bei Thomé auf dem alphabetischen Prinzip der deutschen Rechtschreibung, werden hier auch die orthographisch-morphematischen Prinzipien didaktisiert.
In Hamburg gibt es nun schon länger das Leseband zur Leseförderung. Dieses ist ein wissenschaftlich evaluiertes und in der Praxis erfolgreiches Konzept zur Steigerung der Leseflüssigkeit. So erfolgreich, dass NRW das Konzept von Hamburg übernommen hat. Die Internetseite "Stift Deutschunterricht" vom Land NRW bietet zu dem Thema eine gute Übersicht. Außerdem gibt es von BisS-Transfer sehr empfehlenswerte Videos mit Einblicken in den Unterricht, Erklärungen der dahinter stehenden Wissenschaftler*innen und Meinungen der Lehrkräfte. Das passende Buch dazu lautet "Leseflüssigkeit fördern" von Rosebrock und Nix, die diese Methode und die Wichtigkeit der Leseflüssigkeit für den deutschen Sprachraum bekannt gemacht haben.
Im Buch "Deutsche Grammatik verstehen und unterrichten" bekommt man vor allem didaktische Anregungen auf einer sehr guten fachwissenschaftlichen Grundlage. Das Buch taucht relativ tief ein in die Regelmäßigkeiten und Besonderheiten der deutschen Grammatik, auch weil es inhaltlich über die Grundschule hinaus geht. Nach der Lektüre weiß man, weshalb Tu-Wörter meist nichts tun und man nach Satzgliedern nicht fragen kann.
Das ist alles sehr viel Didaktik mit wirklich fachwissenschaftlicher Fundiertheit (die auch an den richtigen Stellen Kritik an didaktisch-methodischen Traditionen in der Schule äußert). Wenn es mehr um die Methodik geht, wird denke ich Beate Lessmann mit ihrer umfassenden, individualisierten und gleichzeitig strukturierten Idee vom Deutschunterricht immer bedeutender. Da kann ich vor allem ihre Artikel in den gängigen Fachzeitschriften für den Deutschunterricht empfehlen.
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Oh, das ist aber ausgesprochen schade. Es ist die Hauptaufgabe der Gewerkschaft, sich für die Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder einzusetzen. Zu guten Arbeitsbedingungen gehört, dass der Schulträger das nötige Unterrichtsmaterial zur Verfügung stellt.
Das war aber nicht das Thema in diesem Thread. In diesem Thread ging es, so wie ich es verstanden habe, um die meiner Wahrnehmung nach paternalisierende und klischeehafte Darstellung von Grundschullehrkräften durch andere Kolleg*innen. Mit dieser Wahrnehmung stehe ich offensichtlich nicht alleine. Vielleicht reflektieren also manche - auch du - einfach mal ihre Kommunikationsweise, statt verbal immer noch einen draufsetzen zu wollen.
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Es wurde und wird auch gerade hier im Forum immer wieder deutlich, dass es bei weitem nicht darum geht, dass bei einer bereits vollkommen zufriedenstellenden Ausstattung der Schulen einzelne Lernkräfte aus eigenen Stücken noch "Gimmicks" mit einbringen wollen, sondern dass es vielmehr darum geht, dringend notwendiges Lehrmaterial, welches rechtswidrig nicht zur Verfügung gestellt, privat zu stellen. Und darüber dürfen mit Sicherheit nicht nur GS-Lehrkräfte diskutieren.
Das ist aber nur ein Grund von vielen und mir scheinen die Gründe nicht sehr differenziert betrachtet zu werden. Dass man dringend notwendiges Material kauft, ist mEn eher eine Seltenheit. Stattdessen ist es oft eine Abwägungssache zwischen gesparter Zeit, persönlicher Freude und Kosten - und am Ende eine bewusste Entscheidung.
Diese halbgare Anspielung aufs Recht passt dann auch nicht so wirklich, denn private Ausgaben für den Beruf sind durchaus keine Seltenheit und schon durch die Rückzahlung eines Anteils der Steuern vom Staat mitbedacht.
Es geht nicht ums Lustig machen und eben auch nicht ums Möchten. Ich bin Gewerkschafterin, ich erlebe im kantonalen Vorstand Kolleginnen und Kollegen aus allen Schulstufen. Dieses "Möchten" ist schlichtweg schädlich für den gesamten Berufsstand. Da kannst du noch so sehr betonen, dass die anderen ja deinetwegen nicht möchten müssen, so läuft es aber nicht. Wenn es bei einer Topfpflanze bleibt, die du selber bei IKEA holst, ist nicht viel Schaden entstanden. Wenn du aber anfängst, notwendiges Unterrichtsmaterial aus der eigenen Tasche zu bezahlen, ist das ein Problem.
Ich bin auch in der Gewerkschaft und im Lehrer*innenrat und weiß nicht so genau, was das mit dem Thema zu tun haben soll.
Und danke, dass du mich darüber belehrst, um was es mir geht und wie die Kommentare von manchen User*innen rüber kommen.
Aber auch auf einer objektiven Ebene bin ich mir sicher, dass man sagen kann, es machen sich manche lustig mit Klischees über Grundschullehrkräfte.
Keine Sorge, wir sind schon größer als die Kinder, die wir unterrichten, und wir können schon selbst über unser privates Geld entscheiden. Und wir sind erwachsen genug, uns nicht unter Druck setzen zu lassen vom Einsatz anderer Lehrkräfte.
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Gibt es hier schulformspezifische Unterschiede in der zugrundeliegenden Rechtslage, die Kolleginnen und Kollegen anderer Schulformen disqualifiziert, darauf hinzuweisen, dass notwendiges Lehrmaterial nicht durch die Lehrkraft selbst zu stellen ist?
Wer genau sagt hier, notwendiges Unterrichtsmaterial muss von der Lehrkraft selbst gestellt werden? Manche möchten aber gerne immer wieder darüber diskutieren, wofür ich mein privates Geld gerne ausgeben möchte.
Aber es ist natürlich voll nett, dass dann diese Kolleg*innen in den Grundschulbereich kommen und einen bekehren wollen, weshalb das ja mal gar nicht gehen würde und sich über die Identifikation mit dem Beruf als Lehrkraft und leuchtende Kinderaugen lustig machen.
Ist das was schlechtes? Ich bin verwirrt.
Ja, das wirkt sehr paternalistisch.
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Es gibt aber einige Kreise (ich glaube ich schaue mal, welche das genau sind), die Kinder mit einem Förderschwerpunkt auf eine benachbarte Schule in der Kommune schicken. Dadurch versprechen sie sich, dass die Förderschulkollegen nicht wie mit dem Salzstreuer an alle Schulen des Kreises verteilt werden, sondern schwerpunktmäßig an Schulen sitzen, um dort eine angemessene zeitliche und personelle Unterstützung des Kollegiums zu ermöglichen.
Im Masterplan Schule NRW (von 2021) wird aber explizit für Grundschulen gefordert, dieses System nicht mehr einzusetzen.Besser kann man Exklusion nicht beschreiben - entsprechend zu Recht wird gefordert, dieses Doppelsystem abzubauen.
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Da das ja nun eine ähnliche Diskussion wie im anderen Thread ist: ist es in euren Bundesländern üblich, Kindern mit Förderbedarf ausschließlich an individueller Bezugsnorm ausgerichtete Noten zu erteilen?
Ich erteile Kindern mit dem Förderschwerpunkt keine Noten, außer sie sind in der Lage zumindest die differenzierten Klassenarbeiten mitzuschreiben. Hier finde ich die Bezugsnorm der Leistungsbewertung ganz schön beschrieben:
Vorgaben für den zieldifferenten Bildungsgang Lernen
Die Unterrichtsfächer und die Stundentafeln richten sich nach denen der Grundschule und der Hauptschule. Somit werden Schülerinnen und Schüler im Bildungsgang Lernen in enger Anlehnung an die Lehrpläne dieser beiden Schulformen unterrichtet. Die Leistungen der Schülerinnen und Schüler werden auf der Grundlage der im individuellen Förderplan festgelegten Lernziele beschrieben. Die Leistungsbewertung erstreckt sich auf die Ergebnisse des Lernens sowie die individuellen Anstrengungen und Lernfortschritte.
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Danke dir!
Die Chance zur Überarbeitung gibt es ja. Aber ich frage mich, ob das an den Grundschulen in NRW überhaupt so gehandhabt wird.
Also dass dann unter der Überarbeitung wirklich auch eine Rechtschreibnote steht.
Die Möglichkeit haben wir auf jeden Fall im Rahmen der Gestaltung unseres Leistungskonzepts besprochen. Ich denke, das ist auch sinnvoll, das im Kollegium einheitlich zu gestalten. Die Freiheiten hat man, würde ich behaupten, auf jeden Fall.
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Im Sinne der Transparenz sollte man das vorher mit den Schüler*innen besprechen. Die Note für die Rechtschreibung müsste dann gesondert ausgewiesen werden und bezieht sich dann eben auch nur auf diesen Kompetenzbereich. Aber im Wissen, dass der cognitive load eben höher ist, wenn man mehrere Kompetenzbereiche gleichzeitig beachten soll, fände ich es nur fair, wenn es dann auch die gesonderte Chance zur Überarbeitung gäbe.
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Einfluss durch Expert*innen auch aus dem direkten Schulbereich gibt es vermute und hoffe ich auch durch die Lobby, die mir unter dem Stichpunkt "neue Prüfungsformen" direkt einfällt wie zum Beispiel das Institut für zeitgemäße Prüfungskultur oder der Bildungsrat von unten, der explizit die Kultusministerien anspricht.
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Was du oben schreibst, dass die mit klaren Ansagen besser klarkommen, ist auch nur ein Ergebnis der Erziehung.
Das finde ich auch wichtig und ergänzend auch die Sozialisation. Die Gesellschaft schafft sich ja nun ihre Geschlechter und Geschlechterstereotype. Diese wirken sich bei Jungs anscheinend in manchen Bereichen negativ aus. Feminismus hätte hier ein paar Lösungsansätze im Angebot.
Während Mädchen sich an den Erzieherinnen und Lehrerinnen in Kita und Grundschule orientieren können, haben Jungen allzu häufig keine entsprechendes Vorbild. Das muss sich doch schon in Grundschule auf weitere Chancen auswirken…
Wobei dies und die oft genannte vermeintliche Feminisierung der Schule auf die Leistung keinen (relevanten) Einfluss hat , wie verschiedene Studien sagen:
"In wissenschaftlichen Studien, die die Ursache-Wirkung-Beziehung zwischen dem Geschlecht der Lehrperson und dem Schulerfolg untersucht haben, zeigen sich meistens keine Effekte auf den Kompetenzerwerb und die Schulnoten der Schüler:innen (Coenen u.a., 2018; Kleen u.a., 2022; Neugebauer & Gerth, 2013). Nur in wenigen Studien konnten leichte Tendenzen festgestellt werden, nach denen Mädchen bessere Leistungen zeigten, wenn sie von einer weiblichen im Vergleich zu einer männlichen Lehrkraft unterrichtet wurden (Helbig, 2012; Hwang & Fitzpatrick, 2021; Lee u.a., 2018). Gleichzeitig machte es für die Leistung von Jungen allerdings keinen Unterschied, welches Geschlecht die Lehrkraft hatte."
Nichtsdestotrotz plädiere ich immer für Diversität, dazu gehört auch das Geschlecht. Männer sind aber nun auch gesellschaftlich weit davon entfernt insgesamt benachteiligt zu werden. Es gibt bestimmt Gruppen, die noch weniger als Schule als Lehrer*innen repräsentiert werden und in der Gesellschaft insgesamt weniger Chancen haben. Das ist für die Prioritäten mMn wichtig zu berücksichtigen.
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Hallo Stammtischparolen

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Ich bin auch für unsere Website verantwortlich. Als erstes habe ich das Design in Angriff genommen und moderner, heller und freundlicher gestaltet. Das ist in gewissem Maße natürlich Ansichtssache. Das Wichtigste für Eltern und Außenstehende sind natürlich erstmal die allgemeinen Informationen (Termine, Schulzeiten, Kontaktmöglichkeiten, ...). Die Informationen für potenzielle Schulneulinge haben eine hohe Priorität und wir versuchen natürlich, da auch Werbung mit unserer Website zu machen. Nicht nur dafür ist es natürlich wichtig, das, was die Schule ausmacht, auf der Website zu zeigen. Dazu gehört u.a. unser Leitbild, das Kollegium und unsere Schulsozialarbeit / das Familiengrundschulzentrum. Ich finde es außerdem wichtig, dass eine Seite durch Neuigkeiten & Berichte (wie zu Lese- oder Projektwochen) lebendig wirkt und dabei eine gewisse Tiefe hat. Darin zeigt sich auch, dass die Schule ihre Ideen des Leitbilds lebt. Wir haben für alle Klassen sowie für die Punkte unseres Leitbilds Kategorien, nach denen die Neuigkeiten sortiert sind. Was für alle wichtig ist und was wir als Aushängeschild sehen, kommt auch auf die Homepage. Man findet aber eben auch unter den einzelnen Kategorien Berichte (z.B. unter den Klassen zu den Ausflügen mit den Kulturstrolchen). Ich habe mich da an der Seite der Michael-Ende-Grundschule orientiert und finde die Website dieser Schule weiterhin klasse: https://www.michael-ende-grundschule-koeln.de/
Generell haben Schul-Website denke ich ein klein wenig an Relevanz verloren durch Lernmanagementsysteme für die Kinder und Kommunikations-Schul-Apps für die Eltern. Wie du sagst, ist es aber für die Außendarstellung, also potenzielle neue Eltern, Lehrkräfte und den sozialen Nahraum, wichtig. Und die Zahlen zeigen auch, dass unsere Website für grundlegende Informationen wie Terminplaner oder Kontaktdaten des Sekretariats immer noch häufig besucht wird.
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Die Bild-Zeitung ...

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Das ist keine konstruierte Aufgabe, sondern einfach die Wirkung verschiedener Darstellungsformen, in der mathematischen Fachdidaktik mir bekannt als Eis-Prinzip. Demnach steigt das Verständnis, wenn man Abstraktes in der Mathematik enaktiv, ikonisch und symbolisch darstellt. Siehe auch Pikas: https://pikas-mi.dzlm.de/leitideen/aufg…ieg/hintergrund
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Es ist eigentlich egal, was "manche" darunter verstehen, mein Arbeitgeber aka Kanton hat eine sehr definierte Vorstellung davon.
Das Land NRW auch. Das Beamtenstatusgesetz zum Thema "volle Hingabe" zum Beruf zitierte ich ja schon. Dieser Ausschnitt aus unserer Dienstordnung ist aber auch schön: "(4) Lehrerinnen und Lehrer stimmen sich in der pädagogischen Arbeit miteinander ab und arbeiten zusammen (§ 57 Absatz 2 Satz 2 SchulG). Sie wirken an der Qualitätsentwicklung und -sicherung schulischer Arbeit sowie an der Gestaltung des Schullebens mit (§§ 3 Absatz 4, 57 Absatz 2 Satz 1 SchulG)." Oder der hier unter dem Blickwinkel Inklusion: "(1) Lehrerinnen und Lehrer fördern die Schülerinnen und Schüler umfassend und individuell. Sie erziehen sie zur Selbstständigkeit. Zu dieser Selbstständigkeit gehört auch, Initiativen und Anregungen für Unterricht und Schulleben zu entwickeln und Verantwortung in den Gremien der Schule zu übernehmen." (Hervorhebungen durch mich.)
Du hast sehr schön alles aufgezählt, was keinen Nutzen bringt. Zumindest so wie du es meinst.
Das ist ja ähnlich konkret wie das Horoskop in der Bunten. Und Gedankenlesen kannst du anscheinend auch.
OT: Mein Hirn will daraus partout „metaphorisierende“ Kaulquappen machen und fragt mich als Nächstes jedes Mal, was die wohl so alles erzählen den lieben langen Tag lang im Klassenraum, was sie dann in Kaulquappen- Metaphorik verpackt wiedergeben.
"Mathematik ist die Milch, der man entkommen muss, um die Freiheit der Naturwissenschaften zu genießen." "Das langsam siedende Wasser in dem Abiturient*innen schwimmen halten sie nicht 13 Jahre aus." "Die Metamorphose des Schulsystems ist verbunden mit Wasser und Strampelei und nicht alle Ideen schaffen es an Land." "Der Schwanz der Kaulquappe, den die Lehrer*innen Scaffolding nennen, muss am Ende abgeschmissen werden." (Keine Garantie, dass das alles astreine Metaphern sind, dafür war das Abi zu lang her und es ist kein Unterrichtsinhalt der Primarstufe.)
DAS war schon mit eingepreist. Mir ging es um die Aussage. Einfach ne Quatschaussage. Es wird kritisch bemerkt, dass man sein privates Geld für IKEA ausgibt, da kommt dann so ein Kommentar. Manche(s) will ich dann auch nicht mehr ernst nehmen.
Dann hast du wohl schon meinen Ausgangsbeitrag falsch verstanden (mitnichten finde ich es nicht wichtig, zu betonen, dass jede Arbeitszeitstudie sagt, dass wir zu viel arbeiten; mitnichten erwarte ich von irgendjemandem, dass er*sie privates Geld für die Schule ausgibt oder mehr arbeitet, als vorgesehen ist). Bei meinem Ausgangsbeitrag zu den Themen Geld für die Schule bei IKEA ausgeben und Ästhetik des Klassenraums ging es mir um das Klischee der Feminisierung des Lehrberufs. War halt etwas ungünstig für die Intention meines Beitrags, dass es dann auf einmal darum ging, dass Männer im Lehrberuf ja häufiger als heldenhaft-hobbylos auffallen und dass das Insta-Lehrer*innenzimmer mitunter mit Ästhetik zugunsten Fachlichkeit auffällt.
Und der Kontext zu meinem zitierten Satz in Klammern, den du als Quatschaussage siehst, ist eben, dass Quittengelee meines Eindrucks nach bezahlte Werbepartnerschaften mit Lehrkräften auf Instagram kritisch findet. Da kann ich aber auch komplett daneben liegen, weil es nicht unbedingt aus ihrem Satz zur bezahlten Werbepartnerschaft hervorgeht. Das meinte ich damit, dass ich als Lehrkraft anscheinend nicht mehr Geld verdienen darf, als ich vom Land bereits bekomme und andererseits mein privates Geld nicht für die Schule ausgeben darf. Ich fand es irgendwie ironisch, wie viele verschiedene moralische Vorstellungen es zu meinem privaten Geld so gibt. Der Zusammenhang ist natürlich konstruiert und nicht ganz Ernst gemeint.
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heldenhaften Zusatzverrenkungen jenseits des Berufsauftrags
Unter "jenseits des Berufsauftrags" verstehen nur manche schon alles, was wahlweise über fachlich fundierten Unterricht oder 13:15 Uhr hinaus geht. Pädagogik? Lächerlich, die Kinder sind schon verwöhnt genug! Kindgemäßheit? Kuscheltiere sind ja wohl ebenso peinlich wie laminieren! Schulentwicklung? Machen nur karrieregeile Männer! Methodik? Lasst mich doch mit dem Zirkus aus dem Referendariat in Ruhe!
Schon, aber mit welchem Sendungsbewusstsein postet man sowas?
Neben dem vielleicht bei manchen finanziellen Aspekt (darf man Geld einnehmen mit seinem eigentlich genau so wenig wie Geld ausgeben für seinen Beruf?): Das sind alles Beiträge zum Churermodell, das für eine Balance aus Autonomie und Kontrolle der Kinder steht, für ein Zusammenspiel aus Raum, Pädagogik und Methodik. Kontrolle über einen klar strukturierten Klassenraum, klar definierte Regeln für bestimmte Räume im Raum und klare methodische Abläufe (Erklärung im Sitzkreis, Erarbeitung an den Arbeitsplätzen). Stichwort Raum als dritter Pädagoge. Autonomie der Kinder in der Wahl aus individuellen Angeboten mit viel Anschauungsmaterial und damit natürlicher Differenzierung und auch in der freien Sitzplatzwahl in der Erarbeitungsphase.
Danke auf jeden Fall für den Accounttipp, da gibt es doch total viel inspirierenden Input: beispielsweise fächerübergreifender Unterricht zum Thema Frösche mit Kinderliteratur und Bastelei - und mit im Klassenraum metamorphosierenden Kaulquappen

Klar ist Instagram auch verbunden mit Schickimickie, findet man auch auf dem Account. Aber ich schätze auch methodisch-didaktische und fachliche Inhalte zum Mathematik- oder Deutschunterricht, Beiträge zu Inklusion oder kritische Beiträge über Instagramisierung / Edukisierung, die es dort auch gibt. Und auch einfach schöne, aber ebenso funktionale Klassenräume.
Und zum Sendungsbewusstsein gehört sicherlich auch dazu, und das kenne ich persönlich vor allem auch aus dem #twlz, dass man Teil einer Community ist, die sich vernetzt, gerne teilt und sich bestärkt. Da entstehen richtig wertvolle Sachen, wie im #twlz zum Beispiel das kollaborativ erarbeitete Buch #moodlekannmehr. Ist es dann Arbeitszeit, wenn ich dort Kapitel beitrage? Macht es einen zum heldenhaft-hobbylosen Mann, wenn man das in seiner Freizeit macht?
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